Super Micro Computer Aktie: Großinvestoren schlagen zu

Institutionelle Anleger stocken ihre Positionen bei Super Micro Computer massiv auf, obwohl ein Schmuggel-Skandal und schrumpfende Margen den Aktienkurs belasten.

Felix Baarz ·
Super Micro Computer Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Großinvestoren erhöhen Anteile trotz massiver Kursverluste
  • Skandal um illegalen Chip-Export nach China belastet Aktie
  • Umsatzwachstum stark, Bruttomarge bricht jedoch ein
  • Mehrere Großbanken senken ihre Kursziele deutlich

Ein 2,5 Milliarden Dollar schwerer Schmuggel-Skandal, schrumpfende Margen und reihenweise gekappte Kursziele – die Vorzeichen für Super Micro Computer könnten kaum schlechter stehen. Während sich Sammelklagen formieren und der Aktienkurs am Boden liegt, zeigen aktuelle Pflichtmitteilungen ein überraschendes Bild. Ausgerechnet jetzt stocken institutionelle Investoren ihre Positionen massiv auf und spekulieren offenbar auf eine Erholung.

Unerwartete Kaufsignale am Optionsmarkt

Am vergangenen Wochenende veröffentlichte Daten belegen ein reges Interesse von Großanlegern an dem angeschlagenen Serverbauer. So erhöhte Concord Wealth Partners seinen Anteil um beachtliche 2.564 Prozent auf 1.039 Aktien. Noch gewichtiger ist der Schritt von Assenagon Asset Management: Der Vermögensverwalter verdoppelte seine Position im Vorquartal auf knapp 460.000 Papiere im Wert von rund 13,46 Millionen US-Dollar.

Parallel dazu verzeichnete der Optionsmarkt am Samstag ein ungewöhnlich hohes Volumen an Call-Optionen, das den üblichen Tagesdurchschnitt um 24 Prozent übertraf. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass einige Marktteilnehmer den jüngsten Kursverfall von rund 65 Prozent seit dem Sommer 2025 als Einstiegschance betrachten oder sich gegen weitere Schwankungen absichern.

Wachstumsfantasie trifft harte Realität

Der Hintergrund für den vorherigen Ausverkauf wiegt schwer. Mitte März erhob das US-Justizministerium Anklage gegen Mitgründer Yih-Shyan „Wally“ Liaw. Ihm wird vorgeworfen, über Scheinfirmen in Südostasien Nvidia-KI-Chips im Wert von 2,5 Milliarden Dollar illegal nach China exportiert zu haben. Obwohl das Unternehmen selbst nicht angeklagt ist und mit den Behörden kooperiert, führte der Vorfall zu einem sofortigen Führungswechsel im Compliance-Bereich.

Gleichzeitig lieferte das zweite Geschäftsquartal ein zweischneidiges Bild. Der Umsatz sprang im Jahresvergleich um über 123 Prozent auf 12,68 Milliarden Dollar und übertraf die Erwartungen deutlich. Allerdings brach die Bruttomarge im selben Zeitraum von 11,8 auf magere 6,3 Prozent ein.

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Aufgrund dieser fundamentalen und juristischen Unsicherheiten haben mehrere Großbanken ihre Erwartungen am Wochenende deutlich nach unten korrigiert:

  • Bank of America: Kursziel von 34 auf 24 Dollar gesenkt (Rating: „Underperform“)
  • Citigroup: Kursziel von 39 auf 25 Dollar reduziert

Die Experten befürchten, dass Zulieferer aufgrund strengerer Compliance-Vorgaben den Zugang zu essenziellen Komponenten wie den neuen Blackwell-GPUs von Nvidia einschränken könnten.

Juristische Aufarbeitung beginnt

Neben den operativen Herausforderungen rollt eine juristische Welle auf das Unternehmen zu. Mehrere Kanzleien werfen dem Management vor, Schwächen bei den Exportkontrollen verschwiegen und Investoren bezüglich der Umsätze in China in die Irre geführt zu haben. Bis zum 26. Mai 2026 haben geschädigte Aktionäre Zeit, sich als Hauptkläger für die anstehenden Sammelklagen zu registrieren. Bei einem aktuellen Kursniveau von rund 22 Dollar müssen Anleger das anhaltend starke KI-Umsatzwachstum direkt gegen die massiven regulatorischen Risiken der Bundesuntersuchung abwägen.

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