Xiaomi Aktie: Kampf an allen Fronten

Der chinesische Technologiekonzern stemmt sich mit Aktienrückkäufen gegen den Kursverfall, während juristische Probleme in Indien und rückläufige Smartphone-Verkäufe das Geschäft belasten.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktienrückkäufe im Wert von 100 Millionen HK$
  • Juristischer Streit um Zollabgaben in Indien
  • Absatzrückgang bei Smartphones in Europa und global
  • Aktienkurs nahe dem 52-Wochen-Tief

Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi stemmt sich gegen einen zunehmenden Abwärtstrend. Während das Management versucht, den Aktienkurs durch Rückkäufe zu stabilisieren, belasten juristische Auseinandersetzungen in Indien und sinkende Verkaufszahlen das Sentiment. Können finanzielle Stützungsmaßnahmen die fundamentalen Probleme im Smartphone-Kerngeschäft überdecken?

Rückkäufe als Schadensbegrenzung

Um dem anhaltenden Kursverfall entgegenzuwirken, greift das Unternehmen tief in die Tasche. Zuletzt meldete der Konzern den Rückkauf von 2,8 Millionen B-Aktien im Wert von 100 Millionen Hongkong-Dollar. Diese Transaktion vom 24. Februar reiht sich in eine Serie von Stützungsmaßnahmen der letzten Wochen ein.

Xiaomi

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Ein Blick auf den Chart verdeutlicht die Dringlichkeit dieser Maßnahmen: Die Aktie notiert mit einem Kurs von 3,87 Euro in unmittelbarer Nähe ihres 52-Wochen-Tiefs. Auf Jahressicht haben Anleger einen Wertverlust von über 44 % hinnehmen müssen. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt mittlerweile gut 25 %, was den langfristigen Abwärtstrend technisch untermauert.

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Juristischer Gegenwind in Indien

Doch abseits des Parketts droht weiteres Ungemach. In Indien, einem der weltweit wichtigsten Absatzmärkte für Smartphones, zieht Xiaomi vor den Obersten Gerichtshof. Streitpunkt sind Zollabgaben auf Lizenzzahlungen, die das Unternehmen entrichten soll. Der Konzern argumentiert, dass die Entscheidung der dortigen Steuerbehörden etablierte Fertigungspraktiken gefährde. Der Ausgang dieses Verfahrens könnte signifikante Auswirkungen auf die Margen im indischen Geschäft haben.

Schwäche im Kerngeschäft

Gravierender als der juristische Streit wiegt jedoch die Entwicklung im operativen Geschäft. Daten von Counterpoint Research für das vierte Quartal 2025 zeigen Risse in der Wachstumsstory. Zwar verteidigte Xiaomi mit 16 % Marktanteil Platz drei in Europa hinter Apple und Samsung, musste aber einen Absatzrückgang von 6 % im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Global sanken die Verkäufe sogar um 11 %. Marktbeobachter führen dies darauf zurück, dass die neueren Modellreihen nicht mehr die Zugkraft ihrer Vorgänger erreichen und die Kundenbindung nachlässt.

Die Kombination aus Aktienrückkäufen und operativer Schwäche zeichnet ein herausforderndes Bild. Solange der negative Absatztrend bei Smartphones nicht durch erfolgreiche Produktlaunches umgekehrt wird, dürften finanzielle Stützungsmaßnahmen allein den Kurs kaum nachhaltig beflügeln.

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