Bill Ackman hat heute einen konkreten Plan zur Lösung der Freddie‑Mac‑Konservatorschaft skizziert: statt eines klassischen IPO plädiert er für ein direktes Uplisting der Stammaktien von den OTC‑Märkten an die NYSE. Kann ein solcher Schritt tatsächlich binnen Wochen realisiert werden — und was würde das für die Bewertung und den Zeitplan bedeuten?
Wichtige Fakten
– Schlusskurs gestern: 10,35 US‑Dollar (+2,07%).
– 52‑Wochen‑Range: 3,18–14,99 US‑Dollar; 1‑Jahres‑Performance: +207,12%.
– Ackman nennt eine kombinierte Bewertung der GSEs von rund 400 Mrd. US‑Dollar; den Regierungsanteil schätzt er auf etwa 300 Mrd. US‑Dollar.
– Wedbush sieht Szenarien bis hin zu einer möglichen vollständigen Privatisierung erst 2033.
– 30‑jährige Hypothekenraten fielen kürzlich auf 6,15% (PMMS).
Ackmans Vorschlag und politische Rahmenbedingungen
Heute erklärte Pershing‑Square‑Chef Bill Ackman, ein traditionelles IPO für Fannie Mae und Freddie Mac sei kurzfristig weder «machbar noch wünschenswert». Stattdessen schlägt er ein direktes Uplisting auf die NYSE vor, das nach seiner Einschätzung innerhalb von Wochen realisierbar wäre. Ackman nennt eine kombinierte Bewertung der GSEs von knapp 400 Mrd. US‑Dollar und schätzt den Anteil der US‑Regierung auf rund 300 Mrd. US‑Dollar.
Berichten zufolge prüfen die Trump‑Administration und die FHFA unter Direktor William Pulte opportunistische Wege zur Privatisierung, möglicherweise noch gegen Ende 2026. Für eine vollständige Freigabe oder Fusion wären jedoch politische und regulatorische Entscheidungen auf höchster Ebene nötig.
Analysten: Optimismus trifft Zeitplan‑Risiken
Institutsanalysten zeigen sich beim Zeitplan deutlich zurückhaltender. In einem Bericht vom 2. Januar skizziert Wedbush‑Analyst Henry Coffey mehrere Pfade zur Kapitalisierung und Freigabe:
– Option A: Kapitalbildung ausschließlich durch einbehaltene Gewinne (geschätzte Dauer: 8 Jahre).
– Option B: Umwandlung der Senior Preferred in Stammaktien.
– Option C: Senior Preferred als vollständig zurückgezahlt erklären (von Wedbush als bevorzugter Weg bezeichnet).
Coffey hält ein Exit‑Szenario für das Fiskaljahr 2026 zwar für möglich, warnt aber, dass politische oder regulatorische Verzögerungen die vollständige Privatisierung bis 2033 hinausschieben könnten. Investoren wägen derzeit das kurzfristige Upside‑Potenzial eines NYSE‑Uplistings gegen die Hürden ab, die für eine endgültige Freigabe durch Kongress oder Exekutive nötig sind.
Fundament und Governance
Neben Politik und Struktur stützen fallende Zinssätze die wirtschaftliche Ausgangslage: Die PMMS meldete zuletzt einen Durchschnittssatz für die 30‑jährige Festhypothek von 6,15% — der niedrigste Wert seit mehr als einem Jahr. Der Rückgang von den 7%‑Spitzen 2024 kann Refinance‑ und Kaufaktivität beleben und somit das Garantiegeschäft von Freddie Mac positiv beeinflussen. Freddie‑Mac‑Chefökonom Sam Khater bezeichnete diesen Trend als «erfreuliches Zeichen» für den US‑Wohnungsmarkt 2026.
Auf Corporate‑Ebene zeigte eine SEC‑Formularmeldung vom 17. Dezember 2025, dass CEO Kenny M. Smith keine direkt gehaltenen Stammaktien meldete, was auf die weiter komplexe Eigentümerlage unter Konservatorschaft hinweist.
Konkreter Ausblick
Die nächste Entscheidung der FHFA zur laufenden Prüfung eines 5‑Prozent‑Aktienangebots durch Direktor Pulte bleibt der unmittelbar relevante Trigger. Laut Medienberichten und Ackmans Stellungnahme könnte eine politische Entscheidung bis Ende 2026 greifen — allerdings weisen Analysten darauf hin, dass eine vollständige Privatisierung je nach gewähltem Kapitalisierungspfad deutlich länger dauern kann (bis 2033). Solange regulatorische Schritte und politische Signale aus Washington folgen, dürfte die Aktie weiterhin stark auf Neuigkeiten reagieren.
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