Strategy Aktie: Tristes Bild?

Strategy finanziert seinen 100. Bitcoin-Zukauf über Aktienverkäufe und setzt verstärkt auf das Vorzugsaktieninstrument STRC, während unrealisierte Verluste und hohe Short-Quote den Kurs belasten.

Kurz zusammengefasst:
  • 100. Bitcoin-Kauf durch Aktienverkäufe finanziert
  • STRC als neues Kerninstrument für Kapitalbeschaffung
  • Hohe Short-Quote von rund 14 Prozent
  • Milliardenschwere Verluste durch Bitcoin-Bewertung

Strategy treibt sein Bitcoin-Treasury-Modell unbeirrt weiter voran – und setzt gleichzeitig bei der Finanzierung einen neuen Schwerpunkt. Während das Unternehmen seine 100. Bitcoin-Kaufmeldung feiert, rückt mit STRC ein perpetuelles Vorzugsinstrument als künftiger Geldbeschaffer in den Mittelpunkt. Genau diese Kombination aus Durchhaltewillen und Kapitalmarkt-Maschinerie sorgt erneut für Diskussionen.

100. Bitcoin-Kauf – und die Rechnung dahinter

In der vergangenen Woche kaufte Strategy 592 Bitcoin für 39,8 Mio. US-Dollar zu und kommt damit auf 717.722 Bitcoin, die insgesamt 54,56 Mrd. US-Dollar gekostet haben. Laut Chairman Michael Saylor war es die 100. angekündigte Bitcoin-Transaktion in Serie.

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Brisant ist weniger die Größe des Zukaufs als die Finanzierung: Der Kauf wurde laut SEC-Unterlagen vollständig über den Verkauf von Stammaktien gestemmt. Das unterstreicht die kompromisslose Ausrichtung auf Bitcoin als Reserve-Asset – verstärkt aber auch das Dauerthema Verwässerung für bestehende Aktionäre.

Unterm Strich zeigt sich zudem der Gegenwind der Kryptoflaute: Bei einem durchschnittlichen Einstand von 76.020 US-Dollar je Bitcoin liegt die Position laut Quelle aktuell bei einem unrealisierten Minus von rund 7 Mrd. US-Dollar.

STRC rückt ins Zentrum der Finanzierung

Auf der hauseigenen Konferenz Strategy World 2026 (23.–26. Februar in Las Vegas) skizzierte Saylor eine klare Verschiebung: Weg vom reinen „Überzeugungsmarketing“, andere Unternehmen zu Bitcoin in der Bilanz zu bewegen – hin zur aktiven Vermarktung von STRC als primärem Finanzierungsvehikel für weitere Käufe.

STRC („Stretch“) wird im Text als „Digital Credit“-Instrument beschrieben und soll inzwischen 3,4 Mrd. US-Dollar groß sein. Ein zentraler Stabilitätsanker ist der variable Dividendenmechanismus, der aktuell bei 11,25% liegt und den Kurs laut Artikel nahe dem Nennwert von 100 US-Dollar gehalten haben soll – trotz schwächerem Bitcoin-Umfeld. Die Logik dahinter: Dauerhaftes Kapital ohne Fälligkeiten senkt zwar das klassische Refinanzierungsrisiko, zementiert aber gleichzeitig laufende Ausschüttungspflichten als dauerhaften Finanzierungspreis.

Hohe Shortquote, hohe Aufmerksamkeit

Zusätzlichen Druck bringt die Positionierung am Markt: Laut einem Goldman-Sachs-Screen steht Strategy inzwischen an der Spitze der „crowded shorts“. Das Short-Interesse wird im Artikel mit rund 14% der Marktkapitalisierung beziffert – wobei ein Teil davon laut Analysten eher Basis-Trades als reine Wetten auf fallende Kurse sein sollen. Was heißt das konkret? Die Aktie wird damit stärker als viele andere zum Spielball von Sentiment, Absicherungen und Bitcoin-Bewegungen.

Zuletzt spiegelte sich die Belastung auch im Kursbild: Der Schlusskurs am Freitag lag bei 109,55 Euro, in den vergangenen 30 Tagen summiert sich das Minus auf -17,35%.

Zahlenwerk: Verluste durch Fair-Value-Effekte

Auch die jüngsten Ergebnisse liefern Munition für Kritiker. Für Q4 2025 meldete das Unternehmen einen operativen Verlust von 17,4 Mrd. US-Dollar, der laut Text maßgeblich durch unrealisierte Verluste auf digitale Vermögenswerte geprägt war. Der Nettoverlust lag bei 12,4 Mrd. US-Dollar (verwässert 42,93 US-Dollar je Aktie). Für das Gesamtjahr 2025 wird ein Verlust aus digitalen Vermögenswerten von 5,40 Mrd. US-Dollar genannt.

Was als Nächstes zählt

Operativ bleibt kurzfristig alles an zwei Stellschrauben gekoppelt: Bitcoin-Preis und Finanzierungsfähigkeit. Strategy verweist dabei auf eine USD-Reserve von 2,25 Mrd. US-Dollar (Stand 1. Februar 2026), die laut Unternehmen mehr als 2,5 Jahre Dividenden und Zinszahlungen abdecken soll – und künftig gezielt auf zwei bis drei Jahre Puffer gehalten werden soll. Damit ist der Kurs gesetzt: weitere Bitcoin-Käufe, finanziert zunehmend über die neuen Vorzugsaktien-Strukturen – mit klar kalkulierbaren Verpflichtungen, aber dauerhaftem Kapitalkosten-Rucksack.

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