Der Kranich kommt einfach nicht zur Ruhe. Während Lufthansa auf ein fundamental starkes Rekordjahr zurückblickt, legen erneute Pilotenstreiks und geopolitische Krisen den Flugbetrieb aktuell in weiten Teilen lahm. Wie viel Gegenwind verträgt der Konzern noch, bevor die positiven Aussichten für 2026 verfliegen?
Zweiter Ausstand bremst den Betrieb
Seit der vergangenen Nacht stehen bei der Lufthansa-Kernmarke und der Regionaltochter CityLine erneut viele Räder still. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat rund 5.000 Piloten zu einem 48-stündigen Ausstand aufgerufen, der noch bis Freitagabend andauert. Zwar fallen mit voraussichtlich 300 Flügen pro Tag weniger Verbindungen aus als bei der ersten Streikwelle im Februar, doch die operativen Einschränkungen bleiben enorm. Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen über Vergütungen und die betriebliche Altersversorgung.
Teure Umwege im Nahen Osten
Der Arbeitskampf trifft das Unternehmen in einer ohnehin angespannten Phase. Die anhaltende Instabilität im Nahen Osten zwingt die Airline zu weitreichenden Flugplanänderungen. Verbindungen nach Beirut, Tel Aviv und Teheran sind teilweise bis tief in den April hinein gestrichen. Schmerzhafter für die Bilanz ist jedoch die Notwendigkeit, Krisengebiete weiträumig zu umfliegen. Diese längeren Routen nach Asien und in den Nahen Osten treiben den Treibstoffverbrauch spürbar in die Höhe und verursachen netzwerkweite Verzögerungen.
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Rekordzahlen verpuffen am Markt
Diese doppelte Belastung überschattet die eigentlich hervorragenden Fundamentaldaten. Im abgelaufenen Jahr 2025 erwirtschaftete der Konzern einen operativen Gewinn von zwei Milliarden Euro und plant, die Dividende auf 0,33 Euro je Aktie anzuheben. Doch die Börse handelt die Zukunft, und die ist aktuell von Unsicherheit geprägt. Das spiegelt sich deutlich im Kurs wider: Mit einem heutigen Tagesverlust von über drei Prozent rutscht das Papier auf 7,83 Euro ab. Damit summiert sich der Abschlag der vergangenen 30 Tage auf beachtliche 15 Prozent. Die starken Zahlen aus 2025 rücken angesichts der akuten operativen Hürden in den Hintergrund.
Ein schnelles Ende des Gegenwinds hängt nun maßgeblich von den Entwicklungen der nächsten Tage ab. Einerseits muss eine zügige Einigung im Tarifkonflikt her, zumal am kommenden Montag, den 16. März, bereits das Ergebnis einer weiteren Streikabstimmung bei der Tochter Eurowings ansteht. Andererseits setzt das Management langfristig auf ein 2,5 Milliarden Euro schweres Transformationsprogramm und eine beschleunigte Flottenerneuerung, um die Kostenstruktur zu verbessern. Gelingt es, die akuten Streikkosten einzudämmen und die geopolitischen Zusatzbelastungen abzufedern, bietet die für 2026 geplante Kapazitätsausweitung von vier Prozent eine solide Basis für eine operative Erholung.
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