Siemens Energy Aktie: 1 Milliarde Euro Rückkauf bis September 2026
Trotz milliardenschwerem Aktienrückkaufprogramm setzt Siemens Energy den Abwärtstrend fort. Der Kurs fällt unter wichtige Marken.
Kurz zusammengefasst
- Aktienkurs fällt trotz Rückkauf
- Konzern kauft Papiere über Börsenkurs
- Sechs Milliarden Euro bis 2028 geplant
- Charttechnische Unterstützung bei 136 Euro
Siemens Energy kauft eigene Aktien im großen Stil. Der Konzern stützt damit den Kurs. So zumindest die Theorie. In der Praxis fällt der Wert weiter. Die Aktie notiert aktuell bei 146,72 Euro. Das entspricht einem Tagesminus von 2,20 Prozent.
Das Unternehmen hat die ersten Zahlen zur zweiten Rückkauf-Tranche veröffentlicht. In den ersten Junitagen erwarb Siemens Energy knapp 237.000 eigene Papiere. Dafür flossen rund 37,5 Millionen Euro.
Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 158,20 Euro. Damit zahlte der Konzern deutlich mehr, als die Aktie heute an der Börse kostet. Der Markt bewertet das Papier aktuell niedriger als das Management beim Start des Programms.
Das Milliarden-Programm
Die aktuelle Kaufwelle läuft bis Ende September 2026. Bis dahin will Siemens Energy eigene Aktien für bis zu eine Milliarde Euro vom Markt nehmen. Die Papiere fließen in Mitarbeiterprogramme oder werden eingezogen.
Das ist erst der Anfang. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2028 plant das Management ein Gesamtvolumen von bis zu sechs Milliarden Euro. Ein unabhängiges Institut steuert die Käufe über die Handelsplattform Xetra und weitere europäische Systeme.
Abwärtstrend bleibt intakt
Für Anleger zählt vor allem die Kursreaktion. Die fällt ernüchternd aus. Auf Wochensicht verliert die Aktie fast acht Prozent. Über die vergangenen 30 Tage steht ein Minus von 17,72 Prozent auf der Kurstafel.
Die Folge: Das Chartbild trübt sich ein. Der Kurs rutschte unter die mittelfristige Trendlinie von 168,51 Euro. Er hält sich aber noch über dem langfristigen Durchschnitt bei 136,11 Euro.
Der RSI-Indikator liegt bei 31,4. Das signalisiert eine stark abgeschwächte Dynamik. Der Aktienrückkauf löste bislang keine sichtbare Stabilisierung aus.
Die Nachfrage durch den Konzern reicht offensichtlich nicht. Sie gleicht den Verkaufsdruck am Markt nicht aus. Spätestens am Ende des siebten Handelstages nach Ausführung meldet Siemens Energy die nächsten Transaktionen. Fallen die täglichen Kaufvolumina nicht massiv höher aus, rückt die charttechnische Unterstützung bei rund 136 Euro in den Fokus.
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