Evonik Aktie: Extreme Zerreißprobe!
Vor den Quartalszahlen von Evonik klaffen die Analystenprognosen extrem auseinander, während Insiderkäufe und Leerverkäufer auf unterschiedliche Entwicklungen setzen.

Kurz zusammengefasst
- Kursziele reichen von 12,20 bis 20,40 Euro
- Vorstandsmitglied kaufte kürzlich 3.600 Aktien
- Deutsche Bank erwartet Gewinnrückgang um 18 Prozent
- Hohe Dividendenrendite als Bewertungsanker
Ein sattes Kursplus von fast 30 Prozent seit Jahresbeginn spricht eigentlich eine klare Sprache. Allerdings zeichnet sich wenige Tage vor den anstehenden Quartalszahlen des Spezialchemiekonzerns ein völlig anderes Bild in den Analystenbüros ab. Zwischen euphorischen Kaufempfehlungen und harten Verkaufswarnungen liegen derzeit Welten.
Die jüngsten Einschätzungen der Investmentbanken klaffen ungewöhnlich weit auseinander. Während die Deutsche Bank für das erste Quartal einen deutlichen Rückgang des operativen Gewinns (EBITDA) um 18 Prozent auf 461 Millionen Euro prognostiziert, sortieren sich die Kursziele der Experten an völlig entgegengesetzten Enden ein:
- Warburg Research: 20,40 Euro
- Goldman Sachs: 20,00 Euro (Buy)
- Deutsche Bank: 15,00 Euro (Hold)
- Berenberg: 14,00 Euro (Sell)
- Jefferies: 12,20 Euro (Underperform)
Insiderkäufe gegen Leerverkäufer
Vorstandsmitglied Dr. Claudine Mollenkopf positionierte sich Ende März klar auf der Seite der Optimisten. Sie erwarb rund 3.600 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 16,50 Euro. Dieser Insiderkauf stützt die jüngste Aufwärtsbewegung, die den Titel am Freitag auf einen Schlusskurs von 17,31 Euro trieb. Damit hat sich der Kurs spürbar von seinem 200-Tage-Durchschnitt bei 14,83 Euro nach oben abgesetzt.
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Gleichzeitig behalten Shortseller das Unternehmen genau im Auge. Trotz dieser spekulativen Gegenpositionen profitierte Evonik massiv von einer allgemeinen Erholungsrallye im europäischen Chemiesektor. Auch die strategische Entscheidung von CEO Christian Kullmann, seine bisherige Kritik am europäischen CO2-Handel zurückzuziehen, sorgte am Markt für eine Neubewertung der politischen Risiken.
Die anstehende Vorlage der Quartalsergebnisse wird die extremen Analystenmeinungen einem harten Realitätscheck unterziehen. Sollte sich der befürchtete Gewinneinbruch bestätigen, rückt sofort der Ausblick des Managements für das zweite Halbjahr in den Vordergrund. Bis dahin fungiert die erwartete Dividendenrendite von über sieben Prozent als wichtiges Auffangnetz für die Bewertung.
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