Der Bonner Telekommunikationsriese forciert seine Wachstumsstrategie gleich an zwei Fronten. Während im Cybersecurity-Sektor die Zusammenarbeit vertieft wird, sichert sich die Mediensparte wichtige Exklusivrechte für die kommende Fußball-Weltmeisterschaft. Angesichts der Nähe zum 52-Wochen-Tief stellt sich jedoch die Frage: Können diese operativen Fortschritte die angeschlagene Anlegerstimmung drehen?
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
* Sicherheit: Ausbau der Cybersecurity-Kooperation in Polen mit der cyan AG.
* Medien: Exklusive Übertragungsrechte für Teile der Fußball-WM 2026.
* Chart: Aktie notiert mit 27,14 Euro weiterhin unter wichtigen Durchschnitten.
Fokus auf Cybersicherheit
Die polnische Tochtergesellschaft T-Mobile Polen weitet ihre Partnerschaft mit der cyan AG signifikant aus. Ziel ist es, die Abhängigkeit vom reinen Verbindungsgeschäft zu reduzieren und Kunden tiefer in das eigene Ökosystem zu integrieren. Die bestehenden Sicherheitslösungen für Mobilfunkkunden werden nun auch auf Nutzer von mobilem Breitband ausgeweitet.
Ein Kernstück dieser Erweiterung ist der sogenannte „OffNet“-Schutz. Dieser sichert Kunden künftig auch dann ab, wenn sie sich außerhalb des T-Mobile-Netzes bewegen. Die technische Implementierung dieser neuen Dienste soll bis zum zweiten Quartal 2026 abgeschlossen sein. Für die Deutsche Telekom ist dies ein logischer Schritt, um sich als umfassender Sicherheitsdienstleister zu positionieren.
Exklusivität bei der WM 2026
Parallel dazu stärkt der Konzern seine Position im hart umkämpften Streaming-Markt. Der hauseigene Dienst MagentaTV wird zur zentralen Plattform für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Insgesamt zeigt der Sender alle 104 Partien des Turniers.
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Besonders relevant für die Abo-Strategie sind die Exklusivinhalte: 44 Spiele werden ausschließlich im kostenpflichtigen Angebot von MagentaTV zu sehen sein. Dazu gehören an den ersten beiden Gruppenspieltagen 18 der 48 Begegnungen. Ab dem dritten Spieltag kommen exklusive Konferenzen hinzu. Diese Inhalte dienen als direkter Hebel, um neue Abonnenten für die Plattform zu gewinnen.
Charttechnik mahnt zur Vorsicht
Trotz der strategischen Neuigkeiten spiegelt der Aktienkurs die Skepsis des Marktes wider. Mit einem aktuellen Kurs von 27,14 Euro notiert das Papier in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Tief, das bei 26,45 Euro liegt.
Der übergeordnete Abwärtstrend ist intakt. Auf Sicht von 12 Monaten hat der Titel rund 10 Prozent an Wert eingebüßt. Auch technisch dominieren die Bären: Der Kurs verläuft deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 29,82 Euro. Für eine nachhaltige Bodenbildung müssen die strategischen Maßnahmen erst sichtbare Spuren in der Bilanz hinterlassen. Bis dahin bleibt das Umfeld für die Aktie herausfordernd.
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