Leonardo Aktie: Warnsignale mehren sich

Nach starker Rallye sieht sich der italienische Rüstungskonzern mit einer Analysten-Herabstufung und stark zunehmenden Short-Positionen konfrontiert. Die Bewertung gilt als sportlich.

Kurz zusammengefasst:
  • Deutsche Bank stuft von Buy auf Hold zurück
  • Leerverkäufe steigen um fast 600 Prozent
  • Bewertung nach Kursrallye als sportlich eingestuft
  • Fundamentale Basis durch Joint Ventures stabil

Die Leonardo Aktie zählte in den letzten zwölf Monaten zu den stärksten Performern am europäischen Markt. Doch nun ziehen Wolken auf: Neben einer Herabstufung durch die Deutsche Bank deutet ein massiver Anstieg der Leerverkäufe auf wachsende Skepsis bei institutionellen Anlegern hin. Angesichts einer inzwischen sportlichen Bewertung stellt sich die Frage, ob dem Rüstungskonzern nun eine längere Konsolidierungsphase bevorsteht.

Bewertung begrenzt das Potenzial

Am heutigen Dienstag reagierte die Deutsche Bank auf die jüngste Kursrallye und stufte den italienischen Rüstungs- und Luftfahrtkonzern von „Buy“ auf „Hold“ herab. Analyst Christophe Menard begründet diesen Schritt nicht mit fundamentalen Mängeln im Geschäftsmodell, sondern primär mit der Bewertung. Mit einem beibehaltenen Kursziel von 57,00 Euro notiert die Aktie aktuell leicht über dem, was die Experten als fundamental gerechtfertigt ansehen.

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Dieser Schritt steht nicht isoliert da. Auch Branchenkollegen wie BAE Systems und Thales wurden herabgestuft, was auf eine allgemein vorsichtigere Haltung gegenüber dem Sektor hindeutet. Sorgen um die Nachhaltigkeit der Verteidigungsbudgets und Margendruck in bestimmten Segmenten lassen das weitere Aufwärtspotenzial begrenzt erscheinen.

Institutionelle Anleger setzen auf Abkühlung

Ein Blick auf den Terminmarkt untermauert die Vorsicht der Analysten. Daten zu den Leonardo-ADRs zeigen einen drastischen Anstieg der Leerverkäufe um rund 586 Prozent zwischen Ende November und Mitte Dezember 2025. Diese massive Zunahme der Short-Positionen signalisiert, dass professionelle Marktteilnehmer vermehrt auf eine Preiskorrektur spekulieren.

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Nachdem der Titel auf Jahressicht um über 113 Prozent zugelegt hat, scheinen Anleger Gewinne abzusichern oder direkt auf fallende Kurse zu setzen. Statt eines „Short Squeeze“ deutet diese Akkumulation eher darauf hin, dass der Markt eine Atempause einpreist.

Operative Stärke als Absicherung

Trotz der Herabstufung und der bärischen Positionierung am Terminmarkt bleibt die fundamentale Basis des Unternehmens stabil. Insbesondere das Joint Venture mit Rheinmetall im Bereich der landgestützten Verteidigung fungiert als langfristiger Stabilitätsanker. Die gut gefüllten Auftragsbücher und die strategische Positionierung in der europäischen Verteidigungsinfrastruktur dürften verhindern, dass aus einer Konsolidierung ein tiefer Absturz wird.

Der Markt tritt nun in eine Phase ein, in der die dynamischen Kursgewinne der Vergangenheit vorerst gestoppt scheinen. Die Kombination aus der Herabstufung durch die Deutsche Bank und der Zunahme der Leerverkäufe spricht kurz- bis mittelfristig für eine Seitwärtsbewegung, bis die Bewertung der Aktie wieder ein attraktiveres Verhältnis zu den fundamentalen Aussichten erreicht.

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