Gold: Bullen warten auf das Signal

Der Goldpreis bewegt sich in einer engen Handelsspanne, da Entspannung im Iran-Konflikt und starke US-Arbeitsmarktdaten gegenläufige Signale senden. Die strukturelle Nachfrage von Zentralbanken bleibt intakt.

Eduard Altmann ·
Goldpreis LBMA Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Gold korrigiert nach Erreichen eines Märzhochs
  • Entspannung im Iran-Konflikt dämpft Eskalationsprämie
  • Starker US-Arbeitsmarkt und hohe Renditen bremsen Gold
  • Zentralbankkäufe aus Schwellenländern stützen den Markt

Gold handelt aktuell in einer engen Spanne zwischen rund 4.600 und 4.700 Dollar je Unze — nach einer Korrektur von etwa 3,2 Prozent vom Märzhoch bei 4.800 Dollar. Zwei gegenläufige Kräfte halten den Markt in der Schwebe: mögliche diplomatische Fortschritte im US-Iran-Konflikt auf der einen Seite, steigende US-Staatsanleiherenditen und ein starker Arbeitsmarkt auf der anderen.

Warum der Markt nicht vom Fleck kommt

Präsident Trump soll seinen Beratern signalisiert haben, die Konfrontation mit dem Iran beenden zu wollen — auch ohne vollständige Wiederherstellung der Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Iranische Quellen deuten an, dass Präsident Pezeshkian unter bestimmten Bedingungen einer Einigung zustimmen könnte. Diese Entspannungssignale stützen Gold als sicheren Hafen, begrenzen die Gewinne aber gleichzeitig: Wer auf Eskalation gesetzt hatte, reduziert nun Positionen.

Gegenwind kommt vom Anleihemarkt. Die 10-Jahres-Rendite liegt stabil bei 4,85 Prozent. Der März-Jobbericht überraschte mit 178.000 neuen Stellen — weit über den Prognosen von 59.000 bis 65.000. Laut CME FedWatch besteht keine Chance auf eine Zinssenkung im April. Ein starker Dollar und hohe Renditen machen Gold als zinslose Anlage weniger attraktiv.

Das heute veröffentlichte FOMC-Protokoll dürfte zeigen, wie die Fed die jüngste Arbeitsmarktstärke einordnet — und ob sie die Erwartungen an künftige Zinssenkungen weiter dämpft.

Institutionelle Nachfrage als Fundament

Trotz der kurzfristigen Unsicherheit bleibt die strukturelle Nachfrage intakt. Zentralbanken aus Schwellenländern kaufen laut Prognosen rund 60 Tonnen Gold pro Monat — für das Gesamtjahr 2026 werden 755 bis 850 Tonnen erwartet. Die chinesische Zentralbank baut ihre Reserven seit 16 aufeinanderfolgenden Monaten aus. Diese Käufe federn die Abflüsse aus westlichen Gold-ETFs ab, die im März Rücknahmen von rund 11 bis 12 Milliarden Dollar verzeichneten.

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Auch die nicht-kommerziellen Netto-Long-Positionen sind um 28 Prozent gegenüber dem Märzhoch gefallen — ein Zeichen, dass spekulatives Kapital den Markt verlassen hat. Das reduziert das Rückschlagrisiko, dämpft aber auch den Aufwärtsdruck.

Charttechnik und Ausblick

Technisch entscheidend ist die Marke von 4.631 Dollar, wo das 0,382-Fibonacci-Level auf eine steigende Trendlinie trifft. Hält diese Unterstützung, bleibt die übergeordnete Erholung intakt. Ein Tagesschluss darunter öffnet den Weg in Richtung 4.577 Dollar und möglicherweise bis zur 4.500-Dollar-Marke. Nach oben gilt der 200-Tage-Durchschnitt bei 4.704 Dollar als Schlüsselwiderstand — erst ein Ausbruch darüber würde den Weg zur 4.805-Dollar-Zone freimachen.

Morgen stehen weitere marktbewegende Daten an: US-BIP für Q4, der Core-PCE-Preisindex für Februar sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung. Mittelfristig bleiben die großen Häuser bullish — J.P. Morgan sieht Gold bis Ende 2026 bei 6.300 Dollar, Wells Fargo hält eine Spanne von 6.100 bis 6.300 Dollar für realistisch.

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