Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB SE drückt operativ und strategisch aufs Tempo. Mit angehobenen Mittelfristzielen, einer neuen Mond-Tochter und bestätigten Gesprächen mit dem Rüstungsriesen Rheinmetall richtet sich das Unternehmen neu aus. Investoren blicken nun auf die Details dieser ambitionierten Wachstumsstrategie, die zivile Raumfahrt und Verteidigungstechnologie verknüpft.
Prognose deutlich angehoben
Im Rahmen des jüngsten Capital Market Days schraubte das Management die Erwartungen nach oben. Bis zum Jahr 2028 soll die Gesamtleistung die Marke von 2 Milliarden Euro überschreiten, begleitet von einer EBIT-Marge von über 9 Prozent. Bereits das Geschäftsjahr 2025 unterstrich diese Dynamik: Der Auftragseingang kletterte um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro.
Auch die operative Entwicklung der ersten neun Monate 2025 bestätigte den Trend. Die Gesamtleistung stieg um 21 Prozent auf 863,5 Millionen Euro, während der Auftragsbestand erstmals die Schwelle von 3 Milliarden Euro durchbrach. Spekulationen über ein mögliches Delisting erteilte der Vorstand eine klare Absage.
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Rüstung als neuer Treiber?
Besonders die Ende Januar per Ad-hoc-Mitteilung bestätigten Gespräche mit Rheinmetall sorgen für Aufmerksamkeit am Markt. Im Fokus steht eine mögliche Kooperation bei öffentlichen Vergabeverfahren. Berichten zufolge könnte es sich dabei um ein militärisches Satellitenprojekt der Bundeswehr handeln, das ein Netzwerk aus rund 200 Satelliten umfasst. Diese Annäherung an den Verteidigungssektor eröffnet dem Konzern potenziell zugangsstarke neue Einnahmequellen.
Mond-Mission in Bayern
Parallel dazu forciert OHB die zivile Expansion. Am 4. Februar fiel in Oberpfaffenhofen im Beisein von Ministerpräsident Markus Söder der öffentliche Startschuss für die „European Moonport Company“. Diese Tochtergesellschaft bündelt künftig alle Mond-Aktivitäten des Konzerns. Gemeinsam mit dem Münchner Flughafen wurde bereits ein Konzept für eine Start- und Landebasis auf dem Mond erarbeitet, was ESA-Chef Josef Aschbacher als wichtige industrielle Weichenstellung bezeichnete.
Die Richtung ist vorgegeben, nun müssen die detaillierten Zahlen folgen. Am 19. März 2026 legt der Konzern den vollständigen Jahresabschluss für 2025 vor, gefolgt von den Q1-Ergebnissen am 7. Mai. Anleger werden zu diesen Terminen genau prüfen, wie schnell sich der pralle Auftragsbestand in den Margen niederschlägt.
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