Micron Aktie: AI-Treiber

Micron profitiert als Schlüssellieferant für KI-Speicher von anhaltender DRAM-Knappheit und erhält Analysten-Upgrades. Der Spatenstich für eine US-Megafab steht bevor.

Kurz zusammengefasst:
  • Analysten erhöhen Kursziele auf bis zu 400 US-Dollar
  • DRAM-Knappheit soll bis mindestens 2028 andauern
  • Spatenstich für 100-Milliarden-Dollar-Fabrik in New York
  • Starkes Umsatzwachstum und Insiderverkäufe im Fokus

Micron rückt mit seiner Speichertechnologie immer stärker ins Zentrum des KI-Booms. Neue Analysten-Upgrades, eine anhaltende Knappheit bei DRAM-Chips und ein Milliardenprojekt in den USA schieben die Erwartungen nach oben. Spannend ist vor allem die Frage, wie lange der aktuelle Angebotsengpass die Preise – und damit die Margen – stützen kann.

Analysten treiben Erwartungen hoch

Die jüngste Rallye der Aktie wird vor allem durch deutlich angehobene Kursziele großer Häuser flankiert. Im Fokus steht dabei die starke Position von Micron im Geschäft mit High-Bandwidth-Memory (HBM), die für KI-Chips von Nvidia, AMD & Co. unverzichtbar ist.

Micron

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  • Mizuho Securities hat das Kursziel von 290 auf 390 US-Dollar erhöht und bleibt bei „Outperform“. Begründung: Microns Rolle als Schlüsselanbieter im HBM-Segment ab 2026.
  • Needham hebt das Ziel von 300 auf 380 US-Dollar an und bestätigt „Buy“.
  • UBS geht noch weiter und setzt die Marke bei 400 US-Dollar.

Diese Anpassungen spiegeln die Einschätzung wider, dass Micron vom Ausbau der globalen KI-Infrastruktur überdurchschnittlich profitieren kann. Bemerkenswert: Trotz einer bereits sehr starken 12-Monats-Performance bleiben die meisten Analysten bei Kaufempfehlungen.

Kursseitig unterstreicht die Aktie diesen Optimismus: Gestern schloss der Titel bei 345,87 US-Dollar und liegt damit exakt auf dem jüngsten 52-Wochen-Hoch, während sich der Preis seit dem 52-Wochen-Tief im April 2025 in etwa verfünffacht hat.

Anhaltende DRAM-Knappheit bis mindestens 2028

Ein zentrales Argument für den positiven Ausblick ist Microns klare Einschätzung zur Marktlage bei Speicherchips. Das Management erwartet, dass die aktuelle Knappheit bei DRAM bis mindestens 2028 anhalten wird.

Dafür nennt das Unternehmen zwei Haupttreiber:

  1. Fokus auf KI-Produkte: Fertigungskapazitäten werden in großem Stil in Richtung margenstarker HBM-Produkte umgelenkt, die für KI-Rechenzentren benötigt werden. Klassische DRAM-Anwendungen geraten dadurch ins Hintertreffen.
  2. Verzögerter Kapazitätsaufbau: Neue Werke brauchen Jahre für Bau, Ausstattung und Zertifizierung. Größere zusätzliche Kapazitäten werden nach aktueller Planung erst ab 2028 spürbar im Markt ankommen.

Parallel dazu zieht sich Micron aus der „Crucial“-Consumer-Marke für Endkunden-Module zurück. Das Unternehmen bündelt damit Ressourcen in Geschäftsbereichen, in denen Vertragsvolumen und Preissetzungsmacht deutlich höher sind – insbesondere Enterprise-Kunden und Hyperscaler im KI- und Datacenter-Segment.

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Megafab in New York: Investition in die nächste Dekade

Strategisch setzt Micron mit dem Megaprojekt in Onondaga County, New York, ein deutliches Signal. Am 16. Januar 2026 soll der Spatenstich für eine sogenannte „Megafab“ erfolgen – ein Investitionsvolumen von rund 100 Milliarden US-Dollar und die größte private Investition in der Geschichte des Bundesstaats.

Ziel ist, eine langfristig abgesicherte, heimische Produktion für fortschrittliche Speicherchips aufzubauen. Micron betont jedoch, dass die erste Fertigungslinie an diesem Standort voraussichtlich erst 2030 in die Volumenproduktion gehen wird. Für die nächsten Jahre bedeutet das: Die aktuellen Angebotsengpässe bleiben bestehen, was voraussichtlich hohe Preisniveaus und damit robuste Margen stützt.

Zahlen und Insiderverkäufe im Blick

Fundamental spiegelt sich die positive Entwicklung bereits deutlich wider. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Micron einen Umsatz von 13,64 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 57 % im Jahresvergleich. Das Ergebnis je Aktie lag bei 4,78 US-Dollar und übertraf die Erwartungen. Für das zweite Quartal stellt das Unternehmen einen weiteren Umsatzanstieg auf rund 18,7 Milliarden US-Dollar in Aussicht.

Auffällig sind zugleich größere Insiderverkäufe: In den vergangenen 90 Tagen haben Finanzvorstand und weitere Führungskräfte zusammen Aktien im Volumen von etwa 72,3 Millionen US-Dollar veräußert. Zuletzt trennte sich der Chief Accounting Officer von 2.000 Aktien zu rund 337,50 US-Dollar je Stück. Solche Transaktionen können unterschiedliche, auch private Gründe haben, werden nach einem starken Kursanstieg aber erfahrungsgemäß besonders genau beobachtet.

Bewertungsseitig kommt Micron derzeit auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 32,8. Angesichts eines Branchendurchschnitts von etwa 42 bleibt damit theoretisch Spielraum für eine weitere Ausweitung der Bewertung, falls das starke Gewinnwachstum anhält.

Fazit: KI-Zyklus und Knappheit als Doppelstütze

Micron verbindet aktuell mehrere starke Treiber: eine strukturelle DRAM-Knappheit bis mindestens 2028, die Fokussierung auf margenstarke KI- und Datacenter-Produkte, aggressive Kurszielanhebungen großer Häuser und ein gewaltiges Ausbauprogramm in den USA, dessen nächster Meilenstein der Megafab-Spatenstich am 16. Januar 2026 ist. Solange Nachfrage und Preise im Speichersegment hoch bleiben und Micron seine Wachstums- und Margenziele bestätigt, bleibt der Konzern einer der zentralen Profiteure des laufenden KI-Investitionszyklus.

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