Der US-Telekomriese hat am Freitag Zahlen vorgelegt, die aufhorchen lassen. Mit 616.000 neuen Mobilfunkkunden im vierten Quartal übertraf das Unternehmen die Erwartungen deutlich – der beste Quartalswert seit 2019. Die Börse reagierte prompt: Die Aktie schoss um fast neun Prozent nach oben.
Schulman zeigt seine Handschrift
Seit CEO Dan Schulman vor rund 100 Tagen das Ruder übernahm, hat sich bei Verizon einiges getan. „Wir werden nicht länger ein Jagdrevier für unsere Konkurrenten sein“, ließ der neue Chef verlauten. Die Zahlen geben ihm recht: Insgesamt gewann der Konzern über eine Million neue Kunden in den Bereichen Mobilfunk und Breitband. Auch im Glasfasergeschäft läuft es wieder – 67.000 neue Fios-Internet-Kunden bedeuten das stärkste vierte Quartal seit 2020.
Die Umstrukturierung unter Schulman scheint Früchte zu tragen. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 36,4 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,09 Dollar ebenfalls über den Markterwartungen.
Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm als Sahnehäubchen
Doch damit nicht genug. Verizon kündigte zusätzlich ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 25 Milliarden Dollar an. Allein 2026 sollen Papiere im Wert von mindestens drei Milliarden Dollar zurückgekauft werden. Ein klares Signal an die Aktionäre: Das Management glaubt an die eigene Stärke.
Die Frontier-Übernahme, die am 20. Januar 2026 abgeschlossen wurde, erweitert die Glasfaser-Reichweite auf über 30 Millionen Haushalte und Unternehmen. Mit insgesamt mehr als 16,3 Millionen Breitband- und Fixed-Wireless-Verbindungen hat sich Verizon deutlich breiter aufgestellt.
Ehrgeizige Ziele für 2026
Kann Schulman das Momentum halten? Die Prognose für 2026 ist ambitioniert: 750.000 bis eine Million neue Mobilfunkkunden – das Zwei- bis Dreifache des Vorjahreswerts. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll auf 4,90 bis 4,95 Dollar steigen, was einem Wachstum von vier bis fünf Prozent entspricht.
Besonders bemerkenswert: Der Free Cashflow soll um mindestens sieben Prozent auf 21,5 Milliarden Dollar oder mehr klettern – der höchste Wert seit 2020. Bei den Investitionsausgaben plant Verizon 16,0 bis 16,5 Milliarden Dollar, wobei mindestens zwei Millionen Glasfaseranschlüsse neu gebaut werden sollen.
Wettbewerber im Rückspiegel
Während Konkurrent AT&T in der Vorwoche nur 421.000 neue Mobilfunkkunden vermelden konnte, zieht Verizon deutlich davon. Die Werbeoffensive im hart umkämpften US-Mobilfunkmarkt zahlt sich aus. Auch die modernisierten Vereinbarungen mit den MVNO-Partnern Charter und Comcast stärken die Position des Unternehmens.
Die Aktie steht damit vor einem Wendepunkt. Nach Jahren des Stillstands scheint Verizon unter Schulman wieder in die Offensive zu gehen. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie schnell die Turnaround-Story an Fahrt gewinnt.
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