Amazon Aktie: Führungskrise im Chip-Labor
Zwei Führungskräfte verlassen Amazons Halbleiterabteilung Annapurna Labs, während das Unternehmen Milliarden in eigene KI-Chips investiert. Die Aktie verliert seit Jahresbeginn.

Kurz zusammengefasst
- Zwei Top-Manager verlassen Chip-Entwicklung Annapurna Labs
- Massive Investitionen in KI-Infrastruktur und eigene Chips
- AWS erzielt weiterhin starkes Umsatzwachstum
- Aktienkurs zeigt deutliche Verluste seit Jahresbeginn
Innerhalb von sieben Monaten hat Amazons interne Halbleiterabteilung Annapurna Labs zwei leitende Mitarbeiter verloren. Nach dem Abgang von Rami Sinno im August 2025 hat nun auch Gadi Hutt, Director of Product, das Unternehmen verlassen – und das ausgerechnet in einer Phase, in der Amazon massiv auf eigene KI-Chips setzt.
Milliarden-Investitionen unter Druck
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 hat Amazon Investitionen von rund 200 Milliarden Dollar eingeplant – ein deutlicher Sprung gegenüber den 131,8 Milliarden Dollar aus 2025. Das Geld fließt in KI-Infrastruktur, eigene Chip-Entwicklung und Satellitenprojekte. Ob die Personalabgänge bei Annapurna Labs die Umsetzung dieser Strategie verzögern, bleibt offen.
Der Kurs steht seit Jahresbeginn unter Druck und hat rund zehn Prozent verloren. Neben den internen Entwicklungen belasten auch makroökonomische Faktoren: steigende Energiepreise – Brent-Rohöl kletterte Ende März über 115 Dollar pro Barrel – sowie geopolitische Unsicherheiten haben das Sentiment für wachstumsstarke Tech-Werte zuletzt belastet.
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AWS bleibt das Fundament
Das Kerngeschäft liefert trotzdem solide Zahlen. AWS erzielte im vierten Quartal 2025 einen Umsatz von 35,58 Milliarden Dollar, ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Werbesparte legte im gleichen Zeitraum um 23 Prozent auf 21,32 Milliarden Dollar zu.
CEO Andy Jassy hat die langfristige Umsatzprognose für AWS kürzlich auf 600 Milliarden Dollar bis 2036 angehoben – das entspricht einer Verdoppelung des bisherigen Ziels von 300 Milliarden Dollar. Grundlage dieser Erwartung ist die zunehmende Integration generativer KI in Unternehmensanwendungen.
Für das erste Quartal 2026 erwartet Amazon einen Umsatz zwischen 173,5 und 178,5 Milliarden Dollar, das operative Ergebnis soll zwischen 16,5 und 21,5 Milliarden Dollar liegen. Analysten bewerten die Aktie im Schnitt mit einem Kursziel von 286,66 Dollar – das entspräche vom aktuellen Niveau aus einem erheblichen Aufwärtspotenzial.
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