Der Rechenzentrum-Spezialist Applied Digital verzeichnete gestern im nachbörslichen Handel deutliche Kursverluste. Auslöser ist eine Meldung des Chip-Riesen Nvidia, der sich vollständig von seiner Beteiligung an dem Unternehmen getrennt hat. Anleger reagierten nervös auf den Rückzug des prominenten Investors, was die Aktie zeitweise um rund acht Prozent belastete.
- Kompletter Verkauf: Nvidia veräußerte im vierten Quartal 2025 alle 7,72 Millionen gehaltenen Aktien.
- Marktwert: Die Position hatte Ende Dezember einen Wert von etwa 177 Millionen US-Dollar.
- Gegenbewegung: Nvidia investierte zeitgleich neu in Unternehmen wie Intel, Nokia und Synopsys.
- Operative Zahlen: Applied Digital meldete zuletzt einen Quartalsumsatz von 126,6 Millionen US-Dollar.
Ein kompletter Bruch
Die Nachricht vom Ausstieg wurde durch eine Pflichtmitteilung (13F-Filing) bekannt. Dass Nvidia seine Position nun vollständig liquidiert hat, überrascht Marktbeobachter vor allem aufgrund der Vorgeschichte. Noch im September 2024 hatte sich Nvidia an einer Finanzierungsrunde in Höhe von 160 Millionen US-Dollar für Applied Digital beteiligt.
Warum trennt sich der KI-Marktführer ausgerechnet jetzt von seinem Partner? Während Nvidia Beteiligungen an anderen Partnern wie CoreWeave hielt, wurden neben Applied Digital auch Anteile an Arm Holdings und Recursion Pharmaceuticals abgestoßen. Dieser Schritt deutet eher auf eine strategische Umschichtung des Portfolios als auf fundamentale Probleme beim Unternehmen hin.
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Wachstum trotz Hürden
Trotz des prominenten Abgangs bleiben einige Analysten optimistisch. Mike Grondahl von Northland Capital bestätigte nach bekanntwerden der Nachricht sein „Outperform“-Rating. Er verweist auf die starke Projektpipeline des Unternehmens. Aktuell befinden sich 4.3 Gigawatt (GW) in der aktiven Entwicklung, während die gesamte Planungskapazität sogar über 9 GW liegt.
Allerdings kämpft das Unternehmen mit branchenweiten Herausforderungen. CEO Wes Cummins wies zuletzt auf massive Engpässe in der Lieferkette hin. Besonders kritisch ist die Situation bei Gasturbinen, die für die Energieversorgung der Rechenzentren zentral sind. Hier reichen die Lieferzeiten mittlerweile bis in die Jahre 2031 und 2032.
Die finanzielle Basis für die großflächigen Infrastrukturprojekte scheint vorerst gesichert, unter anderem durch eine Kreditfazilität von Macquarie. Neue Impulse für den Kurs könnten die nächsten Quartalszahlen liefern, die voraussichtlich um den 8. Mai 2026 veröffentlicht werden. Bis dahin wird der Fokus darauf liegen, wie schnell das Unternehmen seine Entwicklungspipeline trotz der schwierigen Hardware-Beschaffung abarbeiten kann.
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