Rheinmetall Aktie: Auftragsboom 2026

Rheinmetall erwartet einen Auftragseingang von 80 Milliarden Euro für 2026 und treibt die Expansion im Marinesektor voran. Die Aktie notiert nahe ihrem Jahreshöchststand.

Kurz zusammengefasst:
  • CEO nennt ambitionierte Auftragsprognose für 2026
  • Marinegeschäft soll durch Zukäufe weiter wachsen
  • Auftragsbestand erreicht Rekordniveau von 63 Milliarden
  • Aktie legte in zwölf Monaten über 140 Prozent zu

Rheinmetall setzt die Messlatte für 2026 deutlich höher: CEO Armin Papperger stellt einen möglichen Auftragseingang von 80 Milliarden Euro in Aussicht und kündigt zugleich weitere Expansion im Marinesektor an. Vor diesem Hintergrund stellt sich eine zentrale Frage: Wie gut ist der Konzern aufgestellt, um dieses Wachstum tatsächlich zu stemmen?

Der Titel notierte am Freitag bei 1.830 Euro und liegt damit rund 15 Prozent seit Jahresbeginn im Plus. Gleichzeitig bleibt der Abstand zum jüngsten 52‑Wochen-Hoch von 1.995 Euro moderat.

Rheinmetall

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80 Milliarden Euro in Aussicht

Auf einer Konferenz des Handelsblatts in Berlin präzisierte Papperger am Freitag seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2026. Der in Aussicht gestellte Auftragseingang von 80 Milliarden Euro wäre ein neuer Maßstab und basiert auf mehreren Großprojekten.

Wesentliche Bausteine dieser Summe sind:

  • Boxer-Transportfahrzeuge: Volumen von 37,7 Milliarden Euro
  • Fregatten F126/F127: zusammen rund 12 bis 13 Milliarden Euro
  • Weitere Puma-Schützenpanzer: zusätzliche Milliardenaufträge

Diese Pipeline passt zu der langfristigen Zielsetzung, den Konzernumsatz bis 2030 auf etwa 50 Milliarden Euro zu steigern und eine operative Marge von über 20 Prozent zu erreichen. Rheinmetall will sich damit klar als einer der Hauptprofiteure der erhöhten Verteidigungsbudgets in Europa positionieren.

Der Hintergrund: In vielen Ländern werden die Verteidigungsausgaben hochgefahren, Beobachter sprechen bereits von einem „Verteidigungs-Superzyklus“. Die jetzt genannten Zahlen fügen sich nahtlos in dieses Bild ein.

Expansion im Marinesektor

Parallel zu den operativen Wachstumsaussichten treibt das Management die strategische Erweiterung des Geschäfts voran. Nach der bereits vereinbarten Übernahme der Naval Vessels-Sparte von Lürssen denkt Rheinmetall über weitere Zukäufe im Marineschiffbau nach.

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Papperger betonte, man sei ins maritime Geschäft eingestiegen und wolle dort wachsen, sofern sich attraktive Gelegenheiten böten. Die kartellrechtliche Genehmigung für den Lürssen-Deal wird noch vor Ende Januar 2026 erwartet. Ein grünes Licht der Behörden wäre ein wichtiger Schritt, um den Marinesektor als zusätzliches Standbein zu etablieren.

Analystenhäuser begleiten diesen Kurs grundsätzlich positiv. So bezeichnete JPMorgan jüngste Rücksetzer bei europäischen Verteidigungswerten als Gelegenheit zum Einstieg, während Barclays am 21. Januar seine Kaufempfehlung bestätigte. Damit wird die aktuelle Strategie an den Kapitalmärkten überwiegend als konsequente Nutzung des günstigen Umfelds interpretiert.

Starker Auftragsbestand, hoher Kurs

Die ambitionierten Pläne fußen auf einer bereits heute sehr soliden Basis. Mitte 2025 lag der Auftragsbestand bei mehr als 63 Milliarden Euro – ein Rekordniveau, das Rheinmetall für die Bearbeitung der nun anvisierten Volumina rüstet.

Hinzu kommen strukturelle Weichenstellungen: So soll der Einsatz von dekarbonisiertem Stahl in der Produktion ausgebaut werden. Solche Maßnahmen zielen darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit in einem Umfeld wachsender ESG-Anforderungen weiter zu stärken.

An der Börse hat sich diese Kombination aus vollem Auftragsbuch und Wachstumsperspektive klar niedergeschlagen: Auf Sicht der vergangenen zwölf Monate legte die Aktie um über 140 Prozent zu. Der aktuelle Kurs liegt rund 8 Prozent unter dem 52‑Wochen-Hoch, zugleich etwa 10 Prozent über dem 50‑Tage-Durchschnitt – ein Hinweis auf einen weiterhin intakten Aufwärtstrend. Der RSI von 83,7 signalisiert allerdings eine überkaufte Situation, was kurzfristig anfälliger für Schwankungen machen kann.

Konkrete nächste Wegmarken

Kurzfristig richtet sich der Blick auf zwei Termine: Zunächst steht die Entscheidung der europäischen Kartellbehörden zur Übernahme der Lürssen-Sparte an, die noch im Januar erwartet wird. Eine Freigabe würde die Marinestrategie des Konzerns unmittelbar voranbringen.

Der nächste klare Fixpunkt ist der 10. März 2026. An diesem Tag will Rheinmetall die finalen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorlegen. Dann wird sich zeigen, wie stark sich die bisherigen Auftragszuwächse in Umsatz und Marge niedergeschlagen haben und wie belastbar der Pfad in Richtung der Zielmarken für 2030 ist.

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