Bitcoin bewegt sich seit Tagen seitwärts und verharrt knapp über der 90.000-Dollar-Marke. Die Luft nach oben scheint dünn – institutionelle Investoren halten sich zurück, die Makrodaten dämpfen die Stimmung. Gleichzeitig verdichten sich Signale, die auf einen längeren Konsolidierungszyklus hindeuten.
Technische Lage: Eingekeilt zwischen Support und Widerstand
Am Samstag notiert Bitcoin bei rund 90.500 Dollar und bewegt sich damit kaum vom Fleck. Die vergangenen Handelstage haben eine klare Spanne herausgebildet: Zwischen 85.000 und 95.000 Dollar pendelt der Kurs, ohne dass Bullen oder Bären die Oberhand gewinnen.
Charttechniker stufen die Zone um 95.000 Dollar als kurzfristige Hürde ein. Erst ein klarer Ausbruch darüber würde neue Käufer anlocken. Doch die eigentliche Bewährungsprobe wartet höher: Zwischen 103.000 und 104.000 Dollar verläuft ein massiver Widerstand, der bislang jeden Vorstoß abblockte.
Der Knackpunkt: Die Kostenbasis der Neukäufer
Ein besonders aufschlussreicher Datenpunkt kommt vom On-Chain-Analysten Glassnode: Die sogenannte „Short-Term Holder Cost Basis“ liegt aktuell bei 99.100 Dollar. Das ist der durchschnittliche Einkaufspreis jener Investoren, die in den vergangenen Wochen eingestiegen sind.
Solange Bitcoin unter dieser Marke notiert, sitzen die jüngsten Käufer auf Verlusten. Das erhöht den Verkaufsdruck bei jeder kleinen Erholung – viele wollen bei der ersten Gelegenheit „ohne Minus“ aussteigen. Hinzu kommt: Der aktuelle ISM-Einkaufsmanagerindex liegt mit 47,9 Punkten deutlich unter der historischen Schwelle von 55 bis 65, bei der Bitcoin in der Vergangenheit neue Hochs markierte. Die Konjunkturdaten sprechen also gegen einen baldigen Befreiungsschlag.
MicroStrategy verliert Spielraum
Das Unternehmen MicroStrategy, mit rund 674.000 Bitcoin der größte institutionelle Halter, gerät unter Druck. Die Bewertung der Aktie nähert sich dem reinen Bitcoin-Gegenwert der Bestände – das sogenannte „mNAV Premium“ schmilzt zusammen. Das Problem: MicroStrategy hat seine Käufe bislang über Kapitalerhöhungen finanziert. Sinkt der Aufschlag der Aktie gegenüber den gehaltenen Coins, wird es schwieriger, weitere Bitcoin günstig zuzukaufen.
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Für das vierte Quartal 2025 wird ein Buchverlust von 17 Milliarden Dollar erwartet – Folge der jüngsten Kursschwäche bei Bitcoin. Das macht deutlich: Selbst überzeugte institutionelle Player sind verwundbar, wenn der Preis nicht mitspielt.
Institutionelle Zurückhaltung bei ETFs
Auch bei den Bitcoin-Spot-ETFs hat sich die Stimmung gedreht. Nach monatelangen Nettozuflüssen verzeichnen die Fonds zuletzt Abflüsse. Große Vermögensverwalter ziehen Kapital ab oder bleiben an der Seitenlinie. Eine Ausnahme: Morgan Stanley hat am 9. Januar neue ETF-Anträge eingereicht, unter anderem für Bitcoin, Solana und Ethereum. Das deutet darauf hin, dass zumindest einige Institutionen langfristig an die Assetklasse glauben – kurzfristig dominiert jedoch Vorsicht.
Regulierung und Reserve-Zweifel
Für zusätzliche Unsicherheit sorgen politische Entwicklungen. Das US-Justizministerium hat kürzlich beschlagnahmte Bitcoin verkauft – ein Schritt, der Zweifel an der Ernsthaftigkeit der diskutierten „strategischen Bitcoin-Reserve“ aufkommen lässt. Statt Akkumulation gibt es Veräußerung.
In Europa tritt zeitgleich die neue DAC8-Steuerrichtlinie in Kraft. Krypto-Dienstleister müssen ab sofort detaillierte Transaktionsdaten an Steuerbehörden melden. Transparenz ist gewollt, für manche Marktteilnehmer bedeutet das aber bürokratischen Mehraufwand und womöglich auch Abschreckung.
Ausblick: Geduld gefragt
Bitcoin steckt in einer Warteschleife. Die Unterstützung bei 85.000 Dollar hält bislang, doch ohne frisches Kaufinteresse und ohne positive Konjunkturimpulse bleibt der Weg nach oben verbaut. Der Widerstand bei 99.100 Dollar – die Kostenbasis der jüngsten Käufer – wird kurzfristig entscheidend sein. Erst darüber dürfte sich das Bild aufhellen.
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