Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" greifen bei der Commerzbank-Aktie (ISIN DE0008032004/ WKN 803200) zwar noch nicht gleich wieder zu, aber sie wird zumindest Stück für Stück interessanter.
Die Nachricht Ende letzter Woche, dass die Commerzbank die Dresdner Bank schneller als geplant vollständig übernehmen wolle, sei vom Markt sehr positiv aufgenommen worden. Die frühere Übernahme biete gleich in zweierlei Hinsicht einen positiven Effekt: Erstens falle die Übergangszeit weitaus kürzer aus und außerdem müsse die Commerzbank einen deutlich geringeren Preis für die Übernahme zahlen. Konkret falle der Preis von 9,8 Mrd. EUR auf insgesamt 5,1 Mrd. EUR.
In der gesamten Finanzierungsstruktur komme es zu einem kleinen Tausch Aktien- gegen Baranteil. Die Commerzbank bezahle nun insgesamt 2,96 Mrd. EUR in bar und 1,2 Mrd. EUR in Aktien. Im ersten Vertrag habe die Commerzbank noch 1,56 Mrd. EUR in bar und 6,55 Mrd. EUR in Aktien zahlen wollen. Für den Aktienanteil hätte eine Kapitalerhöhung bestätigt werden müssen, was noch nicht als sicher gegolten habe.
Unter den ursprünglichen Voraussetzungen wäre ein Scheitern des Kaufs also durchaus noch möglich gewesen. In der neuen Konstellation bezahle die Commerzbank nicht nur weniger, sondern handele sich auch weniger Ärger mit ihren Alt-Aktionären ein und könne die Integration der Dresdner Bank zügiger vorantreiben.
Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" greifen bei der Commerzbank-Aktie zwar noch nicht gleich wieder zu, aber sie wird zumindest Stück für Stück interessanter. (Ausgabe 185 vom 02.12.2008) (02.12.2008/ac/a/d)
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