Siemens Aktie: Rückkäufe gegen Zollsorgen
Siemens setzt sein Aktienrückkaufprogramm fort, während Analysten das Kursziel aufgrund neuer US-Zölle senken. Der Konzern meldet zugleich starke operative Zahlen.

Kurz zusammengefasst
- Goldman Sachs senkt Kursziel auf 245 Euro
- Starke operative Zahlen im ersten Quartal
- Neue US-Zölle belasten Margenperspektive
- Rückkäufe stützen Aktienkurs bei 214 Euro
Der Technologiekonzern sammelt derzeit im Eiltempo eigene Papiere über die Börse ein. Während das Management mit dem konsequenten Rückkaufprogramm Stärke demonstriert, wachsen am Markt die Bedenken über neue Handelsbarrieren. Ein spürbar gesenktes Kursziel von Goldman Sachs verdeutlicht das aktuelle Spannungsfeld zwischen operativem Rückenwind und geopolitischen Risiken.
Aktienrückkäufe als Kursstütze
Allein in der ersten Aprilwoche erwarb die beauftragte Bank knapp 320.000 eigene Anteilscheine zu Kursen um 210 Euro. Seit Beginn des Programms im Februar 2024 summieren sich die Käufe auf über 24,7 Millionen Stück. Diese kontinuierliche Umsetzung wirkt als Stabilisator für den Titel, der mit rund 214 Euro derzeit unter seiner 200-Tage-Linie notiert.
Goldman Sachs reagierte kürzlich auf das veränderte Marktumfeld. Die Investmentbank behält zwar ihre Kaufempfehlung bei, reduzierte das Kursziel jedoch deutlich von 286 auf 245 Euro. Verantwortlich für diese Anpassung ist die Einigung zwischen der EU und den USA auf einen Zollsatz von 15 Prozent für europäische Exporte. Für Siemens stellt dies einen direkten Kostenfaktor dar, da der Konzern im großen Stil Automatisierungstechnik und Infrastrukturlösungen in die Vereinigten Staaten liefert.
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Starkes Fundament trotz Gegenwind
Operativ lieferte der Industrieriese zuletzt überzeugende Argumente und hob nach einem starken Jahresauftakt sogar die Prognose an. Die Eckdaten des abgelaufenen ersten Quartals im Überblick:
- Industriegewinn: +15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro
- Auftragseingänge: +10 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro
- Segment Digital Industries: +37 Prozent Wachstum
- Auftragsbestand: Rekordwert von 120 Milliarden Euro
Besonders die Sparte Digital Industries profitierte massiv von neuen Rechenzentrum-Deals im Volumen von 1,8 Milliarden Euro. Flankiert werden diese Zahlen von einem personellen Wechsel an der Finanzspitze. Zum 1. April übernahm Veronika Bienert das CFO-Ressort von Ralf P. Thomas. Ihr Fokus liegt nun auf der weiteren Cashflow-Optimierung im Rahmen der Konzernstrategie.
Ob die angehobene Jahresprognose von 10,70 bis 11,10 Euro je Aktie dem neuen Handelsdruck aus den USA standhält, klärt sich im kommenden Monat. Konkrete Zahlen zu den Margenbelastungen durch die Zölle liefert Siemens am 13. Mai mit der Vorlage der Ergebnisse für das zweite Quartal. Bis dahin dürften die laufenden Aktienkäufe des Unternehmens den Kurs nach unten absichern.
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