Meta Aktie: Milliarden-Poker!

Trotz starker Werbeumsätze belasten massive KI-Investitionen und regulatorische Herausforderungen in Europa die Aktienperformance von Meta. Die Ausgaben wachsen schneller als die Einnahmen.

Kurz zusammengefasst:
  • Massive KI-Investitionen bis 72 Milliarden Dollar
  • Regulatorische Probleme mit EU-Wettbewerbshütern
  • Überraschende Gespräche mit Google über Chips
  • Reality Labs mit Milliardenverlust trotz Wachstum

Der Social-Media-Gigant Meta verdient prächtig mit Werbung, doch die Stimmung unter den Anlegern ist angespannt. CEO Mark Zuckerberg setzt alles auf eine Karte: Künstliche Intelligenz. Während die Gewinne im Kerngeschäft sprudeln, explodieren die Ausgaben für die Infrastruktur in schwindelerregende Höhen – und gleichzeitig droht in Europa neuer Ärger mit den Wettbewerbshütern. Ist das die visionäre Zukunft oder gräbt sich der Konzern ein teures finanzielles Loch?

Teure KI-Träume

Zuckerberg macht ernst, und das Preisschild ist gigantisch. 600 Milliarden Dollar an Infrastruktur-Investitionen in den USA stehen für die nächsten drei Jahre im Raum, wobei der Löwenanteil in KI-Rechenzentren fließt. Die Prognose für die Kapitalausgaben im Jahr 2025 wurde bereits auf bis zu 72 Milliarden Dollar angehoben, und für 2026 signalisiert das Management nochmals deutlich höhere Summen.

Diese aggressive Strategie stößt an der Börse auf Skepsis. Obwohl Meta im dritten Quartal die Umsatzerwartungen übertraf und ein starkes Wachstum von 26 Prozent hinlegte, reagierte die Aktie mit Kursverlusten. Der Grund für die Nervosität: Die Ausgaben wachsen schneller als die Einnahmen. Investoren fürchten, dass die Rentabilität leiden könnte, während unklar bleibt, wann und wie sich die massiven KI-Investitionen tatsächlich monetarisieren lassen.

Überraschende Wende bei Chips

Um die explodierenden Kosten in den Griff zu bekommen, plant Meta offenbar einen strategischen Kurswechsel bei der Hardware. Berichten zufolge laufen Gespräche mit Google, um ab 2027 deren „Tensor Processing Units“ (TPUs) in den Rechenzentren einzusetzen.

Dies wäre eine Abkehr von der bisherigen, starken Abhängigkeit von Nvidia-Grafikchips. Ein solcher Schritt könnte Meta nicht nur diversifizieren, sondern auch die Kostenstruktur der KI-Infrastruktur langfristig entlasten – ein Hoffnungsschimmer für margin-fokussierte Anleger.

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Gegenwind aus Europa

Neben den hausgemachten Kostenfaktoren braut sich auch regulatorischer Ärger zusammen. Die italienische Wettbewerbsbehörde hat ihre Untersuchungen gegen Meta ausgeweitet. Im Fokus steht die Integration von KI-Funktionen in WhatsApp ohne explizite Nutzerzustimmung sowie mögliche Marktzugangsbeschränkungen für konkurrierende Chatbots.

Zusammen mit strengeren EU-Vorschriften zur Moderation von Inhalten bildet dies eine toxische Mischung. Finanzchefin Susan Li warnte bereits, dass dieser regulatorische Gegenwind die Umsätze in Europa schon im vierten Quartal spürbar belasten könnte. Auch die Hardware-Sparte „Reality Labs“ bleibt ein Sorgenkind: Trotz des Erfolgs der neuen Ray-Ban-Brille verbuchte die Abteilung im letzten Quartal erneut einen operativen Verlust von 4,4 Milliarden Dollar.

Fazit

Meta demonstriert im Werbegeschäft beeindruckende Stärke, doch der Konzern tanzt auf der Rasierklinge. Die Kombination aus extremen Investitionskosten und regulatorischem Druck lastet schwer auf dem Titel, der seit Jahresanfang rund 4 Prozent eingebüßt hat. Für eine nachhaltige Trendwende muss Zuckerberg beweisen, dass seine Milliarden-Wette auf KI mehr ist als nur ein teures Experiment.

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