Der weltgrößte Auftragsfertiger für Chips liefert Zahlen, die selbst optimistische Schätzungen in den Schatten stellen. TSMC meldet für das abgelaufene Quartal nicht nur einen Rekordgewinn, sondern kündigt gleichzeitig ein massives Investitionsprogramm an, das an der Wall Street für Aufsehen sorgt. Während Kritiker vor einer Überhitzung des Sektors warnen, sendet das Management ein klares Signal: Der KI-Boom hat gerade erst begonnen.
Gewinnsprung und Margenstärke
Im vierten Quartal 2025 erzielte TSMC einen Nettogewinn von umgerechnet 16 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit übertraf der Konzern die Konsensschätzungen deutlich. Besonders bemerkenswert ist die Profitabilität: Die Bruttomarge kletterte auf über 62 Prozent.
Verantwortlich für diesen Schub ist vor allem die enorme Nachfrage nach Hochleistungschips für KI-Anwendungen. Diese fortschrittlichen Technologien machen inzwischen mehr als die Hälfte des Quartalsumsatzes aus. Die Abhängigkeit von modernsten Fertigungsverfahren (7-Nanometer und kleiner) hat sich als profitabler Wachstumstreiber erwiesen, wobei allein die 3-Nanometer-Technologie fast ein Drittel der Wafer-Umsätze beisteuert.
Überraschung beim Investitionsvolumen
Doch die eigentliche Nachricht verbarg sich im Ausblick. Für das laufende Jahr plant TSMC Investitionen (CapEx) zwischen 52 und 56 Milliarden US-Dollar. Das sind bis zu 37 Prozent mehr als im Vorjahr und liegt weit über den Erwartungen der Analysten, die lediglich mit rund 41 Milliarden US-Dollar gerechnet hatten.
CEO C.C. Wei adressierte Bedenken bezüglich einer möglichen „KI-Blase“ direkt. Nach intensiven Gesprächen mit den Kunden sei er überzeugt, dass die Nachfrage real und nachhaltig sei. Die massiven Ausgaben fließen zu einem Großteil in die Entwicklung fortschrittlicher Prozesse, um den Hunger nach Rechenleistung von Kunden wie Nvidia und Apple zu stillen.
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Expansion in Arizona beschleunigt
Diese Zuversicht spiegelt sich auch in der US-Strategie wider. Parallel zu den Finanzkennzahlen kündigte das Unternehmen den Kauf weiteren Landes in Arizona an, um dort einen unabhängigen „Gigafab-Cluster“ zu errichten. Der Zeitplan für die zweite Fabrik wurde auf die zweite Jahreshälfte 2027 vorgezogen. Dieser Schritt wird durch ein neues Handelsabkommen zwischen den USA und Taiwan flankiert, das Investitionen in den Halbleitersektor begünstigt.
Marktbeobachter werten die beschleunigte Expansion als strategischen Schachzug, um Produktionsrisiken zu diversifizieren und näher an den US-amerikanischen Großkunden zu operieren. Analystenhäuser reagierten prompt: Needham und TD Cowen erhöhten ihre Kursziele signifikant, wobei Needham nun 410 US-Dollar anvisiert. Die Aktie notiert aktuell nahe ihrem Allzeithoch bei 342,40 US-Dollar.
Ausblick auf das erste Halbjahr
Der Fokus richtet sich nun auf Mitte April 2026, wenn TSMC die nächsten Quartalszahlen vorlegt. Anleger werden dann prüfen, ob die aggressive Umsatzprognose für das erste Quartal – ein geplantes Wachstum von bis zu 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr – eingehalten wird. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung bleiben die Fortschritte bei der 2-Nanometer-Produktion und die konkrete Auslastung der neuen Kapazitäten.
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