VW Aktie: Solide Entwicklung!

Die Konzernchefs von Volkswagen und Stellantis drängen in Brüssel auf finanzielle Anreize und ein "Made in Europe"-Label für lokal produzierte Elektrofahrzeuge, um den Standort zu stärken.

Kurz zusammengefasst:
  • Forderung nach EU-Finanzanreizen für lokal gefertigte E-Autos
  • Strategischer Spagat zwischen Europa-Schutz und China-Exporten
  • Volkswagen-Aktie stabil über 200-Tage-Linie bei niedrigem RSI
  • Branche sichert 8% des EU-BIP und 13 Millionen Jobs

Volkswagen und Stellantis suchen heute den Schulterschluss – nicht im Werk, sondern in Brüssel. Die Konzernchefs Oliver Blume und Antonio Filosa drängen auf neue Leitplanken für Europas Autoindustrie. Im Kern geht es um eine „Made in Europe“-Strategie, die E-Autos aus EU-Produktion gezielt begünstigen soll.

Das ist mehr als Symbolpolitik: Der Vorstoß trifft einen Nerv, weil Europas Hersteller unter wachsendem Wettbewerbsdruck stehen – besonders aus China. Und genau hier liegt auch der Spagat, der die Debatte so interessant macht: Wie passt der Ruf nach EU-Schutz zu einer gleichzeitig global ausgerichteten Liefer- und Produktionsstrategie?

Volkswagen

DE0007664039
-
Heute: -
7 Tage: -

Was VW und Stellantis konkret fordern

Die beiden CEOs werben für Maßnahmen, die den Standort Europa attraktiver machen und heimische Produktion absichern sollen. Genannt werden vor allem drei Hebel:

  • Finanzielle Anreize für Elektrofahrzeuge, die in der EU gefertigt werden
  • CO₂-Boni in der Flottenrechnung, die lokal produzierte Fahrzeuge begünstigen
  • „Made in Europe“-Label, gekoppelt an strikte Kriterien zu Produktionsort und Komponentenherkunft

Zur Begründung verweisen die Manager auf die volkswirtschaftliche Bedeutung der Branche: 8% des EU-BIP und rund 13 Millionen Arbeitsplätze hängen demnach am Automobilsektor.

Der heikle China-Spagat

Politisch wirbt Volkswagen für mehr Schutz und Anreize in Europa. Gleichzeitig gibt es Berichte, wonach der Konzern China stärker als Export-Hub für globale Märkte nutzen will. Das wirkt widersprüchlich – ist aber letztlich Ausdruck einer Doppelstrategie: Heimatmarkt absichern, während man Produktionsvorteile anderswo nutzt.

Kann diese Linie politisch durchsetzbar bleiben? Sie dürfte zumindest erklären, warum der Ruf nach „Made in Europe“-Regeln jetzt so offensiv kommt: Wer die Spielregeln definiert, kann Kosten- und Wettbewerbsnachteile besser abfedern.

Aktie: Stabil über 200 Tage, RSI tief

Am Markt zeigt sich die Aktie zuletzt robust. Gestern (Mittwoch) schloss sie bei 105,80 Euro und liegt damit rund 9,12% über dem 200-Tage-Durchschnitt (96,96 Euro) – ein Signal, dass der mittelfristige Trend zuletzt eher nach oben gedreht hat.

Gleichzeitig fällt ein Wert auf, der auf kurzfristige Schwäche hindeutet: Der RSI (14 Tage) liegt bei 27,8. Das ist ein Bereich, den viele Marktteilnehmer als „überverkauft“ interpretieren. Zur Einordnung passt: Vom 52‑Wochen‑Hoch bei 109,95 Euro ist die Aktie nur 3,77% entfernt, während sie gegenüber dem 52‑Wochen‑Tief (83,16 Euro) deutlich Luft gewonnen hat.

Im Blick bleibt damit weniger eine einzelne Kursmarke – sondern die Frage, ob der politische Vorstoß in Europa tatsächlich in konkrete Förder- und Regellogik mündet, die den Standort spürbar stärkt.

Zum Wochenschluss dürfte entscheidend sein, ob die Aktie den Bereich um den 50‑Tage‑Durchschnitt (104,02 Euro) weiter verteidigt und damit die jüngste Stabilisierung untermauert.

VW-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue VW-Analyse vom 5. Februar liefert die Antwort:

Die neusten VW-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für VW-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

VW: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Hebelprodukte konnten nicht geladen werden.

Weitere Artikel zu Volkswagen

Neueste News

Alle News

Volkswagen Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten