Amazon Aktie: Analysten uneins

Die Amazon-Aktie startet 2026 mit widersprüchlichen Analystenbewertungen und umfangreichen Insider-Verkäufen, trotz solider operativer Zahlen im letzten Quartal.

Kurz zusammengefasst:
  • Analysten korrigieren Kursziele teils deutlich nach unten
  • Institutionelle Anleger rotieren ihre Portfolios aktiv
  • Insider veräußerten Anteile im Wert von Millionen
  • Solide Quartalszahlen mit starkem AWS-Wachstum

Amazon steht Anfang 2026 im Spannungsfeld widersprüchlicher Analystenmeinungen. Während einige Experten ihre Kursziele deutlich senken, sehen andere erhebliches Aufwärtspotenzial. Gleichzeitig rotieren institutionelle Investoren ihre Positionen – und Insider verkaufen Anteile in Millionenhöhe.

Geteilte Expertenmeinungen

Die ersten Handelstage des neuen Jahres brachten eine ungewöhnliche Spreizung bei den Analysteneinschätzungen. Am 8. Januar senkte Cantor Fitzgerald sein Kursziel drastisch von 315 auf 260 US-Dollar, hält aber an der „Overweight“-Einstufung fest. Ganz anders Jefferies: Die Bank hob ihr Ziel von 275 auf 300 US-Dollar an und bekräftigte die Kaufempfehlung.

Amazon

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Auch Wolfe Research korrigierte nach unten – von 305 auf 275 US-Dollar. Evercore ISI bleibt hingegen mit einem Kursziel von 335 US-Dollar am optimistischsten und verweist auf Umsatzpotenzial durch den KI-Assistenten „Rufus“. Im Durchschnitt liegt das Analystenziel aktuell bei knapp 297 US-Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von rund 20 Prozent entspräche.

Institutionelle Investoren positionieren sich neu

Die Pflichtmitteilungen für das dritte Quartal 2025 offenbaren unterschiedliche Strategien großer Vermögensverwalter. LifeWealth Investments baute eine neue Position auf und erwarb 24.586 Aktien im Wert von etwa 5,4 Millionen US-Dollar. Pure Financial Advisors stockte um 4,3 Prozent auf und hält nun 105.222 Anteile.

Auf der Gegenseite reduzierte Farmers & Merchants Investments seine Beteiligung um 10,3 Prozent durch den Verkauf von 15.498 Aktien. Advanced Asset Management trennte sich ebenfalls von knapp zehn Prozent seines Bestands. Das Muster zeigt: Institutionelle Anleger nehmen Gewinne mit oder gewichten um – ein typisches Verhalten nach einer längeren Aufwärtsbewegung.

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Insider verkaufen, Geschäftszahlen überzeugen

Bemerkenswert ist die Insider-Aktivität im vergangenen Quartal. Führungskräfte veräußerten insgesamt 79.734 Aktien für rund 18,5 Millionen US-Dollar. CEO Andrew Jassy trennte sich von 19.872 Anteilen im Wert von etwa 4,3 Millionen US-Dollar. Dennoch halten Insider weiterhin knapp zehn Prozent der Unternehmensanteile.

Die operative Performance gibt keinen Anlass zur Sorge. Im dritten Quartal 2025 steigerte Amazon den Umsatz um 13,4 Prozent auf 180,17 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,95 US-Dollar deutlich über den Erwartungen von 1,57 US-Dollar. Besonders das Cloud-Geschäft AWS beschleunigte sein Wachstum auf über 20 Prozent – ein Signal, das viele Analysten als Beleg für die anhaltende Stärke im lukrativen Unternehmenskundengeschäft werten.

Der Konzern bleibt trotz einer eher verhaltenen Jahresperformance 2025 mit einer Marktkapitalisierung von 2,63 Billionen US-Dollar eines der wertvollsten Unternehmen der Welt. Das aktuelle KGV von 34,8 liegt im Rahmen der Tech-Branche, doch die Frage bleibt: Reicht das Wachstumstempo aus, um die hohe Bewertung zu rechtfertigen?

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