Die International Airlines Group (IAG) steht vor einem Führungswechsel im Finanzbereich. Der Konzern, zu dem British Airways und Iberia gehören, bestätigte, dass Finanzvorstand Nicholas Cadbury sein Amt im Juni 2026 niederlegen wird. Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf den internen Nachfolgeplan und die langfristige Finanzstrategie des Unternehmens.
Interner Nachfolger benannt
Die Gruppe hat José Antonio Barrionuevo als Nachfolger für die CFO-Position bestimmt, der sein Amt zur Jahresmitte antreten soll. Barrionuevo ist derzeit Finanz- und Transformationsvorstand bei British Airways, eine Position, die er seit 2023 innehat. Diese interne Beförderung signalisiert den Wunsch nach Kontinuität, da Barrionuevo seit 2013 für das Unternehmen tätig ist und zuvor sieben Jahre lang die Finanzen von Iberia leitete.
Der Wechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen darauf fokussiert ist, seine Bilanz nach mehreren Jahren branchenweiter Volatilität zu stärken. Dem scheidenden CFO Nicholas Cadbury wird zugeschrieben, während seiner Amtszeit seit 2022 die Aktionärsrenditen deutlich verbessert und die Profitabilität der Gruppe stabilisiert zu haben. Die Übergangsphase ist auf sechs Monate angesetzt, um einen reibungslosen Verantwortungswechsel zu gewährleisten.
Technisches Signal und Analystenmeinungen
Aktuell zeigt die IAG-Aktie ein klares technisches Kaufsignal. In den jüngsten Handelssitzungen durchbrach der Kurs erfolgreich seinen 200-Tage-Durchschnitt, der bei etwa 389,73 Pence liegt. Dies deutet auf eine Verschiebung der mittelfristigen Dynamik hin.
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Mehrere große Finanzinstitute bekräftigen ihre positive Einschätzung. Die Royal Bank of Canada (RBC) behält eine „Kaufen“-Einstufung mit einem Kursziel von 500 Pence bei. Bernstein SocGen Group erhöhte kürzlich sein Kursziel von 4,75 auf 4,90 Pfund und verwies auf „strukturelle Rückenwinde“ und eine starke Nachfrage in lateinamerikanischen Märkten als Hauptwachstumstreiber. Analysten heben auch die Netzwerkstrategie der Gesellschaft hervor, die es ermöglicht hat, zweistellige EBIT-Margen und Kapitalrenditen zu erzielen.
Strategische Ambitionen und Ausblick
Die IAG-Aktie reagiert zudem auf bestätigte Berichte über das Interesse des Konzerns, eine Beteiligung an der portugiesischen Fluggesellschaft TAP zu erwerben. Diese potenzielle Akquisition ist Teil einer breiteren Konsolidierungsstrategie im europäischen Luftfahrtsektor. Eine erfolgreiche Übernahme würde die Dominanz der Gruppe im Südatlantik-Korridor weiter festigen.
Gegenwärtig sieht sich das Unternehmen in bestimmten nordamerikanischen Segmenten mit Marktschwächen konfrontiert, die jedoch durch die starke Performance von Iberia und Vueling aufgewogen werden. Der Fokus liegt auf der Modernisierung der Flotte und dem Beibehalten einer branchenführenden Profitabilität, während sich die neue Führung auf die Übernahme der Verantwortung in den kommenden Monaten vorbereitet. Die Quartalszahlen im Februar werden einen ersten Einblick unter der sich abzeichnenden neuen Finanzführung geben.
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