Lange Zeit gab sich der niederländische Chipausrüster ASML zurückhaltend, doch der Geschäftsbericht 2025 markiert eine klare Wende. Der Konzern definiert den Boom bei künstlicher Intelligenz nun offiziell als Haupttreiber der Nachfrage – eine deutliche Abkehr von der bisherigen Vorsicht. Mit Rekordzahlen im Rücken und vollen Auftragsbüchern stellt sich das Unternehmen neu auf.
Strategiewechsel zahlt sich aus
Das vergangene Jahr war für ASML finanziell außergewöhnlich. Mit einem Gesamtumsatz von 32,7 Milliarden Euro und einer Bruttomarge von 52,8 Prozent lieferten die Niederländer Bestwerte. Verantwortlich für diesen Erfolg ist vor allem der strategische Schwenk hin zu KI-gestützten Technologien. Besonders das vierte Quartal stach heraus: Der Auftragseingang sprang auf 13,2 Milliarden Euro – ein Plus von 144 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Analystenschätzungen wurden damit deutlich übertroffen.
Trotz dieser fundamentalen Stärke notiert die Aktie heute in einem allgemein schwachen Marktumfeld bei 1.200,00 Euro (-2,06 %). Auf Jahressicht (YTD) steht jedoch weiterhin ein sattes Plus von über 21 Prozent zu Buche.
Milliarden für die Aktionäre
Anleger profitieren direkt von der operativen Entwicklung. ASML plant eine Dividendenerhöhung um 17 Prozent auf 7,50 Euro je Aktie. Zusätzlich startet ein massives Aktienrückkaufprogramm: Bis Ende 2028 will der Konzern eigene Anteile im Wert von bis zu 12 Milliarden Euro zurückerwerben. Dies unterstreicht die Zuversicht des Managements in die langfristige Cashflow-Generierung.
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Parallel dazu investiert ASML aggressiv in die Zukunft. Eine 1,3-Milliarden-Euro-Beteiligung am KI-Startup Mistral AI verdeutlicht den Plan, künstliche Intelligenz tiefer in das eigene Portfolio zu integrieren und die Technologieführerschaft zu sichern.
Starker Ausblick trotz China-Gegenwind
Der Blick nach vorne bleibt optimistisch, auch wenn regionale Verschiebungen anstehen. Das Geschäft mit China wird 2026 voraussichtlich deutlich zurückgehen und nur noch etwa 20 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen. Dieser Rückgang soll jedoch durch die hohe Nachfrage nach EUV-Systemen (Extreme Ultraviolett-Lithografie) mehr als kompensiert werden.
Für das Gesamtjahr 2026 stellt das Management einen Umsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro in Aussicht. Das dicke Auftragspolster von 38,8 Milliarden Euro sorgt dabei für hohe Planungssicherheit über mehrere Jahre hinweg. Die kurzfristige Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den April 2026. Dann muss ASML beweisen, ob der prognostizierte Umsatz für das erste Quartal von 8,2 bis 8,9 Milliarden Euro realisiert werden kann.
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