Tesla wehrt sich juristisch gegen Kalifornien. Der Elektroautobauer klagt gegen den US-Bundesstaat, nachdem dieser dem Konzern vorgeworfen hatte, Verbraucher mit den Bezeichnungen „Autopilot“ und „Full Self-Driving“ in die Irre zu führen. Die Aktie zeigte sich am Dienstag davon unbeeindruckt und kletterte über die 400-Dollar-Marke.
Streit um Werbebegriffe
Der Konflikt dreht sich um die Frage, ob Tesla mit seinen Produktbezeichnungen überzogene Versprechungen macht. Kalifornien kritisiert, dass Begriffe wie „Full Self-Driving“ (vollautonomes Fahren) und „Autopilot“ eine Eigenständigkeit der Fahrzeuge suggerieren, die technisch nicht gegeben ist. Teslas Assistenzsysteme können zwar zahlreiche Fahraufgaben übernehmen und werden kontinuierlich per Software-Update verbessert – erfordern aber nach wie vor aktive Aufmerksamkeit des Fahrers. Nach einer 90-tägigen Frist zur Stellungnahme geht das Unternehmen nun in die Offensive und zieht vor Gericht.
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Strategischer Umbau im Hintergrund
Die juristische Auseinandersetzung fällt in eine Phase grundlegender Veränderungen bei Tesla. Das Unternehmen konzentriert sich zunehmend auf künstliche Intelligenz und Robotik. Im Werk Fremont soll die Produktion der Modelle S und X auslaufen, um Platz für die Fertigung des humanoiden Roboters Optimus zu schaffen. Dieser Schwenk unterstreicht den Wandel Teslas vom reinen Autohersteller hin zu einem KI- und Robotik-Konzern – eine Entwicklung, die auch die Bewertung der Aktie zunehmend prägt.
Die aggressive Verteidigungsstrategie gegen die kalifornischen Behörden scheint bei Investoren auf Zustimmung zu stoßen. Einige Marktteilnehmer werten den Schritt offenbar als notwendig, um regulatorische Spielräume und den Ruf des Unternehmens zu schützen. Gleichzeitig bleibt die fundamentale Entwicklung durchwachsen: Im vierten Quartal verzeichnete Tesla einen Rückgang beim Nettogewinn.
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