Voestalpine Aktie: Wiener Privatbank hebt Einstufung an
Die Wiener Privatbank erhöht Voestalpines Kursziel auf 48,20 Euro. Verbesserte Stahlpreise und Quartalszahlen stützen die Neubewertung.

Kurz zusammengefasst
- Einstufung auf „Halten“ angehoben
- Kursziel steigt auf 48,20 Euro
- EBIT wächst im ersten Quartal
- Wasserstoffanlage für 2027 bestätigt
Die Voestalpine erhält Rückenwind von Analystenseite. Die Wiener Privatbank hat ihre Einstufung für den österreichischen Stahl- und Technologiekonzern gestern von „Verkaufen“ auf „Halten“ angehoben. Gleichzeitig schraubte das Institut das Kursziel von 42,10 auf 48,20 Euro nach oben.
Analyst Nicolas Kneip begründet diesen Schritt mit einer dynamischen Entwicklung der europäischen Stahlpreise. Hinzu kommen spürbare Effizienzgewinne aus laufenden Restrukturierungsprogrammen sowie rückläufige Zertifikatskosten. Allerdings sieht der Experte den Großteil der operativen Ergebnisverbesserungen bereits in der Bewertung abgebildet.
Für das Geschäftsjahr 2026/27 prognostiziert die Wiener Privatbank ein Ergebnis je Aktie von 3,69 Euro. In den beiden folgenden Geschäftsjahren soll dieser Wert nach den Schätzungen des Hauses auf 4,41 Euro und schließlich 4,87 Euro steigen.
Solide Zahlen und strategische Investitionen
Die jüngste Hochstufung folgt auf eine Phase operativer Erholung. Bereits vor über einem Monat legte Voestalpine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 vor.
Bei einem Umsatz von 4,0 Milliarden Euro kletterte das operative Ergebnis (EBIT) um 78,8 Prozent auf 307 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 196 Millionen Euro. Das EBITDA erreichte 495 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum 361 Millionen Euro erzielt worden waren.
Parallel zur Ertragsentwicklung treibt der Konzern seine strategischen Vorhaben voran. Am 11. September bestätigte Voestalpine die Inbetriebnahme der Wasserstoff-basierten Direktreduktions-Pilotanlage Hy4Smelt für das Jahr 2027. Das Projekt ist ein zentraler Baustein des Dekarbonisierungsprogramms „greentec steel“.
Bereits Ende August vermeldete das Unternehmen zudem eine Expansion in Nordamerika. Im kanadischen Thorold entsteht eine Fertigung für Weichen- und Schienenkomponenten. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2027 geplant und wird von einem langfristigen Liefervertrag mit Canadian National flankiert.
Aktie behauptet Jahresgewinne
Am Freitag schloss das Papier im Handel bei 45,78 Euro. Trotz eines Tagesverlusts von 2,1 Prozent verzeichnet die Aktie seit Jahresbeginn ein Plus von 21 Prozent. Mit dem neuen Kursziel räumt die Wiener Privatbank dem Titel moderaten weiteren Spielraum ein.
Gleichzeitig signalisiert die neutrale Einstufung, dass Anleger nach der Erholungsphase der vergangenen Monate auf die nachhaltige Umsetzung der Transformations- und Expansionspläne achten dürften.
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