Der Sportartikelhersteller Nike sieht sich mit einer neuen Belastung konfrontiert: Die US-Gleichstellungsbehörde EEOC hat rechtliche Schritte eingeleitet, um Einblick in die Personalpolitik des Konzerns zu erhalten. Im Zentrum steht die Frage, ob die Diversity-Initiativen des Unternehmens gegen Diskriminierungsverbote verstoßen.
Die Aktie notiert aktuell im Bereich von 64 Dollar und bleibt damit deutlich unter ihren Höchstständen der Pandemie-Jahre. Während CEO Elliott Hill an einer operativen Wende arbeitet, kommt nun eine unerwartete Zusatzbelastung hinzu.
Seltener Schritt der EEOC
Die Gleichstellungsbehörde hat vor dem Bundesgericht im östlichen Distrikt von Missouri eine Klage eingereicht, um Nike zur Herausgabe von Informationen zu zwingen. Der Vorwurf: Die Diversity-Ziele des Konzerns für 2025 könnten zu einer ungleichen Behandlung und Benachteiligung weißer Mitarbeiter geführt haben.
Laut Gerichtsdokumenten fordert die Behörde Unterlagen ab 2018, um zu prüfen, ob ethnische Zugehörigkeit Einfluss auf Gehälter und Beförderungen hatte. Nike bezeichnete das Vorgehen als „überraschende und ungewöhnliche Eskalation“ und betonte, die eigenen Programme entsprächen den rechtlichen Vorgaben. Rechtsexperten bewerten den Schritt als ungewöhnlich – selten geht die EEOC derart offensiv gegen einen Großkonzern wegen Diversity-Programmen vor.
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Turnaround unter Druck
CEO Elliott Hill, der Ende 2024 an die Spitze zurückkehrte, versucht parallel die operative Entwicklung zu stabilisieren. Mit der Neuaufstellung der ACG-Linie (All Conditions Gear) als eigenständige Outdoor-Marke und Partnerschaften im Flag-Football-Bereich setzt der Konzern auf Diversifizierung.
Die jüngsten Quartalszahlen zeigen die Herausforderung: Im zweiten Geschäftsquartal 2026 (gemeldet Ende Dezember 2025) stieg der Umsatz leicht auf 12,4 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie brach jedoch um rund 32 Prozent ein. Investoren warten nun auf den Bericht zum dritten Quartal im März, um zu sehen, ob die Effizienzmaßnahmen greifen.
Die Governance-Problematik dürfte die ohnehin angespannte Stimmung weiter belasten. Am 20. März folgt der nächste Quartalsbericht – bis dahin bleibt die Aktie im Spannungsfeld zwischen operativen Fortschritten und rechtlichen Unwägbarkeiten.
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