Netflix Aktie: Kommt Stagnation?

Netflix plant reine Bar-Offerte für Warner Bros. Discovery nach Klage von Paramount Skydance. Analysten senken Kursziel, Anleger fürchten hohe Verschuldung.

Kurz zusammengefasst:
  • Netflix überdenkt Angebot nach Klage des Rivalen
  • Reine Bar-Offerte könnte Verschuldung massiv erhöhen
  • Analysten senken Kursziel auf 115 US-Dollar
  • Quartalszahlen am 20. Januar entscheidend

Der Bieterkrieg um Warner Bros. Discovery spitzt sich zu. Nach einer Klage des Rivalen Paramount Skydance steht Netflix unter Zugzwang und plant Berichten zufolge nun eine reine Bar-Offerte. Während das Management den strategischen Befreiungsschlag sucht, wächst bei Anlegern die Sorge: Wird der Preis für die Marktdominanz zu hoch?

Strategiewechsel unter Druck

Marktbeobachter reagierten am Donnerstagmorgen nervös auf Meldungen, wonach Netflix sein ursprüngliches Übernahmeangebot komplett umstrukturieren könnte. Bislang lag eine Mischung aus Bargeld und Aktien im Wert von rund 82,7 Milliarden US-Dollar (27,75 Dollar pro Aktie) auf dem Tisch, die vom Warner-Board zunächst favorisiert wurde. Doch Paramount Skydance setzte mit einem reinen Barangebot von 30 Dollar pro Aktie und einer anschließenden Klage wegen angeblicher Missachtung von Aktionärsinteressen ein klares Zeichen.

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Dies zwingt Netflix offenbar zum Handeln. Ein reines Barangebot würde zwar eine Verwässerung der Altaktionäre verhindern, wirft jedoch massive Fragen zur Finanzierbarkeit auf. Investoren fürchten eine sprunghaft steigende Verschuldung, um die gigantische Summe zu stemmen. Die Aktie reagierte entsprechend verschnupft und gab zuletzt fast zwei Prozent nach. Der Titel notiert damit im Bereich von 88 bis 90 US-Dollar und hat sich deutlich von den Oktober-Hochs entfernt.

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Analysten skeptisch, Zahlen im Fokus

Die Expertenmeinungen gehen angesichts der möglichen Bilanzbelastung auseinander. Das Analystenhaus TD Cowen reagierte prompt und senkte das Kursziel deutlich von 142 auf 115 US-Dollar, begründet mit den steigenden Kapitalrisiken. Befürworter des Deals verweisen hingegen auf die langfristige Notwendigkeit, sich wertvolle Marken wie Harry Potter oder Game of Thrones zu sichern, um im gesättigten Streaming-Markt zu bestehen.

Operativ versucht Netflix, den Fokus auf seine Inhalte zu lenken. Der heutige Start der Serie Agatha Christie’s Seven Dials soll die Relevanz des eigenen Portfolios unterstreichen. Doch die Aufmerksamkeit des Marktes liegt fast ausschließlich auf der Corporate-Finance-Ebene.

Am kommenden Dienstag, den 20. Januar, wird es ernst: Netflix legt seine Zahlen zum vierten Quartal vor. Analysten erwarten zwar solide Nutzerdaten dank Stranger Things und den NFL-Weihnachtsspielen, doch die eigentliche Musik spielt beim Ausblick. Sollte bis dahin kein offizielles, verbessertes Angebot vorliegen, wird der Earnings-Call zur Bewährungsprobe für die Kapitalallokationsstrategie des Managements. Charttechnisch ist eine Rückeroberung der 92-Dollar-Marke Pflicht, um einen weiteren Abverkauf in Richtung 80 US-Dollar zu verhindern.

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