Allianz Deutschland AG: Umsatz 2009 deutlich um 6,9 Pr.


11.03.10 11:31
Meldung
 

Allianz Deutschland AG: Umsatz 2009 deutlich um 6,9 Prozent
gesteigert (mit Bild)

München (ots) -

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist
abrufbar unter http://www.presseportal.de/meldung/1576067 -

- Marktanteile hinzugewonnen
- Kapitalanlagenergebnis um 10,9 Prozent gesteigert
- Operatives Ergebnis von 1,4 Milliarden Euro erwirtschaftet
- Allianz Bank erfolgreich gestartet
- Investitionen in Vertrieb und Allianz Bank bieten
Wachstumschancen für die Zukunft

Die Allianz Deutschland AG hat in einem schwierigen Marktumfeld
ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich um 6,9 Prozent auf 27,7
(26,0) Milliarden Euro auf Basis vorläufiger Zahlen gesteigert und
damit Marktanteile hinzugewonnen.
Dazu trug vor allem die sehr gute
Entwicklung in der Lebensversicherung bei.

"Gerade in diesen schwierigen Zeiten vertrauen unsere Kunden auf
unsere Finanzkraft und jahrzehntelange Erfahrung", sagte Dr. Gerhard
Rupprecht, Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland AG. Die
Eigenmittelquoten liegen bei den Versicherungstöchtern weit über den
aufsichtsrechtlichen Vorgaben, zum Beispiel in der Lebensversicherung
bei 247 Prozent. Dort konnte der Versicherer seine Bewertungsreserven
auf 10,3 Milliarden Euro steigern. "Unsere nachhaltige Anlagepolitik
hat sich in der Finanzmarktkrise für die Allianz Deutschland AG und
ihre Kunden bezahlt gemacht", so Rupprecht.

Deutliches Plus bei den Beitragseinnahmen der Lebensversicherung

In der Lebensversicherung legten die Beitragseinnahmen um 11,6
Prozent auf 15,0 (13,5) Milliarden Euro zu und übertrafen damit
deutlich den positiven Markttrend, der von hohem Wachstum des
Geschäfts gegen Einmalbeitrag geprägt war. Nachgefragt wurden vor
allem Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag,
Kapitalisierungsprodukte und das Vorsorgekonzept IndexSelect, das
sich auch im zweiten Jahr nach der Markteinführung sehr gut
verkaufte. Die Neubeiträge dieses innovativen Produkts, bei dem der
Kunde jedes Jahr zwischen einer Beteiligung am Aktienindex ohne
Verlustrisiko und der Überschussbeteiligung frei wählen kann, wuchsen
mit 63,2 Prozent noch stärker als die der Kapitallebensversicherung
(plus 14,5 Prozent).

Die Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung gaben
um 1,2 Prozent auf 9,2 (9,3) Milliarden Euro nach, da die Preise
insbesondere in der Kraftfahrtversicherung marktweit erheblich unter
Druck gerieten. Im Flottengeschäft verzichtete die Allianz bewusst
auf Umsatz, wenn sie keine risikogerechten Prämien erzielen konnte.
Zudem verkleinerten viele Firmenkunden infolge der Wirtschaftskrise
ihre Fuhrparks und legten Fahrzeuge still. Im Privatgeschäft machte
sich weiterhin die Einstufung der Kunden in für sie günstigere
Schadenfreiheitsklassen bemerkbar. Insgesamt nahmen die
Beitragseinnahmen in der Kraftfahrtversicherung um 3,4 Prozent auf
3,3 (3,4) Milliarden Euro ab. Die anderen Versicherungsbranchen
erreichten dagegen mit 5,9 Milliarden Euro das Vorjahresniveau.

