Strategy Aktie: Strategiewechsel bestätigt
Strategy unterbricht seine aggressive Bitcoin-Akkumulation und setzt künftig verstärkt auf die Finanzierung durch Vorzugsaktien. Ein beigelegter Rechtsstreit ebnet den Weg für die neue Kapitalbeschaffung.

Kurz zusammengefasst
- Pause nach 13-wöchiger Bitcoin-Kaufserie
- Beilegung eines Sammelklage-Verfahrens in Delaware
- Fokuswechsel auf Finanzierung via Vorzugsaktien
- Ziel bleibt eine Million Bitcoin bis Ende 2026
Nach monatelangen, aggressiven Bitcoin-Käufen legt Strategy eine Atempause ein. Eine aktuelle Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht offenbart nicht nur einen vorläufigen Stopp der Akkumulation, sondern auch das Ende eines juristischen Konflikts in Delaware. Im Hintergrund vollzieht das Management einen fundamentalen Wechsel bei der Kapitalbeschaffung, der die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens maßgeblich prägen wird.
Ende der Kaufserie
Zwischen dem 23. und 29. März 2026 erwarb das Unternehmen laut SEC-Filing keine neuen Bitcoins und verkaufte auch keine Aktien über das bestehende Programm. Damit reißt eine Serie von 13 aufeinanderfolgenden Wochen, in denen Strategy insgesamt rund 90.831 der digitalen Token angehäuft hatte. Der Bestand beläuft sich aktuell auf etwa 762.099 Bitcoin. Die Gesamtinvestitionssumme liegt bei 57,69 Milliarden US-Dollar, was einem durchschnittlichen Kaufpreis von rund 75.694 US-Dollar pro Coin entspricht.
Juristischer Schlussstrich
Gleichzeitig räumte das Management eine rechtliche Hürde aus dem Weg. Eine im Juli 2025 eingereichte Sammelklage von Aktionären vor dem Court of Chancery in Delaware wurde beigelegt. Der Streit drehte sich um eine Änderung der Bestimmungen für die Vorzugsaktien (Series A Perpetual Strike). Strategy stimmte zu, die Anwaltskosten des Klägers in Höhe von 550.000 US-Dollar zu übernehmen. Im Gegenzug wird die strittige Vertragsänderung auf der nächsten regulären Hauptversammlung den Aktionären zur nachträglichen Ratifizierung vorgelegt.
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Wandel bei der Kapitalbeschaffung
Der Hintergrund für die aktuelle Kaufpause liegt in der veränderten Wirtschaftlichkeit des bisherigen Modells. Da der Aktienkurs auf Jahressicht deutlich nachgegeben hat – aktuell notiert das Papier bei 113,00 Euro und damit gut 71 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch –, ist die Ausgabe neuer Stammaktien zur Bitcoin-Finanzierung unattraktiver geworden.
CEO Phong Le hatte bereits im Februar angekündigt, den Fokus auf Vorzugsaktien zu verlagern. Dieser Plan nimmt nun Form an: Ein 42 Milliarden US-Dollar schweres Kapitalprogramm stützt sich zur Hälfte auf diese Papiere. Die Vorzugsaktien bieten Anlegern für den Monat März eine fixierte Dividendenrendite von 11,5 Prozent, nachdem die Rate zuvor sieben Monate in Folge gestiegen war.
Mit der Beilegung des Rechtsstreits hat Strategy den Weg für sein neues Finanzierungsmodell rechtlich abgesichert. Die formelle Abstimmung über die Vorzugsaktien-Struktur auf der kommenden Hauptversammlung bildet den nächsten administrativen Schritt. Gelingt die nahtlose Umstellung der Kapitalbeschaffung über diese Papiere, rückt das strategische Ziel des Unternehmens, bis Ende 2026 die Marke von einer Million gehaltener Bitcoins zu erreichen, weiter in greifbare Nähe.
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