Der einstige Pionier für Haushaltsroboter kämpft ums nackte Überleben. Nach dem Delisting von der Nasdaq und mitten im laufenden Insolvenzverfahren setzte die Aktie, die nun unter dem Kürzel IRBTQ im OTC-Handel notiert, ihre Talfahrt am Freitag ungebremst fort. Für verbliebene Aktionäre schwindet angesichts der fundamentalen Krise und des bevorstehenden Eigentümerwechsels die Hoffnung auf eine Erholung.
Massiver Wertverlust geht weiter
Am Freitag brach der Kurs um 19,64 Prozent ein und schloss bei lediglich 0,1565 US-Dollar. Damit zählte das Papier zu den schwächsten Werten im gesamten Marktumfeld. Auslöser für den erneuten Ausverkauf war die formelle Bestätigung des Nasdaq-Rauswurfs, der am 13. Januar vollzogen wurde. Institutionelle Anleger stoßen ihre Restbestände ab, da die Aktie nun in die Bedeutungslosigkeit der Pink Sheets abgerutscht ist.
Auch technische Indikatoren zeichnen ein düsteres Bild. Der Kurs notiert weit unter dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt von 1,13 US-Dollar. Trotz des massiven Abverkaufs signalisiert der Relative Strength Index (RSI) mit einem Wert von 43,25 noch keine überverkaufte Situation, die auf eine technische Gegenreaktion hindeuten würde.
Vom Milliarden-Deal zum Penny Stock
Der Kontrast zur jüngeren Vergangenheit könnte kaum schärfer sein. Vor zwei Jahren plante Amazon noch, das Unternehmen für 1,7 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Das regulatorische Scheitern dieses Deals im Januar 2024 löste eine Liquiditätskrise aus, die am 15. Dezember 2025 im Insolvenzantrag nach Chapter 11 mündete.
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Die Geschäftszahlen untermauern den Niedergang: Im dritten Quartal 2025 fiel der Umsatz um 25 Prozent auf 145,8 Millionen US-Dollar, während die US-Verkäufe sogar um ein Drittel einbrachen. Die Barreserven schrumpften bis Ende September 2025 auf kritische 24,8 Millionen US-Dollar. Auf Zwölf-Monats-Sicht hat die Aktie fast 95 Prozent ihres Wertes vernichtet.
Übernahme besiegelt Schicksal der Anleger
Der vorliegende Restrukturierungsplan sieht vor, dass das Eigenkapital an den gesicherten Kreditgeber und Hauptfertigungspartner Picea (Shenzhen Picea Robotics) übergeht. Zwar läuft der operative Geschäftsbetrieb weiter, doch für die Inhaber der Stammaktien bleibt kaum Substanz. Der geplante „Debt-for-Equity-Swap“ lässt wenig Raum für Ansprüche der Altaktionäre.
Der Fokus liegt nun auf dem Abschluss des Insolvenzverfahrens. Die Transaktion zur Übertragung an Picea soll bis Februar 2026 finalisiert werden. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen Marktteilnehmer mit weiteren heftigen Schwankungen im Cent-Bereich rechnen, während die Überführung in privates Eigentum abgeschlossen wird.
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