Amazon startet als das schwächste Glied der „Magnificent Seven“ in das Börsenjahr 2026. Während der breite Markt im vergangenen Jahr kräftig zulegte, hinkte der E-Commerce-Gigant mit einem mageren Plus hinterher. Doch Analysten werten genau diese relative Schwäche nun als Chance: Hinter den Kulissen laufen die Wachstumsmotoren Cloud und Werbung auf Hochtouren.
Cloud und KI als Gewinnbringer
Das Herzstück der Investment-Story bleibt die Cloud-Sparte AWS. Nach einer Durststrecke hat sich das Wachstum im dritten Quartal 2025 mit 20 Prozent spürbar beschleunigt. Dieser Bereich ist längst mehr als nur Speicherplatz: Er generiert mittlerweile zwei Drittel der operativen Gewinne des Konzerns.
Treibende Kraft ist die massive Nachfrage nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz. Unternehmen mieten Kapazitäten für das Training von KI-Modellen, statt eigene Rechenzentren zu bauen. Hier spielt Amazon eine strategische Karte aus: Mit den eigenen Chips „Trainium“ und „Inferentia“ bietet der Konzern kostengünstige Alternativen zur Konkurrenz, was die Margen stützt.
Werbeeinnahmen und Investitions-Risiko
Neben der Cloud entwickelt sich das Werbegeschäft zur zweiten tragenden Säule. Mit einem Jahresumsatz von über 60 Milliarden Dollar und Wachstumsraten von 24 Prozent subventioniert diese hochprofitable Sparte das margenschwache Einzelhandelsgeschäft. Dies erlaubt Amazon aggressive Preisstrategien im Kampf gegen Konkurrenten wie Temu oder Shein.
Doch die Ambitionen haben einen hohen Preis. Im Jahr 2025 flossen rund 125 Milliarden Dollar in Investitionen (CapEx), primär für den Ausbau der KI-Infrastruktur und Logistik. Diese Ausgaben haben den freien Cashflow massiv belastet – ein Punkt, der Anleger zuletzt nervös machte. Die Wette der Wall Street basiert darauf, dass diese Investitionen ab 2026 durch steigende Cloud-Umsätze gerechtfertigt werden.
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Hier die wichtigsten Eckdaten im Überblick:
* Kursziel Analysten: Durchschnittlich 297 USD (+28% Potenzial)
* Bewertung: KGV von 29 (vergleichbar mit Microsoft/Alphabet)
* Erwartetes Umsatzwachstum 2026: ~11% auf 790 Mrd. USD
* AWS-Status: Beschleunigung auf 30% Wachstum nötig
Szenarien für das neue Jahr
Für Anleger liegen die Karten klar auf dem Tisch: Die Bewertung bewegt sich im Rahmen der großen Tech-Peers, während Analysten ein Aufholpotenzial von fast 30 Prozent sehen. Der Erfolg hängt jedoch an der Exekution. Das Cloud-Wachstum muss sich weiter Richtung 30-Prozent-Marke bewegen, um die enormen Infrastrukturausgaben zu validieren.
Sollten die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 eine Abschwächung bei AWS oder im Werbegeschäft zeigen, könnte die Aktie, die zuletzt bei 226,50 USD schloss, die Unterstützung im Bereich von 200 bis 210 USD testen. Bestätigt sich hingegen der Trend zur Margenverbesserung, rückt laut Expertenmeinung die Zone zwischen 280 und 320 USD in den Fokus.
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