Lange zitterten Anleger um die Zukunft des Agrarhändlers, nun folgt ein entscheidendes Signal der Stabilisierung. Mit dem geglückten Verkauf der niederländischen Tochter Cefetra adressiert der Konzern seine größte Baustelle: die erdrückende Schuldenlast. Doch reicht dieser Deal aus, um die Aktie dauerhaft aus dem Tabellenkeller zu holen?
Verbindlichkeiten sinken deutlich
Die Reaktion an den Märkten fiel eindeutig aus: Am ersten Handelstag des Jahres kletterte die Aktie am Freitag um rund 15 Prozent in Richtung der Marke von 3,20 Euro. Verantwortlich für diesen Kurssprung waren weniger die direkten Einnahmen, sondern der bilanzielle Effekt der Transaktion. Zwar fließen der BayWa „nur“ rund 125 Millionen Euro an Barmitteln zu, der eigentliche Hebel liegt jedoch in der Entkonsolidierung.
Durch den Abgang der Cefetra Group wird der Konzern Verbindlichkeiten in Höhe von über 600 Millionen Euro los. Analysten bewerten dies als entscheidenden Schritt, da die hohe Verschuldung von zeitweise über 5 Milliarden Euro das Unternehmen im Vorjahr fast in die Knie gezwungen hätte.
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Kritische Hürde genommen
Der erfolgreiche Abschluss wiegt doppelt schwer, da ein erster Verkaufsversuch im Herbst 2025 noch gescheitert war. Das Management erfüllt damit eine zentrale Bedingung der Gläubigerbanken und des Sanierungsgutachtens. Marktbeobachter interpretieren die Kursgewinne primär als „Relief Rally“ – das akute Risiko einer sofortigen Liquiditätskrise sinkt drastisch.
Obwohl der Kurs historisch betrachtet weiterhin auf sehr niedrigem Niveau notiert, markiert die Verteidigung der 3-Euro-Marke charttechnisch eine erste Bodenbildung. Das Vertrauen in den Sanierungskurs kehrt vorsichtig zurück.
Der Fokus verschiebt sich nun auf die operative Umsetzung und den Zeitplan. Investoren erwarten den reibungslosen Vollzug (Closing) der Transaktion im ersten Quartal 2026, sobald die behördlichen Genehmigungen vorliegen. Anschließend muss der Konzern beweisen, dass das verbleibende Kerngeschäft profitabel genug arbeitet, um die langfristigen Entschuldungsziele bis 2028 zu erreichen.
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