Die Nvidia-Aktie erlebte am Donnerstag einen überraschenden Dämpfer: Trotz beeindruckender Quartalszahlen sackte der Kurs um 5,5 Prozent auf 184,89 Dollar ab. Vorbörslich am Freitag zeigte sich die Aktie mit minus 0,1 Prozent weiter schwach. Was steckt hinter dieser paradoxen Marktreaktion?
Glanzleistung bei Umsatz und Gewinn
Die Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 sprechen eine klare Sprache: Der Gewinn je Aktie kletterte auf 1,62 Dollar – deutlich über den erwarteten 1,54 Dollar und fast doppelt so hoch wie im Vorjahresquartal mit 0,89 Dollar. Beim Umsatz legte der Chip-Gigant auf 68 Milliarden Dollar zu, nach 39,33 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Auch hier lag Nvidia mit rund zwei Milliarden Dollar über den Analystenschätzungen.
Im Gesamtjahr 2026 erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 4,77 Dollar je Aktie bei Erlösen von 215,93 Milliarden Dollar – ein Umsatzplus von über 65 Prozent gegenüber 2025. Für das laufende Quartal stellte der Konzern zudem rund 78 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht und übertraf damit klar die Markterwartungen.
Programm-Handel statt Fundamentaldaten
CNBC-Moderator Jim Cramer sieht hinter dem Kursrutsch vor allem technische Faktoren am Werk. In seiner Sendung „Mad Money“ erklärte er, dass institutionelle Investoren offenbar massiv umgeschichtet hätten: KI-Hardwarewerte wie Nvidia wurden verkauft, während zuvor schwache Software-Aktien zulegen konnten. „Die meisten Menschen verstehen nicht, wie diese Arten von Handels-Programmen funktionieren. Sie basieren nicht auf den spezifischen Fundamentaldaten einzelner Unternehmen“, so Cramer.
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Der Experte spricht von einem „gigantischen und unerbittlichen“ Handelsprogramm, das gezielt Gewinner in Verlierer verwandelte. Solche Bewegungen würden oft von technischen Faktoren gesteuert und spiegelten nicht die tatsächliche Stärke der Unternehmen wider. Am Markt kursierten zwar Sorgen über schneller aufgebrauchte Cashflows der Kunden, ausbleibende China-Umsätze und steigenden Wettbewerbsdruck – für Cramer jedoch vorgeschobene Argumente.
Bewertung auf historischen Tiefs
Trotz der beeindruckenden Wachstumsdynamik nähert sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis von Nvidia historischen Tiefständen. Diese paradoxe Situation – rasantes Gewinnwachstum trifft auf moderate Bewertung – sorgt für Diskussionen an der Wall Street. Der KI-Profiteur bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Growth-Story und Value-Charakter.
Cramers Fazit für Anleger: „Ich würde die Verkaufswelle nutzen, um die Aktien, die man mag, zu reduzierten Preisen zu kaufen.“ Die Fundamentaldaten seien stark, der Kursrückgang eröffne daher potenziell attraktive Einstiegschancen – sofern man langfristig vom Geschäftsmodell überzeugt ist.
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