Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten bei der Aktie von SAP (ISIN DE0007164600/ WKN 716460) keine Position aufzubauen.
Der weltweite Investitionsstopp komme jetzt auch bei SAP an. Leo Apotheker, der Co-Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft, habe zu Recht den Aktienmarkt gewarnt, dass das Geschäftsjahr 2009 "schwierig" für den Softwarekonzern werde. SAP werde in den nächsten Quartalen keinen Hebel finden, um den Rückgang der Umsätze zu stoppen. Kaum ein Kunde beginne mitten in einer globalen Rezessionsphase neue umfangreiche Softwareprojekte. Gemacht werde, was notwendig sei.
SAP müsse jetzt an die Kostenseite ran. Die Anfänge seien gemacht. Über einen allgemeinen Einstellungsstopp und eine Verringerung von Allgemein- und Verwaltungskosten plane das Unternehmen 200 Mio. EUR im Quartal zu sparen. Das seien die üblichen ersten Maßnahmen, die man einleite, um zu signalisieren, dass man nicht untätig der Gefahr ins Auge sehe. Ernst werde es jedoch erst, wenn die Zahl der neuen Auftragseingänge stark schwinde und die Stornierungen steigen würden. Dann werde SAP auch nicht um größere Maßnahmen herumkommen.
Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" empfehlen Anlegern bei der Aktie von SAP keine Position aufzubauen. (Ausgabe 179 vom 20.11.2008) (20.11.2008/ac/a/d)
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