aktien-meldungen.de: Exklusiv-Interview Deutsche Forfait: "Im
laufenden Jahr wollen wir im Ergebnis wieder deutlich wachsen"
Hamburg (ots) - Die
DF Deutsche Forfait AG (ISIN DE0005488795 /
WKN 548879) hat sich auf den regresslosen An- und Verkauf
ausgewählter Forderungen aus Exporten in Schwellenländern
spezialisiert.
Im Interview mit a|m spricht das Vorstandsmitglied
Marina Attawar über das Geschäftsmodell und die Aussichten für 2010.
a|m: Frau Attawar, Ihr Unternehmen ist mit der Fokussierung auf
die Forfaitierung in einem Geschäftsbereich aktiv, der insbesondere
von der Globalisierung und dem zunehmenden Warenverkehr profitiert.
Wie muss man sich Ihr Geschäftsmodell im Einzelnen vorstellen?
Marina Attawar: Wir sind ein Spezialist für
Außenhandelsfinanzierungen mit regionalem Fokus auf Emerging Markets.
Nehmen wir ein einfaches Beispiel. Ein deutscher Maschinenbauer
verkauft eine Maschine an einen brasilianischen Importeur mit einem
Zahlungsziel von 5 Jahren - eine lange Zeit, in der wertvolle
Liquidität für den Exporteur gebunden ist. Deshalb wendet sich der
Maschinenbauer an uns, mit der Bitte eine Finanzierungslösung
bereitzustellen. Nach Prüfung, kaufen wir die Forderung mit einem
Abschlag basierend auf einem laufzeitkongruenten Zinssatz und einer
Risikomarge an und der Maschinenbauer erhält sofort Liquidität.
Parallel oder kurze Zeit später verkaufen wir die Forderung an
Investoren (im Wesentlichen Banken) weiter.
a|m: Welche Vorteile entstehen durch den An- und Verkauf von
Forderungen für die beteiligten Vertragspartner?
Marina Attawar: Die Vorteile für den Exporteur liegen auf der
Hand: Er erhält schnell Liquidität, mit der er sein Geschäft
vorantreiben kann. Er verbessert seine Bilanz durch den sofortigen
Zugang von Cash und überträgt zusätzlich das Risiko eines
Zahlungsausfalls auf den Forfaiteur. Für den Investor weisen Anlagen
in Handelsforderungen ein attraktives Rendite-/Risikoprofil auf. So
sind Handelsforderungen in der Regel besser verzinst als eine
vergleichbare Anleihe.
a|m: Welche Risiken übernimmt Ihr Unternehmen im Fall eines
Ankaufs und wie verfahren Sie mit Forderungen, die nicht umgehend
veräußert werden können?
Marina Attawar: Wir übernehmen das Risiko eines Zahlungsausfalls
aufgrund von Länderisiken und Adressenrisiken (z.B.
Zahlungsunfähigkeit des Schuldners und der Regierung). Allerdings
prüfen wir unsere Forderungen sehr genau, bevor wir sie kaufen.
Deshalb hatten wir in unserer zehnjährigen Historie nur sehr geringe
Ausfälle. Unsere Risikoposition ist grundsätzlich niedrig. Sehr
häufig haben wir bereits vor dem Ankauf einer Forderung die Zusage
eines Käufers. Falls nicht, nehmen wir Forderungen auch mal in die
eigenen Bücher.
a|m: Welche Ziele haben Sie für das laufende Geschäftsjahr?
Marina Attawar: Die Finanzmarktkrise hat auch unsere Branche
ordentlich auf den Kopf gestellt. Doch wir sind vergleichsweise gut
durch die Krise gekommen und sind weiterhin klar profitabel. Im
laufenden Jahr wollen wir, vorausgesetzt die Markterholung setzt sich
wie erwartet fort, im Ergebnis wieder deutlich wachsen.
a|m: Frau Attawar, wir bedanken uns für das Gespräch.
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Originaltext: Equity
Analyst Ltd.
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