Rocket Lab verzeichnete 2025 Rekordumsätze von 602 Millionen Dollar und sicherte sich den größten Auftrag der Firmengeschichte. Gleichzeitig verkaufen Führungskräfte Aktien im Millionenwert, und die mit Spannung erwartete Neutron-Rakete verzögert sich erneut. Cantor Fitzgerald hebt das Kursziel dennoch auf 85 Dollar an.
Rekordjahr übertrifft Erwartungen
Am 2. März hob Cantor Fitzgerald das Kursziel für Rocket Lab von 72 auf 85 Dollar an und bekräftigte seine Overweight-Einstufung. Der Analyst verwies auf die Geschäftsergebnisse 2025: Mit rund 602 Millionen Dollar Umsatz übertraf das Unternehmen sowohl Konsensprognosen als auch die eigene Guidance. Das entspricht einem Wachstum von etwa 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Operativ erreichte Rocket Lab das Ziel von 21 erfolgreichen Starts im Geschäftsjahr 2025. Allein im vierten Quartal absolvierte das Unternehmen sieben Missionen – ein Quartalsrekord. Der Auftragsbestand kletterte auf 1,85 Milliarden Dollar, wovon 74 Prozent auf das Space-Systems-Segment und 26 Prozent auf das Launch-Geschäft entfallen. Das Management rechnet damit, etwa 37 Prozent davon innerhalb der nächsten zwölf Monate als Umsatz zu realisieren.
Verteidigungsauftrag über 805 Millionen Dollar
Besonders hervorzuheben ist der SDA-Tranche-3-Auftrag – ein Festpreisvertrag mit einem potenziellen Gesamtvolumen von 805 Millionen Dollar. Es handelt sich um den größten Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte. Parallel dazu schloss Rocket Lab erfolgreich eine Hyperschall-Testmission für die U.S. Defense Innovation Unit mit dem HASTE-Startfahrzeug ab und behält auf dieser Plattform eine Erfolgsquote von 100 Prozent.
Daneben startete das Unternehmen fortschrittliche Silizium-Solarmodule ins All, die künftig gigawattstarke, weltraumgestützte Rechenzentren mit Energie versorgen sollen. Diese Diversifizierung zeigt, dass Rocket Lab zunehmend über reine Startdienstleistungen hinausgeht.
Führungskräfte verkaufen Millionen-Pakete
Zeitgleich zur Analystenanhebung meldeten zwei hochrangige Führungskräfte bedeutende Aktienverkäufe. Finanzvorstand Adam C. Spice veräußerte am 2. März 59.714 Aktien zu Durchschnittspreisen zwischen 66,83 und 70,62 Dollar – ein Transaktionsvolumen von rund 4,3 Millionen Dollar. Die Verkäufe erfolgten im Rahmen eines vordefinierten 10b5-1-Plans zur Deckung von Steuerverbindlichkeiten aus der Ausübung von Restricted Stock Units.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rocket Lab USA?
Arjun Kampani, Senior Vice President und General Counsel, verkaufte am 2. und 4. März insgesamt 51.022 Aktien im Wert von 3,7 Millionen Dollar. Auch hier wurden Teile der Transaktion zur Begleichung von Steuerpflichten genutzt, andere Verkäufe liefen ebenfalls über einen 10b5-1-Plan. Solche vordefinierten Verkaufsprogramme sind bei wachstumsstarken Technologieunternehmen üblich, mindern aber die Signalwirkung für Außenstehende kaum.
Neutron-Verzögerung belastet Erwartungen
Nicht alle Analysten teilen Cantor Fitzgeralds Optimismus uneingeschränkt. Craig-Hallum erhöhte das Kursziel auf 68 Dollar, warnte aber vor möglichen Abwärtsrevisionen bei der Profitabilität. KeyBanc hält an seinem Sector-Weight-Rating fest und verweist auf die verschobene Neutron-Erststart-Timeline.
Der erste Flug der Neutron-Rakete ist nun für das vierte Quartal 2026 geplant, nachdem bei Tests ein Tank geplatzt war. Analysten befürchten, dass die Produktionshochlaufphase und die Auftragsmix-Struktur beim SDA-Vertrag die Margen kurzfristig belasten könnten. Die Space-Systems-Sparte wuchs im vierten Quartal um 29 Prozent, die Launch-Umsätze um 38 Prozent – solide Zahlen, aber die Neutron bleibt der zentrale Hebel für künftiges Wachstum.
Bewertung auf anspruchsvollem Niveau
Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 38,41 Milliarden Dollar. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von -194,35 spiegelt die anhaltende Verlustphase wider, während ein Beta von 2,20 auf hohe Volatilität hindeutet. Die Aktie schwankte im vergangenen Jahr zwischen 14,71 und 99,58 Dollar, institutionelle Investoren bauen ihre Positionen dennoch weiter aus.
Am 5. März 2026 steht Rocket Lab zwischen Wachstumseuphorie und Umsetzungsrisiko. Die fundamentalen Daten stimmen, doch der Erfolg der Neutron-Rakete wird darüber entscheiden, ob die ambitionierte Bewertung gerechtfertigt bleibt.
Rocket Lab USA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rocket Lab USA-Analyse vom 5. März liefert die Antwort:
Die neusten Rocket Lab USA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rocket Lab USA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rocket Lab USA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
