SFC Energy Aktie: Wachstumskurs

SFC Energy verfehlte 2025 die Umsatzziele, übertraf jedoch die Ergebnisprognose. Für 2026 plant das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 5-12% und setzt verstärkt auf den Verteidigungssektor.

Kurz zusammengefasst:
  • Umsatz 2025 knapp unter Zielkorridor
  • Starkes viertes Quartal stützt Jahresergebnis
  • EBITDA und EBIT über angepasster Prognose
  • Verteidigung soll 2026 Umsatzanteil steigern

SFC Energy liefert für 2025 ein gemischtes Bild: Der Umsatz verfehlte den eigenen Zielkorridor knapp, gleichzeitig fielen die Margen deutlich niedriger aus als im Vorjahr. Trotzdem gibt es einen wichtigen Lichtblick: Beim Ergebnis lag das Unternehmen über der zuletzt nach unten angepassten Prognose – und das vierte Quartal stach als stärkster Abschnitt des Jahres heraus. Kann der klare Fokus auf Verteidigung und öffentliche Sicherheit 2026 tatsächlich wieder mehr Dynamik bringen?

2025: Umsatz knapp daneben, Q4 stützt

Nach vorläufigen, ungeprüften Zahlen erzielte SFC Energy 2025 einen Konzernumsatz von 143,3 Mio. Euro (2024: 144,8 Mio. Euro). Damit blieb das Unternehmen leicht unter dem im November 2025 angepassten Zielkorridor von 146,5 bis 161,0 Mio. Euro.

SFC Energy

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Als Hauptgründe nennt SFC Energy eine Mischung aus makroökonomischer Unsicherheit, Wechselkursvolatilität und protektionistischen Tendenzen, insbesondere rund um die US-Zollpolitik. Allein negative Währungsumrechnungseffekte aus den USA, Kanada und Indien hätten den Umsatz um rund 4 Mio. Euro belastet.

Positiv fiel vor allem das Schlussquartal aus: Q4 2025 war mit 40,6 Mio. Euro das umsatzstärkste Quartal. Auch der Auftragseingang erreichte im Q4 mit rund 40 Mio. Euro den Jahres-Höchstwert.

Ergebnis: Unter Vorjahr, aber über Prognose

Beim operativen Ergebnis musste SFC Energy 2025 im Jahresvergleich Federn lassen. Das bereinigte EBITDA sank auf 16,7 Mio. Euro (2024: 22,0 Mio. Euro), die Marge auf 11,6% (2024: 15,2%). Das bereinigte EBIT lag bei 8,9 Mio. Euro (Marge 6,2%) nach 15,6 Mio. Euro (Marge 10,7%) im Vorjahr.

Der entscheidende Punkt: EBITDA und EBIT lagen laut Unternehmen deutlich über dem oberen Ende des im November 2025 präzisierten Zielkorridors. Belastet hätten unter anderem höhere Verwaltungskosten, ungünstige Wechselkurse sowie temporär höhere Aufwendungen für ein neues ERP-System und IT-Sicherheitsinvestitionen.

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Aufträge rückläufig – 2026 soll Verteidigung tragen

Weniger erfreulich: Auftragseingang und Auftragsbestand gingen zurück. Der Auftragseingang fiel 2025 auf 118,5 Mio. Euro (Vorjahr: 167,8 Mio. Euro). Der Auftragsbestand lag zum 31. Dezember 2025 bei 78,6 Mio. Euro (Vorjahr: 104,6 Mio. Euro).

Für 2026 stellt SFC Energy wieder Wachstum in Aussicht. Erwartet wird ein Umsatzplus von 5 bis 12% auf 150 bis 160 Mio. Euro. Beim Ergebnis soll es überproportional nach oben gehen: bereinigtes EBITDA 20 bis 24 Mio. Euro, bereinigtes EBIT 11 bis 15 Mio. Euro, jeweils mit leichter bis spürbarer Margenverbesserung.

Als zentrale Treiber nennt das Unternehmen:
Verteidigung: Anteil soll 2026 auf 15 bis 20% des Konzernumsatzes steigen
Sicherheitsanwendungen (inkl. zivil): bereits rund 60% des Gesamtumsatzes
Wachstumsimpulse aus Asien und Europa
Neue Produkte (u.a. Power-Management-Plattform für tragbare Lasersysteme zur Drohnenabwehr, EFOY Pro Shelter) mit bereits Umsätzen im niedrigen einstelligen Millionenbereich

Am Markt zeigte sich zuletzt kurzfristig Rückenwind: Die Aktie notiert heute bei 14,46 Euro und liegt damit über dem 50-Tage-Durchschnitt (13,45 Euro), bleibt aber unter dem 200-Tage-Durchschnitt (16,26 Euro) – ein Bild, das zum Übergangsjahr 2025 passt.

Der nächste konkrete Fixpunkt folgt bereits: Am 26. März 2026 will SFC Energy den finalen Geschäftsbericht für 2025 vorlegen – dann wird sich auch zeigen, wie stabil das starke vierte Quartal und die 2026er-Ziele mit Zahlen und Details unterlegt sind.

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