Almonty Industries Aktie: Sangdong liefert, Kosten steigen
Almonty Industries hat die strategisch wichtige Sangdong-Mine in Betrieb genommen und profitiert von hohen Wolframpreisen. Die Expansion ist jedoch mit steigenden Verlusten verbunden.

Kurz zusammengefasst
- Produktionsstart der Sangdong-Mine in Südkorea
- Wolframpreise durch Exportbeschränkungen stark gestiegen
- Hohe Verwaltungskosten führen zu EBITDA-Verlust
- Aktienkurs verzeichnet enormes Jahresplus
Der Wolfram-Produzent Almonty Industries hat mit der Inbetriebnahme der Sangdong-Mine in Südkorea einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Genau zur richtigen Zeit, denn asiatische Halbleiterhersteller warnen vor akuten Engpässen, während China seine Exportkontrollen für kritische Mineralien verschärft. Allerdings zeigt ein Blick auf die jüngste Bilanz, dass der Weg vom strategischen Potenzial zum profitablen Geschäft teuer ist.
Perfektes Timing am Wolfram-Markt
Die Rahmenbedingungen für den Produktionsstart im März 2026 könnten kaum brisanter sein. China kontrolliert derzeit über 80 Prozent des weltweiten Wolfram-Angebots und drosselt die Exporte. Gleichzeitig verbieten die USA ab 2027 den Import des Metalls aus China für Rüstungsgüter. Diese Verknappung treibt die Notierungen massiv nach oben. Der Spotpreis für Wolfram-APT kletterte im Zwölfmonatsdurchschnitt bis Mitte März um 534 Prozent auf 2.250 US-Dollar pro metrischer Tonnen-Einheit. Von dieser Entwicklung profitiert das Unternehmen, dessen Produkte bereits seit April 2025 von US-Strafzöllen befreit sind.
Kapazitäten wachsen rasant
Nach über 30 Jahren Stillstand verarbeitet die Sangdong-Mine in der ersten Phase nun jährlich etwa 640.000 Tonnen Erz zu rund 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat. Ein geplanter Ausbau im Jahr 2027 soll diese Kapazität verdoppeln. Bei Vollauslastung beider Phasen könnte der Standort schätzungsweise 40 Prozent der weltweiten Nachfrage außerhalb Chinas decken.
Parallel dazu treibt das Management das Gentung Browns Lake Projekt in Montana voran. Hier peilt Almonty für die zweite Jahreshälfte 2026 die Produktionsreife an, um den nordamerikanischen Markt direkt zu bedienen.
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Hohe Ausgaben belasten die Bilanz
Finanziell steht das Unternehmen auf einem soliden Fundament. Nach einer Kapitalerhöhung im Dezember belaufen sich die Barreserven auf 268,4 Millionen CAD. Diese Mittel sind für die weitere Expansion fest eingeplant. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz zwar um 13 Prozent auf 32,5 Millionen CAD an. Gleichzeitig verbuchte Almonty jedoch einen bereinigten EBITDA-Verlust von 17 Millionen CAD. Verantwortlich dafür war in erster Linie ein sprunghafter Anstieg der allgemeinen und administrativen Kosten um 231 Prozent. Die Aktie spiegelt die operativen Fortschritte dennoch wider und verzeichnete auf Sicht von zwölf Monaten ein beachtliches Plus von rund 643 Prozent.
Mehrere Analysten haben ihre Einschätzungen angesichts der Marktlage kürzlich aktualisiert:
– DA Davidson: Kursziel 25,00 USD
– B. Riley Financial: Kursziel 23,00 USD („Buy“)
– Oppenheimer: Kursziel 19,00 USD
– Diamond Equity Research: EPS-Schätzung für 2026 auf 0,45 USD angehoben
Die aktuelle Marktbewertung stützt sich nun primär auf die operative Umsetzung. Das Management muss in den kommenden Quartalen beweisen, dass die Sangdong-Mine die anvisierten Produktionsvolumina zuverlässig und konstant erreicht, um die hohen Vorlaufkosten durch entsprechende Einnahmen auszugleichen.
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