ServiceNow Aktie: Stabiler Aufschwung

ServiceNow-Chef Bill McDermott kauft Aktien im Wert von 3 Millionen Dollar und stoppt mit dem Management geplante Verkäufe, während das Unternehmen seine KI-Offensive vorantreibt.

Kurz zusammengefasst:
  • CEO kauft Aktien für 3 Millionen Dollar
  • Management stoppt automatisierte Verkaufspläne
  • Starkes Wachstum bei Abo-Erlösen und cRPO
  • KI-Produkte treiben strategische Expansion voran

ServiceNow kämpft mit dem Kursverfall – doch während die Aktie unter Sektordruck leidet, startet das Unternehmen eine AI-Offensive und CEO Bill McDermott setzt ein ungewöhnliches Zeichen: Er kauft für 3 Millionen Dollar eigene Aktien. Gleichzeitig streicht die gesamte Führungsriege geplante Verkäufe. Was steckt hinter diesem seltenen Schritt?

Die Aktie hat seit Jahresbeginn 2026 deutlich an Wert verloren. Innerhalb der letzten zwölf Monate bewegte sich der Kurs zwischen 98,00 und 211,48 Dollar. Zwischen Dezember 2025 und Anfang März 2026 brach der Titel trotz solider Geschäftszahlen massiv ein – ein Rückgang, der vor allem auf die Verunsicherung im gesamten Software-Sektor zurückgeht.

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Starke Zahlen, schwache Reaktion

Die fundamentalen Daten sprechen eine andere Sprache als der Aktienkurs. Im vierten Quartal 2025 stiegen die Abo-Erlöse um 21 Prozent auf 3,47 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie lag mit 0,92 Dollar über den Erwartungen. Dennoch blieb die Kurserholung aus.

Die aktuellen verbleibenden Leistungsverpflichtungen (cRPO) erreichten 12,85 Milliarden Dollar – ein Plus von 25 Prozent im Jahresvergleich. ServiceNow genehmigte zudem ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar und bekräftigte strategische Partnerschaften mit OpenAI und Microsoft.

Für 2026 erwartet das Management Abo-Erlöse zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 19,5 bis 20 Prozent entspricht. Die operative Marge soll auf 32 Prozent steigen, die Free-Cashflow-Marge auf 36 Prozent.

AI-Produkte für Behörden und Unternehmen

ServiceNow beschleunigt die Einführung neuer AI-Lösungen. Auf dem jährlichen Government Forum stellte das Unternehmen „EmployeeWorks“ und „Autonomous Workforce“ vor – KI-gestützte Tools für Behörden und deren Mitarbeiter.

EmployeeWorks kombiniert konversationelle KI von Moveworks mit ServiceNow-Workflows und wandelt natürlichsprachliche Anfragen in gesteuerte Prozesse um. Der erste AI-Spezialist – ein Level-1-Service-Desk-Agent – befindet sich in kontrollierter Verfügbarkeit und soll im zweiten Quartal 2026 allgemein verfügbar sein. Erste Ergebnisse zeigen: Über 90 Prozent der IT-Anfragen werden bearbeitet, Fälle 99 Prozent schneller gelöst.

Die Produktoffensive folgt der Übernahme von Moveworks. Parallel erweitert ServiceNow die Zusammenarbeit mit Autonomize AI im Gesundheitssektor und ernannte den IT-Dienstleister FPT zum Premier Partner.

Im Telekom-Bereich entwickelt ServiceNow gemeinsam mit NTT DOCOMO und StarHub autonome Roaming-Lösungen. Die technische Validierung läuft, der kommerzielle Start ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Mit Fiserv wurde eine erweiterte Partnerschaft geschlossen, um Now Assist in Finanzdienstleistungen zu skalieren – Einführung im ersten Quartal 2026.

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Die bemerkenswerte Insider-Aktion

Mitte Februar vollzog CEO Bill McDermott einen ungewöhnlichen Schritt: Er kaufte Aktien des eigenen Unternehmens im Wert von 3 Millionen Dollar am offenen Markt. Zeitgleich strichen er und weitere Top-Manager ihre automatisierten Verkaufspläne.

Laut einer 8-K-Meldung kündigten neben McDermott auch CFO Gina Mastantuono, Vice Chairman Nicholas Tzitzon, Chief People Officer Jacqueline Canney und Chefjurist Russell Elmer ihre 10b5-1-Handelspläne. Diese Pläne hätten automatisierte Aktienverkäufe ermöglicht.

Das vorzeitige Beenden solcher Pläne gilt als außergewöhnlich selten. Es ist rechtlich komplex und löst oft monatelange Sperrfristen aus, in denen keine neuen Verkaufspläne aufgesetzt werden dürfen. Die ServiceNow-Führung hat damit faktisch den automatischen Verkaufsdruck vom Markt genommen.

Partner-Netzwerk und Plattform-Skalierung

Das Partner-Ökosystem von ServiceNow umfasst mittlerweile über 2.700 globale Partner. Die AI-Suite Now Assist erreichte Ende 2025 einen jährlichen Vertragswert von 600 Millionen Dollar. Bis Ende 2026 soll dieser Wert die Milliarden-Grenze überschreiten.

ServiceNow und Anthropic kündigten zudem eine Kooperation an, um Claude-Modelle in die ServiceNow-AI-Plattform zu integrieren. Dies soll Build Agent, Branchen-Workflows und interne Produktivitätstools antreiben.

Makro-Druck und Bewertungslücke

Der Software-Sektor steht unter doppeltem Druck: Sorgen vor AI-bedingter Disruption auf der einen, risikoaverse Stimmung auf der anderen Seite. Die Debatte über „SaaSpocalypse“ – die Befürchtung, dass agentenbasierte KI traditionelle SaaS-Plattformen obsolet machen könnte – belastet das Sentiment.

ServiceNow strebt bis 2028 Erlöse von 20,3 Milliarden Dollar und Gewinne von 3,3 Milliarden Dollar an. Das erfordert ein jährliches Umsatzwachstum von 18,9 Prozent und eine Gewinnsteigerung um rund 1,6 Milliarden Dollar.

Am 29. April 2026 legt ServiceNow die Zahlen für das erste Quartal vor. Dann wird sich zeigen, ob die AI-Strategie sich in nachhaltigem Wachstum niederschlägt und ob die Bewertungslücke zu schließen beginnt.

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