Adobe Aktie: Unter massivem Druck

Trotz solider Quartalszahlen verliert die Adobe-Aktie massiv an Wert, da Analysten das Geschäftsmodell durch KI-Konkurrenz gefährdet sehen und institutionelle Anleger abziehen.

Kurz zusammengefasst:
  • Rating-Herabstufungen durch mehrere große Analystenhäuser
  • Institutionelle Investoren reduzieren ihre Positionen deutlich
  • Solide Quartalszahlen werden vom Markt ignoriert
  • Aktienkurs nähert sich kritischem Analystenziel

Adobe liefert eigentlich solide Geschäftszahlen, doch an der Börse dominiert derzeit die Sorge um die Zukunft. Investoren trennen sich von ihren Anteilen, da künstliche Intelligenz das etablierte Geschäftsmodell zunehmend bedroht. Statt auf die profitable Vergangenheit zu blicken, fokussieren sich Analysten auf neue Risiken und drücken den Kurs mit reihenweisen Abstufungen tief ins Minus.

Analysten senken den Daumen

Die Stimmung für den Software-Konzern kippte am Wochenende spürbar, als Oppenheimer das Rating am 17. Januar herabstufte. Die Experten begründeten diesen Schritt damit, dass der erhoffte Rückenwind durch künstliche Intelligenz im Bereich „Digital Media“ bisher ausbleibt. Statt das Wachstum zu beschleunigen, erweist sich die Integration von KI-Workflows als schwieriger als gedacht.

Adobe

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Hinzu kommt wachsende Konkurrenz: Neue Tools wie das „Claude Code“-Update von Anthropic werden von Marktbeobachtern als direkte Bedrohung für etablierte Software-Anbieter gesehen. Diese Skepsis teilen auch andere große Häuser:
* Goldman Sachs hat ein „Sell“-Rating mit einem Kursziel von nur noch 290 US-Dollar vergeben.
* BMO Capital und Jefferies haben ihre Einschätzungen ebenfalls nach unten korrigiert.

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Institutionelle Investoren ziehen sich zurück

Dass es sich hierbei nicht nur um theoretische Bedenken handelt, zeigen die Kapitalflüsse. Daten vom 17. Januar belegen, dass institutionelle Anleger ihr Engagement deutlich reduzieren. So hat beispielsweise Ritholtz Wealth Management die Position in Adobe im dritten Quartal um fast 32 Prozent gekürzt. Auch QRG Capital Management verkaufte einen nennenswerten Teil der Bestände. Diese Umschichtungen deuten darauf hin, dass Großanleger Kapital aus traditionellen Software-Werten abziehen, die sie durch den KI-Wandel gefährdet sehen.

Solide Zahlen verpuffen

Paradoxerweise stimmen die fundamentalen Daten des Unternehmens weiterhin. Im jüngsten vierten Quartal übertraf Adobe mit einem Umsatz von 6,19 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 5,50 US-Dollar die Erwartungen der Analysten. Auch die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 liegt in einem soliden Bereich. Doch der Markt preist derzeit fast ausschließlich die Risiken der veränderten Wettbewerbslandschaft ein und ignoriert die aktuelle Profitabilität.

Dies spiegelt sich im Aktienkurs wider, der am Freitag bei 296,12 US-Dollar aus dem Handel ging und auf Jahressicht bereits über 11 Prozent verloren hat. Damit nähert sich der Titel gefährlich dem von Goldman Sachs ausgegebenen Kursziel von 290 US-Dollar. Sollte diese Marke fallen, droht charttechnisch eine Beschleunigung der Abwärtsbewegung, da sich Händler am Optionsmarkt bereits gegen weitere Verluste absichern.

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