Barrick Mining treibt den personellen Umbau an der Konzernspitze weiter voran. Nach mehreren prominenten Abgängen folgt nun der Wechsel auf dem CFO-Posten – in einer Phase, in der zugleich der Goldpreis Rekordniveaus erreicht und wichtige Geschäftszahlen anstehen. Wie stark prägt dieser Mix aus Führungswechseln, aktivistischem Druck und Rückenwind vom Goldmarkt die nächsten Monate?
Neuer CFO, alter Druck
Der Konzern hat Helen Cai zur neuen Finanzchefin berufen. Sie übernimmt das Amt zum 1. März 2026 und löst damit den langjährigen CFO Graham Shuttleworth ab. Shuttleworth wird das Unternehmen nach Vorlage des Jahresabschlusses am 5. Februar verlassen.
Die wichtigsten Eckpunkte der Personalie:
- Helen Cai sitzt seit November 2021 im Board von Barrick
- Mehr als 20 Jahre Erfahrung in Equity Research, Corporate Finance und M&A
- Stationen u.a. bei Goldman Sachs und China International Capital Corporation (CICC)
- CFA- und CAIA-Abschlüsse, Studium am MIT und an der Tsinghua-Universität
- Graham Shuttleworth kam 2019 mit der Übernahme von Randgold Resources zu Barrick
Der CFO-Wechsel ist Teil einer breiteren Führungsumbesetzung. Seit Herbst 2025 haben mehrere Topmanager das Unternehmen verlassen. Dazu zählen Ex-CEO Mark Bristow, der im September überraschend ausschied, Senior EVP Strategic Matters Kevin Thomson, die Nordamerika-COO Christine Keener sowie der leitende unabhängige Direktor Ben van Beurden.
Mark Hill, derzeit Group COO sowie Interim-Präsident und -CEO, betont Cais „tiefe finanzielle Expertise und jahrzehntelange Erfahrung im Minensektor“ als wichtigen Baustein für die künftige Ausrichtung.
Hintergrund der Dynamik im Management ist der Druck des aktivistischen Investors Elliott Investment Management. Der Fonds hat eine Beteiligung im Volumen von rund 1 Milliarde US-Dollar aufgebaut und drängt auf deutliche Veränderungen – einschließlich der Option, den Konzern aufzuspalten.
Goldrally als Rückenwind
Operativ profitiert Barrick aktuell von einem sehr starken Marktumfeld für Edelmetalle. Der Goldpreis notiert nahe dem Rekordniveau. Spot-Gold liegt bei rund 4.675 US-Dollar je Unze, nachdem in der vorangegangenen Sitzung ein Allzeithoch von 4.689,39 US-Dollar erreicht wurde.
Treiber der Entwicklung sind vor allem:
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- Höhere Nachfrage nach „sicheren Häfen“ inmitten geopolitischer Spannungen
- Belastete Stimmung durch Handelskonflikte und Zollandrohungen
- Eine schwächere US-Dollar-Entwicklung auf Wochensicht
- Erwartete Zinssenkungen der US-Notenbank im Jahr 2026
Analysten halten einen Ausbruch des Goldpreises über die Marke von 4.700 US-Dollar für möglich, falls sich die Zollrisiken weiter verschärfen. Für einen Produzenten wie Barrick schafft das grundsätzlich Spielraum, positive operative Effekte in den kommenden Zahlen zu zeigen.
Zahlen, Cashflow und IPO-Gerüchte
Am 5. Februar legt Barrick die Zahlen für das Gesamtjahr und das vierte Quartal 2025 vor. Ein wichtiger Referenzpunkt ist das dritte Quartal 2025, in dem der Konzern:
- 829.000 Unzen Gold und
- 55.000 Tonnen Kupfer
förderte und damit
- einen Rekord beim operativen Cashflow von 2,4 Milliarden US-Dollar sowie
- einen Free Cashflow von 1,5 Milliarden US-Dollar
erzielte.
Parallel halten sich Spekulationen, Barrick könne seine nordamerikanischen Minen in einem Börsengang separat listen. Ein solcher Schritt könnte dazu dienen, das geografische Risikoprofil neu zu justieren. Der Konzern wird am Markt traditionell mit einem Abschlag gegenüber Wettbewerbern wie Agnico Eagle Mines gehandelt – vor allem wegen der starken Präsenz in politischen Risikoregionen wie Teilen Afrikas, dem Nahen Osten, Pakistan und Papua-Neuguinea.
Mali-Einigung und Ausblick
Auch auf Länderebene gibt es Bewegung. Im November 2025 einigte sich Barrick mit der Militärregierung in Mali auf eine Lösung eines Streits um einen neuen Minenkodex. Dieser Konflikt hatte das Unternehmen zuvor gezwungen, seine Aktivitäten in Mali vorübergehend einzustellen. Die konkreten Konditionen des Vergleichs wurden nicht veröffentlicht, ebenso ist der genaue Zeitplan für die Wiederaufnahme des Betriebs weiterhin offen.
Die nächsten Wochen werden vor allem von zwei Punkten geprägt: den Jahres- und Quartalszahlen Anfang Februar und dem Antritt der neuen CFO Anfang März. In Kombination mit dem weiterhin sehr hohen Goldpreis dürfte sich dann zeigen, wie Barrick die operative Stärke, den Druck des aktivistischen Investors und die laufende Neuausrichtung im Management in eine klare strategische Linie überführt.
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