Pernod Ricard kämpft mit einem schwierigen ersten Halbjahr. Vor allem in den Kernmärkten USA und China brachen die Umsätze deutlich ein, was den Spirituosenkonzern nun zu einem strikten Sparkurs zwingt. Wie will das Management den operativen Abwärtstrend stoppen?
Schwache Nachfrage in USA und China
Der organische Umsatz sank im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 (bis Ende Dezember) um 5,9 Prozent auf rund 5,25 Milliarden Euro. Berichtet beläuft sich das Minus sogar auf 14,9 Prozent. Massiven Einfluss hatten hierbei negative Währungseffekte in Höhe von 356 Millionen Euro, insbesondere durch den US-Dollar und die indische Rupie. Der operative Gewinn aus dem wiederkehrenden Geschäft ging organisch um 7,5 Prozent auf 1,61 Milliarden Euro zurück.
Besonders deutlich zeigten sich die Herausforderungen in den USA und China, wo eine zurückhaltende Konsumstimmung und Lagerbereinigungen das Ergebnis belasteten. Während die Erlöse in den USA um 15 Prozent nachgaben, verzeichnete China sogar einen Einbruch von 28 Prozent. Letzteres ist primär auf ein schwieriges makroökonomisches Umfeld und regulatorische Verschärfungen zurückzuführen. Ein Lichtblick war der indische Markt mit einem Umsatzplus von 4 Prozent.
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Fokus auf Effizienz und Cashflow
Trotz der operativen Einbußen konnte Pernod Ricard den freien Cashflow um 9,5 Prozent auf 482 Millionen Euro steigern. Dies gelang vor allem durch ein optimiertes Management des Betriebskapitals und gezielte Kürzungen bei den Investitionen. Die Nettoverschuldung sank innerhalb von zwölf Monaten um rund 0,9 Milliarden Euro auf 11,17 Milliarden Euro.
Um die operative Marge zu verteidigen, hat das Unternehmen ein Effizienzprogramm im Volumen von einer Milliarde Euro aufgelegt, das bis 2029 laufen soll. Ein Drittel dieser Einsparungen soll bereits im laufenden Geschäftsjahr realisiert werden. Zudem wurden die strategischen Investitionen für 2026 auf rund 750 Millionen Euro nach unten korrigiert.
Ausblick auf die zweite Jahreshälfte
Konzernchef Alexandre Ricard stuft das laufende Geschäftsjahr als Übergangsjahr ein. Für die zweite Jahreshälfte stellt das Management bereits eine Verbesserung der organischen Umsatztrends in Aussicht. Ab dem Geschäftsjahr 2027 hält Pernod Ricard an seinem mittelfristigen Ziel fest, den organischen Umsatz jährlich um 3 bis 6 Prozent zu steigern. Das Erreichen dieser Ziele hängt maßgeblich davon ab, ob die eingeleiteten Sparmaßnahmen die Schwäche in den globalen Kernmärkten kompensieren können.
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