MSCI World ETF: Verdienter Applaus!

Der iShares MSCI World ETF profitiert von Rekordzuflüssen und einer Entscheidung, die einen milliardenschweren Verkaufsdruck abwendete. Neue Optionen sollen die Liquidität ab 2026 erhöhen.

Kurz zusammengefasst:
  • Rekordzuflüsse treiben Kurs nahe an Allzeithoch
  • Index-Entscheidung verhindert Milliarden-Verkäufe
  • Optionen auf MSCI-Indizes ab 2026 geplant
  • Starke Fokussierung auf US-Tech-Giganten

Der beliebte Welt-ETF steht vor einem strukturellen Wandel, der weit über die täglichen Kursbewegungen hinausgeht. Während Rekordzuflüsse den Preis nahe an das Allzeithoch treiben, sorgte vor allem eine Entscheidung zur Index-Zusammensetzung für Aufatmen im Hintergrund. Doch ist die Gefahr für die Marktbreite damit endgültig gebannt oder nur aufgeschoben?

Liquiditätsschub durch Optionen

Die Rahmenbedingungen für den ETF verbessern sich fundamental. Die New York Stock Exchange (NYSE) hat eine wegweisende Vereinbarung getroffen, um ab Anfang 2026 Optionen auf MSCI-Benchmark-Indizes zu listen. Dies dürfte die Liquidität für Produkte wie den iShares MSCI World ETF (URTH) deutlich erhöhen und institutionellen Anlegern präzisere Absicherungsmöglichkeiten bieten.

MSCI World ETF

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Unterstützt wird dieser Trend durch das enorme Momentum des Vorjahres. 2025 flossen US-ETFs die Rekordsumme von 1,5 Billionen Dollar zu. Diese Welle des passiven Investierens trägt den Kurs aktuell auf rund 188,83 Dollar – nur knapp unter dem Allzeithoch.

Die MicroStrategy-Entscheidung

Noch entscheidender für die kurzfristige Stabilität war jedoch ein Beschluss zur Index-Zusammensetzung. MSCI bestätigte am 6. und 7. Januar, dass sogenannte „Digital Asset Treasury Companies“ (Unternehmen mit hohen Krypto-Beständen) vorerst im Index verbleiben. Im Zentrum dieser Entscheidung stand MicroStrategy.

Ein Ausschluss hätte einen geschätzten Verkaufsdruck von 2,8 Milliarden Dollar durch passive Fonds ausgelöst, die den Index abbilden. Durch die Bestätigung wurde dieses Szenario abgewendet, was den Kurs von MicroStrategy bei etwa 165 bis 167 Dollar stabilisierte. Für den ETF bedeutet dies, dass das indirekte Engagement im Krypto-Sektor über Unternehmensbilanzen vorerst erhalten bleibt.

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Starke Abhängigkeit von US-Tech

Trotz des globalen Anspruchs bleibt der ETF stark auf die USA fokussiert, die über 70 Prozent des Portfolios ausmachen. Die Performance wird maßgeblich von wenigen Tech-Giganten getrieben:

  • NVIDIA: ca. 5,5 % Gewichtung
  • Apple: ca. 4,8 % Gewichtung
  • Microsoft: ca. 4,0 % Gewichtung

Diese Konzentration bedeutet, dass das Wohl und Wehe des „Welt“-ETFs faktisch an der Wall Street und der dortigen Tech-Earnings-Saison hängt. Im Vergleich zu reinen US-Produkten wie dem Vanguard Total Stock Market bietet der URTH zwar eine Diversifikation in Märkte wie Japan oder Großbritannien, hinkt aber bei der Kostenquote leicht hinterher.

Ausblick: Fokus auf Februar

Anleger sollten nun den Februar 2026 im Blick behalten. Dann führt MSCI eine umfassendere Prüfung durch, wie mit Unternehmen verfahren werden soll, die primär digitale Vermögenswerte halten, ohne ein operatives Geschäft in diesem Bereich zu haben. Eine Änderung der Regeln könnte dann doch noch Volatilität in den ETF bringen. Zudem lässt die hohe Bewertung des Index mit einem KGV von etwa 24 wenig Raum für Enttäuschungen, sollten die Gewinne der großen Tech-Werte schwächeln.

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