SoftBank drückt beim Thema Künstliche Intelligenz weiter aufs Tempo. Laut Reuters führt der Konzern Gespräche, um nochmals bis zu 30 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren. Damit würde SoftBank seine ohnehin hohe Abhängigkeit von einem einzigen KI-Engagement weiter ausbauen – und genau das dürfte mit Blick auf die bald anstehenden Quartalszahlen besonders aufmerksam verfolgt werden.
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
– Gespräche über bis zu 30 Mrd. US-Dollar zusätzlich für OpenAI
– Bereits investiert: 41 Mrd. US-Dollar (im Dezember)
– Aktueller Anteil an OpenAI: 11%
– Diskutierte Bewertung von OpenAI: rund 830 Mrd. US-Dollar
Neue Finanzierungsrunde mit Mega-Dimension
Reuters berichtete Ende Januar, SoftBank verhandle über eine zusätzliche Beteiligung von bis zu 30 Milliarden US-Dollar im Rahmen einer Finanzierungsrunde, die insgesamt bis zu 100 Milliarden US-Dollar einwerben könnte. Sollte es so kommen, würde die Runde OpenAI mit etwa 830 Milliarden US-Dollar bewerten.
Die Gespräche kommen nur wenige Wochen nach dem Abschluss der bisherigen OpenAI-Investition: Im Dezember flossen 41 Milliarden US-Dollar, was SoftBank einen Anteil von 11% einbrachte. Ein weiterer Schritt in dieser Größenordnung würde die OpenAI-Position im Portfolio nochmals deutlich vergrößern.
Stargate als Infrastruktur-Anker
Hinter den Summen steht auch ein Infrastruktur-Thema: SoftBank und OpenAI zählen zu den Investoren von „Stargate“, einer Initiative über 500 Milliarden US-Dollar zum Aufbau von KI-Rechenzentren für Training und Inferenz. Laut Reuters gilt das Projekt als wichtiger Baustein für das Ziel der US-Regierung, im KI-Wettlauf vor China zu bleiben.
Passend dazu meldete Reuters für Januar, dass OpenAI und SoftBank jeweils 500 Millionen US-Dollar in SB Energy investierten, eine SoftBank-Tochter. Damit sollen Rechenzentrums- und Energieinfrastruktur im Rahmen des Stargate-Ausbaus vorankommen.
Konkurrenz um Anteile – und der Blick auf die Zahlen
Die mögliche OpenAI-Runde zieht laut Reuters auch andere Schwergewichte an. Demnach spricht Amazon über ein Investment von bis zu 50 Milliarden US-Dollar. Die New York Times berichtete zudem über Gespräche, an denen auch Nvidia, Microsoft sowie staatliche Fonds aus dem Nahen Osten beteiligt sein sollen. Gleichzeitig zeigte sich, wie zäh solche Verhandlungen werden können: Reuters verwies auf einen Bericht des Wall Street Journal, wonach Nvidias Plan für ein Investment von bis zu 100 Milliarden US-Dollar ins Stocken geraten sei.
Für SoftBank rückt damit der nächste Fixpunkt näher: Die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025 sollen am 12. Februar kommen. Sie dürften auch zeigen, wie stark die KI-Offensive die Finanzlage prägt. Reuters hatte bereits im Dezember berichtet, SoftBank habe für die vorherige OpenAI-Investition kurzfristig Mittel mobilisiert, wodurch andere Deals im Vision Fund weitgehend zum Erliegen gekommen seien.
An der Börse reagierten Anleger zunächst positiv: Nach den ersten Berichten über die Gespräche legte die Aktie laut Reuters im Handel in Tokio am Morgen um 3,5% zu. Zuletzt wurden die Anteile bei 4.253 Yen gehandelt; die Marktkapitalisierung lag laut Yahoo Finance bei rund 24,2 Billionen Yen.
SoftBank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SoftBank-Analyse vom 2. Februar liefert die Antwort:
Die neusten SoftBank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SoftBank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SoftBank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
