Weniger als ein Dutzend dieser Maschinen existieren weltweit. Eine davon steht seit gestern in Leuven — und ihre Ankunft beim Forschungsinstitut imec ist mehr als ein technischer Meilenstein. Sie verdeutlicht, warum ASML in der globalen Halbleiterkette schlicht unersetzlich ist.
Der teuerste Drucker der Welt
Das EXE:5200 ist ASMLs fortschrittlichstes High-NA-EUV-Lithografiesystem und kostet rund 400 Millionen Dollar pro Einheit. Die Maschine druckt Schaltkreise auf Chips — mit einer numerischen Apertur, die Strukturen bis zu 66 Prozent kleiner macht als bisherige Systeme. Das Ergebnis: schnellere, energieeffizientere Chips für KI und Hochleistungsrechner.
Imec erwartet die vollständige Qualifizierung des Systems bis Ende 2026. Bis dahin bleibt das gemeinsame High-NA-EUV-Labor von ASML und imec im niederländischen Veldhoven in Betrieb, um die Forschungskontinuität zu sichern.
Europas Chip-Ambitionen
Die Anlage in Leuven ist eingebettet in imecs NanoIC-Pilotlinie, die mit 2,5 Milliarden Euro finanziert wird — davon 700 Millionen Euro aus EU-Mitteln und weitere 700 Millionen Euro von nationalen und regionalen Regierungen. Das Projekt ist Teil des EU Chips Act und soll Europas strategische Eigenständigkeit in der Halbleiterforschung stärken.
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Parallel dazu haben führende Chipkonzerne bereits begonnen, High-NA-Systeme zu integrieren. Intel schloss Ende 2025 die Abnahmetests des EXE:5200B ab, SK Hynix installierte dasselbe System im September 2025 in seinem DRAM-Werk. ASML-CEO Christophe Fouquet rechnet damit, dass die Hochvolumenfertigung 2027 und 2028 anlaufen wird.
Wachstum auf Kurs
Die Lieferung fügt sich in ASMLs eigene Prognose für 2026: Das Unternehmen erwartet einen Gesamtumsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Allein im vierten Quartal 2025 lagen die Nettobuchungen bei 13,2 Milliarden Euro, davon 7,4 Milliarden Euro entfielen auf EUV-Systeme.
Die extreme Knappheit der High-NA-Maschinen — kombiniert mit der Tatsache, dass ASML der einzige Hersteller dieser Technologie weltweit ist — dürfte die strukturelle Nachfrage nach den teuersten Produkten des Unternehmens langfristig stützen. Die Aktie hat trotz des heutigen Rücksetzers von rund drei Prozent seit Jahresbeginn knapp 16 Prozent zugelegt.
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