Hensoldt Aktie: Rheinmetall-Warnung hat auch sie erwischt
Höhere Aufträge und Erlöse prägen Hensoldts Neunmonatsbilanz; Jefferies und JPMorgan halten an ihren Bewertungen fest.

Kurz zusammengefasst
- Auftragseingang steigt um 76,7 Prozent
- Umsatz wächst auf 1,86 Milliarden Euro
- Jefferies belässt Kursziel bei 98 Euro
- JPMorgan bestätigt neutrale Einstufung
Die Gewinnwarnung von Rheinmetall hat laut dpa-AFX die Stimmung in der Rüstungsbranche belastet und auch Hensoldt unter Druck gesetzt. Das Unternehmen konnte sich dem Branchendruck trotz guter Neunmonatszahlen und einer angehobenen Prognose nicht entziehen. Die Hensoldt-Aktie verlor am Freitag 3,8%.
Analysten bestätigen ihre Bewertungen
Jefferies bestätigte am Donnerstag nach den Quartalszahlen die Kaufempfehlung für Hensoldt und beließ das Kursziel bei 98 Euro. Analyst Ben Brown zufolge übertrafen sowohl der Umsatz als auch das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen die Konsensschätzungen.
JPMorgan bestätigte ebenfalls am Donnerstag die Einstufung „Neutral“ mit einem unveränderten Kursziel von 100 Euro. Analyst David Perry zufolge lagen Umsatz und operatives Ergebnis über den Markterwartungen. Beide Häuser änderten damit weder ihre Einstufung noch ihre Kursziele nach der Zahlenvorlage.
Aufträge und Ergebnisse legen zu
In den ersten neun Monaten 2026 steigerte Hensoldt nach eigenen Angaben den Auftragseingang um 76,7 % auf 3,56 Milliarden Euro. Beim Umsatz meldete das Unternehmen einen Anstieg um 21,3 % auf 1,86 Milliarden Euro.
Das bereinigte EBITDA erhöhte sich im selben Zeitraum um 33,0 % auf 281 Millionen Euro. Die von Hensoldt konkretisierte Prognose für 2026 sieht einen Umsatz von rund 2,8 Milliarden Euro vor.
Bei der bereinigten EBITDA-Marge erwartet das Unternehmen rund 19,0 %. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz soll am oberen Ende der bisherigen Spanne von rund 1,5x bis 2,0x liegen.
Als nächster angekündigter Termin steht bei Hensoldt am 10. November der Kapitalmarkttag in London an.
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