Das heutige FOMC-Meeting der US-Notenbank ist für Bitcoin mehr als ein Routine-Termin. Zinsen bleiben aller Voraussicht nach unverändert — doch der eigentliche Marktbeweger ist diesmal der sogenannte Dot Plot, der die Zinsprojektionen der Fed-Mitglieder für die kommenden Jahre abbildet.
Drei Störfeuer für die Projektionen
Dieses Meeting ist strukturell anders als seine Vorgänger. Zum ersten Mal müssen die Notenbanker die wirtschaftlichen Folgen der US-israelischen Angriffe auf Iran, den daraus resultierenden Ölpreisschock sowie eine neue Runde globaler Zölle von 15 Prozent in ihre offiziellen Prognosen einarbeiten.
Brent-Rohöl schloss zuletzt über 103 Dollar pro Barrel — nach einem zwischenzeitlichen Anstieg auf fast 120 Dollar. Zum Vergleich: Vor Kriegsbeginn notierte Öl noch bei rund 70 Dollar. Die Inflation lag im Februar bei 2,4 Prozent, doch diese Zahl spiegelt die jüngsten Energiepreisschocks noch nicht wider. JPMorgan hält es für möglich, dass die Fed 2026 überhaupt nicht senkt und 2027 sogar Erhöhungen in Betracht zieht.
Zusätzliche Brisanz verleiht dem Meeting der bevorstehende Abgang von Fed-Chef Jerome Powell, dessen Amtszeit am 15. Mai endet. Jedes seiner Worte heute trägt damit besonderes Gewicht.
Drei Szenarien für den Dot Plot
Der aktuelle Median-Dot zeigt eine Zinssenkung um 25 Basispunkte für 2026. Verschiebt er sich auf zwei Senkungen, wäre das ein bullisches Signal für Risikoassets. Zeigt er hingegen null Senkungen oder gar eine Erhöhung an, dürften die Märkte deutlich reagieren.
Das wahrscheinlichste Szenario: Powell bleibt bewusst vage, bestätigt weder Senkungen noch schließt er sie aus. Bitcoin würde in diesem Fall in einer engen Spanne verharren. Die erste Senkung preisen die meisten Marktteilnehmer frühestens für Oktober oder Dezember ein.
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Institutionelle Nachfrage als Puffer
Trotz des makroökonomischen Gegenwinds haben US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs im März bislang rund 1,3 Milliarden Dollar an Nettozuflüssen verzeichnet — was den ersten positiven Monat seit Oktober bedeuten würde. Das Gesamtvermögen aller Bitcoin-Spot-ETFs liegt bei rund 90,9 Milliarden Dollar, was 6,4 Prozent der gesamten Bitcoin-Marktkapitalisierung entspricht.
Seit dem Start der Spot-ETFs Anfang 2024 reagiert Bitcoin deutlich direkter auf Fed-Signale als zuvor. Institutionelle Portfoliomodelle koppeln Zuflüsse und Abflüsse inzwischen eng an Zinserwartungen.
Historisches Muster spricht zur Vorsicht
Bitcoin fiel nach sieben von acht FOMC-Meetings im Jahr 2025. Nach der Januar-Entscheidung 2026 rutschte der Kurs innerhalb von 48 Stunden von rund 90.400 auf 83.383 Dollar. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass sich Bitcoin häufig innerhalb von zwei Tagen nach einem Meeting wieder erholt.
Aktuell notiert Bitcoin knapp über 74.000 Dollar und damit rund 20 Prozent unterhalb seines 200-Tage-Durchschnitts. Die Marke von 74.400 Dollar, ehemals eine Unterstützung, fungiert derzeit als kurzfristiger Widerstand.
Sollte Powell heute einen vorübergehenden Inflationseffekt durch den Iran-Konflikt signalisieren und gleichzeitig ein Waffenstillstand die Ölpreise drücken, wäre das die stärkste makroökonomische Kombination zugunsten von Bitcoin seit Jahresbeginn. Ob dieser Fall eintritt, wird sich in den Stunden nach Powells Pressekonferenz um 20:30 Uhr MEZ zeigen.
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