Intel Aktie: AMD-Offensive belastet

Intel verzeichnet deutliche Kursverluste, während Konkurrent AMD in wichtigen Segmenten weiter zulegt. Details zur kommenden Prozessorgeneration Nova Lake belasten die Perspektive.

Kurz zusammengefasst:
  • AMD erobert Marktanteile in Desktop- und Server-Segmenten
  • Intel meldet Verlust je Aktie, AMD starkes Gewinnwachstum
  • Neue Nova Lake-CPUs mit hoher Leistungsaufnahme erwartet
  • Intel erwartet erst ab Q2 2026 Entspannung bei Lieferengpässen

Intel steht unter Druck. Während der Halbleitersektor zulegt, verliert die Aktie binnen einer Woche 7,5 Prozent an Wert. Der Hauptgrund: Konkurrent AMD nimmt weiter Marktanteile ab – und das in nahezu allen wichtigen Segmenten. Gleichzeitig werfen Details zur kommenden Prozessorgeneration Fragen zu Kosten und Rentabilität auf.

AMD auf dem Vormarsch

Die jüngsten Zahlen von Mercury Research für das vierte Quartal 2025 zeichnen ein klares Bild: AMD erobert systematisch Terrain. Im Desktop-Segment erreichte AMD einen Marktanteil von 36,4 Prozent bei den verkauften Einheiten, der Umsatzanteil kletterte auf 42,6 Prozent. Noch deutlicher fällt die Entwicklung im lukrativen Server-Geschäft aus – hier steuert AMD mittlerweile 41,3 Prozent zum Gesamtumsatz bei, ein neuer Rekordwert.

Intel

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Der Kontrast zu Intel könnte kaum größer sein. Während AMD im vierten Quartal 2025 einen Gewinn je Aktie von 0,92 Dollar meldete – ein Plus von 217 Prozent gegenüber dem Vorjahr –, wies Intel einen Verlust von 0,12 Dollar je Aktie aus. Die Rechenzentren-Sparte von AMD legte um 39 Prozent zu, Intels entsprechender Bereich nur um 9 Prozent. Das Client-Geschäft schrumpfte sogar um 7 Prozent.

Intel selbst räumt ein, dass Lieferengpässe die Fähigkeit beeinträchtigen, die Nachfrage zu bedienen – ausgerechnet im margenstarken Datacenter-Segment.

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Nova Lake: Leistung mit hohem Preis

Für Ende 2026 plant Intel die Einführung der Nova Lake-Prozessoren. Das Flaggschiff-Modell soll bis zu 16 Performance-Kerne, 32 Effizienz-Kerne sowie Intels Antwort auf AMDs 3D V-Cache bieten. Berichten zufolge könnte die Spitzenversion allerdings über 700 Watt Leistungsaufnahme erreichen. Das wirft Fragen nach Produktionskosten, Kühlungsanforderungen und letztlich der Marge auf – in einer Phase, in der Intel ohnehin um Profitabilität ringt.

Ausblick bleibt verhalten

Für das erste Quartal 2026 stellt Intel lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis in Aussicht. CFO David Zinsner erwartet eine Entspannung der Lieferengpässe erst ab dem zweiten Quartal. Die Aktie bleibt trotz des jüngsten Rückschlags mit einem Plus von rund 27 Prozent seit Jahresbeginn im grünen Bereich.

Die nächsten Quartalszahlen am 23. April dürften zeigen, ob Intel die Trendwende im Wettbewerb mit AMD tatsächlich einleiten kann – oder ob der Abstand weiter wächst.

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