Nach einer turbulenten Woche zwischen drastischen Analyst-Downgrades und optimistischen Gegenstimmen erobern die Käufer bei Adidas das Ruder zurück. Der Sportartikelhersteller durchbricht zum Wochenausklang eine entscheidende technische Hürde – und sendet damit ein erstes Warnsignal an die Bären.
Die wichtigsten Fakten:
– Aktie durchbricht 50-Tage-Linie dynamisch nach oben
– Kursziel-Schere zwischen Analysten: 270 Euro (Bernstein) vs. drastische BofA-Herabstufung
– WM 2026 als strategischer Katalysator im Fokus
– Neuer Trainingsschuh „Dropset 4“ stärkt Produktpipeline
Befreiungsschlag über wichtiger Durchschnittslinie
Der charttechnische Befreiungsschlag gelingt beim Kurs von rund 168 Euro. Die psychologisch und technisch bedeutsame 50-Tage-Linie bei 164,35 Euro wurde dynamisch nach oben durchbrochen – ein klassisches kurzfristiges Kaufsignal. Die nächste Hürde wartet nun bei 170 Euro. Ein nachhaltiges Überwinden dieser Marke würde das kurzfristige Momentum bestätigen.
Allerdings bleibt die übergeordnete Perspektive angespannt. Die Aktie handelt weiterhin mit deutlichem Abstand zur 200-Tage-Linie und befindet sich im langfristigen Abwärtstrend. Der RSI notiert bei 41,1 Punkten und signalisiert damit neutrales Terrain ohne Überhitzung.
Analysten im Clinch: 270 Euro oder Abwärtsspirale?
Die Volatilität der vergangenen Tage speist sich aus fundamental gegensätzlichen Einschätzungen. Während die Bank of America zu Wochenbeginn mit einem „Doppel-Downgrade“ für Verunsicherung sorgte, kontert Bernstein Research mit einer klaren „Outperform“-Empfehlung und einem ambitionierten Kursziel von 270 Euro.
Diese Diskrepanz – Skepsis gegen Optimismus – zwingt Anleger in ein Spannungsfeld zwischen Inflationssorgen und der Hoffnung auf eine margenstarke Erholung im Sportjahr 2026. Die hohe annualisierte Volatilität von knapp 72 Prozent spiegelt diese Unsicherheit präzise wider.
WM 2026 als strategischer Trumpf
Operative Impulse liefert der Konzern durch den gestrigen Launch des Trainingsschuhs „Dropset 4“. Wichtiger dürfte jedoch die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sein. Berichten zufolge laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Adidas ergreift frühzeitig Maßnahmen gegen Markenrechtsverletzungen, um das kommerzielle Potenzial des Turniers maximal abzuschöpfen.
Für einen margenschwachen Konzern könnte das Großereignis zum entscheidenden Katalysator werden – vorausgesetzt, die operative Umsetzung gelingt reibungslos.
Kurzfristig haben die Bullen das Momentum auf ihrer Seite. Ob daraus eine nachhaltige Trendwende erwächst, entscheidet sich daran, ob das Niveau um 168 Euro verteidigt und die 170-Euro-Marke in den kommenden Tagen attackiert werden kann.
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