Der dänische Offshore-Windkonzern kann aufatmen. Ein US-Bundesrichter hat am Montag den Baustopp für das Revolution Wind Projekt aufgehoben – ein empfindlicher Rückschlag für Präsident Donald Trump, der die Offshore-Windkraft in US-Gewässern massiv einschränken will.
Das Projekt vor der Küste Rhode Islands ist bereits zu 87 Prozent fertiggestellt und sollte noch in diesem Jahr Strom liefern. Jeden Tag des Stillstands kostete Orsted rund 1,5 Millionen Dollar. Richter Royce Lamberth vom US-Bezirksgericht Washington zeigte sich skeptisch gegenüber den Argumenten der Regierung: „Sie wollen alles stoppen und es kostet sie eineinhalb Millionen täglich, während Sie entscheiden, was Sie tun wollen?“
Nationale Sicherheit als Vorwand?
Am 22. Dezember hatte das US-Innenministerium eine 90-tägige Aussetzung von fünf Windparkprojekten an der Ostküste angeordnet. Die Begründung: angebliche Bedenken zur nationalen Sicherheit, gestützt auf eine geheime Bewertung des Verteidigungsministeriums vom November.
Doch Richter Lamberth ließ dieses Argument nicht gelten. Er stellte fest, dass das Projekt ohne eine einstweilige Verfügung „irreparablen Schaden“ nehmen würde. Die Anwältin von Revolution Wind argumentierte scharf, dass die Aussetzung gegen Bundesgesetze zur Verwaltungsverfahren und zum ordentlichen Rechtsweg verstoße – zumal der Entwickler keine Einsicht in die klassifizierte Sicherheitsbewertung erhalten hatte.
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Sofortiger Neustart
Revolution Wind, ein 50-50-Joint-Venture zwischen Orsted und Skyborn Renewables von Global Infrastructure Partners, kündigte an, die Bauarbeiten unverzüglich wieder aufzunehmen. Das Projekt soll Hunderttausende Haushalte in Rhode Island und Connecticut mit Strom versorgen.
Die Entscheidung ist die erste von drei Anhörungen diese Woche zu Klagen gegen Trumps Windkraft-Pause. Weitere Verfahren betreffen Equinors Empire Wind vor New York und Dominions Coastal Virginia Offshore Wind Projekt. Trump hat wiederholt erklärt, er finde Windturbinen hässlich, teuer und ineffizient.
Orsted verfügt weltweit über 10,2 Gigawatt installierte Offshore-Windkapazität, weitere 8,1 Gigawatt befinden sich im Bau. Für den dänischen Konzern, der massiv in den US-Markt investiert hat, steht viel auf dem Spiel – neben Revolution Wind läuft auch eine Klage für das Sunrise Wind Projekt vor New York.
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