Warner Bros. Discovery Aktie: Netflix steigt aus
Nach dem Rückzug von Netflix bewertet Warner Bros. Discovery das Barangebot von Paramount Skydance als überlegen. Ein 111-Milliarden-Dollar-Deal könnte die Streaming-Landschaft neu ordnen.

Kurz zusammengefasst
- Netflix zieht sich aus Übernahmeverhandlungen zurück
- Paramount bietet 31 Dollar je Aktie für Warner Bros.
- Regulatorische Prüfungen in USA und EU laufen
- Aktionärsabstimmung über Fusion im April 2026
Der Weg für eine der größten Medienfusionen der Geschichte wird freier. Nachdem sich Netflix aus den Verhandlungen zurückgezogen hat, stuft der Vorstand von Warner Bros. Discovery das überarbeitete Barangebot von Paramount Skydance offiziell als überlegen ein. Damit rückt ein 111 Milliarden US-Dollar schwerer Zusammenschluss näher, der die Machtverhältnisse im Streaming-Markt grundlegend verändern soll.
Paramount legt für die Übernahme 31,00 US-Dollar je Aktie auf den Tisch. Dieser Preis war den Verantwortlichen bei Netflix letztlich zu hoch, weshalb der Konkurrent ausstieg und nun eine Ausfallgebühr von 2,8 Milliarden US-Dollar erhält. Für die Aktionäre von Warner Bros. Discovery bedeutet die Offerte einen Aufschlag von 147 Prozent auf den unbeeinflussten Kurs vor Beginn der Fusionsgespräche. Nach Abschluss der Transaktion plant Paramount-Skydance-CEO David Ellison massive Investitionen: Ein jährliches Content-Budget von 30 Milliarden US-Dollar soll die Ausgaben von Disney und Netflix deutlich übersteigen.
Absicherung gegen Behördenverzögerungen
Bis der Zusammenschluss perfekt ist, müssen noch hohe regulatorische Hürden genommen werden. Das US-Justizministerium hat seine Untersuchung intensiviert und prüft die Auswirkungen auf den Wettbewerb im Streaming-Sektor sowie auf die Vergabe von Inhaltsrechten. Ähnliche Prüfungen laufen derzeit in der Europäischen Union und in Kanada.
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Um die Risiken möglicher Verzögerungen für die Anteilseigner abzufedern, enthält die Fusionsvereinbarung weitreichende Garantien. Sollte der Deal nicht bis zum 30. September 2026 abgeschlossen sein, zahlt Paramount für jedes weitere Quartal eine zusätzliche Gebühr von 0,25 US-Dollar je Aktie. Scheitert die Übernahme komplett an den Kartellwächtern, wird sogar eine Strafzahlung von 7 Milliarden US-Dollar an Warner Bros. Discovery fällig.
Blick auf die Aktie und Abstimmung
Am Markt spiegelt sich die anhaltende Unsicherheit über die behördliche Freigabe weiterhin wider. Die Aktie ging am Freitag bei 23,46 Euro aus dem Handel und notiert damit noch immer mit einem deutlichen Abschlag zum Angebotspreis. Leerverkäufer haben ihre Positionen bis Mitte März allerdings um 22,5 Prozent reduziert, was auf eine abnehmende Skepsis der Marktteilnehmer hindeutet.
Die nächste formelle Entscheidung steht bereits im Kalender. Am 23. April 2026 stimmen die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über die Fusion ab. Bei Zustimmung der Anteilseigner und Behörden soll die Transaktion, die auch die Übernahme von Schulden in Höhe von 33 Milliarden US-Dollar umfasst, im dritten Quartal 2026 endgültig abgeschlossen werden.
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