Halbjahresbericht 2010 / EnBW konnte Umsatz und Ergeb.


30.07.10 09:04
Meldung
 

Halbjahresbericht 2010 / EnBW konnte Umsatz und Ergebnis leicht
steigern

Karlsruhe (ots) - Operatives Ergebnis liegt leicht über den
Erwartungen / Sondereffekte aus GESO-Verkauf / Geplante
Brennelementesteuer bedroht Ertragskraft

Die im Jahr 2010 einsetzende gesamtwirtschaftliche Erholung und
die damit einhergehende gestiegene Energienachfrage wirkten sich
insgesamt positiv auf das Halbjahresergebnis der EnBW Energie
Baden-Württemberg AG aus.
So steigerte sich der Stromabsatz der EnBW
gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert um 28,5 Prozent auf 74,4
Milliarden Kilowattstunden. Geprägt wurde diese Absatzentwicklung
durch ein um 85 Prozent deutlich auf 39,5 Milliarden Kilowattstunden
gestiegenes Stromabsatzvolumen im Handel. Diesem Absatzsprung liegen
unter anderem die zu Jahresbeginn erworbenen Erzeugungskapazitäten
der EnBW zugrunde. Die EnBW hatte in den letzten Monaten Anteile
bzw. Strombezugsrechte an den Kraftwerken Rostock, Lippendorf,
Bexbach und Buschhaus erworben, im Rahmen eines Tausches von
Kapazitäten Strommengen in Deutschland von der E.ON übernommen und
Onshore-Windparks in Deutschland erworben.

Der Gasabsatz der EnBW reduzierte sich nach der Veräußerung der
GESO Beteiligungs- und Beratungs-AG sowie wegen des intensiven
Wettbewerbs im Gasmarkt um insgesamt 12,2 Prozent auf 32,5 Milliarden
Kilowattstunden. In Folge der positiven Absatzentwicklung im
Strombereich erhöhte sich der Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2010
auf 8.951,4 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung
gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 9,5 Prozent.

Die Ergebnisentwicklung der EnBW im ersten Halbjahr 2010 war
wesentlich von außerordentlichen Effekten wie dem Verkauf der GESO
Beteiligungs- und Beratungs-AG und von einem Entschädigungsanspruch
der EnBW für die vorzeitige Kündigung eines langfristigen
Stromliefervertrags gekennzeichnet. Bereinigt um diese Sondereffekte
betrug das in den ersten sechs Monaten dieses Jahres erwirtschaftete
operative Konzernergebnis vor Ertragsteuern, Finanzergebnis und
Beteiligungsergebnis (Adjusted EBIT) 1.158,6 Millionen Euro.

Im Geschäftsfeld Strom, Erzeugung und Handel, ging das Adjusted
EBIT um 1,2 Prozent auf 910,2 Millionen Euro zurück. Eine Ursache
hierfür war der derzeitige Minderlastbetrieb des Kernkraftwerks GKN
1. Zusatzbelastungen, die sich vor einem Jahr noch aus der damals
notwendigen Wiedervermarktung von konjunkturbedingt nicht absetzbaren
Strommengen ergaben, entfielen im Berichtshalbjahr 2010 und wirkten
somit positiv auf das operative Ergebnis im Geschäftsfeld Strom,
Erzeugung und Handel. Eine Verbesserung des Adjusted EBIT
verzeichnete die EnBW im Geschäftsfeld Strom, Netz und Vertrieb. Nach
59,8 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2009 konnte die EnBW in den
ersten sechs Monaten des aktuellen Jahres 2010 nun 162,4 Millionen
Euro erwirtschaften. Ursächlich hierfür sind höhere
Netznutzungsentgelte aufgrund höherer genehmigter Erlösobergrenzen,
gestiegene durchgeleitete Strommengen sowie geringere Aufwendungen
für Verlustenergie. Im Geschäftsfeld Gas blieb das Adjusted EBIT mit
106,1 Millionen Euro bzw. einem Rückgang von 6,4 Prozent aufgrund des
verschärften Wettbewerbs unter dem vergleichbaren Vorjahresergebnis.
Im Geschäftsfeld Energie- und Umweltdienstleistungen erhöhte sich das
Adjusted EBIT um 23,4 Prozent auf 58,6 Millionen Euro.

Der um außerordentliche Effekte bereinigte Konzernüberschuss
(Adjusted Konzernüberschuss) - bezogen auf den auf die Aktionäre der
EnBW entfallenden Gewinn - erhöhte sich in der Berichtsperiode im
Vorjahresvergleich um 9,3 Prozent auf 696,5 Millionen. Euro. Der
Konzernüberschuss, der auch außerordentliche Effekte berücksichtigt,
stieg auf 899,0 Millionen Euro. Dabei spielte die Desinvestition der
GESO Beteiligungs- und Beratungs-AG und ihrer Tochterunternehmen eine
wesentliche Rolle.

Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender der EnBW: "Die
Entwicklungen im ersten Halbjahr bieten ein insgesamt durchwachsenes
Bild. Nach dem konjunkturell schwierigen Jahr 2009 entwickelte sich
unser operatives Ergebnis positiv und lag im ersten Halbjahr 2010
leicht über den Erwartungen. Auf der anderen Seite zeichnen sich für
die Zukunft nicht unerhebliche energiepolitische Risiken ab. Die von
der Bundesregierung beabsichtigte Besteuerung von Brennelementen in
Kernkraftwerken würde ab 1. Januar 2011 nach derzeitigen
Erkenntnissen die EnBW mit rund 500 bis 700 Millionen Euro belasten.
Dies würde gegebenenfalls auch dazu führen, dass ein wirtschaftlicher
Betrieb der Kernkraftanlagen perspektivisch gefährdet sein könnte.
Derzeit gehen wir jedoch noch davon aus, dass sich im Rahmen eines
umfassenden Energiekonzeptes und durch eine adäquate
Laufzeitverlängerung der Kernkraft eine insgesamt
energiewirtschaftlich tragfähige Grundlage erreichen lässt. Eine
einseitige finanzielle Belastung der Kernkraftbetreiber ohne eine
deutliche Laufzeitverlängerung hielten wir für bedenklich."

Im ersten Halbjahr 2010 hat die EnBW insgesamt 932,6 Millionen
Euro investiert. Wesentliche Investitionsprojekte sind der Bau des
Wasserkraftwerks in Rheinfelden, der Bau und die Bauvorbereitung von
Offshore-Windanlagen in der deutschen Ost- und Nordsee, der Bau des
Steinkohlekraftwerks RDK 8 in Karlsruhe, die kontinuierliche
Investitionen in die Modernisierung und den Ausbau der EnBW-Netze
sowie der Bau eines Ersatzbrennstoffkraftwerks in Eisenhüttenstadt.
Im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie will die EnBW 2012 netto 5,1
Milliarden Euro werthaltig und überwiegend in Deutschland
investieren.

Auf einen Blick

| | | | | |
|EnBW-Konzern | |01.01.- |01.01.- |Veränder-|
| | | |30.06.09|ung |
| | |30.06.10| |in % |
| | | | | |
|Umsatz | | | | |
|Strom |Mio.|7.532,8 |6.259,2 |+20,3 |
| |EUR | | | |

|Gas |Mio.|1.076,2 |1.572,9 |-31,6 |
| |EUR | | | |

|Energie- und |Mio.|342,4 |342,4 |0,0 |
|Umweltdienst- |EUR | | | |
|leistungen | | | | |

|Außenumsatz |Mio.|8.951,4 |8.174,5 |9,5 |
|gesamt |EUR | | | |

|Adjusted |Mio.|1.592,1 |1.466,9 |8,5 |
|EBITDA |EUR | | | |

|EBITDA |Mio.|1.873,2 |1.479,8 |26,6 |
| |EUR | | | |

|Adjusted EBIT |Mio.|1.158,6 |1.066,8 |8,6 |
| |EUR | | | |

|EBIT |Mio.|1.427,7 |1.069,2 |33,5 |
| |EUR | | | |

|Adjusted |Mio.|696,5 |637,0 |9,3 |
|Konzernüber- |EUR | | | |
|schuss (1) | | | | |

|Konzernüber- |Mio.|899,0 |611,3 |47,1 |
|schuss (1) |EUR | | | |

|Ergebnis je |EUR |2,85 |2,61 |9,2 |
|Aktie aus | | | | |
|Adjusted | | | | |
|Konzernüber- | | | | |
|schuss (1) | | | | |

|Ergebnis je |EUR |3,68 |2,50 |47,2 |
|Aktie aus | | | | |
|Konzernüber- | | | | |
|schuss (1) | | | | |

|OpeRating |Mio.|1.301,0 |980,5 |32,7 |
|Cashflow |EUR | | | |

|Free Cashflow |Mio.|751,9 |554,1 |35,7 |
|(2) |EUR | | | |

|Investitionen |Mio.|932,6 |1.437,1 |-35,1 |
| |EUR | | | |



|Energieabsatz | |01.01.- |01.01.- |Veränder-|
|des | |30.06.10 |30.06.09|ung |
|EnBW-Konzerns | | | |in % |

|Strom |Mrd. kWh|74,4 |57,9 |28,5 |

|Gas |Mrd. kWh|32,5 |37,0 |-12,2 |


|Mitarbeiter des | |30.06.10 |30.06.09|Ver- |
|EnBW-Konzerns(3) | | | |änderung|
| | | | | |
| | | | |in % |
|Mitarbeiter |Anzahl|19.972 |20.809 |-4,0 |


1 Bezogen auf den auf die Aktionäre der EnBW AG entfallenden Gewinn.
2 Free Cashflow vor Finanzierung.
3 Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende und ohne ruhende
Arbeitsverhältnisse. Der Begriff Mitarbeiter bezeichnet weibliche
und männliche Beschäftigte.


Originaltext: EnBW Energie Baden Württemberg AG
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ISIN: DE0005220008

Pressekontakt:
EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Unternehmenskommunikation
Durlacher Allee 93
76131 Karlsruhe
Tel: + 49 7 21/63-1 43 20
Fax: + 49 7 21/63-1 26 72
unternehmenskommunikation@enbw.com
www.enbw.com


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