Die Krankenversicherung steigerte ihre Beitragseinnahmen um 1,8
Prozent auf 3,2 (3,1) Milliarden Euro. Neben notwendigen
Beitragsanpassungen aufgrund gestiegener Kosten im Gesundheitswesen
geht das Wachstum auf die Verkaufserfolge in der Vollversicherung zum
Jahresende 2008 zurück. Viele Kunden nutzten damals noch die
Möglichkeit, sich zu günstigeren Tarifen privat zu versichern, bevor
die Regelungen zur Mitnahme persönlicher Alterungsrückstellungen im
Rahmen des Wettbewerbsstärkungsgesetzes in der gesetzlichen
Krankenversicherung in Kraft traten. Daneben schlossen gesetzlich
Versicherte vermehrt Zusatzversicherungen ab, wozu auch die
Kooperation mit der KKH-Allianz beitrug. Insgesamt waren zum
Jahresende 2,4 Millionen Personen bei der Allianz krankenversichert,
0,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Erfolgreich startete das neu eingerichtete Bankgeschäft . Dies
besteht aus der im April 2009 in das Unternehmen eingebrachten
Oldenburgischen Landesbank AG (OLB) mit ihrer im Juni gleichen Jahres
gegründeten Zweigniederlassung Allianz Bank. Die operativen Erträge
des Bankgeschäfts betrugen 283 Millionen Euro und stammen überwiegend
aus dem Zinsüberschuss in Höhe von 206 Millionen Euro. Dazu hat im
Wesentlichen das organisch wachsende Kreditgeschäft im traditionellen
Geschäftsgebiet der OLB beigetragen. Der Provisionsüberschuss von 74
Millionen Euro wurde insbesondere mit Erträgen aus dem
Wertpapiergeschäft erzielt.

Schadenaufwand des Geschäftsjahres 2009 leicht unter
Vorjahresniveau

Der Aufwand für Schäden in der Schaden- und Unfallversicherung
blieb im Geschäftsjahr 2009 trotz überdurchschnittlich vieler
frostbedingter Leitungswasserschäden leicht unter Vorjahresniveau.
Jedoch ergab sich aus der Abwicklung von Schäden aus den Vorjahren
ein Verlust in Höhe von 57 Millionen Euro (Vorjahr plus 56 Millionen
Euro). Deutlich stiegen zudem die Umlagen des
Pensionssicherungsvereins. Weiterhin hat die Allianz Deutschland AG
kräftig in innovative Vertriebsformate investiert und vermehrt neue
Mitarbeiter im Vertrieb eingestellt. Diese Entwicklungen führten
insgesamt zu einem Anstieg der Schaden-Kosten-Quote, die das
Verhältnis von Kosten und Schadenaufwand zu den verdienten Beiträgen
in der Schaden- und Unfallversicherung abbildet. Sie erhöhte sich in
der internationalen Rechnungslegung von 95,6 auf 98,7 Prozent. "Unser
konsequentes Schadenmanagement wird 2010 zu einer niedrigeren
Schaden-Kosten-Quote führen, sofern die Aufwendungen für Großschäden
und Naturkatastrophen das Niveau des Jahres 2009 nicht wesentlich
übersteigen", betonte Rupprecht. Der Sturm "Xynthia" werde mit etwa
90.000 Schadenfällen einen Aufwand von zirka 90 Millionen Euro
verursachen.

Operatives Ergebnis von 1,4 Milliarden Euro erwirtschaftet

Die Allianz Deutschland AG verzeichnete in der Schaden- und
Unfallversicherung geringere laufende Kapitalerträge aufgrund des
niedrigeren Zinsniveaus und ein vermindertes versicherungstechnisches
Ergebnis. Im Vergleich zum Vorjahr fehlte außerdem der einmalige
Gewinn aus dem Verkauf selbst genutzter Immobilien des Jahres 2008.
Zudem beeinflussten hohe Zukunftsinvestitionen in den Aufbau der
Allianz Bank und in den Vertrieb das Ergebnis. Die Allianz
Deutschland AG weist damit ein operatives Ergebnis von 1,4 (2,3)
Milliarden Euro aus. Der Jahresüberschuss betrug 1,0 (2,3) Milliarden
Euro.

Vorausschauende Anlagepolitik hat sich ausgezahlt

Die sicherheitsorientierte und an langfristigen Zeiträumen
ausgerichtete Anlagepolitik der Allianz Deutschland AG mit dem Ziel,
bei begrenztem Risiko eine möglichst hohe Rendite zu erreichen, hat
sich ausgezahlt. Das Unternehmen konnte von der Erholung an den
Kapitalmärkten profitieren; die Abschreibungen fielen deutlich
geringer aus als im Vorjahr. Zudem realisierte der Versicherer
weniger Gewinne und steigerte seine Bewertungsreserven. Insgesamt
legte das Kapitalanlagenergebnis um 10,9 Prozent auf 8,3 (7,4)
Milliarden Euro zu. Der Bestand an Kapitalanlagen wuchs um 15,5
Prozent von 170,8 auf 197,2 Milliarden Euro.

