Beyond Meat muss gleich zwei Baustellen managen: Eine Sammelklage wegen mutmaßlichen Wertpapierbetrugs geht in eine entscheidende Phase, während die Aktie zuletzt durch Short-Squeeze-Dynamiken extrem schwankte. Für Anleger prallen damit Rechtsrisiken und kurzfristige Trading-Effekte aufeinander. Worauf kommt es jetzt konkret an?
Wichtige Termine
– In rund zwei Wochen: Erwartete Zahlenvorlage für Q4 2025 (Schätzung: 25. Februar)
– In gut sechs Wochen: Frist für Anträge als Lead Plaintiff in der Sammelklage (24. März)
Sammelklage: Frist läuft
Die Sammelklage betrifft Käufe von Aktien im Zeitraum 27. Februar 2025 bis 11. November 2025. Laut einer Mitteilung der Rosen Law Firm von gestern müssen Investoren, die als federführender Kläger („Lead Plaintiff“) auftreten wollen, ihren Antrag bis spätestens 24. März beim Gericht einreichen.
Inhaltlich wirft die Klage dem Unternehmen „wesentlich falsche und irreführende“ Aussagen im Klagezeitraum vor. Zentraler Punkt: Der Buchwert bestimmter langfristiger Vermögenswerte soll über dem Fair Value gelegen haben – wodurch eine wesentliche, nicht zahlungswirksame Wertminderung (Impairment) sehr wahrscheinlich geworden sei. Zusätzlich heißt es, diese Situation habe die Fähigkeit beeinträchtigt, periodische Berichte bei der US-Börsenaufsicht SEC fristgerecht einzureichen.
Der Ablauf der Vorwürfe
Aus Gerichtsunterlagen (Robbins Geller Rudman & Dowd LLP) wird eine konkrete Abfolge genannt:
- 24. Oktober 2025: Vorläufige Q3-Zahlen und Hinweis auf eine erwartete wesentliche, nicht zahlungswirksame Wertminderung
- 3. November 2025: Ankündigung einer Verzögerung bei der Vorlage der Q3-Finanzergebnisse
- 10. November 2025: Meldung eines operativen Verlusts in Q3 2025 von 112,3 Mio. US-Dollar, darin enthalten 77,4 Mio. US-Dollar an nicht zahlungswirksamen Wertminderungen
Short Squeeze: Kursausschläge als Treiber
Parallel zur juristischen Lage zeigte die Aktie außergewöhnliche Volatilität. Laut einem Q4-Investorenbrief von Deep Sail Capital, auf den Yahoo Finance am 5. Februar verwies, erzielte der Titel während eines Short-Squeeze-Ereignisses im vierten Quartal 2025 innerhalb weniger Tage eine Rendite von 350%.
Als Hintergrund wird eine extrem hohe Short-Quote genannt: Ortex-Daten (zitiert im Oktober 2025) bezifferten das Short Interest auf 109% des Free Floats – also mehr leerverkaufte Aktien, als frei handelbar gewesen sein sollen. Solche Konstellationen können bei Eindeckungen abrupte Kurssprünge auslösen.
Zahlen: Verluste und vorsichtiger Ausblick
Die jüngsten Quartale zeigen anhaltenden Ergebnisdruck (Umsatz / EPS gemeldet vs. Schätzung):
- Q3 2025: 70,22 Mio. US-Dollar / -0,47 vs. -0,42
- Q2 2025: 74,96 Mio. US-Dollar / -0,40 vs. -0,38
- Q1 2025: 68,73 Mio. US-Dollar / -0,67 vs. -0,47
Dazu kam ein Ausblick, der unter den damaligen Erwartungen lag: Für Q4 2025 stellte das Unternehmen 60 bis 65 Mio. US-Dollar Umsatz in Aussicht, gegenüber einer damaligen Konsensschätzung von 69,7 Mio. US-Dollar.
Als nächster Fixpunkt gelten die erwarteten Q4-2025-Zahlen am 25. Februar. Sie dürften zeigen, wie stark die Wertminderungen nachwirken und ob sich der Umsatz im Rahmen der eigenen Prognose bewegt.
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