Palantir Aktie: Deutsche Armee stoppt neue Verträge
Politische Widerstände in London und Berlin gefährden Palantirs Wachstum in Europa. Der Aktienkurs gibt nach, während hohe Erwartungen an die Quartalszahlen steigen.

Kurz zusammengefasst
- Londoner Polizei-Deal droht zu scheitern
- Bundeswehr stoppt neue Projekte mit Palantir
- Aktie verliert seit Jahresbeginn rund 15 Prozent
- Hohe Bewertung erfordert starke Quartalszahlen
Starke Wachstumsraten, schwächelnder Kurs. Bei Palantir Technologies klaffen operative Ambitionen und politische Realität derzeit auseinander. Kurz vor den Quartalszahlen formiert sich in Europa massiver Widerstand gegen neue Regierungsaufträge. Das bringt das internationale Expansionsmodell des Datenkonzerns unter Druck.
London und Berlin bremsen
In Großbritannien droht ein lukrativer Deal zu platzen. Die Londoner Polizei verhandelt mit Palantir über KI-Systeme für die Kriminalitätsbekämpfung. Das Volumen liegt im zweistelligen Millionenbereich. Londons Bürgermeister Sadiq Khan signalisiert nun jedoch Ablehnung. Sein Büro will alle Beschaffungen über 500.000 Pfund blockieren, falls sie den Werten der Stadt widersprechen.
Parallel dazu stoppt die Bundeswehr neue Projekte mit dem US-Konzern. Thomas Daum leitet die deutsche Cyber-Abwehr. Er schließt weitere Verträge vorerst aus. Der Grund ist simpel. Ein Zugriff von Industriefirmen auf nationale Datenbanken sei momentan unvorstellbar. Das erklärte Daum gegenüber dem Handelsblatt.
Hohe Bewertung erfordert Wachstum
An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit wider. Die Palantir-Aktie notiert aktuell bei knapp 122 Euro. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund 15 Prozent an Wert. Der Kurs rutschte spürbar unter die 200-Tage-Linie.
Trotz der Korrektur bleibt die Bewertung sportlich. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 liegt bei 111. Um dieses Niveau zu rechtfertigen, braucht der Markt makellose Zahlen. Am 4. Mai öffnet Palantir die Bücher für das erste Quartal.
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Analysten haben die Messlatte hoch gelegt:
* Umsatz: 1,54 Milliarden US-Dollar
* Gewinn je Aktie: 0,28 US-Dollar
* Wachstum zum Vorjahr: rund 74 Prozent
Ein neuer Vertrag mit dem US-Landwirtschaftsministerium stützt das Geschäft. Der Deal bringt 300 Millionen US-Dollar ein. Auch die Führungsriege positioniert sich. CEO Alex Karp kaufte zwischen Januar und April fast 1,5 Millionen Aktien. Das werten Marktbeobachter als Vertrauensbeweis.
Am kommenden Montag muss das Management liefern. Investoren erwarten Details zum neuen US-Agrarprojekt. Vor allem die Jahresprognose steht im Fokus. Palantir peilt für 2026 einen Umsatz von knapp 7,2 Milliarden US-Dollar an. Verfehlt der Konzern dieses Ziel wegen der europäischen Hürden, droht ein weiterer Kursrutsch.
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