Procter & Gamble schließt das Jahr 2025 mit einem Machtwechsel ab. Ausgerechnet zum Jahreswechsel übernimmt COO Shailesh Jejurikar die Führung von CEO Jon R. Moeller, der ins Executive Chairman-Amt wechselt. Die Aktie reagiert verhalten – und Insider verkaufen.
Neue Führung, alte Sorgen
Effektiv ab dem 1. Januar 2026 tritt Shailesh Jejurikar die Nachfolge von Jon R. Moeller als CEO an. Der Wechsel kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Die Aktie notiert bei 143,71 Dollar und damit deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Mit einem Minus von 11 Prozent seit Jahresbeginn hinkt der Konsumgüterriese dem Gesamtmarkt hinterher.
Die Herausforderungen sind real. Steigende Kosten belasten die Margen, günstige Eigenmarken greifen Marktanteile an. Jejurikar muss beweisen, dass er die Profitabilität stabilisieren kann – während die Wall Street skeptisch beobachtet.
Insider reduzieren Bestände
Auffällig ist das Verkaufsverhalten der Führungsebene. Der scheidende CEO Moeller hat in den vergangenen 18 Monaten kontinuierlich Anteile abgebaut. Auch CFO Andre Schulten trennte sich von Aktien. Jennifer L. Davis, CEO des Healthcare-Bereichs, verkaufte rund 8.600 Aktien zur Deckung von Steuerverbindlichkeiten. Davis wird im Juni 2026 in den Ruhestand treten.
Die Datenlage der letzten 90 Tage zeigt eindeutig: Die Führungsebene ist per Saldo Verkäufer. Solche Bewegungen werden häufig als Zeichen vorsichtiger Erwartungen gewertet.
Institutionelle Anleger uneinig
Während Merit Financial Group sein Engagement im dritten Quartal um 85.643 Aktien auf insgesamt 221.320 Stück aufstockte, reduzierte Virginia Retirement Systems seine Position um 14,6 Prozent auf 186.000 Aktien. Auch Diversified Trust Co baute ab.
Die unterschiedlichen Strategien spiegeln die Unsicherheit wider: Ist die Aktie fundamental solide genug für den Turnaround – oder bleiben die Gegenwinds zu stark?
Zahlen überzeugen, Ausblick bleibt verhalten
Die Quartalszahlen vom 24. Oktober 2025 übertraschten positiv. Mit einem Gewinn je Aktie von 1,99 Dollar übertraf Procter & Gamble die Analystenschätzung von 1,90 Dollar. Der Umsatz lag bei 22,4 Milliarden Dollar und damit ebenfalls über den Erwartungen von 22,18 Milliarden.
Für das Geschäftsjahr 2026 stellt das Management einen Gewinn zwischen 6,83 und 7,10 Dollar je Aktie in Aussicht. Jefferies Financial Group hält an einem „Buy“-Rating mit Kursziel 179 Dollar fest. Andere Analysten haben ihre Ziele jedoch gesenkt und verweisen auf Ausführungsrisiken unter neuer Führung.
Die Dividendenrendite von 2,92 Prozent bietet Einkommensinvestoren einen gewissen Puffer. Doch der vorherrschende Abwärtstrend zeigt: Der Markt wartet erst einmal ab, wie sich Jejurikar in den ersten Monaten seiner Amtszeit schlägt.
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