Rivian Aktie: Anlauf oder Sackgasse?

Rivian übertrifft Umsatzerwartungen, verzeichnet aber sinkende Bruttomargen und hohe Verluste. Das Wachstum soll künftig vom günstigeren R2-Modell getragen werden.

Kurz zusammengefasst:
  • Umsatz übertrifft Analystenerwartungen
  • Bruttogewinn bricht durch Zertifikatsverlust ein
  • Neues R2-Modell als Wachstumstreiber für 2026
  • Hohe Investitionen und weiterer EBITDA-Verlust erwartet

Der Tesla-Rivale Rivian hat gestern seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die Reaktion der Anleger ließ nicht auf sich warten. Die Aktie schoss nachbörslich um über 14 Prozent nach oben auf 16,01 Dollar. Doch ein Blick hinter die Kulissen zeigt: Der Weg zur Profitabilität bleibt steinig.

Umsatz über Erwartungen, aber Bruttogewinn bricht ein

Mit 1,29 Milliarden Dollar Quartalsumsatz übertraf Rivian die Analystenprognosen von 1,26 Milliarden Dollar. Klingt erst mal gut – bis man auf den Bruttogewinn schaut. Der sank von 170 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf nur noch 120 Millionen Dollar. Im Automobilbereich brach er sogar noch drastischer ein: Von 110 Millionen auf magere 59 Millionen Dollar.

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Der Hauptgrund für diesen Rückgang ist ernüchternd: Rivian verlor 270 Millionen Dollar an Einnahmen aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten an andere Autobauer. Diese regulatorischen Gutschriften waren bisher ein wichtiger Gewinnpolster – doch diese Quelle versiegt zunehmend.

Die Kassenbestände schrumpften ebenfalls. Ende Dezember 2025 verfügte das Unternehmen noch über 3,58 Milliarden Dollar Cash – verglichen mit 4,44 Milliarden Dollar Ende September. Pro Quartal fließen also rund 860 Millionen Dollar ab.

Hoffnungsträger R2 soll 2026 durchstarten

CEO RJ Scaringe setzt nun alles auf eine Karte: Das neue R2-Modell. Der kompakte Elektro-SUV soll im zweiten Quartal 2026 auf den Markt kommen und kostet rund 45.000 Dollar – deutlich günstiger als die bisherigen R1-Modelle. Damit positioniert sich Rivian direkt gegen Teslas meistverkauften Model Y.

Für 2026 prognostiziert das Unternehmen Auslieferungen zwischen 62.000 und 67.000 Fahrzeugen – ein Plus von 53 Prozent gegenüber 2025. Allerdings: Die Auslieferungen der teureren R1-Fahrzeuge und Lieferwagen bleiben praktisch konstant. Das gesamte Wachstum soll also vom günstigeren R2 kommen.

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Analysten erwarten im Schnitt 13.400 R2-Auslieferungen für 2026 – etwa ein Fünftel des gesamten Absatzziels. Die bewährten, aber hochpreisigen R1T-Pickups und R1S-SUVs müssen weiterhin die Hauptlast tragen.

Teurer Ausbau belastet die Kasse weiter

Der Anlauf des R2 und die Entwicklung eigener Autopilot-Funktionen verschlingen Kapital. Rivian rechnet für 2026 mit Investitionen zwischen 1,95 und 2,05 Milliarden Dollar – fast das Doppelte des Vorjahres und über den Analystenschätzungen von 1,92 Milliarden Dollar.

Beim bereinigten EBITDA erwartet das Management einen Verlust zwischen 1,8 und 2,1 Milliarden Dollar. Das entspricht in etwa den Markterwartungen von 1,81 Milliarden Dollar, zeigt aber: Profitabilität bleibt vorerst Zukunftsmusik.

Erschwerend kommt hinzu: Die 7.500 Dollar-Steuergutschrift für E-Auto-Käufer lief Ende September 2025 aus. Das verteuert faktisch alle Rivian-Modelle und dämpft die Nachfrage. Im vierten Quartal 2025 lieferte Rivian nur 9.745 Fahrzeuge aus – deutlich unter den Hoffnungen. Für das Gesamtjahr 2025 kamen 42.247 Einheiten zusammen, ein Rückgang gegenüber 51.579 im Jahr 2024.

Die nachbörsliche Kursexplosion zeigt: Anleger honorieren, dass Rivian die niedrigen Erwartungen minimal übertroffen hat. Doch ob das neue R2-Modell den ersehnten Durchbruch bringt oder die Margenschwäche nur verschärft, muss sich erst noch zeigen.

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