Ein Kursverlust von über 28 Prozent auf Jahressicht hat bei der Hamborner REIT eine paradoxe Situation geschaffen. Während der Aktienkurs optisch am Boden liegt, lockt der Titel mit einer rechnerisch zweistelligen Dividendenrendite und einem Immobilienvermögen, das den Börsenwert um ein Vielfaches übersteigt. Handelt es sich hier um eine historische Kaufgelegenheit für Substanz-Investoren oder eine klassische Wertfalle im Immobiliensektor?
Die Fakten im Überblick:
- Schlusskurs: 4,57 €
- Wochendynamik: Stabilisierung mit leichtem Plus (+1,56 % auf 7-Tage-Sicht)
- Dividendenrendite: Rechnerisch ca. 10,6 % (auf Basis der letzten Ausschüttung)
- Bewertung: Marktkapitalisierung notiert weit unter Portfoliowert
Dividende als mathematischer Ausreißer
Das dominierende Thema für Investoren ist derzeit die extreme Diskrepanz zwischen Aktienkurs und Ausschüttung. Legt man die zuletzt gezahlte Dividende von 0,48 Euro und den aktuellen Kurs von 4,57 Euro zugrunde, ergibt sich eine Dividendenrendite von rund 10,6 Prozent.
Zwar variieren die Analystenschätzungen für das Jahr 2026, da einige Marktbeobachter angesichts des schwierigen Branchenumfelds vorsichtigere Prognosen ansetzen. Doch selbst konservative Szenarien verorten die Rendite häufig noch im Bereich von über 8 Prozent. Diese operative Basis macht den SDAX-Titel im aktuellen Marktumfeld zu einer statistischen Besonderheit.
Substanz trifft auf Skepsis
Noch gravierender als die Dividendenrendite fällt der Blick auf die Substanz aus. Einer Marktkapitalisierung von lediglich rund 367 Millionen Euro steht ein bilanziertes Immobilienvermögen von ca. 1,4 Milliarden Euro gegenüber. Der Markt preist die Assets des Unternehmens somit mit einem massiven Abschlag zum Net Asset Value (NAV) ein.
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Während der gesamte Immobiliensektor weiterhin unter der Zinslast und regulatorischen Unsicherheiten leidet, zeigt sich Hamborner REIT operativ vergleichsweise gefestigt. Das zentrale Argument der Bullen bleibt die enorme Bewertungslücke, die bei einer Aufhellung des Sektors erhebliches Aufholpotenzial bieten könnte.
Charttechnik sendet Lebenszeichen
Nach einer langen Durststrecke zeigen sich im Chartbild erste Stabilisierungstendenzen. Mit einem Schlusskurs von 4,57 Euro ist der Aktie am Freitag der Sprung über den 50-Tage-Durchschnitt (4,53 Euro) gelungen. Dies könnte technisch orientierte Anleger anlocken, zumal der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 25,0 eine stark überverkaufte Situation signalisiert.
Der nächste entscheidende Impuls steht Ende Februar 2026 an, wenn das Unternehmen vorläufige Zahlen veröffentlicht. Bis dahin dient die hohe Dividendenrendite als wichtigste Stütze gegen den übergeordneten Abwärtstrend.
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