Die Sorgen um einen deutlichen Rückschlag bei TeamViewer haben sich mit den vorläufigen 2025er-Zahlen nicht bestätigt. Das Softwarehaus trifft seine im Herbst reduzierten Ziele, hält die Margen stabil und liefert einen vorsichtigen, aber soliden Ausblick auf 2026. Für eine stark gefallene Aktie ist das ein wichtiges Signal.
Am Freitag reagierte der Markt erleichtert: Der Kurs stieg im Xetra-Handel um 4,36 % auf 5,99 Euro. Angesichts eines Rückgangs von rund 42 % auf Jahressicht bleibt der Weg zurück allerdings steinig.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Umsatz 2025 (vorläufig): ca. 767 Mio. Euro
- Währungsbereinigtes Wachstum: rund 5 %
- Bereinigte EBITDA-Marge: ca. 44 %
- Jährlich wiederkehrende Umsätze (ARR): ca. 760 Mio. Euro
- Ausblick 2026: Umsatz 790–825 Mio. Euro (+2 bis +6 %)
- Schlusskurs Freitag: 5,99 Euro
- 12-Monats-Performance: -41,62 %
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch (13,42 Euro): -55,37 %
Ziele für 2025 knapp erfüllt
TeamViewer erreicht die im Herbst gesenkten Jahresziele nahezu punktgenau. Der Umsatz für 2025 liegt vorläufig bei etwa 767 Mio. Euro, was einem währungsbereinigten Plus von rund 5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit bleibt das Wachstum moderat, aber stabil.
Besonders wichtig ist die Profitabilität: Die bereinigte EBITDA-Marge kommt wie angekündigt bei rund 44 % heraus. Das Management zeigt damit, dass es trotz schwierigem Umfeld die Kosten im Griff behält. Die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) von ungefähr 760 Mio. Euro unterstreichen die Bedeutung des Abo-Modells für die Planbarkeit der Erlöse.
Operativ meldet das Unternehmen ein „anhaltend starkes“ Enterprise-Geschäft, während sich die SMB-Sparte im Rahmen der Erwartungen bewegt. Die Mischung aus solider Großkundennachfrage und stabilen kleineren Kundenbeziehungen stützt das aktuelle Zahlenwerk.
Charttechnik: Erholung mit Fragezeichen
Technisch betrachtet sendet die Aktie ein erstes vorsichtig positives Signal. Mit dem Anstieg zum Wochenschluss konnte der Kurs die 50-Tage-Linie bei etwa 5,78 Euro überwinden. Der Schlusskurs von 5,99 Euro liegt damit leicht darüber, was kurzfristig für die Käufer spricht.
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Gleichzeitig bleibt das langfristige Bild schwach. Auf 12-Monats-Sicht summiert sich das Minus auf über 40 %, der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 13,42 Euro beträgt gut 55 %. Der Kurs notiert deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 8,59 Euro, was den übergeordneten Abwärtstrend bestätigt. Solange keine stabile Basis deutlich oberhalb von 7 Euro entsteht, bleibt die übergeordnete Tendenz brüchig.
Der RSI über 14 Tage liegt bei 27,6 und signalisiert einen überverkauften Zustand. In Kombination mit den stabilen Zahlen bietet das zumindest Spielraum für technische Gegenbewegungen.
Analysten und Shortseller: Spannungsfeld für den Kurs
Auf Analystenseite kommt nach den vorläufigen Zahlen Unterstützung. Barclays bestätigt das Rating „Overweight“ und hält am Kursziel von 8,50 Euro fest. Zwar blieb der Umsatz im vierten Quartal geringfügig unter den Konsensschätzungen, doch die bestätigte Margenstärke wird als wichtiger Stützpfeiler für die Bewertung gesehen.
Parallel dazu bleibt die Aktie ein beliebtes Ziel von Shortsellern. Hedgefonds wie AQR Capital Management halten nennenswerte Netto-Leerverkaufspositionen. Diese Konstellation erhöht die Schwankungsanfälligkeit: Positive Nachrichten oder technische Signale können Eindeckungskäufe auslösen und kurzfristige Kursbewegungen verstärken.
Ausblick 2026: Vorsichtiges Wachstum
Für 2026 kalkuliert das Management mit weiterem, aber begrenztem Wachstum. Der Umsatz soll auf 790 bis 825 Mio. Euro zulegen, was einem Plus von etwa 2 bis 6 % entspricht. Die Prognose fällt damit bewusst konservativ aus. Sie spiegelt die Unsicherheiten im Umfeld wider, lässt aber gleichzeitig wenig Raum für größere Enttäuschungen.
Damit zeichnet sich ein klares Bild ab: Operativ liefert TeamViewer solide, wenn auch nicht spektakuläre Fortschritte, während die Aktie nach dem Kursverfall der vergangenen zwölf Monate auf der Suche nach einem tragfähigen Boden ist. Entscheidend für die nächsten Monate wird sein, ob es gelingt, das moderate Wachstum und die hohe Profitabilität mit weiteren konkreten Fortschritten zu untermauern und damit den Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt Schritt für Schritt zu verkleinern.
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