Nike Aktie: Diversitätsvorwurf belastet

Die US-Arbeitsbehörde EEOC untersucht Nike wegen angeblicher Benachteiligung weißer Angestellter durch Diversitätsprogramme. Der Konzern weist die Vorwürfe zurück, während der politische Druck wächst.

Kurz zusammengefasst:
  • Ermittlungen wegen angeblicher Diskriminierung weißer Mitarbeiter
  • Nike wehrt sich juristisch gegen die Vorwürfe
  • Politische Lage unter Trump erhöht Druck auf Diversitätsprogramme
  • Sportartikelmarkt wächst trotz rechtlicher Auseinandersetzungen

Nike steht unter Beschuss. Die US-Behörde Equal Employment Opportunity Commission (EEOC) ermittelt seit Mai 2024 gegen den Sportartikelhersteller – Vorwurf: Diskriminierung weißer Mitarbeiter durch Diversitätsprogramme. Erst jetzt wurden die Untersuchungen durch Gerichtsunterlagen öffentlich. Die Nike-Aktie reagierte mit einem vorbörslichen Minus von 0,72 Prozent auf 63,76 Dollar.

Im Zentrum der Ermittlungen stehen Nikes Coaching-Programme für unterrepräsentierte Gruppen und Quotenziele für Minderheiten. Die republikanische EEOC-Kommissarin Andrea Lucas wirft dem Konzern vor, qualifizierte Weiße bei Einstellungen und Beförderungen übergangen zu haben. Nike wehrt sich vor Gericht gegen eine Auskunftsanordnung der Behörde – der Konzern weist die Vorwürfe zurück.

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Politischer Gegenwind verschärft sich

Die Untersuchung begann noch unter Präsident Joe Biden, doch seit Donald Trumps Amtsantritt im Januar 2025 hat sich der Druck auf Diversitätsprogramme massiv erhöht. Die Republikaner kontrollieren nun die EEOC-Kommission, Lucas wurde zur Vorsitzenden ernannt. Trumps Lager hat Diversitätsinitiativen den Kampf angesagt – mit dem Argument, sie würden andere Bevölkerungsgruppen diskriminieren.

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Die Telekommunikationsbranche zeigt, wohin die Reise geht: T-Mobile US und Verizon mussten ihre Diversitätsprogramme aufgeben, bevor die US-Regierung Übernahmen genehmigte. Für Nike ist das eine brisante Entwicklung. Der Konzern hat sich das Ziel gesetzt, den Anteil von Minderheiten an der US-Belegschaft auf 35 Prozent zu erhöhen. Viele seiner prominenten Werbeträger – Spitzensportler in den USA – sind Schwarze. Der Einsatz für Minderheiten gehört seit Jahren zur Marken-DNA.

Markt wächst, Nike unter Druck

Während Nike rechtliche Auseinandersetzungen führt, boomt der globale Sportartikelmarkt. Laut einer aktuellen Marktstudie soll das Volumen von 243,8 Milliarden Dollar 2025 auf 383,88 Milliarden Dollar bis 2032 steigen – ein jährliches Wachstum von 6,7 Prozent. Fitness-Bewusstsein und die Athleisure-Bewegung treiben die Nachfrage.

Top Wear dominiert das Segment, Männer bleiben die größte Käufergruppe. Doch der am schnellsten wachsende Bereich ist Damenmode für Sport und Fitness. Nordamerika führt den Markt an, Asien-Pazifik wächst am stärksten. Konkurrenten wie Adidas, Lululemon und Decathlon setzen auf Innovation und Nachhaltigkeit – während Nike sich mit politischen Auseinandersetzungen herumschlagen muss, die wenig mit Produktentwicklung zu tun haben.

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