The Trade Desk Aktie: Schmerzhafte Talfahrt

Die Aktie des Ad-Tech-Unternehmens erreicht ein 52-Wochen-Tief, angetrieben durch Analystenabstufungen und Wettbewerbsängste vor Amazon, obwohl die Quartalszahlen stark waren.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief
  • Analysten senken Kursziele deutlich
  • Amazon als wachsende Konkurrenz im Fokus
  • Solides operatives Wachstum im letzten Quartal

Für The Trade Desk reißt die Serie der Hiobsbotschaften nicht ab. Nachdem das Ad-Tech-Unternehmen bereits das Jahr 2025 als Schlusslicht im S&P 500 beendete, markierte die Aktie am Freitag ein neues 52-Wochen-Tief. Während der Kurs seit dem Allzeithoch rund 70 Prozent an Wert verloren hat, fragen sich Marktteilnehmer angesichts solider operativer Zahlen: Handelt es sich um eine fundamentale Neubewertung aufgrund mächtiger Konkurrenz oder um eine historische Übertreibung nach unten?

Amazon und Analysten drücken die Stimmung

Der jüngste Kursrutsch, der die Aktie am Freitag kurzzeitig bis auf 35,65 US-Dollar drückte, wird maßgeblich von Skepsis an der Wall Street befeuert. Morgan Stanley senkte das Kursziel am Montag von 50 auf 42 US-Dollar, wenngleich die Einstufung auf „Equal-Weight“ belassen wurde. Dies reiht sich in eine Serie von Abstufungen ein, bei denen auch Häuser wie Wolfe Research und Susquehanna ihre Erwartungen deutlich zurückschraubten.

The Trade Desk

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Der Hauptgrund für die Zurückhaltung liegt im Wettbewerbsumfeld. Analysten sehen in Amazon einen zunehmend bedrohlichen Gegenspieler im Werbemarkt. Der E-Commerce-Riese punktet nicht nur mit aggressiven Preisen, sondern vor allem mit dem exklusiven Zugang zu wertvollen Erstparteien-Daten aus dem Online-Handel. Hinzu kommen Sorgen über ein verlangsamtes Wachstum im Bereich Connected TV und Unsicherheiten bezüglich der Zukunft des offenen Internet-Ökosystems.

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Paradoxon: Günstige Bewertung bei solidem Wachstum

Trotz der trüben Stimmung an der Börse laufen die Geschäfte operativ weiter rund. Im dritten Quartal 2025 übertraf The Trade Desk mit einem Umsatzwachstum von 17,7 Prozent und einem Gewinn je Aktie von 0,45 US-Dollar die Erwartungen. Das Management demonstrierte zudem mit einem Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen US-Dollar Vertrauen in die eigene Stärke.

Aus Bewertungssicht notiert das Papier auf einem historisch niedrigen Niveau. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei etwa 41, was für den Wachstumswert vergleichsweise günstig ist. Besonders das PEG-Ratio (Verhältnis von KGV zum Gewinnwachstum) von 1,28 deutet laut MoffettNathanson auf eine Unterbewertung hin, da es unter dem Marktdurchschnitt liegt, während das prognostizierte Gewinnwachstum von über 21 Prozent deutlich über dem Marktmittel rangiert.

Blick auf die Quartalszahlen

Die nächste wichtige Richtungsentscheidung steht mit den Quartalszahlen für das vierte Quartal an, die voraussichtlich am 11. oder 12. Februar 2026 veröffentlicht werden. Anleger werden hier besonders auf die Prognose für 2026 achten und prüfen, ob die neue „OpenAds“-Initiative und Partnerschaften mit großen Verlagen wie BuzzFeed oder dem Guardian erste Früchte tragen, um dem Konkurrenzdruck standzuhalten.

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