ASML hat am 9. März 2026 die Agenda für die Hauptversammlung am 22. April veröffentlicht. Neben der Ernennung eines neuen Chief Technology Officers zum Vorstand stehen weitere personelle Änderungen im Aufsichtsrat an. Die Ankündigungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie unter Druck steht und die Wachstumsaussichten für 2026 mit Vorsicht betrachtet werden.
CTO rückt in den Vorstand auf
Marco Pieters, seit über 25 Jahren bei ASML und zuletzt als Executive Vice President für den Bereich Applications tätig, soll für vier Jahre in den Vorstand berufen werden. Die formale Ernennung zum Chief Technology Officer unterstreicht die Bedeutung, die das Unternehmen der technologischen Entwicklung auf höchster Führungsebene beimisst.
Gleichzeitig werden Finanzchef Roger Dassen für weitere vier Jahre und Betriebschef Frédéric Schneider-Maunoury für zwei Jahre im Vorstand bestätigt. Nach der Hauptversammlung wird der Vorstand aus sechs Mitgliedern bestehen.
Wechsel im Aufsichtsrat
Im Aufsichtsrat gibt es ebenfalls Veränderungen. Alexander Everke scheidet nach Ablauf seiner Amtszeit aus und steht nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Als Nachfolger nominiert der Aufsichtsrat Benjamin Loh, einen singapurischen Staatsbürger mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Halbleiter- und Elektronikindustrie. Zuletzt war Loh Chairman, President und CEO von ASM International.
Aufsichtsratschef Nils Andersen betonte, dass Loh mit seiner strategischen Expertise und seiner internationalen Perspektive das Gremium bei der Weiterentwicklung der Langfriststrategie unterstützen werde.
Starkes 2025, vorsichtiger Ausblick
Die Personalentscheidungen folgen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025. ASML erzielte einen Umsatz von 32,7 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 52,8 Prozent. Das Nettoergebnis belief sich auf 9,6 Milliarden Euro. Allein im vierten Quartal erreichten die Nettoauftragseingänge 13,2 Milliarden Euro, davon 7,4 Milliarden im EUV-Segment.
Für 2026 rechnet das Management mit einem Umsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro sowie einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor: Der Anteil des China-Geschäfts soll auf rund 20 Prozent des Gesamtumsatzes sinken, nachdem er 2025 ungewöhnlich hoch ausgefallen war. Diese Verschiebung belastet die kurzfristigen Wachstumsannahmen.
Marktumfeld bleibt herausfordernd
Der Auftragsbestand von 41,9 Milliarden US-Dollar bietet zwar grundsätzlich Planungssicherheit über mehrere Jahre hinweg. Dennoch mehren sich die Sorgen, dass ASML 2026 möglicherweise kein Wachstum liefern kann. Analysten haben ihre Erwartungen zuletzt nach unten angepasst. Hinzu kommen geopolitische Risiken durch verschärfte Exportkontrollen und mögliche Zollbelastungen, die auf der gesamten Halbleiterindustrie lasten.
Die Hauptversammlung am 22. April gibt den Aktionären Gelegenheit, die vorgeschlagenen Personalien zu bestätigen und sich ein Bild von der strategischen Ausrichtung in einem anspruchsvollen Umfeld zu machen.
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