Voestalpine Aktie: Gefahr für Milliarden-Plan!
Voestalpine warnt vor fehlenden Strom- und Wasserstoffnetzen für die Dekarbonisierung. Trotz operativer Stärke und laufender Bauprojekte fordert der Konzern mehr Zeit von der EU.

Kurz zusammengefasst
- CEO Eibensteiner warnt vor fehlenden Energieinfrastrukturen
- Baufortschritte bei Elektroöfen im Zeit- und Kostenplan
- Milliardenaufträge aus der Luftfahrt sichern operative Basis
- Aktienkurs hat sich im vergangenen Jahr verdoppelt
Auf dem Papier läuft bei Voestalpine alles nach Plan. Ein frischer Milliardenauftrag aus der Luftfahrt und Baufortschritte beim Vorzeigeprojekt „greentec steel“ sorgen für Rückenwind. Hinter den Kulissen schlägt CEO Herbert Eibensteiner allerdings Alarm. Dem Stahlkonzern droht bei seiner Klimatransformation ein massives Infrastrukturproblem.
Fehlende Netze bedrohen Zeitplan
Der Konzernchef nimmt die europäische Politik direkt in die Pflicht. Für den geplanten Ersatz von fünf klassischen Hochöfen fehlen laut Eibensteiner schlichtweg die Strom- und Wasserstoffnetze in ausreichender Dimension. Er fordert daher mehr Zeit für die Umsetzung und eine Verlängerung der kostenlosen CO₂-Emissionsrechte. Ohne die physische Bereitstellung der nötigen Energie dürfe Brüssel die Klimaziele nicht weiter verschärfen.
Das Dekarbonisierungsprogramm selbst bewegt sich derweil exakt im Zeit- und Kostenrahmen. Noch in diesem Monat schließt Voestalpine den Rohbau für den ersten Elektrolichtbogenofen in Linz ab. Ab Februar 2027 soll die Anlage in Betrieb gehen. Zusammen mit einem zweiten Ofen in Donawitz will das Unternehmen seine Emissionen bis 2029 um rund 30 Prozent senken. Regulativ profitiert der Konzern obendrein vom neuen EU-Kohlenstoffgrenzmechanismus (CBAM), der importierten Stahl aus Ländern wie China verteuert.
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Operative Stärke stützt den Kurs
Abseits der Klimapolitik sicherten sich die Österreicher gerade erst Aufträge im Luft- und Raumfahrtsektor über eine Milliarde Euro für die kommenden fünf Jahre. Am Aktienmarkt wird diese operative Stabilität honoriert. Der Titel konnte in den vergangenen zwölf Monaten um beachtliche 100,38 Prozent zulegen und notiert aktuell bei 42,32 Euro.
Finanziell steht das Fundament für den teuren Umbau. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres kletterte das EBITDA auf eine Milliarde Euro, während die Nettoverschuldung um über 27 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro schrumpfte. Wie sich die Margen im Gesamtjahr unter dem Strich entwickelt haben, legt das Management am 3. Juni mit den endgültigen Jahreszahlen offen.
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