3 Aktien für nervöse Börsenzeiten: Fresenius, Nestlé und Berkshire Hathaway


20.02.18 08:57
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Brandung und Felsen

In den ersten Februarwochen ging es an der Börse ziemlich turbulent zu. Insbesondere die US-Börsen verzeichneten trotz guter Konjunkturdaten Tages- und Wochenverluste, die so tiefrot waren, wie schon lange nicht mehr. Grund dafür war die Angst vor Zinsanhebungen der US-Zentralbank Fed.

Davon blieben auch die heimischen Börsen nicht gefeit. Der DAX ist von seiner Bestmarke bei 13.559 Zählern am 23.01. bis zum 09.02.2018 auf 12.107 Zähler und damit um über 10 Prozent gefallen.

Vorboten eines verheerenden Börsencrashs? Oder doch nur eine unvermeidliche Korrektur?

Als Foolisher Investor solltest du dich von der Unruhe nicht verrückt machen lassen. Das ist jedoch oft leichter gesagt als getan. Es ist aber deutlich einfacher, gelassen zu bleiben, wenn du nur in absolut solide Unternehmen investiert hast. Solche Unternehmen stehen auf so einem felsenfesten Fundament, dass sie selbst aus einer neuen Wirtschaftskrise nur gestärkt hervorgehen können.

Diese drei Aktien solltest du dir unter das Kopfkissen legen, um selbst bei turbulenten Börsentagen entspannt zu schlafen.

Fresenius

Fresenius (WKN:578560) ist der zuverlässigste Dividendenzahler aus dem DAX. Seit nunmehr 25 Jahren zahlt der Gesundheitskonzern eine Dividende und konnte diese dabei jährlich steigern. Damit steigt Fresenius in den Kreis von Unternehmen auf, die sogar nach amerikanischen Maßstäben als Dividendenaristokraten gelten. Das ist bisher keinem anderen deutschen Unternehmen gelungen.

Damit hat Fresenius in der Vergangenheit bewiesen, dass es in jeglicher Konjukturphase gewinnbringend arbeitet und seine Aktionäre auch in schweren Zeiten mit steigenden Dividenden für ihre Treue belohnt.

In der Gegenwart ist Fresenius so gut aufgestellt, dass diese Serie auch in Zukunft nicht abreißen muss. Das Unternehmen besteht aus vier Unternehmensbereichen, die jeweils Marktführer in einem Wachstumsbereich des Gesundheitssektors sind.

  • Fresenius Medical Care ist weltweit führend bei der Behandlung von Patienten mit chronischen Nierenversagen (Dialyse).
  • Fresenius Helios ist Europas größte private Klinikengruppe.
  • Fresenius Kabi bietet lebensnotwendige Medikamente, Medizinprodukte wie Infusionstherapien und klinische Ernährung sowie Dienstleistungen für kritisch und chronisch Kranke an.
  • Fresenius Vamed ist spezialisiert auf das Projekt- und Managementgeschäft von Gesundheitseinrichtungen.

All diese Bereiche profitieren von einem globalen Megatrend, dem Demografischen Wandel, also einer Alterung der Gesellschaft.

Fazit: Kranke Menschen, die die Produkte und Dienstleistungen von Fresenius benötigen, wird es in Zukunft immer mehr geben. Selbst dann, wenn die Konjunktur einmal erkrankt ist.

Nestlé

Wenn ein Unternehmen ein noch festeres Fundament als Fresenius hat, dann ist es der zurzeit größte Nahrungsmittelhersteller der Welt, Nestlé  (WKN:A0Q4DC). Denn dessen Produkte sind fast täglich Teil unserer Ernährung. Im Supermarktregal ist gefühlt jedes zweite Produkt von Nestlé.

Dabei ist Nestlé nicht nur hier, sondern in 188 weiteren Ländern präsent. Das Produktportfolio umfasst 2.000 Marken, darunter beispielsweise Nescafé, Maggi, Wagner, Thomy und Unzählige mehr.

Bleibt bei einem so riesigen und breit aufgestellten Konzern, der jetzt schon der größte seiner Art weltweit ist, überhaupt noch Raum für Wachstum? Ja – davon ist Nestlés Management überzeugt. Während der Konzern 2017 nur 2,4 Prozent organisches Wachstum vorweisen konnte, ist es das Ziel, bis 2020 hier wieder mittlere einstellige Wachstumsraten zu erzielen.

Um das zu schaffen sollen zum einen wachstumsstarke Bereiche und Produkte wie zum Beispiel E-Commerce, Tiernahrung in den Schwellenländern und Nespresso in den USA forciert werden. Zum anderen will man über ein durchdachteres Portfoliomanagement eine höhere Effizienz und bessere Margen erzielen.

Auch bei den Dividenden ist Nestlé auf dem besten Weg, in die Aristokratie aufzusteigen, denn mit dem Abschluss des Geschäftsjahres 2017 wurde angekündigt, dass die Dividende das 22. Mal in Folge erhöht wird.

Fazit: Nestlé ist und bleibt ein Fels in der Brandung. Und während du die Turbulenzen an der Börse aussitzt, kommst du bei einem jetzigen Kaufkurs von ca. 75 Schweizer Franken in den Genuss einer Dividendenrendite von über drei Prozent.

Berkshire Hathaway

Warren Buffetts Flaggschiff und Investmentvehikel Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) war Ende letzten Jahres das sechst wertvollste Unternehmen der Welt. Doch der Grund, warum das US-Imperium ein gutes Investment für nervöse Börsenzeiten darstellt, ist ein völlig anderer als bei Fresenius und Nestlé.

Denn neben crashresistenten Unternehmen wie Kraft Heinz und Coca-Cola, steckt ein erheblicher Teil der Vermögenswerte auch in zyklischeren Unternehmen und solchen, die empfindlich auf Ängste vor Konjunkturschwächen reagieren könnten.

So hält Buffett erhebliche Aktienanteile an diversen US-Großbanken und -Airlines. Auch unter den vollständig konsolidierten Beteiligungen findet sich eine Liste empfindlicherer Unternehmen, wie beispielsweise der Eisenbahngesellschaft Burlington Northern Santa Fe oder dem erst 2016 erworbenen Industriegüterunternehmen Precision Castparts.

Doch genau hier liegt der Punkt, der Berkshire Hathaway in nervösen Börsenzeiten so stark macht. Warren Buffett und sein Team sitzen auf einem Cashbestand von über 100 Milliarden US-Dollar und warten nur darauf, bei fallenden Kursen großartige, aber gleichzeitig empfindliche Unternehmen zu Spottpreisen zu ersteigern.

Fazit: Mit einem Investment bei Berkshire kaufst du dich nicht nur in ein riesiges Konglomerat verschiedenster Unternehmen ein, du sicherst dich auch praktisch mit einem spätzündenden Hedge gegen fallende Kurse ab. Denn wenn Buffett in volatilen Tagen zuschlägt, hast du als Aktionär Teil an der Schnäppchenjagd.

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Robert besitzt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien). The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Nestle.

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