Rheinmetall Aktie: JPMorgan kürzt Ziel auf 1.500 Euro
Rheinmetall verzeichnet solides Quartalswachstum, doch eine Herabstufung von JPMorgan drückt den Kurs auf ein Jahrestief.

Kurz zusammengefasst
- JPMorgan senkt Rating auf Neutral
- Kurs fällt auf 52-Wochen-Tief
- Umsatz und Gewinn legen zu
- Auftragsbestand erreicht 73 Milliarden Euro
Ein starkes Quartal, ein einbrechender Kurs. Rheinmetall lieferte für die ersten drei Monate des Jahres solides Wachstum — und erlebte dennoch eine der schwersten Kurswochen seit Langem.
Abstufung trifft auf schwachen Markt
JPMorgan senkte am 8. Mai die Empfehlung für Rheinmetall von „Overweight“ auf „Neutral“ und kappte das Kursziel von 2.130 Euro auf 1.500 Euro. Die Begründung blieb knapp, der Effekt war es nicht: Am Freitag gab die Aktie mehr als zehn Prozent nach und schloss bei 1.207,20 Euro — ein neues 52-Wochen-Tief. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf über elf Prozent, seit Jahresbeginn auf fast 25 Prozent.
Das ist kein kurzfristiges Zittern. Der Kurs notiert rund 40 Prozent unter seinem September-Hoch von 1.995 Euro, und der RSI von 80 signalisiert trotz des Ausverkaufs technisch überkauftes Terrain — ein Hinweis darauf, wie stark die Verkaufswellen die Indikatoren verzerren.
Quartalszahlen liefern wenig Anlass zur Panik
Dabei waren die Q1-Zahlen, die Rheinmetall am 7. Mai präsentierte, alles andere als schwach. Der Umsatz kletterte um acht Prozent auf knapp 1,94 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro zu, die operative Marge stieg auf 11,6 Prozent. Der Gewinn je Aktie verbesserte sich von 1,78 auf 2,18 Euro.
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Einziger Wermutstropfen: Der operative Free Cashflow lag bei minus 285 Millionen Euro. Der Konzern erklärt das mit einem gezielten Vorratsaufbau für das angestrebte Umsatzwachstum im Gesamtjahr — ein klassisches Wachstumsmuster, das kurzfristig belastet, aber mittelfristig auf höhere Liefervolumina hindeutet.
Auftragsbestand und neue Projekte als Fundament
Der Auftragsbestand erreichte zum 31. März 73 Milliarden Euro — ein Polster, das die operative Sichtbarkeit weit in die Zukunft verlängert. Noch in diesem Jahr will Rheinmetall die Fertigung von Marschflugkörpern im niedersächsischen Unterlüß aufnehmen. Dafür soll in der zweiten Jahreshälfte das Joint Venture „Rheinmetall Destinus Strike Systems“ mit dem niederländischen Unternehmen Destinus gegründet werden.
Der nächste konkrete Termin für Anleger ist die virtuelle Hauptversammlung am 12. Mai 2026. Dort steht unter anderem die vorgeschlagene Dividende von 11,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2026 zur Abstimmung — gegenüber 8,10 Euro im Vorjahr ein deutlicher Sprung. Ex-Tag wäre der 13. Mai, Ausschüttung am 15. Mai.
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