Affirm Holdings treibt seinen Ausbau im US-Einzelhandel voran und sichert sich durch eine neue Kooperation mit dem Baumarkt-Riesen Lowe’s weiteren Marktzugang. Während das Unternehmen operativ zuletzt mit einer Rückkehr in die Gewinnzone überraschte, mahnen Analysten aufgrund des makroökonomischen Umfelds zur Zurückhaltung. Kann Affirm das Momentum der profitablen Wende nutzen, um die jüngste Kursverunsicherung hinter sich zu lassen?
Operativer Durchbruch und neue Partnerschaften
Die fundamentale Lage des Zahlungsdienstleisters hat sich zuletzt deutlich aufgehellt. Im zweiten Geschäftsquartal 2026 erzielte Affirm einen Umsatz von 1,12 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen des Marktes. Besonders signifikant ist der Sprung in die Gewinnzone: Mit einem operativen Ergebnis (GAAP) von 118 Millionen US-Dollar gelang der Turnaround im Vergleich zum Vorjahresverlust.
Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist das Segment der „Affirm Card“, dessen Handelsvolumen im Jahresvergleich um 159 Prozent auf rund 2,19 Milliarden US-Dollar melonierte. Die nun finalisierte Integration in die digitalen Kanäle von Lowe’s soll diesen Wachstumskurs stützen und den Zugang zu einer breiteren Käuferschicht im Heimwerkersektor festigen.
Analysten mahnen zur Vorsicht
Trotz der positiven operativen Signale herrscht bei Marktbeobachtern eine gewisse Skepsis vor. Die Investmentbank Baird hat die Beobachtung der Aktie am 20. Februar mit einer „Neutral“-Einstufung aufgenommen. Im Kern der Analyse steht die Frage nach der langfristigen Tragfähigkeit des „Buy Now, Pay Later“-Modells (BNPL) in einem Umfeld volatiler Zinssätze und steigender Refinanzierungskosten.
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Zudem verschärft sich der Wettbewerb. Während Konkurrenten wie Klarna zwar ebenfalls hohe Umsätze melden, kämpfen sie weiterhin mit Nettoverlusten. Affirm konnte sich hier zuletzt zwar absetzen, sieht sich jedoch mit dem Risiko konfrontiert, dass große Unternehmenskunden verstärkt auf eigene Bezahllösungen setzen könnten.
Marktumfeld und Bewertung
Die Anleger reagierten in den vergangenen Wochen empfindlich auf die makroökonomischen Unsicherheiten. Dies führte dazu, dass die Aktie seit Jahresbeginn rund 31 Prozent an Wert verlor und derzeit deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 57,91 Euro notiert. Dennoch verdeutlichen die jüngsten Quartalszahlen, dass das Unternehmen sein Kreditrisiko und die Funding-Kosten aktuell stabil unter Kontrolle hat.
Klarheit über die Nachhaltigkeit des profitablen Kurses dürften die nächsten detaillierten Finanzdaten liefern. Affirm Holdings wird seine kommenden Quartalsergebnisse voraussichtlich am 7. Mai 2026 präsentieren. Bis dahin wird der Fokus des Marktes vor allem auf der Skalierung der neuen Handelspartnerschaften und der Entwicklung der Konsumausgaben liegen.
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