Siemens Energy Aktie: Spin-off gefordert
Während das Gasturbinengeschäft von Siemens Energy boomt, gerät die Sanierung der Windkrafttochter Gamesa unter Druck. Ein US-Investor fordert eine strategische Neuausrichtung und sieht in einer Abspaltung erhebliches Wertsteigerungspotenzial.

Kurz zusammengefasst
- Aktivisten-Investor drängt auf Verkauf oder Spin-off von Gamesa
- Gasturbinen-Sparte mit Aufträgen bis 2028 ausgebucht
- Analystenbewertungen für Siemens Energy weit gestreut
- Quartalszahlen im Mai als nächster Stresstest erwartet
Während das Gasturbinen-Geschäft von Siemens Energy vor Aufträgen übersprudelt, gerät die Sanierung der Windkraftsparte Gamesa zunehmend unter Beschuss. Der US-Hedgefonds Ananym Capital fordert nun vehement eine strategische Neuausrichtung und bringt eine drastische Maßnahme ins Spiel. Eine Abspaltung des Sorgenkinds könnte laut den Investoren erhebliche stille Reserven heben.
Der jüngste Kursanstieg auf 167,32 Euro hat klare fundamentale Treiber. Berichte über einen möglichen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran entlasten das hochprofitable Gasturbinen-Geschäft massiv. Rund 35 Prozent der Aufträge in diesem Segment stammen aus dem Nahen Osten. Die Nachfrage auf Kundenseite ist enorm: Bereits vor den anstehenden Quartalszahlen bestätigte das Management, dass die Produktionskapazitäten bis einschließlich 2028 vollständig ausgebucht sind. Selbst für das Jahr 2030 liegen bereits erste Reservierungen vor.
Druck von aktivistischen Investoren
Im starken Kontrast dazu steht die Windkraftsparte Siemens Gamesa. Obwohl der operative Verlust im ersten Quartal auf 46 Millionen Euro eingedämmt wurde, reicht das Tempo der Sanierung einigen Großaktionären nicht aus. Der US-Hedgefonds Ananym Capital um Mitgründer Charlie Penner drängt auf eine strategische Überprüfung.
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In einem Brief an den Konzern rechnet der Investor vor, dass ein Verkauf oder eine vollständige Abspaltung der Windturbinen-Tochter den Aktienkurs um 40 Prozent in die Höhe treiben könnte. Das Management hält bislang an der bestehenden Struktur fest und stellt für das Gesamtjahr das Erreichen der Gewinnschwelle in Aussicht. Eine schwächere erste Jahreshälfte soll dabei durch eine Trendwende im zweiten Halbjahr ausgeglichen werden.
Analysten uneins vor Zahlenwerk
Neben der operativen Debatte stützt ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm die Notierung. Bis September 2026 fließt eine erste Tranche von bis zu zwei Milliarden Euro in den Erwerb eigener Papiere. Angesichts der komplexen Gemengelage aus lukrativem Gasgeschäft und defizitärer Windkraft driften die Einschätzungen der Experten bezüglich des fairen Wertes extrem weit auseinander:
- JPMorgan: 200 Euro
- RBC Capital: 185 Euro
- Bernstein: 150 Euro
- DZ Bank: 128 Euro
Der eigentliche Stresstest für die aktuelle Bewertung folgt am 12. Mai 2026 mit der Vorlage der Quartalszahlen. Investoren werden dann vor allem die Margenentwicklung bei Gamesa und den generierten Free Cashflow exakt prüfen. Verfehlt das Management hier die selbst gesteckten Sanierungsziele, dürfte der Ruf des Hedgefonds nach einer Abspaltung der Windkraftsparte deutlich an Zugkraft gewinnen.
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