Nebius Aktie: Misslungener Start?

Der KI-Infrastrukturspezialist Nebius veröffentlicht heute seine Jahreszahlen. Der Fokus liegt auf der Rechtfertigung der milliardenschweren Investitionen in Rechenzentren.

Kurz zusammengefasst:
  • Übernahme von Tavily kurz vor Bilanzvorlage
  • Markt erwartet Umsatz von 232 bis 242 Mio. USD
  • Massives Investitionsprogramm von 5 Mrd. USD
  • Aktie verlor vor Veröffentlichung 3,5 Prozent

Nebius Group legt heute vor US-Börsenstart die Zahlen für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2025 vor. Der AI-Infrastruktur-Spezialist steht dabei vor einer Bewährungsprobe: Kann das Unternehmen seinen massiven Investitionskurs mit entsprechenden Umsätzen rechtfertigen?

Tavily-Übernahme kurz vor Bilanzvorlage

Am Dienstag verkündete Nebius die Übernahme von Tavily, einem Anbieter von Echtzeit-Suchtechnologie für KI-Agenten. Die Integration soll die eigene Cloud-Plattform erweitern und KI-Anwendungen mit aktuellen Informationen versorgen. Das Timing der Ankündigung – nur zwei Tage vor den Quartalszahlen – dürfte kein Zufall sein.

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Was Analysten erwarten

Die Konsensschätzungen für Q4 bewegen sich zwischen 232 und 242 Millionen Dollar Umsatz. Beim Ergebnis je Aktie rechnet der Markt mit einem Verlust von 0,44 bis 0,54 Dollar.

Im Fokus steht vor allem das monumentale Investitionsprogramm: Das Management hatte die Capex-Prognose für 2025 auf rund 5 Milliarden Dollar angehoben – für den Ausbau von Rechenzentren und GPU-Kapazitäten. Bis Ende 2026 soll daraus ein annualisierter Umsatz von 7 bis 9 Milliarden Dollar entstehen, sofern die angestrebte Leistungskapazität von 2,5 Gigawatt erreicht wird.

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Zentrale Kennzahlen im Überblick:

  • Umsatzerwartung Q4: 232-242 Mio. USD
  • EPS-Erwartung: -0,44 bis -0,54 USD
  • Capex 2025: ~5 Mrd. USD
  • Umsatzziel 2026: 7-9 Mrd. USD (annualisiert)
  • Schlusskurs (11.02.): 88,61 USD (-3,5%)

Investoren werden nervös

Am Mittwoch verlor die Aktie 3,5 Prozent und schloss bei 88,61 Dollar. Die Zurückhaltung vor den Zahlen überrascht nicht: Bei einer Bewertung, die von Langfristverträgen mit Microsoft und Meta lebt, muss Nebius liefern. Analysten sehen die Aktie im Schnitt mit „Moderate Buy“ und erwarten deutlich höhere Kurse – allerdings nur, wenn die Wachstumsstory intakt bleibt.

Die heutigen Zahlen werden zeigen, ob das aggressive Expansionstempo in konkrete Erlöse mündet. Besonders die Entwicklung der GPU-Auslastung und neue Kundenverträge dürften die Reaktion bestimmen.

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