Der Bremer Projektentwickler Energiekontor hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem signifikanten Deal abgeschlossen und damit seine operative Schlagzahl deutlich erhöht. Nach einer volatilen Phase an der Börse untermauert der Verkauf von zwei Windparks mit knapp 93 Megawatt Gesamtleistung die Jahresziele des Unternehmens. Für Anleger stellt sich nun die Frage, ob diese fundamentalen Fortschritte die jüngste Kurserholung nachhaltig stützen können.
Die wichtigsten Fakten:
* Großprojekt: Verkauf von zwei Windparks (93 MW) an illwerke vkw.
* Wachstum: Verkaufsleistung 2025 auf 209 MW vervierfacht (Vorjahr: 51 MW).
* Kursentwicklung: Erholung um knapp 10 % auf 30-Tagessicht.
* Bewertung: RSI mit 20,8 signalisiert technisch überverkauften Zustand.
Österreicher greifen erneut zu
Gegenstand der Transaktion sind die Windparkprojekte Haberloh und Heidkrug im niedersächsischen Landkreis Verden. Käufer ist der österreichische Energieversorger illwerke vkw, der bereits 2021 Projekte von Energiekontor erworben hatte. Die beiden neuen Parks umfassen insgesamt 13 Vestas-Turbinen und sollen nach der geplanten Inbetriebnahme Ende 2027 jährlich rund 220 Gigawattstunden Strom liefern.
Für Energiekontor ist dieser Abschluss strategisch wichtig, da er die Partnerschaft mit dem österreichischen Versorger festigt und Planungssicherheit schafft. Die Projekte profitieren von einer gesicherten EEG-Vergütung aus dem Mai 2025, was die wirtschaftliche Attraktivität für den Investor unterstreicht.
Massive Steigerung zum Vorjahr
Ein Blick auf die operativen Kennzahlen verdeutlicht die Dynamik im abgelaufenen Geschäftsjahr. Während Energiekontor 2024 lediglich Projektverkäufe im Umfang von 51 Megawatt realisierte, kletterte dieser Wert 2025 auf insgesamt 209 Megawatt. Dieser Anstieg ist der Haupttreiber hinter der bestätigten Ergebnisprognose (EBT) von 30 bis 40 Millionen Euro.
Parallel dazu treibt das Unternehmen den Ausbau der Pipeline voran. Zum Jahreswechsel befanden sich 21 Projekte mit rund 640 Megawatt im Bau oder in der Vorbereitung – laut Unternehmensangaben ein historischer Höchststand. Auch das Eigenparkportfolio, das konstante Einnahmen aus dem Stromverkauf generiert, soll von derzeit 450 auf 650 Megawatt wachsen.
Charttechnik und Bewertung
An der Börse wird die operative Entwicklung wohlwollend, aber noch vorsichtig honoriert. Die Aktie notiert aktuell bei 39,10 Euro und verzeichnete im letzten Monat einen Anstieg von 9,83 %. Dennoch liegt der Titel auf Jahressicht noch immer mit gut 11 % im Minus.
Interessant ist die technische Konstellation: Trotz der jüngsten Erholung auf Monatssicht deutet der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 20,8 auf eine extrem überverkaufte Situation hin. Der Kurs hat sich inzwischen deutlich vom 52-Wochen-Tief bei 30,95 Euro gelöst, notiert aber weiterhin unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 41,23 Euro.
Das erste Quartal 2026 dürfte für die weitere Richtung entscheidend sein. Mit der erwarteten Inbetriebnahme des repowerten Windparks Oederquart stehen operative Fortschritte an, bevor am 31. März 2026 die detaillierten Geschäftszahlen präsentiert werden. Gelingt es dem Management, die hohe Schlagzahl bei den Projektverkäufen im laufenden Jahr beizubehalten, könnte dies den nötigen Impuls für einen Angriff auf den langfristigen Durchschnitt liefern.
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