SAP startet schwach ins Börsenjahr 2026. Nach einer bereits schwierigen Phase im Herbst hat der DAX-Konzern zum Jahresauftakt sein 52-Wochen-Tief erreicht und steht charttechnisch an einer sensiblen Schwelle. Entscheidend ist nun, ob die Käuferseite rechtzeitig in den Markt zurückkehrt.
Die Fakten im Überblick
- Schlusskurs Freitag: 201,95 €
- Wochenveränderung: -16,18 %
- 52-Wochen-Hoch: 280,40 € (Abstand rund -28 %)
- 52-Wochen-Tief: 201,95 € (aktuell erreicht)
- Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt: -14,67 %
- Quartalszahlen erwartet am 29. Januar 2026
Charttechnik: Druck am Jahrestief
Der Jahresauftakt verläuft für die Aktie eindeutig negativ. Am Freitag fiel der Kurs um 3,07 % auf 201,95 € und markierte damit zugleich das neue 52-Wochen-Tief. Damit summiert sich das Minus innerhalb der letzten sieben Handelstage auf mehr als 16 % – ein klarer Hinweis auf anhaltenden Verkaufsdruck.
Im größeren Bild setzt sich damit ein Korrekturtrend fort, der das Papier deutlich von seinen Höchstständen entfernt hat. Vom 52-Wochen-Hoch bei 280,40 € trennen den Titel inzwischen knapp 28 %. Auch technisch wirkt das Bild angeschlagen: Der Kurs liegt rund 4,8 % unter dem 50-Tage-Durchschnitt und fast 15 % unter der 200-Tage-Linie, was den bestehenden Abwärtstrend unterstreicht.
Der RSI von 51,8 signalisiert dabei weder eine klare Überkauft- noch Überverkauft-Situation. Das legt nahe, dass der jüngste Rückgang eher einem laufenden Trend folgt als einer extremen Übertreibung nach unten.
Zwischen Nervosität und Erwartungen
Die zentrale Frage lautet derzeit: Kann der Bereich um das frische 52-Wochen-Tief kurzfristig als Halt dienen oder verstärkt ein Bruch dieser Marke den Abwärtssog? Charttechnisch ist der Bereich um 200 € eine wichtige psychologische Schwelle. Ein weiteres Abrutschen darunter könnte zusätzliche technische Verkaufssignale auslösen und Trendfolger anziehen.
Gleichzeitig rückt die fundamentale Seite stärker in den Fokus. SAP wird voraussichtlich am 29. Januar 2026 die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorlegen. Im dritten Quartal hatte der Konzern noch solide Kennziffern präsentiert, doch das derzeitige Marktumfeld reagiert empfindlich auf jede Form von Enttäuschung. Für das laufende Jahr wird im Markt mit einer Dividende von rund 2,40 € je Aktie gerechnet – ein Wert, der vor dem Hintergrund der Kursentwicklung neu eingeordnet werden dürfte.
Die erhöhte 30-Tage-Volatilität von annualisiert über 68 % zeigt zudem, wie schwankungsanfällig der Titel aktuell ist. Kurzfristige Bewegungen nach oben wie nach unten sind damit wahrscheinlicher als in ruhigeren Marktphasen.
Ausblick: Chartmarken und Termin im Fokus
Zum Jahresauftakt befindet sich die SAP Aktie klar im Abwärtstrend, belastet durch den Rutsch auf ein neues 52-Wochen-Tief und den deutlichen Abstand zu den langfristigen Durchschnitten. Kurzfristig bleibt der Bereich um 200 € die entscheidende Marke: Hält dieser Boden, wäre zumindest eine technische Gegenbewegung möglich. Gelingt das nicht, dürften die Blicke sich rasch auf tiefere Kursregionen richten.
Fundamental rückt nun der 29. Januar 2026 in den Mittelpunkt. Die Quartalszahlen werden zeigen müssen, ob SAP die aktuelle Skepsis am Markt kontern kann oder ob der Druck auf den Kurs bestehen bleibt.
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