XPeng Aktie: P7+ startet in Frankreich
Chinesischer E-Auto-Hersteller XPeng liefert ersten P7+ in Frankreich aus und baut lokale Produktion in Österreich aus.

Kurz zusammengefasst
- Erste P7+ Auslieferungen in Paris
- Lokale Fertigung bei Magna Steyr
- Rekordverkäufe in Deutschland und Frankreich
- Neue Modelle für zweite Jahreshälfte geplant
XPeng treibt die Expansion in Europa voran. Der chinesische E-Auto-Hersteller hat die Auslieferungen des P7+ in Frankreich offiziell gestartet. Vice Chairman Brian Gu persönlich übergab die ersten Fahrzeuge in Paris. Ein klares Signal: Der europäische Markt rückt ins Zentrum der Strategie.
Die Aktie quittiert die Nachricht verhalten. Sie notiert am Mittwoch bei 15,08 Euro, ein Minus von 2,84 Prozent. Der Wert bleibt damit weit unter dem 52-Wochen-Hoch. Der kurzfristige Trend zeigt jedoch nach oben: Innerhalb der letzten sieben Tage legte die Aktie um 6,5 Prozent zu.
Produktion in Österreich
Um Zollrisiken zu umgehen, lässt XPeng den P7+ im Magna-Steyr-Werk in Graz montieren. Es ist das dritte Modell, das in Europa lokal gefertigt wird. Ein viertes soll noch vor Ende 2026 folgen.
Der P7+ kommt in Frankreich in drei Konfigurationen auf den Markt. Die Einstiegsvariante mit Hinterradantrieb kostet ab 45.990 Euro. Die Topversion mit Allradantrieb ist exklusiv für internationale Märkte vorgesehen – in China wird sie nicht angeboten.
Rekordzahlen in Kernmärkten
Parallel zum Produktionsstart meldet XPeng starke Verkaufszahlen. In Frankreich stiegen die Auslieferungen im Mai um 167,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Deutschland erreichte der Hersteller mit 633 Fahrzeugen den dritten Monat in Folge einen Rekordwert. Seit Jahresbeginn wurden dort über 5.000 Einheiten ausgeliefert – befeuert durch Null-Prozent-Finanzierung und Technologieprämien.
Die globale Bilanz kann sich ebenfalls sehen lassen: 125.851 Fahrzeuge lieferte XPeng seit Januar aus. Allein im Mai kamen in China 32.158 Einheiten hinzu.
Ausblick: Neue Modelle als Treiber
Analysten bleiben optimistisch. Mehrere Investmentbanken bewerten die Aktie mit „Buy“ oder „Outperform“. Im Fokus stehen die kommenden Modelle G9L und die MONA-Serie, die in der zweiten Jahreshälfte starten sollen. Sie gelten als entscheidend, um die Verkaufszahlen weiter zu stabilisieren und den Übergang zu KI-integrierten Fahrzeugen zu unterstützen.
Brian Gu betonte, dass der Aufbau von Vertrauen bei europäischen Kunden Priorität habe. Die hauseigene 800-Volt-Architektur und der Turing-Chip sollen die Akzeptanz für autonome Fahrtechnologien steigern. Eine interne Umfrage hatte zuvor regionale Unterschiede in der Einstellung zum autonomen Fahren gezeigt.
Der Wettbewerb auf dem europäischen EV-Markt bleibt intensiv. Die Branche verzeichnete im April einen Absatzsprung von 38 Prozent im Jahresvergleich – ein Umfeld, in dem XPeng mit lokaler Produktion und aggressiver Vertriebsstrategie punkten will.
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