Almonty Aktie: Abnahmevertrag für Los Santos geschlossen
Almonty Industries sichert Wolframabnahme in Spanien und vereinbart Ruanda-Beteiligung. D.A. Davidson bestätigt Kaufurteil und Kursziel.

Kurz zusammengefasst
- Aktie steigt am Montag um 3,4 Prozent
- Spanischer Wolframvertrag über mindestens 1.720 Tonnen
- Ruanda erhält 25 Prozent an Tochtergesellschaft
- D.A. Davidson bestätigt Kaufempfehlung
Der strategische Rohstoff Wolfram rückt angesichts angespannter Lieferketten international immer stärker in den Fokus von Industrie und Anlegern. Almonty Industries nutzt dieses Marktumfeld, um seine Position außerhalb der dominierenden Förderländer auszubauen.
Das Unternehmen verknüpft dabei die Erschließung neuer Vorkommen mit der Wiederverwertung bereits bestehender Förderreste. An den Märkten sorgt dieser strategische Kurs für Auftrieb. Die Aktie notiert bei 12,45 Euro und verzeichnet am heutigen Montag ein Kursplus von 3,4 Prozent.
Vertragssicherung in Europa und Afrika
Ein zentraler Baustein der operativen Entwicklung liegt auf der iberischen Halbinsel. Die Abnahmevereinbarung für die Wolframmine Los Santos wurde am vergangenen Freitag gemeldet. Für das spanische Vorhaben schloss das Unternehmen einen mehrjährigen Abnahmevertrag auf Take-or-pay-Basis mit der Wolfram Bergbau und Hütten AG ab, einer Tochtergesellschaft der Sandvik Group.
Der Kontrakt sichert die Abnahme von mindestens rund 1.720 Tonnen enthaltenem Wolframtrioxid (WO₃) ab. Dieses Material soll durch die Wiederaufbereitung der Halden der Mine Los Santos gewonnen werden. Bestandteil der Vereinbarung ist zudem eine bedingte Vorauszahlung in Höhe von 3,0 Millionen US-Dollar.
Parallel dazu treibt der Konzern seine internationale Präsenz auf dem afrikanischen Kontinent voran. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom 14. September unterzeichnete das Unternehmen ein bindendes Abkommen mit der Regierung von Ruanda zur Erschließung und Verarbeitung von Wolfram.
Im Rahmen dieser Vereinbarung erhält der Staat Ruanda einen Anteil von 25 Prozent an der Tochtergesellschaft Almonty Rwanda. Im Gegenzug bringt das Land die Wolfram-Explorationskonzession Shyorongi sowie eine Lizenz zur Mineralverarbeitung ein. Die verbleibenden 75 Prozent an der Betreibergesellschaft verbleiben bei Almonty.
Analysten sehen deutliches Potenzial
Die fortlaufende Absicherung der Förder- und Verarbeitungsstrukturen trifft am Kapitalmarkt auf positive Resonanz. Neben der Erschließung von Rohstoffquellen minimieren langfristige Abnahmevereinbarungen mit etablierten Industriepartnern die Absatzrisiken im Bergbausektor.
Am Freitag bekräftigte das Analysehaus D.A. Davidson Medienberichten zufolge seine Kaufempfehlung für die Aktie. Nach der Bekanntgabe des Abnahmevertrags mit der Sandvik-Tochter Wolfram Bergbau und Hütten AG bestätigten die Analysten ihre Einstufung mit „Buy“.
Das Kursziel beließ das Haus unverändert bei 33,00 US-Dollar. Zuvor hatte D.A. Davidson dieses Kursziel bereits nach der Partnerschaft mit Ruanda bestätigt. Mit einem Wertzuwachs von 57 Prozent seit Jahresbeginn spiegelt auch die bisherige Jahresentwicklung das gewachsene Interesse an alternativen Wolframquellen wider.
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