RENK Aktie: Auftrag, Absturz, Ambition
Der Antriebsspezialist RENK meldet einen neuen Großauftrag für den Schützenpanzer Puma, während die Aktie trotz Rekordzahlen und hoher Dividende deutlich unter ihrem Höchststand notiert.

Kurz zusammengefasst
- Neuer Großauftrag für 188 Puma-Getriebe
- Rekordumsatz und Auftragsbestand im Jahr 2025
- Aktienkurs deutlich unter Jahreshoch
- Dividende steigt um 38 Prozent
Starke Zahlen, volles Auftragsbuch — und trotzdem ein Kurs, der seit Oktober fast halbiert wurde. Die RENK Group liefert einmal mehr ein Paradebeispiel für die Entkopplung zwischen operativer Stärke und Börsenrealität.
Am Freitag meldete der Augsburger Antriebsspezialist einen neuen Bundeswehr-Auftrag: 188 Getriebe des Typs HSWL 256 für das Schützenpanzerprogramm Puma, als Erweiterung eines bereits laufenden Loses. Auslieferung: Juni 2027 bis November 2030. Zusätzlich erwartet das Unternehmen im zweiten Quartal die Beauftragung von 213 Sätzen Seitenvorgelegen — und die Renk-Tochter Horstman Group liefert parallel hydro-pneumatische Federungssysteme für denselben Panzer.
Rekordzahlen als Fundament
Das Geschäftsjahr 2025 untermauert die operative Stärke. Der Konzernumsatz stieg um 19,8 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT legte überproportional auf 230 Millionen Euro zu — eine Marge von 16,9 Prozent. Der Auftragsbestand kletterte zum Jahresende auf ein Allzeithoch von 6,68 Milliarden Euro. Das Verteidigungsgeschäft trug rund 74 Prozent zum Umsatz bei. Die Dividende soll für 2025 auf 0,58 Euro je Aktie steigen, ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Bis 2030 peilt RENK einen Umsatz zwischen 2,8 und 3,2 Milliarden Euro an — gestützt durch M&A-Aktivitäten und Lokalisierung in Kernmärkten. In den USA firmiert die übernommene Cincinnati Gearing Systems mittlerweile als RENK America Marine & Industry LLC.
Kurs weit abseits der Fundamentaldaten
Die Börse beeindruckt das alles bislang wenig. Mit einem Schlusskurs von 46,64 Euro am Freitag notiert die Aktie fast 25 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — und rund 47 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Oktober 2025. Allein in den vergangenen 30 Tagen verlor das Papier knapp ein Fünftel seines Wertes.
Ob der neue Puma-Auftrag die Stimmung drehen kann, wird sich spätestens am 6. Mai zeigen, wenn RENK die Quartalszahlen für Q1 2026 vorlegt. Bis dahin bleibt der Titel trotz glänzender Bücher ein Fall, bei dem Geduld offenbar zur Pflicht gehört.
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