SK Hynix Aktie: 44,2 Milliarden Won für Bonder-Maschinen
SK Hynix erholt sich nach Kurseinbruch deutlich. Großauftrag für HBM4-Fertigung und enge KI-Allianz mit NVIDIA treiben den Aktienkurs an.

Kurz zusammengefasst
- Aktie springt um fast 16 Prozent
- Milliardenauftrag für HBM4-Maschinen
- NVIDIA sichert sich 70 Prozent HBM4
- Kapazitätsverdopplung bis 2030 geplant
Nach dem Kurseinbruch des „Schwarzen Montags“ hat SK Hynix am Dienstag einen bemerkenswerten Rebound hingelegt. Die Aktie sprang um fast 16 Prozent auf 2.215.000 Won — und dahinter steckt mehr als eine technische Gegenbewegung.
HBM4-Offensive nimmt Fahrt auf
SK Hynix hat bei Hanmi Semiconductor eine Großbestellung aufgegeben. Der Auftrag umfasst sogenannte „TC Bonder 4.5 Griffin“-Einheiten und ist 44,2 Milliarden Won wert. Diese Thermokompressionsmaschinen sind entscheidend für die komplexe Chip-Stapelung in der HBM4-Fertigung.
Die Geräte gehen ins Werk M15X in Cheongju. Installation und Inbetriebnahme sollen bis Anfang September abgeschlossen sein. Es ist der erste öffentlich bekannte Auftrag für das Griffin-Modell — ein klares Signal, dass die Phase vorsichtiger Investitionen vorbei ist.
Das langfristige Ziel: SK Hynix will seine DRAM-Kapazität bis 2030 auf eine Million Wafer pro Monat verdoppeln.
NVIDIA-Allianz als Wachstumsmotor
Parallel dazu hat die SK-Gruppe am 7. und 8. Juni eine umfassende KI-Partnerschaft mit NVIDIA besiegelt. SK Hynix sicherte sich dabei eine Zuteilung von 60 bis 70 Prozent des HBM4-Speichers für NVIDIAs „Vera Rubin“-Supercomputer. Die Zusammenarbeit erstreckt sich außerdem auf Speicherlösungen für den Vera-Prozessor, die RTX-Spark-Plattform und Jetson-Thor-Robotikanwendungen.
Für die Chipentwicklung integriert SK Hynix NVIDIAs Softwaretools cuLitho und Omniverse — unter anderem für digitale Zwillinge in der Produktion.
Kurs erholt sich, Institutionelle sortieren um
Die Aktie hat seit Jahresbeginn um rund 227 Prozent zugelegt. Das 52-Wochen-Hoch von 2.407.000 Won vom 2. Juni liegt noch knapp 8 Prozent entfernt. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von fast 99 Prozent zeigt, wie turbulent das Handelsumfeld bleibt.
Auf institutioneller Seite hat Capital Group seinen Anteil von 5,05 auf 3,53 Prozent reduziert — aus Gründen der Kapitalrückführung. Für Gegengewicht sorgte die Nachricht, dass auch Samsung und Micron die HBM4-Qualifizierung bestanden haben. Das bestätigt eine robuste Nachfragebasis für den gesamten Sektor.
Lohnrunde als nächste Bewährungsprobe
Intern steuert SK Hynix auf Tarifverhandlungen zu. Die Gewerkschaft fordert 6,2 Prozent mehr Lohn sowie bessere Wohnungskredite — nach einem starken Jahr 2025, in dem Boni zehn Prozent des operativen Gewinns erreichten.
CEO Kwak Noh-jung betonte öffentlich, dass die aktuellen Investitionen in Infrastruktur Priorität haben. Bis 2030 will das Unternehmen vollständig autonome „KI-Fabriken“ betreiben. Wie viel Spielraum dabei für Lohnerhöhungen bleibt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen — die Verhandlungen beginnen noch im Juni.
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