Almonty Aktie: Hintergrundinformationen teilen
Der Wolframproduzent meldet höhere Erlöse, doch ein bilanzieller Sondereffekt führt zu einem massiven Nettoverlust und Verkäufen. Die operative Stärke und die Finanzierung der Schlüsselprojekte bleiben intakt.

Kurz zusammengefasst
- Historisch hohe Wolframpreise treiben Umsatz an
- Buchhalterischer Effekt verursacht großen Bilanzverlust
- Liquide Mittel sichern Ausbau der Sangdong-Mine
- Aktienkurs fällt trotz guter operativer Daten
Almonty Industries hat im abgelaufenen Geschäftsjahr von historisch hohen Wolframpreisen profitiert und den Umsatz spürbar gesteigert. Dennoch reagieren Anleger am Dienstag mit deutlichen Verkäufen auf den jüngsten Finanzbericht. Ein massiver Nettoverlust in der Bilanz sorgt für Verunsicherung, auch wenn ein genauerer Blick auf die Zahlen ein völlig anderes Bild der operativen Stärke zeichnet.
Buchhalterischer Effekt verzerrt Bilanz
Auf den ersten Blick wirkt der gemeldete Jahresfehlbetrag von 161,9 Millionen Kanadischen Dollar (CAD) alarmierend. Die Ursache für dieses Minus liegt allerdings nicht im operativen Geschäft, sondern in der Buchhaltung. Durch den massiven Kursanstieg der Aktie im Jahr 2025 mussten eingebettete Derivate und Wandelanleihen neu bewertet werden. Allein dieser nicht zahlungswirksame Effekt belastete das Ergebnis mit 87,3 Millionen CAD. Die tatsächliche Liquidität des Unternehmens bleibt davon unberührt.
Ein berechtigter Kritikpunkt der Investoren sind die stark gestiegenen Verwaltungskosten. Diese kletterten im Gesamtjahr auf 20,5 Millionen CAD. Verantwortlich dafür sind vor allem rechtliche und regulatorische Gebühren im Zuge der Nasdaq-Notierung und der jüngsten Kapitalmaßnahme. Gleichzeitig sorgt genau diese Finanzierungsrunde für ein massives Polster. Mit liquiden Mitteln in Höhe von 268,4 Millionen CAD zum Jahresende ist die Finanzierung des laufenden Hochlaufs der Sangdong-Mine in Südkorea gesichert.
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Sangdong-Mine bleibt der Schlüssel
Operativ profitiert das Unternehmen von einem extrem starken Marktumfeld. Der durchschnittliche Preis für Wolfram-APT schoss deutlich nach oben, was den Jahresumsatz auf 32,5 Millionen CAD trieb. Zusätzlich wurden Erlöse von 3,1 Millionen CAD in das erste Quartal 2026 verschoben, was dem kommenden Bericht Rückenwind verleihen wird. Nach der monatelangen Rallye nahmen Anleger nun Gewinne mit, was den Kurs am Dienstag um 12,28 Prozent auf 20,36 CAD drückte.
Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von über 18 ist eine makellose operative Ausführung bereits in die Bewertung eingepreist. Für die kommenden Monate liegt der Fokus der Märkte nun ausschließlich auf der Sangdong-Mine. Das Unternehmen muss beweisen, dass die Anlage im laufenden Jahr ihre geplante Nennkapazität von 640.000 Tonnen Erz zuverlässig und konstant erreicht, um die hohen Erwartungen der Börse zu rechtfertigen.
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