TeamViewer Aktie: Zwickmühle

TeamViewer erreicht ein 52-Wochen-Tief, da Analysten das Wachstum infrage stellen, obwohl die Software von Kunden hoch bewertet wird. Das Management erwartet für 2026 nur moderates Umsatzplus.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief
  • Goldman Sachs senkt Kursziel deutlich
  • Gedämpfte Wachstumsprognose für 2026
  • Kunden zeichnen Software mit Bestnoten aus

TeamViewer steckt in einer verzwickten Lage. Während Kunden die Software mit Bestnoten bewerten, senken Analysten ihre Kursziele. Die Aktie erreichte am 25. Februar ein neues 52-Wochen-Tief bei 4,43 Euro – und spiegelt damit die verhaltene Zuversicht des eigenen Managements wider.

Auszeichnung trifft auf Analystenskepsis

Am 23. Februar wurde TeamViewer bei den G2’s 2026 Best Software Awards auf Platz 2 der besten IT-Infrastruktur-Software gewählt. Die Auszeichnung basiert auf verifizierten Kundenbewertungen und bestätigt die technische Qualität der Fernwartungslösungen.

TeamViewer

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Einen Tag später folgte jedoch der Dämpfer: Goldman Sachs senkte das Kursziel von 6,50 auf 5,00 Euro. Das Rating „Neutral“ bleibt zwar bestehen, doch die Begründung wiegt schwer. Nach Auswertung der Q4-Zahlen rechnen die Analysten mit einem abgeschwächten Wachstum des Softwareanbieters.

Management bleibt vorsichtig

Die zurückhaltende Einschätzung der Bank deckt sich mit der eigenen Prognose von TeamViewer. Für 2026 erwartet das Unternehmen ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von lediglich 0 bis 3 Prozent bei einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 43 Prozent. Als Gründe nennt das Management das volatile Marktumfeld und Schwäche im Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen.

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Immerhin: Das Enterprise-Segment entwickelte sich 2025 robust. Der annualisierte wiederkehrende Umsatz wuchs hier währungsbereinigt um 19 Prozent. Der Gesamtumsatz erreichte 767,5 Millionen Euro – ein Plus von 5 Prozent. Das Großkundengeschäft bleibt damit der wichtigste Wachstumstreiber.

Branchenweiter Gegenwind belastet

TeamViewer kämpft zudem mit einem schwierigen Umfeld für Technologiewerte. Investoren zeigen sich zunehmend besorgt über hohe KI-Investitionskosten und schichten Kapital von Wachstums- in Substanzwerte um. Diese Skepsis trifft zahlreiche SaaS-Unternehmen und verstärkt den Druck auf die Kursentwicklung.

Mit einem Stand von 4,67 Euro notiert die Aktie deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Die Kombination aus gedämpfter Wachstumsperspektive und branchenweiter Zurückhaltung dürfte die Aktie kurzfristig weiter belasten – trotz der Anerkennung durch zufriedene Kunden.

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