Plug Power hat innerhalb von zwei Tagen gleich drei Paukenschläge geliefert: bessere Quartalszahlen als erwartet, einen neuen CEO und einen konkreten Fahrplan in Richtung Profitabilität. Nach Jahren roter Zahlen meldet das Brennstoffzellen-Unternehmen erstmals seit langem eine positive Bruttomarge. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann der Turnaround gelingt.
Erste positive Bruttomarge nach Jahren der Verluste
Im vierten Quartal 2025 erzielte Plug Power einen Bruttogewinn von 5,5 Millionen Dollar – das entspricht einer Bruttomarge von 2,4 Prozent. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei minus 122,5 Prozent. Die Wende gelang durch höhere Verkaufsmengen, bessere Preise und Effizienzgewinne in der Produktion.
Der bereinigte Verlust je Aktie lag bei 6 Cent, deutlich besser als die von Analysten erwarteten 10 Cent. Das Gesamtjahr 2025 schloss Plug mit Erlösen von knapp 710 Millionen Dollar ab. Die Verbesserung ist das Ergebnis von Project Quantum Leap – einem umfassenden Restrukturierungsprogramm, das Kosten senkt und Abläufe optimiert.
Neuer CEO mit klarem Zeitplan
Am 2. März 2026 übernahm Jose Luis Crespo die Führung des Unternehmens. Der neue CEO kennt das Geschäft von innen: Über ein Jahrzehnt war er in der Wasserstoff- und Brennstoffzellenindustrie tätig, zuletzt als President und Chief Revenue Officer bei Plug selbst. Unter seiner Leitung entstand eine Verkaufspipeline im Milliardenwert.
Crespo hat drei konkrete Ziele ausgegeben: positives EBITDA bis Ende 2026, operativer Gewinn bis Ende 2027, volle Profitabilität bis Ende 2028. Die Zeitachse ist ambitioniert, aber erstmals mit Zwischenschritten versehen, die sich messen lassen.
Liquidität durch Vermögensverkäufe
Ende 2025 verfügte Plug Power über 368,5 Millionen Dollar an liquiden Mitteln. Um die finanzielle Reichweite zu verlängern, hat das Unternehmen ein Programm zum Verkauf von Vermögenswerten gestartet. Geplant sind Einnahmen von über 275 Millionen Dollar, drei Transaktionen sollen im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden.
Die Vermögenswerte umfassen unter anderem Infrastruktur für Rechenzentren in den USA. Das Wasserstoffwerk in Louisiana ging in der ersten Jahreshälfte 2025 in Betrieb. Zusammen mit Anlagen in Georgia und Tennessee kann das Netzwerk bis zu 40 Tonnen flüssigen Wasserstoff pro Tag produzieren. Weltweit sind mehr als 74.000 Brennstoffzellensysteme von Plug im Einsatz, über 300 Megawatt an Elektrolyseuren wurden auf sechs Kontinenten ausgeliefert.
Risiken bleiben bestehen
Trotz der Fortschritte steht eine Sammelklage im Raum, deren Frist für Hauptkläger am 3. April 2026 endet. Die hohe Short-Quote am Markt zeigt, dass viele Investoren weiterhin skeptisch sind. Die Volatilität der Aktie bleibt hoch.
Die nächsten Quartale werden zeigen, ob Crespo seine Ziele erreicht. Der Markt für Flurförderzeuge gilt als wichtigster Wachstumstreiber, zusätzliche Aufträge aus Europa könnten durch Dekarbonisierungsvorschriften begünstigt werden. Die Grundlage ist gelegt – jetzt muss die Umsetzung folgen.
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