SoftBank Group meldet den vierten Gewinnquartal in Folge – angetrieben von massiven Bewertungsgewinnen bei OpenAI. Der japanische Technologiekonzern profitiert von seiner aggressiven Neuausrichtung auf künstliche Intelligenz und verzeichnet den höchsten Gewinn seit Jahren. Die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025 zeigen: Die Wette auf die KI-Revolution trägt Früchte.
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- Nettogewinn im Neunmonatszeitraum: 3,17 Billionen Yen (rund 20,7 Milliarden Dollar)
- Allein im dritten Quartal: 248,6 Milliarden Yen Gewinn nach 369 Milliarden Yen Verlust im Vorjahr
- OpenAI-Beteiligung von rund 11 Prozent nach Investitionen von 34,6 Milliarden Dollar
- Vision Fund schwenkt auf 3,6 Billionen Yen Gewinn nach Vorjahresverlust
Bewertungsgewinne treiben Ergebnis
Im Neunmonatszeitraum bis Ende Dezember 2025 steigerte SoftBank den Nettogewinn von 636 Milliarden Yen im Vorjahr auf 3,17 Billionen Yen. Die spektakuläre Steigerung geht hauptsächlich auf das Konto der OpenAI-Beteiligung. Der ChatGPT-Entwickler verzeichnete eine rasante Wertsteigerung, die sich direkt in SoftBanks Büchern niederschlägt.
Auch der Vision Fund, lange Zeit Sorgenkind des Konzerns, drehte ins Plus. Nach einem Verlust von 310 Milliarden Yen im Vorjahreszeitraum erwirtschaftete die Einheit einen Gewinn von 3,6 Billionen Yen. Die „Cluster of No.1 Strategy“ – fokussierte Investments in führende KI-Unternehmen – zeigt Wirkung.
Papiergewinne dominieren
Finanzvorstand Yoshimitsu Goto präsentierte die Zahlen selbstbewusst. Doch ein genauer Blick offenbart: Ein Großteil der Gewinne sind unrealisierte Bewertungsgewinne, keine operativen Cashflows. Die Nettomarge schnellte zwar auf 47,9 Prozent hoch, getrieben von Einmaleffekten. Das Umsatzwachstum fiel mit 7,9 Prozent auf 5,72 Billionen Yen deutlich moderater aus.
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SoftBank bleibt damit eng an die Bewertungen hochvolatiler Technologiewerte gekoppelt. Das Portfolio – von Arm über OpenAI bis zu zahlreichen KI-Startups – profitiert vom aktuellen Tech-Boom, birgt aber entsprechende Risiken bei einer Marktkorrektur.
PayPay-Börsengang als nächster Schritt
Am 13. Februar reichte SoftBank die Unterlagen für den Börsengang seiner Payment-Tochter PayPay ein. Der Schritt signalisiert die Absicht, weitere Werte im heimischen Ökosystem zu heben und die Liquidität zu erhöhen. Anleger reagierten positiv: Die Aktie legte nach Veröffentlichung der Quartalszahlen um 2,4 Prozent zu.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob SoftBank die KI-Dynamik nutzen kann, um nachhaltiges Wachstum zu generieren – oder ob die Erholung vor allem den günstigen Bewertungstrends geschuldet ist.
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