Energiekontor Aktie: Pipeline im Fokus

Energiekontor bestätigt die Jahresprognose dank eines starken Abschlussquartals und einer historisch großen Projektpipeline. Der Fokus liegt nun auf der Umsetzung der Projekte für die Jahre 2026 und 2027.

Kurz zusammengefasst:
  • Historisch hohe Projektpipeline mit 640 Megawatt
  • Ergebnisprognose für 2025 bestätigt und stabilisiert
  • Aktienkurs zeigt erste Erholung vom Jahrestief
  • Strategie aus Projektverkäufen und Eigenbestand bleibt

Nach einem schwierigen Jahr 2025 liefert Energiekontor nun Zahlen, die den Blick klar auf die kommenden Jahre richten. Eine rekordhohe Projektpipeline und ein starker Jahresendspurt nehmen dem Markt einen Teil der Sorgen. Entscheidend wird jetzt, ob das Unternehmen diesen Auftragsberg zügig in Erträge verwandeln kann.

Rekord-Pipeline schafft Sichtbarkeit

Der zentrale Treiber für die neue Zuversicht ist die Projektpipeline. Energiekontor meldet aktuell 21 Projekte mit rund 640 Megawatt (MW) Nennleistung, die sich im Bau oder in der Bauvorbereitung befinden – so viel wie nie zuvor in der Firmengeschichte.

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Für Investoren bedeutet diese Fülle vor allem Planbarkeit. Projektentwickler erzielen ihre wesentlichen Erlöse typischerweise erst mit Baufortschritt oder Fertigstellung. Das aktuelle Volumen legt daher nahe, dass die operative Schwächephase aus 2025 ab den Jahren 2026 und 2027 deutlich abklingen könnte. Ein Großteil der Projekte soll genau in diesem Zeitraum ergebniswirksam werden.

Wichtige Eckpunkte der aktuellen Pipeline und Aktivitäten:

  • Rund 640 MW in Bau/Bauvorbereitung – historischer Höchststand
  • 21 laufende Projekte, überwiegend mit Wirkung auf 2026/2027
  • Strategisches Ziel: Ausbau des Eigenbestandsportfolios auf mittelfristig 650 MW

Diese Kombination aus Projektvolumen und klar definiertem Ausbauziel bildet den Kern der aktuellen Neubewertungsthese am Markt.

Jahresendspurt stabilisiert 2025-Ergebnis

Neben der Pipeline sorgte vor allem ein robuster Endspurt 2025 für Erleichterung. Kurz vor dem Jahreswechsel gelang der Verkauf von zwei Windparks mit zusammen über 90 MW Leistung. Zugleich erreichten weitere Projekte den sogenannten Financial Close, also die verbindliche Finanzierungszusage.

Diese Transaktionen waren entscheidend, um die im Oktober gesenkte Prognose doch noch zu erreichen. Das Management bestätigt nun ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 30 bis 40 Millionen Euro für 2025. Zuvor hatte Energiekontor eine deutlich höhere Spanne von bis zu 90 Millionen Euro in Aussicht gestellt und dann zurücknehmen müssen. Mit der aktuellen Bestätigung gilt das Risiko einer weiteren Gewinnwarnung für 2025 als weitgehend ausgeräumt.

Die operativen Kennzahlen für 2025 unterstreichen die Dynamik hinter den Zahlen:

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  • Verkaufsvolumen: 209 MW veräußerte Projekte (Vorjahr: 51 MW)
  • Finanzierung: 14 Projekte mit über 350 MW erreichten den Financial Close
  • Geschäftsmodell: Mischung aus Projektverkäufen und Ausbau des Eigenbestands bleibt Kernstrategie

Insbesondere das stark gestiegene Verkaufsvolumen zeigt, dass sich die Nachfrage nach Wind- und Solarprojekten bei institutionellen Investoren in Schottland und Deutschland intakt präsentiert.

Kursbild: Erholung aus dem Tief

An der Börse hat sich die Aktie nach der Prognosesenkung im Herbst 2025 zunächst deutlich geschwächt, versucht nun aber eine Bodenbildung. Gestern schloss der Titel bei 37,80 Euro. Auf Wochensicht ergibt sich ein Plus von gut 5 %, im 30-Tage-Vergleich sogar von rund 13 %.

Im längeren Rückblick bleibt jedoch ein klarer Rückgang: Auf Sicht von zwölf Monaten liegt die Aktie etwa 26 % im Minus. Vom 52‑Wochen‑Hoch bei 61,80 Euro ist der Kurs mit einem Abstand von rund 39 % noch deutlich entfernt, vom Tief bei 30,95 Euro aber bereits mehr als 20 % aufgerückt. Charttechnisch spiegelt das eine Erholungsbewegung innerhalb eines übergeordnet schwächeren Trends wider.

Auffällig ist zudem:

  • Der Kurs liegt mit etwa 10 % über dem 50‑Tage‑Durchschnitt (34,33 Euro)
  • Gleichzeitig notiert die Aktie gut 9 % unter dem 200‑Tage‑Durchschnitt (41,77 Euro)
  • Der 14‑Tage‑RSI von 20,8 signalisiert ein deutlich überverkauftes Niveau

Diese Kombination aus technischer Erholung und nach wie vor gedrückter Bewertung unterstützt die These einer laufenden Bodenbildung, ohne dass von einer durchgezogenen Trendwende gesprochen werden kann.

Ausblick: Umsetzung entscheidet

Nach der bereinigten Prognose und dem stabilisierten 2025-Ergebnis verschiebt sich der Fokus nun klar auf die Exekution der Pipeline. Die 640 MW im Bau oder in Vorbereitung sind eine starke Ausgangsbasis – sie müssen jedoch ohne größere Verzögerungen fertiggestellt oder gewinnbringend verkauft werden, damit sich der erwartete Ergebnisschub in den Jahren 2026 und 2027 materialisiert.

Das strategische Modell mit zwei Säulen bleibt dabei unverändert:
Einerseits sorgen Projektverkäufe für kurzfristige Ergebnisbeiträge, andererseits liefert der kontinuierliche Ausbau des Eigenbestands einen stetigen Cashflow. Der erfolgreiche Abschluss von Projekten in Kernmärkten wie Deutschland und Schottland zeigt, dass Energiekontor nach wie vor Abnehmer für seine Anlagen findet.

Unter dem Strich hat das Unternehmen mit Rekord-Pipeline und starkem Jahresendspurt das Negativszenario einer weiteren deutlichen Gewinnenttäuschung abgewendet. Die bestätigte Ergebnisprognose für 2025 nimmt den unmittelbaren Druck vom Kurs. Entscheidend für die nächsten Quartale wird sein, ob Energiekontor den aktuellen Projektberg wie geplant in Erträge überführen kann und damit ab 2026 wieder näher an das frühere Wachstumstempo heranrückt.

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