Apex Critical Metals meldet zum Jahresende umfangreiche Bohrergebnisse vom Cap Critical Minerals Project in British Columbia und konkretisiert zugleich die Explorationspläne für 2026. Die Daten deuten auf eine größere, hochgradige Niob-Discovery hin, ergänzt um relevante Gehalte seltener Erden und Phosphat. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob das Cap-Projekt den Sprung in Richtung Ressourcendefinition schaffen kann.
Erweiterte Niob-Mineralisierung am Cap-Projekt
Die aktuellen Resultate vergrößern die bekannte mineralisierte Zone deutlich. Im Fokus steht das Bohrloch CAP25-006:
- 124,5 Meter mit 0,27 % Nb₂O₅
- darin enthalten: bereits gemeldete 36 Meter mit 0,59 % Nb₂O₅
- inklusive eines Teilintervalls von 10 Metern mit 1,08 % Nb₂O₅
Der Spitzengehalt von 1,08 % liegt klar über der in der Niob-Exploration oft als robust angesehenen Schwelle von 0,5 %. Die Mineralisierung in CAP25-006 ist laut Unternehmen in mehrere Richtungen offen und damit ein zentraler Ansatzpunkt für Folgearbeiten.
Das Explorationsprogramm 2025 umfasste neun heliunterstützte Kernbohrungen über insgesamt 2.323 Meter auf dem zu 100 % gehaltenen Projekt, rund 85 Kilometer nordöstlich von Prince George.
CEO Sean Charland betont die Kombination aus oberflächennaher, hochgradiger Niob-Mineralisierung und weiteren Treffern in Phosphat und seltenen Erden, was die Interpretation eines ausgedehnten, mineralisierten Karbonatit-Systems stützt.
Seltene Erden und Phosphat im Fokus
Neben Niob zeigen die Bohrungen ein Mehrrohstoff-Potenzial mit Seltenen Erden (REE) und Phosphat:
- Seltene Erden (REE)
CAP25-005 und CAP25-006: 1,08–1,33 % Gesamt-REE-Oxide (REO) über 3,0 bzw. 3,4 Meter
Phosphat (P₂O₅)
- CAP25-007: 16,2 % P₂O₅ über 3,8 Meter, eingebettet in ein breiteres Intervall von 45 Metern mit 6,22 % P₂O₅
- CAP25-012: 58,2 Meter mit 5,63 % P₂O₅, innerhalb einer größeren Zone von 97,2 Metern mit 4,5 % P₂O₅
Diese Ergebnisse unterlegen die Einschätzung des Unternehmens, dass Cap nicht nur ein Niob-Ziel ist, sondern ein vielseitiges Projekt mit mehreren potenziellen Produktströmen.
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Geophysik zeigt weiteres Zielgebiet
Parallel zur Bohrkampagne wurde Ende 2025 eine luftgestützte geophysikalische Messung abgeschlossen. Sie identifizierte eine ausgeprägte magnetische Anomalie von rund 2,2 mal 1,8 Kilometern, interpretiert als verborgener Intrusivkörper.
- Diese Struktur wurde bislang nur durch ein historisches Bohrloch von 2017 angeschnitten, das die mutmaßliche Zieltiefe jedoch nicht erreichte.
- Das Unternehmen sieht darin eine aussichtsreiche, bislang weitgehend ungetestete Zielzone.
Die magnetische Anomalie korreliert grob mit einem 1,8 Kilometer langen Niob-Anomalietrend in Bodenproben aus dem Programm 2024, der durch die Bohrungen 2025 im Untergrund bestätigt wurde.
Explorationsstrategie 2026
Für 2026 skizziert Apex eine zweigleisige Vorgehensweise am Cap-Projekt:
- Step-out-Bohrungen rund um CAP25-006, um Ausdehnung und Kontinuität der Niob-Mineralisierung besser zu definieren.
- Ersttests der magnetischen Anomalie im Südosten, um das Potenzial des interpretierten Intrusivkörpers zu überprüfen.
Die vollständigen Assay-Daten 2025 sowie die Ergebnisse der Magnetikmessung fließen in ein aktualisiertes geologisches Modell ein, das die Zieldefinition für weitere Bohrungen unterstützen soll.
Parallel dazu bleibt der kurzfristige Schwerpunkt auf dem Rift Rare Earth Project in Nebraska, wo ein vollständig finanziertes Bohrprogramm Anfang Q1 2026 starten soll.
Finanzrahmen und Ausblick
Die Meldung trifft auf eine Phase erhöhter Ausgaben. Anfang Dezember berichtete Apex für Q1 des Geschäftsjahres 2026 einen Nettoverlust von 2,68 Mio. CAD, nach 0,406 Mio. CAD im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit beschleunigten Explorationsaktivitäten.
Zur Finanzierung hatte das Unternehmen im Oktober 2025 eine Privatplatzierung über 10 Mio. CAD abgeschlossen. Dabei wurden 4 Mio. Einheiten zu 2,50 CAD je Einheit ausgegeben, um Umlaufvermögen und Explorationsaufwendungen zu decken.
Die Planung des Bohrprogramms 2026 läuft, die anstehenden Kampagnen sollen zeigen, ob Cap in die nächste Phase hin zur Ressourcendefinition übergehen kann. Wichtige Eckpunkte im kommenden Jahr sind der Bohrstart am Rift-Projekt in Nebraska zu Jahresbeginn sowie die Step-out-Bohrungen auf die offenbleibende Niob-Zone um CAP25-006. Die Ergebnisse dieser Arbeiten werden maßgeblich darüber entscheiden, welchen Stellenwert Cap und Rift künftig im Projektportfolio des Unternehmens einnehmen.
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