Coinbase-CEO Brian Armstrong hat mit einem einzigen Social-Media-Post eine wichtige Abstimmung im US-Senat gestoppt – und die eigene Aktie auf Talfahrt geschickt. Der Grund: Armstrong lehnt den sogenannten Clarity Act in seiner aktuellen Form ab. Ein Gesetz, das eigentlich für mehr Klarheit im Kryptomarkt sorgen sollte, wird nun zum Schauplatz eines Machtkampfs zwischen der Krypto-Industrie und traditionellen Banken.
Banken-Lobbyisten gegen Stablecoin-Zinsen
Der Clarity Act hatte das Repräsentantenhaus bereits mit breiter Unterstützung der Branche passiert. Doch dann intervenierten Bankenlobbyisten – und setzten durch, dass Krypto-Börsen keine Zinsen mehr auf Stablecoins zahlen dürfen. Für Coinbase ein direkter Angriff auf eine wichtige Einnahmequelle.
Armstrong machte seinen Standpunkt unmissverständlich klar: „Wir können das Gesetz in dieser Form leider nicht unterstützen.“ Die Reaktion aus Washington folgte prompt. Tim Scott, Vorsitzender des Bankenausschusses im Senat, verschob die geplante Anhörung auf unbestimmte Zeit. Demokratische Senatoren setzten einen Termin mit Vertretern der Krypto-Industrie an, um die Bedenken zu diskutieren.
Interessant: Andere Branchengrößen wie Ripple-CEO Brad Garlinghouse stellen sich öffentlich hinter den Gesetzentwurf – trotz Coinbase-Opposition. Die Chefin für politische Angelegenheiten bei Coinbase macht derweil „große Banken“ für die Blockade verantwortlich.
Kurs unter Druck
Die Coinbase-Aktie reagierte mit einem Minus von 6,48 Prozent auf 239,28 Dollar. Das Handelsvolumen lag mit 11,7 Millionen Aktien deutlich über dem Durchschnitt von 9,1 Millionen. Im nachbörslichen Handel erholte sich der Titel leicht um 0,80 Prozent.
Piper Sandler bekräftigte am 14. Januar sein neutrales Rating, senkte das Kursziel allerdings drastisch von 350 auf 270 Dollar. Als Begründung nannten die Analysten wachsende regulatorische Unsicherheiten.
Quartalszahlen am 12. Februar
Am 12. Februar 2026 nach Börsenschluss legt Coinbase die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Der Bericht wird zeigen, wie sich die hohe Volatilität am Kryptomarkt auf das Geschäft ausgewirkt hat.
Parallel treibt das Unternehmen seine Diversifikation voran. Mit dem kürzlich gestarteten Aktienhandel positioniert sich Coinbase direkt gegen Robinhood und klassische Broker. Der Service ist derzeit für eine begrenzte Nutzergruppe verfügbar, soll aber in den kommenden Wochen für alle Kunden zugänglich werden.
Der Streit um den Clarity Act zeigt, wie viel politischen Einfluss Coinbase mittlerweile hat. Über 130 Millionen Dollar investierte das Unternehmen 2024 in Wahlkampagnen – mit Erfolg. Ein einzelner Post des CEOs reicht heute aus, um eine Senate-Abstimmung zu kippen. Wie das Gesetz am Ende aussieht, dürfte maßgeblich darüber entscheiden, ob die Aktie ihr früheres Niveau zurückerobern kann.
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