Adobe Aktie: Abwärtsspirale hält an

Die Adobe-Aktie verliert über 20 Prozent im Jahr 2026 und erreicht ein neues Jahrestief, obwohl die Quartalszahlen solide waren. Investoren fürchten die Bedrohung des Geschäftsmodells durch KI-Tools.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief
  • Solide Quartalszahlen verpuffen wirkungslos
  • Analysten schrauben Erwartungen deutlich zurück
  • Nächstes Quartalsergebnis im März entscheidend

Der Software-Riese steckt tief in der Krise, obwohl die nackten Geschäftszahlen eigentlich solide aussehen. Seit Jahresbeginn 2026 hat das Papier über 20 Prozent an Wert verloren, getrieben von einer fundamentalen Angst der Investoren: Wird künstliche Intelligenz das Geschäftsmodell des Platzhirsches für Kreativsoftware zerstören?

Neues Jahrestief erreicht

Der Abwärtsdruck riss auch in dieser Woche nicht ab. Am 9. Februar markierte die Aktie bei 262,95 US-Dollar ein neues 52-Wochen-Tief. Damit summieren sich die Verluste seit dem Hoch im Februar 2025 auf über 40 Prozent. Das Handelsvolumen bleibt hoch, was auf eine anhaltende Umschichtung durch große Adressen hindeutet. Hedgefonds haben Berichten zufolge ihre Short-Positionen im Softwaresektor zu Jahresbeginn massiv ausgebaut und profitieren nun von der Schwäche der etablierten Anbieter.

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Analysten werden vorsichtiger

Die Stimmung an der Wall Street hat sich spürbar abgekühlt. Zwar lautet der Konsens weiterhin „Hold“, doch namhafte Institute haben ihre Erwartungen deutlich zurückgeschraubt:

  • Goldman Sachs nahm die Bewertung im Januar mit einem „Sell“-Rating auf.
  • Piper Sandler stufte das Papier am 3. Februar auf „Neutral“ herab.
  • BMO Capital Markets strich bereits im Januar die Kaufempfehlung.

Aktuell stehen den 10 Kaufempfehlungen immerhin 11 Halte- und 4 Verkaufsempfehlungen gegenüber. Das durchschnittliche Kursziel von 401,13 US-Dollar wirkt angesichts der aktuellen Notierung fast schon ambitioniert.

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Gute Zahlen verpuffen

Besonders frustrierend für langfristige Anleger ist die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Leistung. Die im Dezember gemeldeten Zahlen für das vierte Quartal 2025 übertrafen die Erwartungen: Der Gewinn pro Aktie lag mit 5,50 US-Dollar über den Schätzungen, und der Umsatz kletterte um 10,5 Prozent auf 6,19 Milliarden US-Dollar. Doch diese fundamentalen Stärken dringen derzeit nicht gegen das vorherrschende Narrativ der KI-Bedrohung durch.

Investoren befürchten, dass generative KI-Tools die Einstiegshürden für kreative Arbeit senken und günstigere Konkurrenzprodukte den Markt fluten könnten. Adobe versucht gegenzusteuern und erhöhte die Marketingausgaben im Jahr 2025 laut Bloomberg um über 30 Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar, um die eigene Wettbewerbsposition zu verteidigen.

Ausblick: Zahlen im März entscheiden

Die nächste wichtige Richtungsentscheidung steht am 12. März 2026 an. Dann legt der Konzern die Ergebnisse für das erste Quartal vor. Der Markt rechnet mit einem Gewinn je Aktie zwischen 5,85 und 5,90 US-Dollar. Entscheidender als der reine Gewinn wird jedoch der Kommentar des Managements zur Integration von KI-Funktionen und zur Entwicklung der Abonnentenzahlen im aktuellen Konkurrenzumfeld sein.

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