Basis für weiteres Wachstum gelegt

Angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Rahmendaten für 2010
rechnet Rupprecht nicht mit wesentlichen Wachstumsimpulsen aus der
konjunkturellen Entwicklung. Insbesondere in der Autoversicherung sei
keine Trendumkehr zu erwarten. Chancen sieht Rupprecht dagegen in der
Lebensversicherung als sichere Form der Altersvorsorge, insbesondere
im Geschäft gegen laufenden Beitrag. Das Geschäft gegen
Einmalbeiträge hänge dagegen auch davon ab, inwieweit die
Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank anhalte. In der
Krankenversicherung erwartet Rupprecht erneut einen zunehmenden
Umsatz. Die private Krankenversicherung bleibe eine unverzichtbare
Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung, da dort nach wie
vor Maßnahmen fehlten, dem demografischen Wandel wirksam zu begegnen.
Das Bankgeschäft werde moderat wachsen. Starke Impulse für die
Geschäftsentwicklung erwartet Rupprecht von der im September
beginnenden Kooperation mit der Commerzbank.

Das operative Ergebnis und der Jahresüberschuss für 2010 dürften
über dem des Vorjahres liegen.

Intern hat die Allianz Deutschland AG nach der abgeschlossenen
Neuordnung ihre Basis für künftiges Wachstum ausgebaut. Die Aufnahme
des Bankgeschäfts unter der Marke Allianz vervollständigt die
umfassende Produktpalette und ermöglicht es, die Kunden nicht nur in
allen Finanzfragen zu beraten, sondern auch für jede Bedarfssituation
die entsprechenden Produkte und Services anzubieten. Ein
spartenübergreifendes Marktmanagement unterstützt diesen Ansatz mit
einer ganzheitlichen Kundenansprache und der Entwicklung und
Vermarktung spartenübergreifender, am Bedarf der verschiedenen
Kundenzielgruppen ausgerichteter Produkte. Ein Beispiel dafür ist die
neue Young Travel Work & Learn-Versicherung, die Studenten und junge
Arbeitnehmer bei längeren Auslandsaufenthalten umfassend absichert.

Um den steigenden Kundenansprüchen noch besser gerecht zu werden,
hat die Allianz Deutschland AG in Ausbildung und Qualität ihres
Vertriebs investiert. "Wir haben in den letzten Jahren unsere gesamte
Organisation stärker denn je auf unsere mehr als 19 Millionen Kunden
ausgerichtet, die harte Zeit der Umstrukturierung liegt hinter uns",
so Rupprecht. "Jetzt können sich die Kräfte entfalten."

München, 11. März 2010

Allianz Deutschland AG
Eckdaten für das Geschäftsjahr 2009 (vorläufig) und das Geschäftsjahr
2008
1-12 2009 Delta % 1-12 2008
Umsatz (inkl. OLB) 27,7, Mrd.EUR 6,9 26,0 Mrd.
- Schaden- und Unfallversicherung 9,2 Mrd.EUR -1,2 9,3 Mrd.
- Lebensversicherung 15,0 Mrd.EUR 11,6 13,5 Mrd.
- Krankenversicherung 3,2 Mrd.EUR 1,8 3,1 Mrd.
- Bankgeschäft 0,3 Mrd.EUR
Kapitalanlagen (zum 31.12.2009) 197,2 Mrd.EUR 15,5 170,8 Mrd.
Operatives Ergebnis 1,4 Mrd.EUR -36,1 2,3 Mrd.
Jahresüberschuss 1,0 Mrd.EUR -57,1 2,3 Mrd.

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Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend
angegebenen Vorbehalten. Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Soweit wir in diesem Geschäftsbericht Prognosen oder Erwartungen
äußern oder die Zukunft betreffende Aussagen machen, können diese
Aussagen mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten
verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können
daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen
abweichen. Neben weiteren hier nicht aufgeführten Gründen können sich
Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage
und der Wettbewerbssituation, vor allem in Allianz
Kerngeschäftsfeldern und -märkten, aus Akquisitionen sowie der
anschließenden Integration von Unternehmen und aus
Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Abweichungen können außerdem aus
dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel
durch Naturkatastrophen), der Entwicklung von Schadenskosten,
Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise
tendenzen und, insbesondere im Bank- und Kapitalanlagebereich, aus
dem Ausfall von Kreditnehmern und sonstigen Schuldnern resultieren.
Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte (zum Beispiel
Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse sowie
nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere
hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss
haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit
und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die Gesellschaft übernimmt
keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu aktualisieren.

Originaltext: Allianz Deutschland AG (ADAG)
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