Detroit, MI (aktiencheck.de AG) - Der Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), Christoph Schmidt, hält aktuellen Presseberichten zufolge ein Aus für den Autobauer Opel, eine Tochter des angeschlagenen US-Automobilkonzerns General Motors Corp.
(GM) (
ISIN US3704421052 /
WKN 850000 ), für verkraftbar.
"Die Staaten konnten nicht zulassen, dass Banken wegen der Finanzkrise reihenweise pleite gehen, weil dann die globale Geld- und Kreditversorgung in Gefahr geraten wäre. Ohne Opel aber bricht in Deutschland nicht die Versorgung mit Autos zusammen", zitiert die "Rheinische Post" Schmidt am Montag vorab aus seiner Dienstagausgabe. Seiner Ansicht nach würden dann eben andere Hersteller wie etwa die Ford Motor Co. (
ISIN US3453708600 /
WKN 502391 ) und die Volkswagen AG (
ISIN DE0007664005 /
WKN 766400 ) mehr Fahrzeuge verkaufen. "Insofern könnte die deutsche Volkswirtschaft insgesamt ein Aus von Opel verkraften. Für den Standort Bochum wäre dies natürlich ein äußerst harter Schlag."
Allenfalls könne der Staat über eine Bürgschaft nachdenken, falls Opel an sich gesund sei und nur durch seine Mutter GM in Not geraten sei, so die Zeitung weiter. Im Bundeshaushalt 2008 seien demnach maximal 313 Mrd. Euro für Bürgschaften vorgesehen.
Die GM-Aktie notiert derzeit an der NYSE bei 3,35 Dollar (+11,30 Prozent). (17.11.2008/ac/n/a)
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