Intel Aktie: Angriff auf TSMC

Intel beginnt die Massenproduktion seiner 1,8-Nanometer-Chips, um TSMC zu überholen. Die Finanzierung durch Nvidia sichert den Umbau, doch die niedrige Ausbeute bleibt eine Herausforderung.

Kurz zusammengefasst:
  • Start der strategischen 18A-Chipfertigung
  • Nvidia beteiligt sich mit fünf Milliarden Dollar
  • Technologischer Vorsprung durch PowerVia-Technik
  • Aktienkurs stieg im letzten Jahr um 87 Prozent

Zum Start des Jahres 2026 setzt Intel alles auf eine Karte. Der Halbleiter-Riese hat offiziell die Massenproduktion seines strategisch entscheidenden 18A-Prozesses gestartet, um die technologische Führung von TSMC zurückzuerobern. Flankiert wird dieser operative Meilenstein von einer massiven Finanzspritze durch Nvidia, doch interne Daten zeigen, dass der Weg zur Profitabilität noch steinig ist.

Technologischer Vorsprung mit Hürden

Der Beginn der Fertigung der 1,8-Nanometer-Chips markiert für Intel den Eintritt in die sogenannte „Angstrom-Ära“. Technisch integriert der Konzern dabei zwei Schlüsseltechnologien: neuartige Gate-All-Around Transistoren (RibbonFET) und eine Stromversorgung von der Rückseite des Chips (PowerVia). Branchenbeobachter bescheinigen Intel hier durch PowerVia einen technologischen Vorsprung von geschätzt 12 bis 18 Monaten gegenüber dem N2-Knoten des Konkurrenten TSMC.

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Die Herausforderung liegt jedoch in der wirtschaftlichen Umsetzung. Berichten zufolge liegen die aktuellen Ausbeuten (Yield-Rates) der Produktion lediglich zwischen 60 und 65 Prozent. Dieser Wert drückt auf die Marge und verdeutlicht das Exekutionsrisiko bei der Skalierung. Während Microsoft und Amazon die Technologie bereits für ihre KI-Chips nutzen, hat sich Nvidia zwar den Prozess angesehen, aber noch keine Zusage für eine Massenproduktion auf diesem spezifischen Knoten gegeben.

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Milliarden-Spritze sichert den Umbau

Finanziell verschafft sich Intel durch strategische Partnerschaften Luft. Nvidia hat sich kürzlich mit fünf Milliarden Dollar zu rund fünf Prozent am Unternehmen beteiligt. Zusammen mit Mitteln von SoftBank und staatlichen Förderungen verfügt Intel nun über Cash-Reserven von rund 31 Milliarden Dollar. Diese Liquidität ist essenziell für CEO Lip-Bu Tan, um den kostspieligen Umbau des Konzerns voranzutreiben, ohne in finanzielle Engpässe zu geraten.

An der Börse wurde die Stabilisierung des Unternehmens bereits vorweggenommen. Die Aktie, die das Handelsjahr 2025 bei 36,90 US-Dollar beendete, verzeichnete in den letzten zwölf Monaten einen Kursanstieg von rund 87 Prozent. Analysten bleiben trotz der Rallye vorsichtig und bewerten den Titel mehrheitlich neutral bis skeptisch, da die Diskrepanz zwischen technischem Anspruch und operativer Realität noch geschlossen werden muss.

Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf die zweite Jahreshälfte 2026. Dann sollen die ersten „Panther Lake“ CPUs ausgeliefert werden, die als erste Verbraucherprodukte auf dem neuen 18A-Prozess basieren. Erst wenn diese Chips erfolgreich im Markt ankommen und die Fertigungsausbeute signifikant über die 65-Prozent-Marke steigt, wird sich zeigen, ob Intels Strategie zur Rückgewinnung der Marktführerschaft aufgeht.

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