Salesforce meldet einen umfangreichen Regierungsauftrag aus den USA und bleibt zugleich an der Börse unter Druck. Der Deal mit dem US-Militär stärkt die Wachstumsstory im öffentlichen Sektor, während Analysten trotz Kursrückgang deutliches Aufwärtspotenzial sehen. Wie passt das zu einem Chartbild, das eher nach Bodenbildung aussieht?
Milliardenvertrag mit der US-Armee
Haupttreiber der aktuellen positiven Impulse ist ein großer Rahmenvertrag mit dem US-Militär. Die US-Armee hat Salesforce einen IDIQ-Vertrag (Indefinite Delivery, Indefinite Quantity) mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einem Volumen von bis zu 5,6 Milliarden US-Dollar zugesprochen.
Die Abwicklung erfolgt über die Salesforce-Tochter Computable Insights LLC unter der Einheit „Missionforce National Security“. Inhaltlich geht es um die umfassende Modernisierung des „Department of War“ (DOW).
Wesentliche Vertragsdaten:
- Volumen: Bis zu 5,6 Milliarden US-Dollar
- Laufzeit: 10 Jahre
- Technologie: Einsatz der „Missionforce“-Plattform für Datenintegration und KI
- Ziel: Schnellere Entscheidungsprozesse und höhere Einsatzbereitschaft mithilfe von Cloud-Technologien
Der Auftrag gilt als klarer Beleg dafür, dass Salesforce seine spezialisierten Lösungen für den öffentlichen Sektor und KI-basierte Anwendungen zunehmend in Umsätze umsetzt. Damit wird die zuletzt aufgekommene Skepsis zum Wachstum im Enterprise-Software-Geschäft zumindest teilweise konterkariert.
Analysten bleiben klar positiv
Trotz einer schwachen Kursentwicklung in den vergangenen zwölf Monaten – die Aktie liegt in diesem Zeitraum rund 33 % im Minus und seit Jahresbeginn etwa 9,6 % – zeigen sich große Investmenthäuser zuversichtlich. Aus ihrer Sicht spiegelt der aktuelle Kurs das geschätzte Potenzial nicht wider.
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Konkrete Einschätzungen:
- Evercore ISI: Analyst Kirk Materne bestätigte gestern sein „Buy“-Rating und ein Kursziel von 340 US-Dollar.
- Goldman Sachs: Einstieg in die Coverage Anfang des Monats mit „Buy“ und Kursziel 330 US-Dollar, mit Verweis auf Rückenwind durch KI-Anwendungen.
- Barclays: Hält an „Overweight“ fest und nennt ein Ziel von 338 US-Dollar.
Beim aktuellen Kursniveau um 231 US-Dollar ergeben sich daraus rechnerische Aufschläge von rund 42 % bis 47 %. Im Schnitt taxiert der Analystenkonsens die Aktie als „Moderate Buy“ bei einem durchschnittlichen Kursziel von 327,40 US-Dollar.
Institutionelle Bewegungen und Chartbild
Auch die jüngsten Bewegungen institutioneller Investoren geben Einblick in die Stimmungslage. Laut aktuellen 13F-Meldungen hat Sterling Investment Counsel, LLC seine Position in Salesforce um 12,48 % aufgestockt und 560 zusätzliche Aktien erworben. Insgesamt hält die Gesellschaft nun 5.047 Anteile.
Technisch arbeitet die Aktie derzeit an einer Stabilisierung knapp über dem jüngsten 52‑Wochentief von 219,00 US-Dollar. Die Erholung auf etwa 231 US-Dollar ist ein erster Schritt, allerdings bleibt das Papier aus technischer Sicht angeschlagen: Der Relative-Stärke-Index (RSI) war zuvor unter 30 gefallen und signalisierte damit einen überverkauften Zustand.
Fokus auf KI und Übernahmen
Parallel dazu meldete das Unternehmen heute Aktienzuteilungen an Beschäftigte der jüngst übernommenen Firmen, darunter Apromore und Spindle AI. Die Vergabe erfolgt im Rahmen von Bindungsprogrammen für Mitarbeitende dieser Akquisitionen.
Damit unterstreicht Salesforce seine Strategie, das Geschäft mit KI-gestützter Workflow-Automatisierung entschlossen auszubauen. Die Kombination aus dem neuen Großauftrag, dem Ausbau der KI-Plattform und der Unterstützung durch führende Analysten schafft nun einen klaren Rahmen, in dem sich die weitere Kursentwicklung an der Börse messen lassen muss.
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