Während die Analysten der Wall Street die Evonik-Aktie auf „Hold“ setzen, erzählen die Transaktionen aus dem Führungskreis eine ganz andere Geschichte. Am Wochenende bestätigte die britische Investmentbank Barclays zwar ihre neutrale Einstufung – doch im letzten Quartal griffen gleich sechs Insider zu und stockten ihre Positionen auf. Ein bemerkenswerter Kontrast, der aufhorchen lässt.
Die wichtigsten Fakten:
– Barclays bestätigt „Hold“-Rating bei aktuellem Kurs von 13,04 Euro
– Sechs Insider kauften zuletzt Aktien – klares Signal aus dem Management
– Berenberg Bank stufte am 7. Januar sogar auf „Sell“ herab
– KGV von 65,57 zeigt: Markt preist Erholung bereits ein
Analysten bremsen – Management kauft
Die Zurückhaltung der Analystenhäuser hat Substanz. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 65 hat der Markt entweder bereits eine deutliche Erholung eingepreist, oder die aktuelle Ertragskraft liegt unter historischen Niveaus. Neben Barclays bekräftigte auch J.P. Morgan sein „Hold“-Votum. Berenberg ging einen Schritt weiter und riet zum Verkauf.
Doch warum kaufen dann ausgerechnet jene Personen, die die Geschäftsentwicklung aus nächster Nähe verfolgen? Insider-Käufe gelten als eines der verlässlichsten Signale im Markt – denn niemand kennt die Perspektiven besser als das eigene Management. Die sechs dokumentierten Käufe im letzten Quartal deuten darauf hin, dass die Führungsebene die aktuelle Bewertung für attraktiv hält.
Starke Nischen, schwache Gewinne
Operativ bleibt Evonik in seinen Kernmärkten gut positioniert. Im Geschäft mit Kraftstoffadditiven wie MTBE steht der Essener Konzern neben Schwergewichten wie SABIC und Sinopec. Der globale Markt für dieses Benzinadditiv erreicht 2025 ein Volumen von rund 21,78 Milliarden US-Dollar. Auch bei Spezialaminen für Korrosionsinhibitoren zählt Evonik zu den führenden Anbietern.
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Diese solide Marktstellung konnte die Analysten zuletzt jedoch nicht überzeugen. Das hohe KGV signalisiert: Die Gewinne müssen nachziehen, damit die Bewertung gerechtfertigt bleibt. Die Chemiebranche durchläuft zyklische Phasen – und Evonik scheint sich derzeit in einer Übergangsphase zu befinden, in der Investoren auf eine Normalisierung der Erträge warten.
Was jetzt entscheidend wird
Die Marke von 13 Euro fungiert als psychologisch wichtige Unterstützung. Hält sie, könnte das positive Insider-Sentiment mittelfristig eine Bodenbildung einleiten. Bricht die Aktie darunter, dürften die skeptischen Analysten-Voten zusätzlichen Druck entfalten.
Der nächste Finanztermin wird zeigen, ob die Insider-Käufe auf Basis valider Geschäftsdaten erfolgten oder ob das Management zu früh optimistisch war. Bis dahin dominiert die Vorsicht der institutionellen Häuser das Sentiment – während im Hintergrund das eigene Management auf die Erholung setzt.
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