Die Biotech-Aktie Ocugen hat eine harte Woche hinter sich – der Kurs brach um über 15 Prozent ein. Dabei läuft es operativ besser denn je: Die Produktpipeline nimmt Fahrt auf, drei Zulassungsanträge sollen in den nächsten drei Jahren eingereicht werden. Doch die Anleger schauen auf etwas anderes: die schwindenden Barreserven.
Operative Fortschritte, aber teuer erkauft
Im Geschäftsjahr 2025 hat Ocugen 39,8 Millionen Dollar in Forschung und Entwicklung investiert – fast 29 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Ergebnis: Der Nettoverlust pro Aktie stieg auf 0,23 Dollar, verglichen mit 0,20 Dollar in 2024. Die höheren Ausgaben spiegeln den Aufwand für drei parallele klinische Programme wider.
Besonders OCU400 gegen Retinitis Pigmentosa macht Tempo. Die Phase-3-Studie ist mit 140 Patienten vollständig rekrutiert, erste Daten werden im ersten Quartal 2027 erwartet. Ab dem dritten Quartal 2026 will Ocugen die schrittweise Einreichung des Zulassungsantrags starten. Auch die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht für die Verwendung der US-Studiendaten signalisiert.
OCU410: Hoffnungsträger mit vielversprechenden Zwischenergebnissen
Die vorläufigen 12-Monats-Daten aus der Phase-2-Studie ArMaDa für OCU410 gegen geografische Atrophie zeigen eine 46-prozentige Reduktion des Läsionswachstums gegenüber der Kontrollgruppe. Noch aussagekräftiger: In einer Subgruppe von Patienten mit größeren Läsionen lag die Reduktion bei 56 bis 57 Prozent. Die vollständigen Daten werden im März 2026 erwartet – ein potenzieller Kurstreiber.
Der Markt für geografische Atrophie umfasst etwa zwei bis drei Millionen Patienten in den USA und Europa. Zugelassene Therapien gibt es in Europa bislang nicht, und auch die in den USA verfügbaren Optionen zeigen keine überzeugenden funktionalen Verbesserungen.
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Das Geldproblem
Zum Jahresende 2025 verfügte Ocugen über 18,9 Millionen Dollar an liquiden Mitteln – ein deutlicher Rückgang gegenüber 58,8 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Im Januar 2026 beschaffte das Unternehmen weitere 22,5 Millionen Dollar durch eine Kapitalerhöhung unter Führung von RTW Investments. Damit reicht die Liquidität bis ins vierte Quartal 2026.
Zusätzlich könnten aus einer früheren Finanzierungsrunde mit Janus Henderson bis zu 30 Millionen Dollar fließen, falls die ausgegebenen Warrants ausgeübt werden. In diesem Szenario würde sich die Reichweite der Barreserven bis ins zweite Quartal 2027 verlängern. Die Unsicherheit über weitere Verwässerungen dürfte ein Grund für den jüngsten Kursrückgang sein.
Ocugen steht vor einem ereignisreichen Jahr: vollständige Phase-2-Daten für OCU410 im März, Start der rollenden BLA-Einreichung für OCU400 im dritten Quartal und Zwischendaten für OCU410ST. Ob die Aktie wieder Fahrt aufnimmt, hängt maßgeblich davon ab, wie überzeugend die kommenden Studiendaten ausfallen – und ob die Finanzierung ohne weitere massive Verwässerung gesichert werden kann.
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