Nio hat während des chinesischen Neujahrsfestes einen neuen Meilenstein bei seinen Batteriewechsel-Diensten erreicht. Während die Technologie im Heimatmarkt massiv an Fahrt gewinnt und operative Rekorde aufstellt, versucht der Elektroautobauer in Europa mit unkonventionellen Modellen gegen schwache Absatzzahlen anzukämpfen. Doch reicht der Erfolg der Infrastruktur aus, um die globalen Ambitionen dauerhaft zu stützen?
Meilenstein beim Batteriewechsel
Der chinesische Elektroauto-Hersteller demonstriert aktuell die Skalierbarkeit seines Batteriewechsel-Systems. Am 19. Februar verzeichnete das Unternehmen mit 165.898 täglichen Wechseln einen neuen Allzeitwert. Dieser Erfolg fiel mitten in die Hauptreisezeit des chinesischen Neujahrsfestes und markierte den dritten Tagesrekord innerhalb von nur fünf Tagen.
Das Rückgrat dieser Entwicklung bildet ein stetig wachsendes Netzwerk. Nio betreibt mittlerweile 3.750 Wechselstationen in China, von denen über 1.000 strategisch an Autobahnen platziert sind. Diese Abdeckung soll die Reichweitenangst bei Langstreckenfahrten lindern. Dass die Technologie akzeptiert wird, zeigt auch eine weitere Kennzahl: Bereits Anfang Februar konnte Nio den insgesamt 100-millionsten Batteriewechsel seit Bestehen des Systems feiern.
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Offensive auf dem deutschen Markt
Während das Ökosystem in China floriert, kämpft Nio in Deutschland weiterhin mit deutlicher Zurückhaltung der Käufer. Nachdem im Januar lediglich ein einziges Fahrzeug der Marke neu zugelassen wurde, reagiert das Management nun mit einer speziellen Verkaufsstrategie für die Limousine ET7.
Ein neues „Try & Buy“-Programm soll Abhilfe schaffen. Kunden erhalten dabei die Möglichkeit, das Fahrzeug sechs Monate lang risikofrei zu testen. Sollte das Modell nicht überzeugen, gewährt Nio eine volle Geld-zurück-Garantie. Dieser Schritt verdeutlicht den hohen Druck, in einem wettbewerbsintensiven Umfeld Marktanteile zu gewinnen und die Sichtbarkeit der Marke in Europa zu erhöhen.
Die Börse reagierte zuletzt verhalten optimistisch auf die operativen Fortschritte in China; die Aktie legte am Freitag um 3,11 % auf 4,32 Euro zu. Dennoch bleibt der Titel mit einem Abstand von rund 36 % zu seinem 52-Wochen-Hoch deutlich unter Druck. Für Anleger bleibt entscheidend, ob die technologische Dominanz beim Batteriewechsel in China langfristig die hohen Kosten der Expansion und die Absatzschwierigkeiten in Europa kompensieren kann.
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