Porsche nimmt die Elektrifizierung selbst in die Hand. Mit dem Produktionsstart des Cayenne Electric setzt der Sportwagenhersteller nicht nur ein neues Leistungsmonster auf die Straße – sondern baut erstmals eigene Batteriemodule. Ein strategischer Schritt, der zeigen soll: Porsche will in der E-Mobilität nicht von Zulieferern abhängig bleiben.
Die wichtigsten Fakten:
- Cayenne Turbo Electric mit bis zu 1.156 PS – stärkstes Porsche-Serienmodell aller Zeiten
- Eigene Batteriemodulfertigung im „Porsche Smart Battery Shop“ in der Slowakei
- Flexible Produktionslinie für Verbrenner, Hybrid und Elektro in Bratislava
- Reichweite von über 600 Kilometern dank 113 kWh Batteriekapazität
Eigene Batteriemodule aus der Slowakei
Der entscheidende Unterschied zu bisherigen Elektromodellen: Porsche entwickelt und fertigt die Batteriemodule für den Cayenne Electric komplett selbst. Im neu errichteten „Porsche Smart Battery Shop“ in Horná Streda, etwa 100 Kilometer nordöstlich von Bratislava, entstehen die Hochvolt-Batterien in Eigenregie.
Produktionsvorstand Albrecht Reimold betont die strategische Dimension: „Mit dem Cayenne Electric übertragen wir die DNA von Porsche konsequent in die Zukunft – mit Batteriemodulen aus eigener Entwicklung, maximaler Fertigungsqualität und einer Produktionslinie, die Verbrenner, Hybrid und Elektro nahtlos vereint.“
Flexibilität als Antwort auf Marktunsicherheit
Die Fertigung im Volkswagen-Konzernwerk Bratislava erfolgt auf einer flexiblen Linie, die alle Antriebsarten abdeckt. Diese Strategie ermöglicht schnelle Reaktionen auf Nachfrageschwankungen – ein wichtiger Faktor angesichts der volatilen Elektroautokonjunktur.
Der Cayenne Turbo Electric wartet mit beeindruckenden technischen Daten auf: 850 kW Leistung, eine doppelseitige Batteriekühlung als Weltneuheit und Reichweiten von mehr als 600 Kilometern. Damit positioniert sich Porsche im Premiumsegment elektrischer SUVs.
Rückenwind trotz schwacher Auslieferungszahlen
Der Produktionsstart kommt zu einem herausfordernden Zeitpunkt. 2025 lieferte Porsche 279.449 Fahrzeuge aus – ein Minus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders der China-Markt schwächelte mit einem Rückgang von 26 Prozent auf knapp 42.000 Einheiten.
Positiv: Der Elektrifizierungsanteil kletterte auf 34,4 Prozent, wobei gut ein Fünftel aller Auslieferungen bereits vollelektrisch erfolgte. Die Ikone 911 erreichte mit über 51.500 Auslieferungen sogar einen neuen Rekord.
Am 11. März 2026 folgt der Jahresbericht 2025. Dann wird sich zeigen, wie sich die strategische Neuausrichtung unter dem seit Januar amtierenden CEO Michael Leiters in den Finanzkennzahlen niederschlägt.
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