Rückzug für den Fortschritt? Der Essener Energiekonzern trennt sich von seinem gesamten schwedischen Windkraft-Portfolio und schärft damit sein Profil. Was auf den ersten Blick wie eine Verkleinerung wirkt, werten Experten als klugen Schachzug zur Fokussierung auf profitablere Kernmärkte. Die Analysten reagierten am Wochenende prompt mit deutlichen Kurszielanhebungen.
- Verkauf: RWE veräußert das schwedische Windgeschäft an Aneo (Closing erwartet Q1 2026).
- Analysten-Echo: Jefferies und Berenberg heben die Kursziele auf bis zu 61 Euro an.
- Trend: Die Aktie notiert mit 51,56 Euro nahe dem 52-Wochen-Hoch.
Exit in Skandinavien
Am späten Freitagabend meldete RWE den Verkauf seiner schwedischen Windkraft-Sparte an den Spezialisten Aneo. Das Paket ist substanziell: Es umfasst nicht nur operative Onshore-Windparks und den Offshore-Park Karehamn, sondern vor allem eine Entwicklungspipeline mit einer Kapazität von 1,8 Gigawatt. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen.
Dieser Schritt ist weit mehr als eine simple Bestandsbereinigung. Er markiert die konsequente Umsetzung der Strategie, Ressourcen aus kleineren, fragmentierten Märkten abzuziehen und auf volumenstarke Regionen zu konzentrieren.
Fokus auf „Big Markets“
Der Verkauf in Schweden ist das logische Gegenstück zur Expansion in den Kernmärkten Großbritannien, Deutschland und den USA. Erst Mitte Januar sicherte sich der Konzern in UK wichtige Zuschläge für Offshore-Kapazitäten und verkündete eine 15-Milliarden-Dollar-Partnerschaft mit dem Finanzinvestor KKR.
Die Botschaft an den Markt ist eindeutig: RWE vermeidet den Versuch, auf jeder europäischen Hochzeit zu tanzen. Stattdessen fließt das Kapital dorthin, wo durch klare regulatorische Rahmenbedingungen und Skaleneffekte die höchsten Renditen winken.
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Experten sehen Kurspotenzial
Diese Disziplin bei der Kapitalallokation kommt bei institutionellen Beobachtern gut an. Die Reaktionen der Analystenhäuser fielen eindeutig aus:
- Jefferies bestätigte die Kaufempfehlung und schraubte das Kursziel auf 61,00 Euro nach oben. Die Experten sehen RWE ideal positioniert, um vom Energiehunger neuer Rechenzentren zu profitieren.
- Die Privatbank Berenberg hob ihr Ziel drastisch von 42 auf 58,00 Euro an. Die Begründung: Das starke Wachstum des Konzerns sei im aktuellen Kurs noch nicht ausreichend abgebildet.
Die Aktie bestätigt diese Einschätzung durch relative Stärke. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein Plus von gut 78 Prozent und notiert derzeit nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 53,42 Euro.
Die nächste wichtige Wegmarke für Anleger ist der 12. März 2026. An diesem Tag legt RWE den Geschäftsbericht für 2025 vor. Investoren erwarten dann konkrete Aussagen darüber, wie die frei gewordenen Mittel aus dem Schweden-Deal reinvestiert werden, um den Wachstumskurs in den Kernmärkten weiter zu beschleunigen.
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