EOS Aktie: Abwärtsdrall spürbar?

Electro Optic Systems reagiert mit Handelsaussetzung auf Vorwürfe von Grizzly Research. Der Kurs war zuvor nach einem Rekordhoch stark eingebrochen.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktienhandel nach Shortseller-Bericht vorläufig gestoppt
  • Kritik an Korea-Deal und MARSS-Übernahme
  • Verifizierter Auftragsbestand von 459 Millionen AUD
  • Neue Produktionsstätte in Singapur eröffnet

Electro Optic Systems (EOS) zieht die Notbremse: Die Aktie ist an der australischen Börse ASX vorerst vom Handel ausgesetzt. Auslöser sind Vorwürfe des US-Shortsellers Grizzly Research – und ein Kurssturz, der die Diskussion zusätzlich anheizt. Wie belastbar sind die zuletzt gemeldeten Aufträge und Zukäufe?

  • Handelsstopp seit Freitag bei 6,00 A$
  • Kursverlust in der Woche zuvor: rund -33%
  • Rekordhoch im Januar bei 11,20 A$ – seither fast halbiert
  • Gesicherter Auftragsbestand: 459 Mio. A$ (ohne Korea-Deal)

Handelsstopp nach Kursrutsch

EOS beantragte am Freitag einen Trading Halt; der Kurs wurde bei 6,00 A$ eingefroren. Laut ASX-Mitteilung soll der Handel erst wieder anlaufen, wenn das Unternehmen eine formelle Stellungnahme zum Shortseller-Bericht veröffentlicht – oder spätestens mit der Markteröffnung am Dienstag.

Electro Optic Systems Holdings

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Der Rücksetzer ist auch deshalb auffällig, weil die Aktie erst Mitte Januar bei 11,20 A$ ein Allzeithoch markiert hatte. Damit hat EOS in kurzer Zeit knapp die Hälfte des Werts vom Hoch eingebüßt. Zuvor hatte der Titel 2025 eine außergewöhnliche Rally hingelegt: Vom Jahresstart bei 1,30 A$ ging es im Jahresverlauf um mehr als 600% nach oben.

Vorwürfe: Korea-Vertrag und MARSS-Übernahme

Grizzly Research nimmt in seinem Bericht zwei zentrale Unternehmensmeldungen ins Visier. Erstens geht es um einen bedingt geschlossenen Vertrag über 80 Mio. US-Dollar (rund 120 Mio. A$) mit einem koreanischen Kunden für Hochenergielaser-Waffensysteme, den EOS im Dezember angekündigt hatte. Der Shortseller stellt dabei die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gegenpartei infrage.

Zweitens betrifft die Kritik die Übernahme der MARSS Group im Januar, eines europäischen Command-and-Control-Anbieters. Der Deal kann laut Bericht ein Volumen von bis zu 228 Mio. A$ erreichen. Grizzly Research behauptet, es gebe Abweichungen zwischen Umsatzangaben, auf die sich das EOS-Management bezieht, und früheren britischen Einreichungen von MARSS.

Zu diesen konkreten Punkten hatte EOS zum Zeitpunkt des Berichts noch keine öffentliche Stellungnahme abgegeben.

Singapur-Start und Auftragsbestand als Gegengewicht

Parallel zur Kontroverse eröffnete EOS am Freitag offiziell eine neue Produktionsstätte in Singapur. Das Werk soll als regionales Zentrum für Fertigung, Integration und Tests von Hochenergielasersystemen für internationale Kunden dienen. CEO Andreas Schwer begründete den Ausbau mit dem Bedarf an kosteneffizienten Abwehrlösungen gegen Drohnen. EOS beziffert die Kosten pro Schuss auf unter 10 US-Dollar und stellt dies den deutlich höheren Kosten von raketenbasierten Abfangsystemen gegenüber.

Produziert werden soll dort unter anderem für den Niederlande-Vertrag über 71 Mio. Euro (unterzeichnet im August 2025) sowie für die konditionale Vereinbarung mit Korea. Nach Reuters-Angaben nahmen Vertreter aus 32 Ländern an der Eröffnung teil.

Unabhängig davon verwies EOS in seinem Q4-Update auf einen verifizierten, unbedingten Auftragsbestand von 459 Mio. A$ zum Ende Dezember. Dieser Wert schließt den umstrittenen Korea-Vertrag ausdrücklich aus und liegt deutlich über den 136 Mio. A$ vom Ende 2024. Enthalten sind bestätigte Verträge mit der australischen und der US-Armee. Zusätzlich meldete EOS Defense Systems USA im Dezember einen ersten Auftrag über 22 Mio. US-Dollar von General Dynamics Land Systems für Remote-Weapon-Systems im Rahmen eines US-Heeresprogramms.

Zum weiteren Fahrplan: Der Handelsstopp soll spätestens Dienstag enden – entweder zuvor mit der angekündigten Stellungnahme oder automatisch mit der Wiedereröffnung des Marktes.

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