Nebius Aktie: Insider verkaufen für 130 Millionen
Trotz massiver Umsatzsteigerung und bevorstehendem Nasdaq-100-Aufstieg verkaufen Führungskräfte von Nebius eigene Aktien im Wert von über 130 Millionen Dollar.

Kurz zusammengefasst
- Umsatz im ersten Quartal versiebenfacht
- Aufnahme in den Nasdaq-100 am 22. Juni
- Milliardenschwere Verträge mit Meta und Microsoft
- Insider verkaufen Aktien für 130 Millionen Dollar
Starke Zahlen und prominentes Lob treffen auf den bevorstehenden Aufstieg in den Nasdaq-100. Bei Nebius scheinen alle Ampeln auf Grün zu stehen. Die Aktie legte in den vergangenen zwölf Monaten um fast 360 Prozent zu. Ein Detail stört das Bild: Das Management verkauft massiv eigene Anteile.
Ritterschlag durch Nvidia und Nasdaq
Am Wochenende heizte der Nvidia-Chef die Stimmung an. Er lobte den schnellen Aufbau der KI-Infrastruktur bei Nebius. Parallel dazu rückt ein wichtiger Termin näher. Am 22. Juni nimmt die Nasdaq das Unternehmen in ihren Leitindex auf. Indexfonds müssen die Papiere dann automatisch kaufen, was das Handelsvolumen spürbar antreiben dürfte.
Milliarden-Deals treiben das Wachstum
Operativ liefert der Cloud-Anbieter ab. Im ersten Quartal stieg der Umsatz auf 399 Millionen US-Dollar, was fast einer Versiebenfachung entspricht. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt. Der Konzern sitzt auf mehrjährigen Verträgen im Wert von rund 46 Milliarden Dollar:
- Meta: Kapazitätsvertrag über 27 Milliarden Dollar.
- Microsoft: Umsatzvereinbarung über 17 Milliarden Dollar.
- Nvidia: Geplantes Investment von zwei Milliarden Dollar.
Auch das Partnernetzwerk wächst. Der IT-Distributor TD SYNNEX integriert die Nebius-Infrastruktur in sein Angebot. Flankierend dazu startet ein Förderprogramm für europäische Robotik-Startups, das direkt von Nvidia unterstützt wird.
Um diese Nachfrage zu bedienen, baut Nebius massiv aus. In Missouri und Pennsylvania entstehen riesige KI-Rechenzentren. Für die Stromversorgung sorgt ein neuer Vertrag mit Bloom Energy. Das Abkommen sichert Brennstoffzellen für 2,6 Milliarden Dollar. Bis Jahresende soll bereits ein Gigawatt an Kapazität am Netz sein.
Führungskräfte werfen Aktien auf den Markt
Die Euphorie am Markt teilt die Chefetage offenbar nicht. In den vergangenen zwölf Monaten gab es keinen einzigen Insiderkauf. Stattdessen trennten sich Führungskräfte wiederholt von ihren Papieren. Allein im letzten Quartal verkauften sie Aktien für gut 130 Millionen Dollar. Auch Technikchef Danila Shtan stieß kürzlich ein größeres Paket ab.
Aktuell notiert das Papier bei 200,60 Euro. Damit trennen den Kurs rund 17 Prozent vom Rekordhoch aus dem frühen Juni. Der Aufstieg in den Nasdaq-100 am 22. Juni liefert den nächsten harten Impuls. Fällt die Nachfrage der Indexfonds hoch aus, rückt das Allzeithoch schnell wieder in greifbare Nähe.
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