Tui Aktie: Rekordstart ins neue Jahr

Der Reisekonzern TUI startet mit dem besten ersten Quartal seit 2014 ins Geschäftsjahr, übertrifft Analystenerwartungen deutlich und kündigt eine neue Dividendenpolitik an.

Kurz zusammengefasst:
  • Operatives Ergebnis deutlich über Analystenerwartungen
  • Kreuzfahrtgeschäft verzeichnet Rekordgewinn
  • Nettoverschuldung um 500 Millionen Euro gesenkt
  • Neue Dividendenpolitik mit Starter-Dividende vorgeschlagen

Der Reisekonzern Tui hat zum Jahresauftakt das beste erste Quartal seit der Fusion mit TUI Travel im Jahr 2014 erzielt. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) kletterte um 26,3 Millionen Euro auf 77,1 Millionen Euro – deutlich über den Analystenerwartungen von 63 Millionen Euro. Während der Umsatz mit 4,9 Milliarden Euro nahezu stabil blieb, zeigt sich die operative Stärke besonders im Geschäft mit Hotels und Kreuzfahrten.

Der Erfolg kommt nicht überraschend: Die Nachfrage nach Urlaubsreisen bleibt trotz gestiegener Lebenshaltungskosten robust. Konzernchef Sebastian Ebel äußerte sich äußerst zufrieden mit dem Start ins Geschäftsjahr 2025/26. Die Buchungen für Winter und Sommer entsprechen den Erwartungen, die Reiselust der Kunden ist ungebrochen.

Tui

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Kreuzfahrten als Wachstumstreiber

Das Segment Kreuzfahrten legte besonders stark zu: Das bereinigte EBIT verbesserte sich um 70,8 Prozent auf einen Rekordwert von 82,3 Millionen Euro. Die verfügbaren Passagiertage stiegen um 16 Prozent auf 3,0 Millionen, angetrieben durch die Aufnahme der Mein Schiff Relax in die Flotte. Trotz der deutlichen Kapazitätserweiterung gelang es Tui, die Auslastung zu steigern – ein klares Zeichen für die anhaltend hohe Nachfrage.

Auch der Hotelbereich entwickelte sich operativ besser als im Vorjahresrekordquartal. Allerdings belasteten zwei Sondereffekte das Ergebnis: Der Hurrikan auf Jamaika im Oktober führte zur vorübergehenden Schließung mehrerer Riu- und Royalton-Hotels und kostete rund 10 Millionen Euro. Hinzu kam der Wegfall eines positiven Bewertungseffekts aus dem Vorjahr in Höhe von 15 Millionen Euro. Dennoch erzielte das Segment Hotels & Resorts ein bereinigtes EBIT von 131,0 Millionen Euro.

Märkte zeigen Resilienz im Wettbewerb

Der Bereich Märkte und Airlines verbesserte sein bereinigtes EBIT um 7,9 Prozent auf minus 115,3 Millionen Euro – trotz eines wettbewerbsintensiven Marktumfelds und dem Hurrikan-Effekt von 6 Millionen Euro. Die Strategie, die eigene Risikokapazität zu reduzieren und gleichzeitig auf dynamische Produkte und App-Vertrieb zu setzen, zahlt sich aus. Die Flugauslastung blieb mit 86 Prozent auf hohem Niveau.

Für die Wintersaison 2025/26 liegt der gebuchte Umsatz ein Prozent unter Vorjahr, für den Sommer 2026 bei minus zwei Prozent. Diese Entwicklung entspricht den Planannahmen zur reduzierten Risikokapazität. Beliebteste Ziele bleiben die Kanarischen Inseln, Ägypten, das spanische Festland und die Kapverden. Bei den Fernzielen wächst besonders Thailand stark.

Finanzielle Basis gestärkt

Die Nettoverschuldung sank zum 31. Dezember 2025 um 500 Millionen Euro auf 3,6 Milliarden Euro. Diese Verbesserung resultiert aus einem höheren operativen Cashflow und günstigen Währungseffekten. Tui zahlte vorzeitig Schiffs- und Flugzeugfinanzierungen zurück und gab im Sommer 2025 einen Schuldschein über 295,5 Millionen Euro aus.

Die solide finanzielle Basis ermöglicht nun einen wichtigen Schritt: Tui schlägt für das Geschäftsjahr 2025 eine Starter-Dividende von 0,10 Euro je Aktie vor. Ab dem Geschäftsjahr 2026 ist eine Ausschüttungsquote von 10 bis 20 Prozent des bereinigten Ergebnisses je Aktie vorgesehen. Die neue Dividendenpolitik soll Ausschüttungen, operative Flexibilität und Schuldenabbau ausgewogen balancieren.

Für das Gesamtjahr 2025/26 bestätigt Tui die Prognose: Der Umsatz soll währungsbereinigt um zwei bis vier Prozent steigen, das bereinigte EBIT um sieben bis zehn Prozent wachsen. Die Buchungsentwicklung im Segment Urlaubserlebnisse bleibt positiv, höhere Durchschnittsraten spiegeln die starke Nachfrage wider.

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