Dogecoin: ETF-Schub ohne Rally

Dogecoin erhält regulatorische Zulassungen in den USA und Asien, doch der Kurs zeigt trotz steigenden Handelsvolumens nur geringe Bewegung. Experten beobachten eine Phase der Akkumulation.

Kurz zusammengefasst:
  • Neuer Spot-ETF für Dogecoin in den USA genehmigt
  • Japan und Südkorea öffnen Märkte für regulierte Investments
  • Handelsvolumen steigt deutlich bei seitwärts laufendem Kurs
  • Technische Analyse fokussiert auf 50-Tage-Durchschnitt

Dogecoin bekommt regulatorischen Rückenwind aus zwei Weltregionen gleichzeitig – doch im Kurs spiegelt sich das bislang nur verhalten wider. In den USA geht ein neuer Spot-ETF an den Start, in Japan und Südkorea öffnen sich wichtige Märkte für regulierte Krypto-Investments. Im Hintergrund drehen Volumen und Derivatemarkt deutlich auf, während der Preis eng seitwärts läuft. Genau dieser Widerspruch macht den aktuellen Marktabschnitt so spannend für Beobachter.

Neuer US-Spot-ETF startet

In den USA hat die Börsenaufsicht SEC den 21Shares Spot Dogecoin ETF offiziell genehmigt. Der Fonds mit dem Ticker TDOG soll an der Nasdaq gelistet werden, verlangt eine Gebühr von 0,50 % und setzt auf ein Multi-Custody-Modell mit Coinbase Custody Trust und der Bank of New York Mellon als Verwahrstellen.

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Mit TDOG entsteht bereits das dritte regulierte Anlagevehikel auf Dogecoin, nach den früher gestarteten Produkten von Grayscale (GDOG) und Bitwise (BWOW). Die Bilanz dieser Vorgänger fällt allerdings nüchtern aus: Zusammen bringen es die bestehenden Dogecoin-ETFs aktuell nur auf rund 10,16 Millionen US-Dollar an verwaltetem Vermögen – gemessen an der Marktkapitalisierung von Dogecoin ist das ein sehr kleiner Betrag. Der ausbleibende Kurssprung zeigt: Die regulatorische Akzeptanz wächst zwar, institutionelles Kapital fließt aber bislang nur zurückhaltend.

Volumen zieht an, Preis bleibt ruhig

Trotz des stabilen Kurses hat sich das Geschehen im Markt deutlich belebt. On-Chain- und Börsendaten zeigen einen kräftigen Anstieg der Handelsaktivität: Das Volumen ist in den letzten 24 Stunden um mehr als 111 % nach oben geschnellt und hat die Marke von 1,23 Milliarden US-Dollar überschritten.

Eine solche Kombination aus hohem Volumen und geringer Schwankung wird häufig so interpretiert, dass kurzfristig orientierte Trader Positionen an geduldigere Marktteilnehmer abgeben. Parallel dazu bleibt das offene Interesse in den Derivaten mit etwa 1,80 Milliarden US-Dollar hoch. Nachdem es zu Wochenbeginn auf Futures-Plattformen wie BitMEX noch sehr volatil zuging, hat sich die Struktur inzwischen beruhigt. Das Muster aus erhöhtem Volumen bei relativ stabilen Kursen deutet darauf hin, dass viele Marktteilnehmer ihre Risiken im Vorfeld des TDOG-Starts aktiv absichern.

