Der Chemiekonzern beginnt das Jahr 2026 mit einer Zäsur: Die neue Standortvereinbarung für Ludwigshafen tritt heute in Kraft und legt die Spielregeln für den Konzernumbau bis Ende 2028 fest. Nach einem enttäuschenden Börsenjahr 2025 (-0,5 %) wird nun sichtbar, ob BASF die Wettbewerbsfähigkeit seines Stammwerks tatsächlich wiederherstellen kann.
Die wichtigsten Eckpunkte:
– Standortpakt bis Ende 2028 ohne betriebsbedingte Kündigungen
– Jährliche Investitionen von mindestens 1,5 Milliarden Euro in Ludwigshafen
– Zwei strategische Transaktionen zum Jahresende 2025 abgeschlossen
– Aktie beendet 2025 nahezu unverändert bei 44,43 Euro
Sozialer Frieden gegen Flexibilität
Die heute wirksame Vereinbarung sichert den rund 30.000 Beschäftigten am weltgrößten Chemie-Verbundstandort bis Ende 2028 ihre Arbeitsplätze. Im Gegenzug hat die Arbeitnehmerseite umfangreichen Flexibilisierungsmaßnahmen zugestimmt. Konzernchef Markus Kamieth verknüpft die zugesagten Investitionen von 1,5 Milliarden Euro jährlich explizit mit Fortschritten bei der Profitabilität.
Kurz vor dem Jahreswechsel setzte BASF zwei strategische Akzente: Am 16. Dezember verkaufte der Konzern sein Geschäft mit optischen Aufhellern an den Spezialisten Catexel. Die Transaktion umfasst unter anderem die Produktion in Monthey und soll im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Nur zwei Tage später folgte eine Kooperation mit ADAMA zur gemeinsamen Entwicklung von Fungizid-Lösungen auf Basis des Wirkstoffs Gilboa für den europäischen Getreidemarkt.
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Strukturelle Herausforderungen bleiben
Die deutsche Chemieindustrie kämpft weiterhin mit hohen Energiekosten und schwankender globaler Nachfrage. Während der Gesamtmarkt 2025 neue Höchststände erreichte, dümpelte die BASF-Aktie seitwärts. Die Standortvereinbarung verhindert zwar Streiks und schafft Planungssicherheit, zementiert aber zunächst einen hohen Kostenblock.
Die Bewertung spiegelt diese Gemengelage: Mit einer Dividendenrendite von über 5 Prozent erscheint die Aktie attraktiv, gleichzeitig preist der Kurs die Transformationsrisiken deutlich ein.
Entscheidende Zahlen Ende Februar
Am 27. Februar 2026 legt BASF die Bilanz für 2025 sowie den konkreten Ausblick vor. Dann zeigt sich, wie schnell die Effizienzmaßnahmen greifen. Die Marke von 44 Euro muss zum Jahresstart halten – ein Ausbruch über 48 Euro würde das technische Bild deutlich verbessern. Bis zur Quiet Period Mitte Januar dürften weitere Portfolio-Anpassungen die Kursentwicklung bestimmen.
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