Siemens Healthineers Aktie: Die Accela-Hoffnung!
Accela soll Bestrahlungen beschleunigen, ist in den USA aber noch nicht zum Verkauf zugelassen; Analysten sehen langfristiges Potenzial.

Kurz zusammengefasst
- Accela ermöglicht Bestrahlungen in bis zu 60 Sekunden
- US-Verkaufsfreigabe steht noch aus
- Jefferies bestätigt Kaufempfehlung mit 50 Euro Kursziel
- Aktienrückkauf umfasst bislang 3.374.359 Anteile
Mit der Vorstellung einer neuen Technologieplattform für die Radioonkologie rückt Siemens Healthineers die Weiterentwicklung seiner Krebstherapiesparte in den Mittelpunkt. Auf dem Fachkongress ASTRO 2026 präsentierte das Unternehmen die Strahlentherapie-Lösung Accela. Das System basiert auf der hauseigenen NeoArc-Technik und soll stereotaktische Bestrahlungen mehrerer Zielregionen in bis zu 60 Sekunden ermöglichen.
Neben dem hohen Behandlungstempo soll die Neuentwicklung es erlauben, stereotaktische Eingriffe innerhalb eines einzigen Atemanhaltezyklus vorzunehmen. Für eine kommerzielle Verwertung müssen sich Investoren jedoch noch gedulden. Die behördliche Freigabe im Rahmen des US-amerikanischen 510(k)-Verfahrens steht noch aus, sodass die Plattform bislang nicht für den Verkauf freigegeben ist.
Analysten sehen langfristige Chancen
Am Kapitalmarkt stieß die Neuvorstellung dennoch auf positive Resonanz. Das Analysehaus Jefferies bezeichnete Accela als wichtigste Erneuerung der Strahlentherapie-Plattform seit Jahren. Die Experten beließen ihre Einstufung am 28. September auf „Buy“ mit einem Kursziel von 50 Euro, rechnen mit nennenswerten Erlösen allerdings erst in späteren Geschäftsjahren.
Die Reaktionen spiegeln die Erwartung wider, dass deutlich verkürzte Bestrahlungszeiten die Arbeitsabläufe in Kliniken spürbar entlasten können. Vor allem bei komplexen Eingriffen versprechen die kürzeren Behandlungsfenster einen spürbaren Effizienzgewinn für Behandlungszentren und Patienten.
Medienberichten zufolge bekräftigte auch JPMorgan die zuversichtliche Einschätzung. Analyst David Adlington stufte den Titel am 29. September weiterhin auf „Overweight“ ein und setzte das Kursziel auf 57,40 Euro. Er betonte vor allem die erheblichen Chancen, die sich aus der Beschleunigung der klinischen Prozesse für den Konzern ergeben.
Rückkäufe stützen vor den Quartalszahlen
Parallel zu den technologischen Fortschritten setzt das Unternehmen auf kapitalmarktrelevante Maßnahmen. Im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms erwarb Siemens Healthineers bis zum 27. September weitere 160.000 eigene Aktien. Seit dem Start im Juni summiert sich der Rückerwerb auf insgesamt 3.374.359 Anteile.
An der Börse notierte das Papier am Freitag bei 37,92 Euro, was einem Tagesgewinn von 1,1 Prozent entsprach. Seit dem Jahresanfang verzeichnet die Aktie jedoch ein Minus von 16 Prozent.
Neue Orientierung für Marktteilnehmer verspricht nun der anstehende Finanzkalender. Am 5. November wird Siemens Healthineers die Geschäftszahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 veröffentlichen und im Rahmen einer Telefonkonferenz für Analysten detailliert erläutern.
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