Charttechnik: 50-Tage-Linie im Fokus

Aus technischer Sicht präsentiert sich Dogecoin defensiv, aber stabil. Der Kurs liegt aktuell in der Nähe seines 50-Tage-Durchschnitts von 0,14 US-Dollar, der damit eine wichtige kurzfristige Unterstützung markiert (aktueller Kurs: 0,14 US-Dollar; Abstand zur 50-Tage-Linie nur minimal). Ein Bruch dieser Zone würde den Blick auf den nächsten markanten Liquiditätsbereich um 0,13 US-Dollar lenken.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) bewegt sich mit einem Wert von 35,8 bereits im unteren neutralen Bereich, was das Bild einer Konsolidierung mit leicht abnehmender Dynamik unterstreicht. Auf der Oberseite verläuft der erste Widerstand knapp über der aktuellen Handelsspanne; im US-Artikel wird insbesondere ein Tagesschlusskurs oberhalb von 0,145 US-Dollar als Signal dafür genannt, dass Dogecoin aus dem vorherrschenden Abwärtstrendkanal nach oben ausbrechen könnte.

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Asien: Regulierung macht Tempo

Die spannendsten fundamentalen Impulse kommen derzeit aus Asien. Sowohl in Japan als auch in Südkorea rückt Dogecoin stärker in regulierte Strukturen hinein – ein wichtiger Schritt weg von reiner Meme-Spekulation hin zu konkreteren Anwendungsfeldern.

Japan: „House of Doge“ setzt auf Tokenisierung

Die Unternehmenssparte der Dogecoin Foundation, „House of Doge“, hat eine strategische Partnerschaft mit abc Co., Ltd. und ReYuu Japan vereinbart. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Dogecoin in das japanische „Green-List“-Regime einzubinden, also in den Kreis bevorzugt gelisteter Krypto-Assets.

Inhaltlich geht es vor allem um Real-World-Asset-Tokenisierung (RWA) und die Entwicklung goldgedeckter Stablecoins. Damit rückt ein Nutzungsprofil in den Vordergrund, das stärker auf regulierte Anwendungen und reale Werte abstellt als auf klassische Meme-Dynamiken – gerade im streng beaufsichtigten japanischen Markt ein bemerkenswerter Schritt.

Südkorea: Firmen dürfen wieder in Krypto investieren

Parallel dazu vollzieht Südkorea eine regulatorische Kehrtwende. Die Finanzaufsicht FSC hebt ein seit neun Jahren bestehendes Verbot für Unternehmensinvestitionen in Kryptowährungen auf. Nach den neuen Leitlinien dürfen südkoreanische Firmen künftig bis zu 5 % ihres Eigenkapitals in ausgewählte, etablierte Kryptowährungen investieren.

Die Details der Umsetzung werden noch ausgearbeitet, doch der Rahmen steht: Für 2026 öffnet sich damit ein potenziell bedeutender Zuflusskanal von Firmenkapital auch in Richtung Dogecoin. In Kombination mit den ETF-Strukturen in den USA könnte so nach und nach eine breitere institutionelle Basis entstehen.

Zwischenfazit und Ausblick

Die Marktstimmung rund um Dogecoin lässt sich derzeit am ehesten als „vorsichtige Akkumulation“ beschreiben. Auf der einen Seite steht ein Nachrichtenpaket mit klar positivem Einschlag: ein weiterer US-Spot-ETF, neue Partnerschaften in Japan und ein regulatorischer Öffnungsschritt in Südkorea. Auf der anderen Seite bleibt der Kurs bislang im engen Korridor, mit einem Wochenminus von knapp 9 % und einem deutlichen Abstand von rund 48 % zum 52‑Wochen-Hoch – trotz YTD-Plus von gut 9 %.

Für die nächsten Wochen dürften zwei Marken im Mittelpunkt stehen: Auf der Unterseite die 50‑Tage-Linie um 0,14 US-Dollar als zentrale Unterstützung, auf der Oberseite ein nachhaltiger Ausbruch über rund 0,145 US-Dollar als mögliches Signal für eine Trendwende. Parallel dazu werden die Mittelzuflüsse in den neuen und bestehenden Dogecoin-ETFs sowie die praktische Umsetzung der südkoreanischen Investitionsregeln entscheidend dafür sein, ob aus dem derzeit eher zögerlichen institutionellen Interesse ein spürbarer Kapitalstrom wird.

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