Adidas Aktie: Bad-Bunny-Effekt?
DZ Bank und JPMorgan bleiben optimistisch; Adidas bringt einen Bad-Bunny-Sneaker heraus und rüstet ab 2027 Unrivaled aus.

Kurz zusammengefasst
- Aktie legt am Freitag 2,5 Prozent zu
- DZ Bank und JPMorgan positiv gestimmt
- Bad-Bunny-Sneaker für 120 US-Dollar gestartet
- Unrivaled-Ausrüstung ab der Saison 2027
Mit einer Kombination aus frischen Produktinitiativen und Rückenwind von Analystenseite beendete Adidas die Handelswoche. Am gestrigen Freitag legten die Papiere des Sportartikelherstellers um 2,5 Prozent zu und schlossen bei 146,50 Euro. Marktbeobachter werten die Bewegung als Zeichen einer beginnenden Stabilisierung.
Rückenwind durch DZ Bank und JPMorgan
Für Zuversicht sorgen positive Signale aus der Finanzbranche. Sowohl die DZ Bank als auch das Analysehaus JPMorgan bekräftigen ihre optimistische Haltung zu dem DAX-Konzern. Während die DZ Bank zum Kauf der Aktie rät, bleibt JPMorgan weiterhin offensiv positioniert. Beide Häuser trauen dem Sportartikelhersteller trotz des anspruchsvollen Konsumumfelds deutliche Kursgewinne zu.
Gleichwohl bleibt der Weg zu früheren Bewertungsniveaus weit. Die Notierung bewegt sich derzeit 27 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch, was den anhaltenden Konsolidierungsbedarf der vergangenen Monate verdeutlicht.
Kooperationen und Verkaufsstarts im Fokus
Auf der Produktseite setzt Adidas am heutigen Samstag auf die Zugkraft seiner Partnerschaft mit dem Musiker Bad Bunny. Mit dem BadBo 1.1 Low-Top kommt ein neuer Sneaker für 120 US-Dollar in den Handel. Das Design basiert auf dem Streetwise-Basketballschuh aus dem Jahr 1994. Das Modell ergänzt das Sortiment von adidas Originals und soll die Dynamik im lukrativen Lifestyle-Segment stärken.
Solche Kooperationen mit populären Kulturschaffenden spielen für den Konzern eine zentrale Rolle bei dem Versuch, modische Relevanz direkt in Markentreue und Margenwachstum zu übersetzen. Im Wettbewerb mit globalen Rivalen kommt es für die Franken entscheidend darauf an, abseits des reinen Leistungssports im Alltag der Konsumenten präsent zu bleiben.
Umbruch im Fußball und US-Offensive
Parallel dazu markiert die aktuelle Spielzeit das Auslaufen einer traditionsreichen Verbindung im Fußball. Nach 70 Jahren als Partner des Deutschen Fußball-Bundes startete Adidas den Verkauf des letzten gemeinsamen DFB-Trikots.
Ab 2027 übernimmt der US-Rivale Nike die Ausrüstung der deutschen Auswahlteams.
Um den Verlust prestigeträchtiger Verbände auszugleichen, erschließt das Management parallel neue Wachstumsfelder im US-Sport. Adidas sicherte sich eine mehrjährige Vereinbarung mit der Frauen-Basketballliga Unrivaled.
Ab der Spielzeit 2027 stattet das Unternehmen die Sportlerinnen mit offizieller Spielbekleidung aus und löst damit den bisherigen Ausrüster Under Armour ab. Neben den Trikots umfasst der Vertrag auch Fanartikel sowie die Ausstattung von Jugend-Camps der Liga.
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