Der Rüstungskonzern aus Düsseldorf hat zum Wochenende eine doppelte Aufwertung erfahren: Goldman Sachs hievt das Kursziel auf 2.300 Euro – ein Plus von 21 Prozent zum aktuellen Niveau – während zeitgleich der Bundestag den Weg für schnellere Waffenkäufe freimacht. Trotz leichtem Freitagsabschlag auf 1.902 Euro steht die Aktie damit vor einem möglicherweise entscheidenden Quartal.
Die wichtigsten Fakten:
- Goldman Sachs bestätigt „Buy“ und erhöht Kursziel von 2.200 auf 2.300 Euro
- Bundestag verabschiedet Gesetz zur beschleunigten Rüstungsbeschaffung am 16. Januar
- Aktie seit Jahresbeginn bereits 22 Prozent im Plus
- Aufsichtsrat Grillo kauft Aktien für knapp 57.000 Euro
- JPMorgan und Bernstein Research ebenfalls optimistisch positioniert
Was hinter dem Analysten-Optimismus steckt
Analyst Sam Burgess von Goldman Sachs sieht Rheinmetall als Hauptnutznießer der europäischen Aufrüstungswelle. Die Begründung: Der Kontinent muss sich unabhängiger von US-Waffenlieferungen machen. Aktuell fließen noch 60 Prozent der europäischen Verteidigungsausgaben an amerikanische Konzerne – eine Abhängigkeit, die Europa nach der „Grönland-Krise“ und den Unsicherheiten um die Trump-Administration zunehmend als Risiko bewertet.
Bernstein Research brachte es am 16. Januar auf den Punkt: Rheinmetall sei ein „Souveränitäts-Trade“. Dänemark reagierte bereits konkret und will seine Rüstungsausgaben binnen drei Jahren von 1,4 auf 3,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts hochfahren.
Das neue Beschaffungsgesetz vom Freitag dürfte sich direkt in den Auftragsbüchern niederschlagen. Rheinmetall hatte bereits in der Vorwoche die erste Charge Lynx-Schützenpanzer an die Ukraine geliefert und ein gemeinsames Angebot für das spanische Raketenartillerieprogramm SILAM eingereicht.
Bewertung im Branchenkontext
Mit einem geschätzten KGV zwischen 37 und 45 für 2025/2026 ist Rheinmetall nicht günstig – reflektiert aber die Wachstumsdynamik. Der Konzern rechnet für die kommenden vier Jahre mit einem Umsatzplus von über 30 Prozent. Zum Vergleich: Die tschechische CSG strebt bei ihrem geplanten Börsengang in Amsterdam bewusst einen Bewertungsabschlag zu Rheinmetall an, obwohl sie mit über 3 Milliarden Euro bewertet werden soll.
JPMorgan bestätigte am 12. Januar sein „Overweight“-Rating mit Ziel 2.250 Euro. Das durchschnittliche Kursziel aller Analysten liegt aktuell bei etwa 2.148 Euro – 13 Prozent über dem Freitagsschluss.
Technische Ausgangslage und nächste Katalysatoren
Die Aktie notiert nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 2.008 Euro. Technische Indikatoren wie der MACD zeigen Kaufsignale. Entscheidend wird die 1.900-Euro-Marke: Ein nachhaltiger Fall darunter könnte kurzfristige Gewinnmitnahmen auslösen, während ein Durchbruch über das Freitagshoch von 1.935 Euro den Weg zur psychologisch wichtigen 2.000-Euro-Schwelle ebnen würde.
Am 17. Januar verhandeln ukrainische Delegationen in den USA über Sicherheitsgarantien und Wirtschaftshilfen. Die Ergebnisse könnten zum Wochenstart für Bewegung im gesamten Verteidigungssektor sorgen. Mit der Verabschiedung des Beschaffungsgesetzes und den positiven Analystenstimmen hat Rheinmetall die Weichen für das erste Quartal 2026 jedenfalls günstig gestellt.
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