Rheinmetall befindet sich in Fahrt: Binnen 48 Stunden verkündete der Düsseldorfer Konzern einen Bundeswehr-Großauftrag über mehrere hundert Millionen Euro und die Gründung eines Joint Ventures für Marinelaser-Waffen. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung von über 7 Prozent – und liegt nun im laufenden Jahr bereits 9 Prozent im Plus.
Die wichtigsten Entwicklungen:
- Bundeswehr-Auftrag für Puma-Munition im mittleren sechsstelligen Patronenbereich
- Rahmenvertrag bis 2029 auf rund 1 Milliarde Euro ausgeweitet
- Joint Venture mit MBDA für Laser-Technologie startet im Q1 2026
- Europäische Rüstungsaktien profitieren von Deutschlands 60-Milliarden-Paket
Milliarden-Rahmenvertrag erweitert
Am 5. Januar sicherte sich Rheinmetall einen bedeutenden Folgeauftrag der Bundeswehr. Das Unternehmen wird 30mm-Munition für den Schützenpanzer Puma liefern – in einem Umfang von mehreren hundert Millionen Euro. Der ursprüngliche Rahmenvertrag aus Dezember 2022 wurde dabei sowohl bei Menge als auch Volumen deutlich aufgestockt: Bis 2029 umfasst er nun rund 1 Milliarde Euro.
Die programmierbaren KE-TF-Patronen ermöglichen dem Puma die Bekämpfung von Drohnen und Flächenzielen. Geliefert werden die Munitionstypen KE-TF DM21 und KE DM33 im Kaliber 30mm x 173.
Marinelaser-Partnerschaft mit MBDA
Einen Tag später folgte die strategische Ankündigung: Gemeinsam mit dem europäischen Raketenhersteller MBDA gründet Rheinmetall ein Joint Venture für Marinelaser-Technologie. Das neue Unternehmen soll bereits im ersten Quartal 2026 operativ starten.
Die Kooperation baut auf einer seit 2019 bestehenden Zusammenarbeit auf. Ein gemeinsam entwickeltes Laser-Demonstratorsystem durchlief ein Jahr lang Tests auf einem Schiff der Deutschen Marine – mit über 100 Schuss- und Tracking-Tests gegen verschiedene Ziele. Derzeit wird das System am Laser-Kompetenzzentrum der Wehrtechnischen Dienststelle 91 in Meppen für weitere Drohnenabwehr-Tests eingesetzt.
Roman Köhne, Leiter der Waffen- und Munitionssparte, bezeichnete die Gründung als Beleg für das Potenzial industrieller Zusammenarbeit bei Spitzentechnologie.
Sektor profitiert von Aufrüstung
Die Rheinmetall-Nachrichten fallen in eine Phase erhöhter Nachfrage nach Verteidigungsgütern. Am Montag legten europäische Rüstungsaktien kräftig zu: Hensoldt gewann 7,3 Prozent, Leonardo 6,3 Prozent und Renk 6,9 Prozent.
Analysten von Fulcrum Asset Management sprechen von einer Verschiebung hin zu einer Ära der „harten Macht“ mit verstärkten Militärausgaben in Europa und Asien. Deutschlands kürzlich verabschiedetes Verteidigungspaket im Umfang von 60 Milliarden Dollar gilt dabei als struktureller Katalysator für den Sektor.
Die Aktie notiert bei 1.740 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 9 Prozent zugelegt. Analysten sehen im Konsens weiteres Potenzial mit einem durchschnittlichen Kursziel von 2.190 Euro.
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