SAP forciert unmittelbar vor der wichtigen Bilanzvorlage sein Engagement im Bereich der Künstlichen Intelligenz massiv. Innerhalb von nur 48 Stunden veröffentlichte der Konzern mehrere strategische Ankündigungen, die das künftige Wachstum sichern sollen. Diese Nachrichtendichte trifft auf eine angespannte charttechnische Lage, da die Aktie zuletzt neue Tiefststände markierte.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
* Großpartnerschaft: Kooperation mit Fresenius für eine klinische KI-Plattform.
* Technologie: Vorstellung des eigenen Basismodells SAP-RPT-1 für Unternehmensdaten.
* Termin: Quartalszahlen für Q4 und Gesamtjahr folgen am 29. Januar.
Strategische Allianzen und Produktinnovationen
Die Walldorfer setzen im Vorfeld der Zahlen auf eine klare Botschaft: Die Transformation zum KI-gestützten Cloud-Konzern läuft auf Hochtouren. Besonders hervorzuheben ist die am 20. Januar verkündete Partnerschaft mit dem Gesundheitskonzern Fresenius. Beide DAX-Unternehmen planen Investitionen im mittleren dreistelligen Millionenbereich, um eine KI-Plattform zur Vernetzung datengetriebener Prozesse in Kliniken aufzubauen.
Flankiert wird dieses Leuchtturmprojekt von weiteren Kooperationen. Mit dem Agrarchemie-Riesen Syngenta vereinbarte SAP die Modernisierung von Geschäftsprozessen durch Automatisierung, während der IT-Dienstleister Kyndryl einen neuen Ansatz zur System-Modernisierung vorstellte. Technologisch untermauert SAP diesen Anspruch mit dem Launch von SAP-RPT-1. Dieses neue Basismodell wurde spezifisch für strukturierte Unternehmensdaten entwickelt und soll als effiziente Alternative zu generischen Sprachmodellen in der Geschäftsanalyse dienen.
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Analysten optimistisch trotz Preisschwäche
Die operative Hektik steht im Kontrast zur jüngsten Kursentwicklung. Mit einem Schlusskurs von 190,72 Euro markierte das Papier gestern ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresanfang verlor der Titel damit 5,56 Prozent an Wert, während der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt mittlerweile über 18 Prozent beträgt. Marktbeobachter werten die aktuelle Informationspolitik daher auch als Versuch, vor den Zahlen positive Impulse zu setzen.
Auf der Analystenseite findet diese Strategie Anklang. Das US-Haus Jefferies bestätigte am 20. Januar die Kaufempfehlung und bezeichnete die am Markt gepreisten KI-Risiken für SAP als übertrieben. Auch Morgan Stanley äußerte sich im Vorfeld zuversichtlich und sieht Potenzial für positive Überraschungen beim Cloud-Wachstum, dem zentralen Leistungsindikator für die Bewertung der Aktie.
Am 29. Januar wird sich zeigen, ob die strategischen Weichenstellungen auch operativ Früchte tragen. Investoren erwarten bei der Vorlage der Jahreszahlen nicht nur den Nachweis eines beschleunigten Cloud-Wachstums, sondern vor allem einen robusten Ausblick auf 2026. Nur konkrete Zahlen, die die monetären Vorteile der KI-Initiativen belegen, dürften ausreichen, um den aktuellen Abwärtstrend nachhaltig zu brechen.
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