Bei der Münchener Rück wird es in den nächsten Wochen konkret: Mit den Jahreszahlen für 2025 steht der nächste große Prüfstein vor der Tür. Gleichzeitig bleibt der Rückversicherungsmarkt ein Balanceakt zwischen Naturkatastrophenrisiken und der Preisdynamik bei Vertragserneuerungen. Was zählt diesmal mehr – Zahlenwerk oder Ausblick?
Zuletzt pendelte der Kurs eher seitwärts. Der Schlusskurs am Freitag lag bei 512,40 Euro, damit nur knapp über dem frischen 52-Wochen-Tief von 506,80 Euro. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch (671,21 Euro) bleibt mit rund 24% dagegen deutlich.
Die nächsten Trigger: Zahlen, HV, Q1
Der wichtigste Termin ist bereits terminiert: Am 26. Februar 2026 legt der Konzern die Geschäftszahlen für 2025 vor. Die Veröffentlichung wird zeigen, wie das Jahr operativ gelaufen ist – und ob die im Dezember 2025 kommunizierten Ziele der Strategie „Ambition 2030“ Bestand haben.
Kurz danach rückt ein Thema in den Vordergrund, das besonders einkommensorientierte Anleger interessiert: Die Hauptversammlung am 29. April 2026. Im Mittelpunkt steht dann die Dividendenentscheidung. Der Konzern hatte zuletzt eine kontinuierliche Dividendenpolitik verfolgt und die Ausschüttung in den vergangenen Jahren deutlich erhöht.
Weitere Termine stehen ebenfalls fest:
- 26. Februar 2026: Bilanz-Medienkonferenz zum Konzernabschluss 2025
- 29. April 2026: Hauptversammlung
- 12. Mai 2026: Quartalsmitteilung Q1 2026
- 7. August 2026: Halbjahresfinanzbericht 2026
Sektor-Lage: Naturgefahren vs. Preisniveau
Der Blick geht aber nicht nur auf die eigenen Zahlen. Der Rückversicherungssektor bleibt im Spannungsfeld zweier Kräfte: Großschäden durch Naturkatastrophen auf der einen Seite – und die Konditionen bei den Vertragserneuerungen auf der anderen.
Wichtig: Die Januar-Erneuerungsrunde ist bereits abgeschlossen. Wie sich Prämien und Bedingungen entwickelt haben, dürfte bei den kommenden Berichten eine zentrale Rolle spielen – denn daran hängt, wie gut sich Risiken aktuell „bepreisen“ lassen.
Was den Kurs bewegen kann
Als mögliche Katalysatoren nennt der Ausgangstext vor allem zwei Richtungen: Positiv könnte es werden, wenn die Jahreszahlen die Markterwartungen übertreffen oder das Management einen optimistischen Ausblick für 2026 liefert. Umgekehrt könnten unerwartete Großschäden oder eine schwächer als erwartete Preisentwicklung bei den Erneuerungen belasten.
Kursseitig passt dazu das Bild der letzten Wochen: Auf 30 Tage liegt die Aktie mit -5,18% im Minus und notiert auch unter den längerfristigen Durchschnitten (z.B. rund 7% unter dem 200-Tage-Schnitt bei 551,17 Euro). Der nächste harte Informationspunkt folgt am 26. Februar – und dürfte die Richtung für den weiteren Verlauf im Frühjahr mitprägen.
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