Nordex Aktie: Aufträge aus Südeuropa und Türkei
Nordex vermeldet Windkraftaufträge über 155 MW aus Südeuropa und der Türkei, der Aktienkurs gibt dennoch nach.

Kurz zusammengefasst
- 155 MW neue Windkraftbestellungen
- 34 Anlagen in Südeuropa und Türkei
- Serviceverträge für stabile Margen
- Kursverlust trotz Auftragsserie
Neue Windkraftbestellungen, aber der Kurs gibt nach. Dieses scheinbare Paradox beschäftigt Nordex-Aktionäre am Dienstagmorgen.
Das Hamburger Unternehmen hat frische Aufträge über insgesamt 155 MW aus Südeuropa und der Türkei gemeldet. 34 Windenergieanlagen sollen zwischen Frühjahr 2027 und Anfang 2028 installiert und in Betrieb genommen werden. Alle Projekte sind mit mehrjährigen Service- und Wartungsverträgen verknüpft — ein Aspekt, der für Nordex nicht unwichtig ist, weil das Servicegeschäft deutlich stabilere Margen liefert als das reine Anlagengeschäft.
Breite Auftragsserie setzt sich fort
Die neuen Bestellungen fügen sich nahtlos in eine Serie ein, die sich schon über Wochen aufbaut. Allein aus Deutschland kamen zuletzt Aufträge über rund 255 MW, ein erheblicher Teil davon aus Bürgerwindparks — einem Segment, das im Zuge der deutschen Energiewende wächst. Rechnet man die aktuellen Meldungen zusammen, hat Nordex im laufenden zweiten Quartal 2026 bereits Neubestellungen von mehr als 400 MW zusammengetragen.
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Die Kundennamen und Standorte der neuen Südeuropa-Türkei-Projekte bleiben auf Wunsch der Auftraggeber vertraulich — eine in der Branche übliche Praxis.
Warum der Kurs dennoch nachgibt
Kein Wunder, dass manche Anleger irritiert reagieren: Gute Auftragsnachrichten und ein fallender Kurs schließen sich zunächst nicht aus. Oft liegt das daran, dass der Markt die Auftragsreihe bereits eingepreist hat oder breitere Marktstimmungen den Impuls überlagern. Die Aktie verlor am Morgen rund zwei Prozent auf knapp unter 40 Euro.
Entscheidend für die weitere Bewertung wird sein, ob Nordex die starke Nachfrage auch in steigende Margen ummünzen kann. Die nächsten Quartalszahlen dürften zeigen, wie viel von der Auftragsflut unterm Strich übrig bleibt.
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