RWE Aktie: KI-Fantasie trifft Offshore-Verzögerung

Barclays bestätigt positives Kursziel für RWE aufgrund steigender Stromnachfrage durch KI, während sich die Genehmigung für das Offshore-Windprojekt Dogger Bank South verzögert.

Kurz zusammengefasst:
  • Barclays bekräftigt Overweight-Rating und Kursziel
  • Stromnachfrage durch KI-Rechenzentren als Wachstumstreiber
  • Verzögerung bei Genehmigung für Offshore-Windpark
  • Ausbau von Batteriespeichern stärkt Marktposition

Barclays sieht RWE als Gewinner des KI-getriebenen Strombooms und bekräftigt das Kursziel von 52 Euro. Gleichzeitig verzögert sich die Genehmigung für das 3-Gigawatt-Projekt Dogger Bank South in Großbritannien um Monate. Zwei Nachrichten, zwei Richtungen – welche setzt sich durch?

Barclays setzt auf Rechenzentren-Boom

Die britische Großbank bestätigte am Freitag ihr „Overweight“-Rating für RWE. Analyst Dominic Nash begründet die optimistische Einschätzung mit der stark steigenden Stromnachfrage durch KI-Rechenzentren. Der europäische Versorger-Sektor stehe vor einem positiven Jahr, so die Einschätzung. Die zentrale These: Künstliche Intelligenz benötigt massive Rechenkapazitäten – und die brauchen gesicherte Grundlast aus erneuerbaren Energien.

Rwe

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Wichtige Faktoren der Analyse:

  • Stabiles Preisniveau bei Energie erwartet
  • Signifikanter Anstieg der Stromnachfrage durch KI-Infrastruktur
  • RWE profitiert von Ausbau erneuerbarer Kapazitäten
  • Kursziel bleibt bei 52 Euro

Diese Einschätzung steht nicht isoliert. Auch Portfoliomanagerin Alexandra Christiansen von Nordea hob RWE heute als positives Beispiel für die Energiewende hervor. Der konsequente Kohleausstieg kombiniert mit der gefüllten Projektpipeline mache den Konzern zum Gewinner der Transition.

Dogger Bank South: Genehmigung verschoben

Parallel kommt aus Großbritannien eine weniger erfreuliche Meldung. Die britische Regierung hat die Entscheidung über das Offshore-Windprojekt „Dogger Bank South“ verschoben. Statt der erwarteten Genehmigung bis 10. Januar 2026 verlängerte die zuständige Behörde die Frist bis 30. April 2026. Grund: Weitere Informationen werden eingeholt.

Das Joint Venture mit Masdar umfasst eine geplante Kapazität von 3 Gigawatt. Die beiden Teilflächen sollen rund 100 Kilometer vor der Nordostküste Englands entstehen. Der geplante Betriebsstart 2031 bleibt trotz Verzögerung das erklärte Ziel. Das Projekt gilt als einer der Eckpfeiler von RWEs britischer Offshore-Strategie.

Batterie-Projekte stärken Marktposition

Abseits der Tagesnachrichten baut RWE seine Position im Batteriespeicher-Sektor weiter aus. Ein 700-MWh-Projekt in Deutschland demonstriert die Skalierbarkeit der Technologie. Solche BESS-Projekte (Battery Energy Storage Systems) gewinnen an Bedeutung, da sie Schwankungen bei Wind- und Solarenergie ausgleichen können.

Die Aktie notiert aktuell bei 47,85 Euro und liegt damit unter dem Barclays-Kursziel. In den vergangenen zwölf Monaten legte der Titel deutlich zu.

Zwei Narrative im Wettstreit

Die kommenden Wochen dürften zeigen, welche Geschichte stärker auf die Aktie wirkt. Die KI-These von Barclays bietet eine langfristige Wachstumsperspektive, die über einzelne Projektgenehmigungen hinausgeht. Die Verzögerung bei Dogger Bank South ist administrativer Natur und stellt das Projekt fundamental nicht in Frage. Entscheidend wird, ob RWE bis Ende April die geforderten Informationen liefern kann. Das Momentum aus der positiven Sektorstudie könnte kurzfristig überwiegen – vorausgesetzt, die These steigender Stromnachfrage durch KI findet weitere Bestätigung am Markt.

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