Heidelberger Druck weitet Kostensenkungsprogramm deutlic.


26.03.09 12:53
Meldung
 
Heidelberg (aktiencheck.de AG) - Die Heidelberger Druckmaschinen AG (ISIN DE0007314007 / WKN 731400 ) (Heidelberg) muss aufgrund des Verlaufs des am 31.
März 2009 endenden vierten Quartals davon ausgehen, dass der Auftragseingang im vierten Quartal unter dem Auftragseingang des Vorquartals liegt und Euro 500 Mio. unterschreiten wird.

Heidelberg weitet deshalb sein Maßnahmenpaket zur Kostensenkung nochmals deutlich aus. Die Einsparungen sollen von bislang Euro 200 Mio. auf Euro 400 Mio. bis zum Geschäftsjahr 2010/2011 verdoppelt werden. Den Aufwand für die Kostensenkungsprogramme insgesamt beziffert das Unternehmen mit 170 bis 190 Mio. Euro.

Das Maßnahmenpaket beinhaltet einen Personalabbau von bis zu weiteren 2.500 Mitarbeitern. Um die notwendigen Personalanpassungen auch durch betriebsbedingte Kündigungen realisieren zu können, kündigt Heidelberg den zuletzt im Oktober 2007 verlängerten Tarifvertrag zur Zukunftssicherung zum 30. Juni 2009. Das Unternehmen beabsichtigt, mit Arbeitnehmervertretern und der Gewerkschaft in entsprechende Verhandlungen über die weiteren Personalanpassungen einzutreten.

Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Mitteilung:

Heidelberg weitet Maßnahmenpaket zur Kostensenkung deutlich aus

- Einsparungen von rund 200 Mio. Euro auf rund 400 Mio. Euro bis 2011 ausgeweitet
- Auftragseingang im vierten Quartal 2008/09 unter Vorquartal
- Weiterer Abbau von bis zu 2.500 Mitarbeitern geplant
- Kündigung des Zukunftssicherungsvertrages zum 30. Juni 2009

Der Vorstand der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) hat angesichts der anhaltenden Nachfrageschwäche aufgrund der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise weitere Maßnahmen beschlossen, um die Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit des Konzerns zu sichern. Der Weltmarktführer für Druckmaschinen wird bis zum Geschäftsjahr 2010/11 durch diese Maßnahmen inklusive der bereits laufenden Programme Gesamteinsparungen von rund 400 Mio. Euro (bislang 200 Mio. Euro) gegenüber Geschäftsjahr 2007/08 erzielen. Das Unternehmen ist dadurch deutlich besser gerüstet für die zukünftigen Herausforderungen und verschafft sich zudem eine gute Ausgangsposition auch für die Zeit nach der Krise.

Die seit Herbst 2008 zu verzeichnende Investitionszurückhaltung hat sich auch im Jahr 2009 fortgesetzt. Gründe hierfür sind vor allem eine geringe Auslastung der Druckereien sowie die restriktive Kreditvergabe der Banken an die Kunden des Druckmaschinenherstellers. Heidelberg muss davon ausgehen, dass der Auftragseingang des laufenden vierten Quartals 2008/09 unter 500 Mio. Euro und damit unter dem Wert des bereits schwachen Vorquartals liegen wird (Q 3: 560 Mio. Euro). Kurzfristig ist keine Besserung zu erwarten, sodass im nächsten Geschäftsjahr 2009/10 mit einem Umsatzrückgang im Jahresvergleich zu rechnen ist. Das Unternehmen plant daher eine weitere Senkung der Kapazitäten und Strukturkosten, um entschieden auf den Auftragsrückgang zu reagieren.

Heidelberg reagiert entschlossen auf die Krise

"Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat den Maschinenbausektor in den vergangenen Monaten weiter stark belastet", sagte Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. "Wir haben bereits im vergangenen Jahr mit einem Kostensenkungsprogramm auf die Krise reagiert. Bedingt durch die schwierige konjunkturelle Lage ist die Nachfrage weiter gesunken, und wir sehen derzeit keine Anzeichen für eine kurzfristige Besserung. In dieser Situation ist es die unternehmerische Aufgabe des Managements, die Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu wahren. Wir haben die erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um durch Anpassungen der Strukturen die Ertragssituation unseres Unternehmens nachhaltig zu optimieren und uns eine gute Ausgangsposition für den späteren Aufschwung zu sichern."

Maßnahmen zur Kostensenkung

Die geplanten Maßnahmen umfassen eine weitere Reduktion der Personal- und Sachkosten bei Forschung und Entwicklung (F&E), in der Produktion und Verwaltung sowie im Vertrieb. Die Höhe der Investitionen wird verringert. Die Produktion der Packaging-Produkte wird im Hauptwerk Wiesloch-Walldorf konzentriert. Der überwiegende Teil der Einsparungen wird im Geschäftsjahr 2009/10 realisiert.

Um diese Einsparung zu erreichen, ist in etwa eine Verdoppelung der ursprünglich vorgesehenen Abbauzahl von 2.500 Mitarbeitern geplant. Den Aufwand für die Kostensenkungsprogramme insgesamt beziffert das Unternehmen mit 170 bis 190 Mio. Euro.

Kündigung des Zukunftssicherungsvertrages

Um die notwendigen Personalanpassungen auch durch betriebsbedingte Kündigungen realisieren zu können, kündigt Heidelberg den zuletzt im Oktober 2007 verlängerten Tarifvertrag zur Zukunftssicherung zum 30. Juni 2009. Das Unternehmen beabsichtigt, mit Arbeitnehmervertretern und der Gewerkschaft in entsprechende Verhandlungen über die weiteren Personalanpassungen einzutreten.

"Bei der Verlängerung des Zukunftssicherungsvertrages vor zwei Jahren war eine derart dramatisch negative Entwicklung der Weltkonjunktur nicht absehbar. Aufgrund der globalen Finanzmarktkrise haben wir leider keine Alternative zur Kündigung des Vertrages. Nur so können wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit auch im Interesse der Belegschaft sichern", sagte Bernhard Schreier.

Wichtiger Hinweis:

Diese Presseerklärung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, welche auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen.

Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Wechselkurse und der Zinssätze sowie Veränderungen innerhalb der grafischen Industrie gehören. Die Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in dieser Presseerklärung geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

Für weitere Informationen:

Heidelberger Druckmaschinen AG
Corporate Public Relations
Thomas Fichtl
Telefon: +49(6221) 92 5900
Telefax: +49 (6221) 92 5069
E-Mail: thomas.fichtl@heidelberg.com (Ad hoc vom 26.03.2009) (26.03.2009/ac/n/d)


 

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