Der Start in das Jahr 2026 hätte für Kraft Heinz kaum schwieriger sein können. Während der neue CEO Steve Cahillane die komplexe Aufspaltung des Konzerns vorantreibt, torpediert die US-Regierung das Kerngeschäft mit verschärften Gesundheitsrichtlinien. Die politische Kampagne gegen verarbeitete Lebensmittel trifft Marken wie Lunchables hart und wirft die Frage auf, ob der geplante Konzernumbau unter diesen Vorzeichen reibungslos gelingen kann.
„Eat Real Food“ belastet das Portfolio
Verantwortlich für die jüngste Nervosität ist die aggressive Wende in der US-Ernährungspolitik. Am 7. Januar veröffentlichte das Gesundheitsministerium unter Robert F. Kennedy Jr. die neuen Ernährungsrichtlinien für den Zeitraum 2025 bis 2030. Unter dem Motto „Eat Real Food“ wurde hochverarbeiteten Produkten und zugesetztem Zucker faktisch der Kampf angesagt.
Für Kraft Heinz ist diese Entwicklung bedrohlich: Umsatzbringer wie Oscar Mayer und Lunchables stehen im direkten Fokus dieser Politik. Der Markt reagierte prompt auf die Veröffentlichung, was die Aktie zur Wochenmitte deutlich unter Druck setzte, bevor sie sich zum Wochenausklang bei 23,42 US-Dollar stabilisierte.
Gewinnschwund und Analystenskepsis
Neben der politischen Debatte belasten schwache Fundamentaldaten den Kurs. Analysten zeichnen für das vierte Quartal ein ernüchterndes Bild: Der Gewinn pro Aktie wird bei 0,61 US-Dollar erwartet, was einem deutlichen Rückgang von rund 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch die Umsatzprognose für das Gesamtjahr von knapp 25 Milliarden US-Dollar deutet auf Stagnation hin.
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Trotz einer optisch günstigen Bewertung spiegelt der Abschlag die wachsenden strukturellen Risiken wider. Dies führte zuletzt auch zu Herabstufungen durch Analysten, die angesichts sinkender Gewinnschätzungen zur Vorsicht mahnen.
Konzernumbau im Gegenwind
Inmitten dieser Gemengelage übernahm Steve Cahillane am 1. Januar offiziell das Ruder. Seine zentrale Aufgabe ist die Aufteilung des Lebensmittelriesen in zwei separate Unternehmen: die wachstumsorientierte „Global Taste Elevation Co.“ und die auf Cashflow ausgerichtete „North American Grocery Co.“.
Doch gerade die zweite Sparte, die das heimische Geschäft mit Fertigprodukten bündelt, bekommt den regulatorischen Gegenwind nun voll zu spüren. Investoren verhalten sich dementsprechend abwartend, was sich im Kurs nahe dem 52-Wochen-Tief widerspiegelt. Die entscheidende Hürde für CEO Cahillane liegt nun darin, die Margen im ersten Halbjahr 2026 zu stabilisieren, bevor die geplante Aufspaltung in der zweiten Jahreshälfte vollzogen wird.
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