Am 28. Februar begann mit dem koordinierten Angriff von Israel und den USA der aktuelle Irankrieg. Die Drohungen des Iran einer Sperrung der Straße von Hormus wurden offenbar unterschätzt. Der Schiffsverkehr, welcher durch diese Meerenge muss, ist seitdem praktisch zum Erliegen gekommen. Da darüber aber rund 20 Prozent des weltweit verbrauchten Rohöls verschifft werden, ist der Ölpreis entsprechend steil nach oben geschossen. Sollte dieser Zustand länger andauern, wirkt sich dies auch auf andere Produkte aus, so dass insgesamt ein Anstieg der Inflation und in der Folge auch ein möglicher Zinsanstieg zu erwarten ist!
Stabilisierung um 100 US-Dollar?
Aktuell ist eine Stabilisierung um die runde Zahl von 100 US-Dollar zur erkennen – bei weiterhin hoher Schwankungsbreite. So keimt aktuell die Hoffnung auf, dass die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman bald wieder passiert werden kann. Sollte sich dies abzeichnen, könnte es auch am Ölmarkt wieder eine Entspannung geben. Mit den in Aussicht gestellten 400 Mio. Barrel durch die Internationale Energie Agentur würde zumindest der Ausfall des über die Straße von Hormus verschifften Öls über einen Zeitraum von 20 Tagen ausgeglichen werden. Sollte das verkehrstechnische Nadelöhr daher bald wieder geöffnet werden, ist auch eine Entspannung beim Ölpreis und in der Folge am Aktienmarkt möglich.
Spannendes Muster ab Mitte März?
Aus saisonaler Sicht ergibt sich ein starkes Muster am Aktienmarkt, welches bis Ende April eine freundliche Tendenz in Aussicht stellt. Sollte es tatsächlich zu einer Entspannung beim Öltransport über die Straße von Hormus kommen, könnte eine entsprechend deutliche Entspannung am Aktienmarkt folgen!
Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
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