SoftBank Group Aktie: Übertriebener Abverkauf?

Die SoftBank-Aktie korrigierte nach einem starken Kurssprung, wird aber als technisch überverkauft eingestuft und liegt deutlich unter ihrem geschätzten fairen Wert.

Kurz zusammengefasst:
  • Starke Kursschwankungen durch KI-Offensive
  • Neue Plattform Infrinia AI Cloud OS gestartet
  • Aktie rund 20 Prozent unter fairem Wert
  • Marktanalysen signalisieren überverkauften Zustand

Zwischen Euphorie und Gewinnmitnahmen: Die SoftBank-Aktie erlebte eine Woche extremer Schwankungen. Während ein massiver zweistelliger Kurssprung die KI-Hoffnungen befeuerte, folgte prompt die Korrektur. Neue technische Daten vom Sonntag legen jedoch nahe, dass der Markt hier vorschnell den Rückwärtsgang eingelegt hat und die Aktie trotz der jüngsten Dynamik technisch überverkauft ist.

Volatilität durch KI-Offensive

Die leichte Konsolidierung am Freitag auf 4.274 JPY (minus 1,18 Prozent) täuscht über die eigentliche Dynamik hinweg. Nur 24 Stunden zuvor katapultierten Anleger das Papier um beeindruckende 11,61 Prozent auf 4.325 JPY nach oben. Auslöser für diese Achterbahnfahrt ist die aggressive Expansion des Konzerns in die KI-Infrastruktur.

SoftBank

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Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht der Start des „Infrinia AI Cloud OS“. Mit dieser neuen Software-Plattform adressiert SoftBank Engpässe in KI-Rechenzentren durch die automatisierte Verwaltung komplexer GPU-Ressourcen. Der strategische Schwenk hin zu Dienstleistungen wie „Kubernetes as a Service“ markiert den Versuch, sich von einer reinen Investment-Holding zu einem operativen Akteur im Cloud-Sektor zu wandeln.

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Bewertung signalisiert Potenzial

Trotz der jüngsten Kursgewinne klassifizieren Marktanalysen vom Wochenende die Aktie als technisch „überverkauft“. Die Diskrepanz zwischen Börsenkurs und innerem Wert weitet sich aus: Aktuelle Schätzungen beziffern den fairen Wert auf rund 5.360 JPY.

Damit handelt die Aktie etwa 20 Prozent unter ihrem theoretischen Wert. Für antizyklische Investoren ergibt sich daraus eine interessante Konstellation: Ein Titel mit einem frischen fundamentalen Katalysator (Infrinia), der sofort auf ein technisches Unterstützungsniveau korrigiert hat.

Der Fokus in der kommenden Woche liegt auf der Reaktion des Marktes auf diese technische Sondersituation. Das Spannungsfeld zwischen den Gewinnmitnahmen vom Freitag und der fundamentalen Unterbewertung dürfte sich auflösen: Sollte das aktuelle Niveau halten, könnte der „überverkaufte“ Zustand in Verbindung mit der Infrinia-Fantasie eine neue Kaufwelle auslösen.

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