Infineon steht offenbar kurz vor dem Einstieg bei Ams Osram – doch die österreichische Gewerkschaft schießt quer. Ohne Jobgarantien für 1.300 Mitarbeiter in Premstätten sei der Deal „brandgefährlich“, warnt die GPA. Der Aktienkurs reagierte zum Wochenende mit einem Kursrutsch von über 4 Prozent.
Infineon-Deal auf der Kippe?
Ams Osram bestätigte am 12. Januar fortgeschrittene Verkaufsgespräche über einzelne Geschäftsaktivitäten. Ziel: schnellerer Schuldenabbau nach der belastenden Osram-Übernahme. Als Käufer gilt der DAX-Konzern Infineon als heißer Kandidat.
Doch die Arbeitnehmervertreter laufen Sturm. GPA-Vorsitzende Barbara Teiber fordert rechtlich bindende Beschäftigungsgarantien für den steirischen Standort. Ihre Kritik: Öffentliche Fördergelder dürften nicht zur Aushöhlung heimischer Produktionsstandorte führen.
Die Eckpunkte der Kontroverse:
- Rund 1.300 Arbeitsplätze in Premstätten im Fokus
- Gewerkschaft verlangt Standortsicherung als Deal-Bedingung
- Keine Details zu Verkaufspreis oder Umfang bisher bekannt
- Ams Osram kämpft mit hoher Schuldenlast aus Osram-Übernahme
Sanierung unter Zeitdruck
Der geplante Teilverkauf ist Teil einer umfassenden Restrukturierung. Bereits im Dezember kündigte das Management ein Rückkaufangebot für Wandelanleihen über bis zu 300 Millionen Euro an. Die Bilanzstruktur soll geglättet, die Zinslast gedrückt werden.
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Strategisch würde ein Infineon-Deal Sinn ergeben: Der Münchner Chipkonzern sucht Kapazitäten, Ams Osram braucht Cash und will sich auf profitable Bereiche wie optische Sensoren konzentrieren. Barclays bestätigte Anfang Januar ein „Equal Weight“-Rating.
Die charttechnische Lage bleibt angespannt. Die Marke von 8,00 Franken an der Schweizer SIX gilt als kritische Unterstützung. Ein Bruch könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen.
Entscheidend wird, ob Ams Osram substanzielle Erlöse erzielen und gleichzeitig die Gewerkschaft mit konkreten Zusagen besänftigen kann. Verzögert sich der Deal durch politischen Widerstand, dürfte die Aktie weiter unter Druck bleiben.
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