Commerzbank Aktie: Orlopp lehnt ab
Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp lehnt das Angebot von UniCredit ab, da es unter dem Börsenkurs liegt und keine angemessene Prämie bietet. Der Widerstand des Vorstands und des Bundes bleibt bestehen.

Kurz zusammengefasst
- UniCredit bietet 30,80 Euro je Commerzbank-Aktie
- Angebot liegt unter aktuellem Börsenkurs
- Orlopp will Profitabilität eigenständig steigern
- UniCredit nähert sich kritischer 30-Prozent-Marke
Das Übernahmepoker zwischen Frankfurt und Mailand spitzt sich zu. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hat das Angebot von UniCredit-Chef Andrea Orcel öffentlich als rein taktisches Manöver abgetan — ohne echte Prämie für die Aktionäre.
Angebot unter dem Börsenkurs
Orcels Offerte liegt bei rund 30,80 Euro je Commerzbank-Aktie, überwiegend in Form eines Aktientauschs (0,485 UniCredit-Aktien pro Commerzbank-Anteil). Das Problem: Der aktuelle Börsenkurs notiert darüber — und die Commerzbank-Führung wertet den impliziten Aufschlag von lediglich rund 4 Prozent gegenüber dem vorherigen Kursniveau als deutlich zu gering. UniCredit bewertet das Frankfurter Institut mit dem Angebot auf insgesamt etwa 35 Milliarden Euro.
Orlopp reagiert mit einer Gegenstrategie: Die Profitabilität soll beschleunigt gesteigert werden, um den eigenständigen Unternehmenswert zu untermauern. Der Bund, mit 12 Prozent noch immer Aktionär, stützt diese Haltung bislang.
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Kritische Schwelle rückt näher
UniCredit hält bereits rund 26 Prozent an der Commerzbank, dazu kommen Finanzinstrumente über weitere 4 Prozent. Damit nähert sich das italienische Institut der 30-Prozent-Marke — deren Überschreiten würde rechtlich ein offizielles Pflichtangebot auslösen. Orcel hat zuletzt offen gelassen, ob er eine feindliche Übernahme anstreben würde, sollte der Dialog mit dem Commerzbank-Vorstand weiter ausbleiben.
Marktbeobachter sehen darin den Versuch, die festgefahrene Situation aufzulösen, ohne ein deutlich teureres Angebot vorlegen zu müssen. Analysten honorierten UniCreditds Strategiepräsentationen positiv — auf politischer Ebene und im Commerzbank-Vorstand bleibt der Widerstand jedoch bestehen.
Das schwierige Marktumfeld erschwert eine Einigung zusätzlich. Steigende Energiepreise und anhaltend hohe Zinsen — die EZB hebt ihre Inflationsprognose für den Euroraum auf 2,6 Prozent an — trüben die Bewertung künftiger Fusionssynergien. Die Hauptversammlungen beider Institute in den kommenden Wochen dürften zum nächsten Kräftemessen werden.
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